Veröffentlicht am 18. Februar 2015

Vivantes Klinikum Neukölln und St. Joseph Krankenhaus Berlin Tempelhof eröffnen Centrum für CardioRenale Therapie (CCRT)

Nicht umsonst stehen Herz und Niere sprichwörtlich für die Lebenskraft. Häufig geht eine Herzinsuffizienz mit Nierenproblemen einher, umgekehrt hat eine Störung der Nierenfunktion oft Auswirkungen aufs Herz. Die Klinik für Nephrologie des St. Joseph Krankenhauses in Berlin Tempelhof und die Klinik für Kardiologie des Vivantes Klinikums Neukölln wollen durch koordinierte Zusammenarbeit die Betreuung nieren- und herzkranker Patienten im neuen Centrum für CardioRenale Therapie verbessern.

Die Versorgung der aus medizinischer Sicht sehr anspruchsvollen Patienten wird in diesem Centrum erstmals in Berlin zwischen Fachärzten für Innere, Nephrologie, Kardiologie und ggf. Intensivmedizin, Radiologie und Gefäßchirurgie abgestimmt und optimiert.

Prof. Dr. Harald Darius, Chefarzt der Vivantes Klinik für Kardiologie, Angiologie, Nephrologie und konservative Intensivmedizin: „Unser Ziel ist es, ein Netzwerk aus klinisch tätigen und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu schaffen, in dem wir die stationäre und ambulante Versorgung koordinieren.“

Prof. Dr. Christiane Erley, Chefärztin der Medizinischen Klinik II mit Schwerpunkt Nephrologie: „Neben einem besseren Informationsaustausch zwischen unseren Kliniken und der Koordination von Therapien wollen wir gemeinsame Behandlungsgrundsätze erarbeiten.“

Auch die Entwicklung von ärztlichen Fort- und Weiterbildungskonzepten und die Veranstaltung von Fortbildungssymposien sind in Zukunft wichtige Aufgaben des Centrums für CardioRenale Therapie Berlin.

Die Erkrankungswahrscheinlichkeit von Patienten, bei denen beide Organsysteme – Herz und Niere – betroffen sind, ist nachweislich erhöht. Ein Beispiel: Funktioniert die Niere als „Filterstation des Körpers“ nur noch eingeschränkt, können wichtige Medikamente – etwa zur Behandlung einer Herzerkrankung – nicht mehr verabreicht werden. Zugleich leiden die Patienten beispielsweise an Atemnot aufgrund von Überwässerung.
Um dem entgegenzuwirken und die Lebenserwartung, aber auch die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern, benötigen sie frühzeitig eine spezialisierte nephro-kardiologische Therapie.

Aufgrund der vielfältigen ursächlichen, aber auch therapeutischen Zusammenhänge, trägt die enge Kooperation zwischen den beiden Fachgebieten erheblich dazu bei, die individuelle Situation und die Prognose der Betroffenen zu verbessern. In Berlin gehen nun die größte Kardiologie und die größte Nephrologie zum Wohl der Patienten gemeinsame Wege.

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