Veröffentlicht am 09. November 2018

Vivantes richtet Direktorat Pflegestrategie ein

Zukunftsfähig aufgestellt für Herausforderungen in der Pflege

Deutschlands größter kommunaler Klinikkonzern entwickelt seine Managementstrukturen weiter, um den Bereich Pflege zu stärken und sich auf veränderte Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen einzustellen. Dazu richtet Vivantes  ein neues Direktorat für Pflegestrategie und Betreuungsmanagement unter der Leitung von Kathrin Leffler ein.

Das Direktorat entwickelt gemeinsam mit den Pflegedirektoren*innen eine Strategie, um die Leitthemen der kommenden Jahre in der Pflege zu definieren, den Pflegeberuf zu stärken und Vivantes zukunftssicher aufzustellen. Die fünf zentralen Handlungsfelder sind Ausbildung, Arbeitsbedingungen, Qualität, Versorgung und Prozesse sowie eine nachhaltige Struktur. Ab dem 1. Dezember 2018 übernimmt Kathrin Leffler den neu eingerichteten Bereich. Sie war bisher Pflegedirektorin des Vivantes Auguste-Viktoria Klinikums,des Vivantes Wenckebach-Klinikums und Sprecherin der Pflegedirektoren*innen von Vivantes. 

Kathrin Leffler, Leiterin des neuen Direktorats Pflegestrategie und Betreuungsmanagement:„Für mich ist die Hauptsache, weiterhin eine von Respekt und Wertschätzung geprägte Unternehmenskultur zu fördern. Mit dem Direktorat stärken wir den Stellenwert der Pflegeberufe nach innen und nach außen. Gleichzeitig werden wir uns den neuen regulatorischen Vorgaben im Klinikbereich stellen und die Auswirkungen auf die Kliniken im Blick behalten.“

Das betrifft z.B. Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)* zu Qualitätsanforderungen des Pflegepersonals für definierte Leistungsbereiche, die Inhalte des Pflegepersonalstärkungsgesetzes** und die ab 2019 geltenden Regelungen zu Pflegepersonaluntergrenzen*** in pflegesensitiven Bereichen.

Auch die bevorstehende Einführung einer generalistischen Ausbildung, die die bisherige, spezialisierte Ausbildung zur Alten-, Kinderkranken- und Gesundheits- und Krankenpflege ablöst bzw. zu einer Ausbildung verbindet, hat große Auswirkungen auf die praktische Ausbildung und Einsatzzeiten in den Kliniken.

Nachwuchsförderung – höhere Ausbildungskapazitäten

Bis 2020 verdoppelt Vivantes seine Ausbildungskapazitäten, um den Nachwuchs an Fachkräften zu sichern. Dazu eröffnet nächstes Jahr ein neuer Schulstandort in Berlin Reinickendorf. Gemeinsam mit Kooperationspartnern werden duale Ausbildungsgänge angeboten und die Akademisierung des Pflegeberufs vorangetrieben.

Arbeitsbedingungen attraktiv gestalten

Um dauerhaft Fachkräfte zu gewinnen und zu binden, wird Vivantes künftig mehr attraktive Arbeitszeit- und Dienstplanmodelle entwickeln und setzt weiterhin auf strukturierte Einarbeitungskonzepte und umfangreiche Fort- und Weiterbildungsprogramme.

Qualität in der Pflege sichern

Das Qualitätsmanagement im Pflegebereich wird ausgebaut. Dazu führt Vivantes neue Qualitätskennzahlen ein und erstellt jährlicher einen „Qualitätsbericht Pflege“. So können Entwicklungen wirksam überwacht und gesteuert werden. Auch ein Vergleich mit anderen Unternehmen wird dadurch erleichtert. Pflegevisiten und Auditstrukturen auf allen Stationen machen nachvollziehbar, ob Prozesse, Anforderungen und Richtlinien den geforderten Standards entsprechen und die Verbesserungen auch bei unseren Patienten ankommen.

Versorgung und Prozesse optimieren

Mit ganzheitlichen Konzepten reagiert Vivantes auf die gesetzlichen Vorgaben zum Entlassungsmanagement. Die Pflegeberatung wird ausgebaut und auch für Angehörige werden Kursangebote weiterentwickelt. Für einzelne Fachgebiete wie z.B. die Onkologie sind spezialisierte Pflegekonzepte ausgearbeitet und werden auf immer mehr Fachbereiche ausgeweitet.

 

  • *Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Oberstes Gremium der Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen, das entscheidet, welche medizinischen Leistungen wie bezahlt werden und welche Qualitätskriterien gelten.
     
  • **Pflegepersonalstärkungsgesetzes (PpSG):Entwurf eines Gesetzes, das zum 01. Januar 2019 in Kraft treten und für mehr Pflegekräfte sorgen soll. Jede zusätzliche Stelle für Pflegekräfte in Krankenhäusern soll von der Krankenversicherung finanziert werden. Auch die Digitalisierung und die Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten und stationärer Pflege wird gefördert.
     
  • ***Pflegepersonaluntergrenzen (PpUG): Mindestzahl an Pflegekräften, um dem Personalpflegequotienten (Verhältnis von der Zahl der Pflegekräfte zum Pflegeaufwand) zu entsprechen. Diese gelten zunächst für die Bereiche Kardiologie, Intensivmedizin, Unfallchirurgie und Geriatrie.
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