Veröffentlicht am 14. September 2021

Vivantes konkretisiert nochmals Angebot für Vivantes Tochterunternehmen und fordert ver.di insgesamt zu Verhandlungen statt Blockade auf

Patientenversorgung hat Priorität

Mehr als 900 gesperrte Betten, Hunderte Patientinnen und Patienten auf der Warteliste, eingeschränkte Schlaganfallversorgung, rund einhundert verschobene Krebsbehandlungen: Die Auswirkungen des Streiks in den Kliniken bedrohen zunehmend die Versorgungssicherheit. Nachdem bereits die Ärztlichen Direktor*innen von Vivantes an ver.di appelliert hatten, ruft nun auch die Gesundheitssenatorin die Gewerkschaft öffentlich auf, an den Verhandlungstisch zurück zu kehren. Vivantes hat heute zudem der Gewerkschaft noch einmal ein konkretisiertes Angebot für die Vivantes Tochterunternehmen unterbreitet und fordert sie auch hier erneut zu Verhandlungen auf.

Dr. Johannes Danckert, kommissarischer Vorsitzender der Geschäftsführung:„Angesichts des zunehmend aus dem Ruder laufenden Streiks schließen wir uns dem Appell der Politik an: Wir fordern ver.di auf, die Blockadehaltung aufzugeben und mit Blick auf Versorgungssicherheit wieder zu verhandeln. Vivantes hat umfassende und weitreichende Angebote gemacht, welche die Kernforderungen der Gewerkschaft erfüllen. Das betrifft sowohl einen Stufenplan zur Angleichung an den TVöD in den Tochtergesellschaften wie auch ein Modell, mit dem über einen noch zu definierenden Personalschlüssel Belastung in der Pflege vermieden werden kann. Alles andere ist nur am Verhandlungstisch zu klären. Wir haben dazu mehrfach klar und deutlich unsere Gesprächsbereitschaft erklärt. Es ist nicht nachvollziehbar, warum ver.di weiter auf Streik setzt, während die Angebote seit Tagen auf dem Tisch liegen. Jetzt ist es an der Zeit, endlich Verhandlungen aufzunehmen, wenn der Streik kein Selbstzweck sein soll. Anstatt auf Vorbedingungen zu beharren, muss es doch unser gemeinsames Interesse sein, Lösungen zu finden und die Patientenversorgung nicht länger einzuschränken. Schuldzuweisungen helfen nicht mehr weiter, sondern gefährden die Versorgung. Und sie gefährden auch den Zusammenhalt unseres Unternehmens, denn niemand kann für sich in Anspruch nehmen, die gesamte Organisation hinter sich zu haben. Nach der Auseinandersetzung wird wieder gemeinsam und Hand in Hand gearbeitet werden.“

 
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