Veröffentlicht am 12. Oktober 2021

Weg für Tarifvertrag zur Vermeidung von Belastung frei

Nach langen und intensiven Verhandlungen haben Deutschlands größter kommunaler Krankenhauskonzern, Vivantes und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di heute eine Einigung zu einem Tarifvertrag zur Vermeidung von Belastung im Pflege- und Funktionsdienst erzielt. Im ersten Schritt verständigten sich die Parteien auf ein gemeinsames Eckpunktepapier.

Ziel des Tarifvertrages ist es, Belastungssituationen von Beschäftigten im Pflege- und Funktionsdienst zu identifizieren, zu vermeiden und zu beseitigen und dadurch eine deutliche, nachhaltige und messbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen und damit einhergehend der Qualität der Patientenversorgung herbeizuführen.

Dies geschieht, indem für zahlreiche Bereiche wie die bettenführenden Stationen und unterschiedlichste Funktionsabteilungen konkrete Besetzungsregelungen vereinbart wurden. Werden diese unterschritten, erhalten die Beschäftigten sogenannte Vivantes-Freizeitpunkte, die nach einem gestaffelten System in Freizeit oder Entgelt umgewandelt werden können. 

Zudem legt der Tarifvertrag einen deutlichen Schwerpunkt auf die Förderung der Ausbildung. Neben konkreten Verbesserungen der praktischen Ausbildungsqualität, regelt Vivantes nun auch tarifvertraglich die Ausstattung aller Auszubildenden mit Notebooks zur schulischen und privaten Nutzung, die nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung übernommen werden können. Zudem erhalten alle Auszubildenden bereits im 2. Ausbildungsjahr ein konkretes Übernahmeangebot und Informationen zu den beruflichen Perspektiven im Unternehmen.

Die dreijährige Laufzeit des Tarifvertrages wird Vivantes für eine fortlaufende, wissenschaftliche Evaluation zur konkreten Verbesserung der Arbeitsbedingungen nutzen.

Dorothea Schmidt, Vivantes Geschäftsführerin für Personalmanagement: „Der Weg zu unserem Tarifvertrag war ein hartes Stück Arbeit! Am Ende ist es uns aber gemeinsam mit ver.di gelungen, die Voraussetzungen zur Vermeidung von Belastung und für noch bessere Arbeitsbedingungen für unsere Beschäftigten und Auszubildenden zu schaffen. Dies freut uns sehr. Nun gilt es, die technischen und organisatorischen Grundlagen für die Umsetzung des Tarifvertrages zu schaffen und diesen in der Praxis mit Leben zu füllen.“

Die Einigung steht auf beiden Seiten noch unter dem Zustimmungsvorbehalt der jeweiligen Gremien.
 

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