Pflege bei Vivantes

Entwicklung der Pflege im Krankenhaus

In den Nachrichten taucht das Thema Pflege im Gesundheitswesen immer wieder auf. Zu Recht: Denn die Aufgaben der Pflegekräfte hängen mit den Veränderungen der Krankenhauslandschaft und der demografischen Entwicklung der Gesellschaft zusammen. 

Seit den 1990er Jahren gab es in Deutschland mehrere Gesundheitsreformen. Seitdem sank bundesweit sowohl die Anzahl der Krankenhäuser an sich als auch die Verweildauer von Patienten und Patientinnen in der stationären Versorgung – dafür gab es Zuwächse bei Tageskliniken und Rehabilitationseinrichtungen. Überhaupt: Das ambulante und teilstationäre sowie das vor- und nachstationäre Medizinangebot wurde sehr ausgebaut.

Die Entwicklung der Pflege spiegelt diesen Trend

Einerseits hat sich das Aufgabenspektrum des Pflegedienstes verändert: Denn ja, die administrativen und koordinierenden Tätigkeiten für Pflegekräfte haben zugenommen.

Andererseits sind durch den gesamtgesellschaftlichen Wandel auch neue Spezialisierungen in der Pflege gefragt – die Fallzahlen in der Psychiatrie sind gestiegen und bis zum Jahr 2030 könnte jeder fünfte Patient im Krankenhaus über 80 Jahre alt sein.

Dieser Entwicklung des Pflegedienstes kommt der aktuelle Aus- und Weiterbildungsmarkt in den Gesundheitsberufen ziemlich nahe: Es gibt mehr Studiengänge, die sich den Managementaufgaben in der Pflege widmen und mehr Fachweiterbildungen, die dem gewachsenen Anspruch an Zusatzqualifizierungen entsprechen.

Pflege ist durch die Gesundheitspolitik bestimmt und spiegelt soziale Entwicklungen. Und bei all diesen strukturellen Rahmenbedingungen muss sie doch stets dem obersten Gebot der Patientensicherheit gerecht werden!

 

Analysen des Statistischen Bundesamtes:

20 Jahre Krankenhausstatistik (2012)

Krankenhauslandschaft im Umbruch (2008)

Wie können wir die Zukunft der Pflege gestalten?

Und wie kann die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH – kommunaler Arbeitgeber für 16.136 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verantwortlich für die medizinische und pflegerische Versorgung von über 500.000 Berliner und Berlinerinnen pro Jahr – dieses dynamische Umfeld aktiv mitgestalten? 

Indem wir auf eine selbstbewusste Pflege setzen! Und kontinuierlich an der Optimierung der internen Prozesse und berufsgruppenübergreifenden Kommunikation arbeiten. Alle gemeinsam. 

Mir ist es wichtig, der Pflege mehr Gewicht zu verleihen und ihre Bedeutung für den gesamten Versorgungsprozess stärker sichtbar zu machen: Eine Plattform, auf welcher die Pflege ihre hohe Professionalität, Qualitätskennzahlen sowie Projekte und Ausbildungswege darstellt.

Vorsitzende der GeschäftsführungDr. Andrea Grebe

Pflegearbeit im Krankenhaus: zukunftsfähig & selbstkritisch

Um den vielfältigen Anforderungen an die Pflege – und den Bedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – gerecht zu werden, engagiert sich Vivantes seit Jahren:

  • Zur Unterstützung von pflegenden Familienangehörigen arbeiten die Pflegeteams des Klinikum Kaulsdorf und des Auguste-Viktoria-Klinikum mit der AOK zusammen: An beiden Standorten werden kostenlose Kurse für Angehörige angeboten, die selbst Pflegeaufgaben übernehmen.
  • Die Pflegedirektion des Klinikum Neukölln hat das Projekt "Paten in der Pflege" ausgelobt. Hier können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Neuköllner Pflegeteams mit Ideen zur gemeinsamen Zusammenarbeit melden – und erhalten Zeit & einen Paten oder Patin für die Umsetzung ihrer Idee zur Seite.
  • Im Klinikum am Friedrichshain legt man besonderen Wert auf eine umfassendere Einarbeitung von neuen Pflegekräften: Seit 2016 läuft hier das Orientierungsprogramm "From Zero to Hero". Dabei können Neueinsteiger und Absolventen ein halbes Jahr lang verschiedene Stationen kennenlernen – bevor sie sich festlegen, welcher Bereich wirklich passt.
  • Die beiden Intensivstationen des Klinikum Spandau haben gemeinsam einen "Stationskodex" entwickelt, der die multiprofessionelle Zusammenarbeit dieser besonders anspruchsvollen Stationen optimiert. Damit fühlen sich alle Kolleginnen und Kollegen – und auch Patienten und Patientinnen sehr wohl.
  • Innerhalb den verschiedenen medizinischen Fachdisziplinen gibt es analog den Medical Boards Expertengruppen der Pflege, die sich zum Beispiel intensiv mit Pädiatrie oder Wund-, Ernährungs-, Sturz- und Schmerzmanagement beschäftigen.
  • Außerdem gibt es das Stipendienprogramm "Pflege geht in Führung": Pflegekräfte erhalten eine finanzielle Unterstützung, wenn sie sich für ein Pflegemanagement-Studium entscheiden. Damit investiert Vivantes in den Führungskräftenachwuchs der Pflege.

Vivantes fördert seine Pflegefachkräfte. Und das engagierte Pflegepersonal bringt sich auch sehr aktiv ein: Mitgestaltung ist bei uns mehr als ein Wort!

Pflege bei Vivantes: mit Engagement dabei

Informieren Sie sich weiter

"Selbstbewusstsein in der Pflege", Broschüre des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe e.V. 

Bundesverband Pflegemanagement e.V. zur Zukunft der Pflege im Krankenhaus

Pressemitteilungen des Bundesministeriums für Gesundheit