Veröffentlicht am 26. November 2020

Vivantes nimmt Gespräche mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf

Erster Gesprächstermin am 27. November, Ziel sind tarifliche Regelungen für Vivantes-Tochtergesellschaften

Am 27. November findet ein erster Gesprächstermin zwischen Vivantes und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di statt. Hintergrund ist die gemeinsame Zielsetzung, perspektivisch auch für die Tochtergesellschaften von Vivantes, die aktuell keiner Tarifbindung unterliegen, tarifliche Regelungen zu schaffen. 

Die Corona-Pandemie führt vor Augen, wie wichtig die Arbeit ist, die alle Berufsgruppen in den Vivantes Klinika leisten. Um aktuell und künftig die bestmögliche Patientenversorgung und reibungslose Abläufe sicherzustellen, ist es der Vivantes Geschäftsführung wichtig, allen Mitarbeitenden ein attraktives Arbeitsumfeld zu bieten. Hierzu zählen die allgemeinen Arbeitsbedingungen ebenso wie eine faire und marktgerechte Vergütung.  

Dorothea Schmidt, Vivantes Geschäftsführerin Personalmanagement: „Auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vivantes Tochtergesellschaften arbeiten nicht nur in der Ausnahmezeit der Pandemie für die Versorgung, sondern sind ganzjährig für unsere Patientinnen und Patienten da. Es ist daher unser Ziel, auch für diese Beschäftigten zeitgemäße tarifliche Arbeits- und Vergütungsbedingungen zu schaffen. In einem ersten Termin möchten wir zunächst mit ver.di erörtern, wie eine konkrete Zeitschiene und der inhaltliche Weg zu künftigen tariflichen Regelungen aussehen können.“ 

Für die meisten der Vivantes Beschäftigten findet aktuell der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD-K) Anwendung. Bei den anstehenden Verhandlungen für die Beschäftigten der Vivantes Tochtergesellschaften wird es darum gehen, in welchen zeitlichen Schritten und in welchem Umfang man sich künftig den tariflichen Regelungen des TVöD-K nähern kann. Dessen Vergütungsniveau liegt - insbesondere nach dem jüngsten Tarifabschluss - deutlich über dem der heute für die Vivantes Tochtergesellschaften jeweils zur Anwendung kommenden, üblichen Branchentarifverträge. 

Vivantes ist als Berliner Landesunternehmen dem Gebot der Wirtschaftlichkeit verpflichtet. Dies gilt umso mehr, als das Unternehmen struktur- und Corona-bedingt bereits in 2020 ein Defizit im hohen zweistelligen Bereich verzeichnen wird. Auch für 2021 ist bereits absehbar, dass die wirtschaftliche Situation äußerst angespannt bleiben wird.

Dorothea Schmidt hierzu: „Wir gehen mit dem erklärten Willen in die Verhandlungen, eine Lösung zu finden, die den berechtigten Interessen unserer Beschäftigten aber auch der schwierigen wirtschaftlichen Situation von Vivantes gleichermaßen Rechnung trägt. Eine solche Lösung ist nach unserer Erfahrung - bei konstruktivem Herangehen und inhaltlicher Flexibilität auf beiden Seiten - durchaus möglich. Wir setzen an dieser Stelle auch auf ver.di. Verhandlungsergebnisse erzielt man nur gemeinsam und am Verhandlungstisch. Mit genau diesem Credo werden wir unsererseits dieses Tarifprojekt angehen.“

Vivantes und ver.di haben im Mai 2018 für die Vivantes Service GmbH einen Tarifvertrag vereinbart, der für rund 500 Mitarbeitende zur Anwendung kommt. Damit unterliegen bereits heute rund 11.500 von insgesamt rund 13.000 Beschäftigten im Vivantes Konzern einer Tarifbindung.

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