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Turmfalken-Tagebuch

Die Highlights unserer Turmfalken und Fotos finden Sie hier in unserem Turmfalken-Tagebuch. Beobachten Sie die Entwicklungen unserer Turmfalken in beiden Nistkästen.


Tagebuch - Nistkasten Süd

Donnerstag, 22.Juni 2017 - Ab auf die Rampe

Wie erwachsen unsere Jungvögel schon aussehen! Die Federn werden immer deutlicher sichtbar und auch die Neugierde auf ihre Umgebung wächst. Die Turmfalkenjungen wagen sich nun bereits auf raus, naja, zumindest auf das „Start- und Landebrett“ des Nistkastens. Und wagen einen Blick in die große, weite Welt. Bis sie wirklich losfliegen, wird es noch ein paar Tage dauern...

Hallo, Kamera?

Freitag, 24. März 2017 – Wo kann ich den Mietvertrag unterschreiben?

Ein Turmfalkenmännchen nimmt den Nistkasten in Augenschein: Ist das der richtige Brutplatz für dieses Jahr? Probeweise scharrt der Vogel eine Nistmulde. Nun fehlt zum Vogel-Glück nur noch ein Weibchen für die Familiengründung, der geeignete Nistplatz scheint gefunden zu sein.

Was wir jetzt schon erkennen können: Der Greifvogel trägt einen goldenen Ring. Das bedeutet, er ist im Jahr 2015 zur Welt gekommen und beringt worden. Jedes Jahr haben die Ringe eine andere Farbe, die Daten werden dann an die Vogelwarte Radolfzell gemeldet. Wenn der Vogel öfter wiederkommt, kann unser Greifvogelschutzexperte die Buchstaben-Zahlen-Kombination auf dem Ring lesen – und dann ermitteln, wo der Turmfalke selbst geschlüpft ist. Vielleicht ist er ja ein gebürtiger Berliner?

 

Dienstag, 28. März 2017 - Frau Falke guckt sich um

Nach Herrn Falke guckt sich nun auch Frau Falke im Nistkasten um. Der Kasten ist groß und geräumig: 50 mal 50 Zentimeter sind genug Platz, um Turmfalkennachwuchs aufzuziehen.

Gegenüber den natürlichen Brutplätzen wie etwa Felsspalten oder Dachgiebeln haben diese von Menschenhand gefertigten Nistkästen neben der Größe einige Vorteile – vor allem: Eier können nicht rauskugeln und die Küken später nicht so leicht rausfallen, denn auch zum Eingang hin gibt es eine Barriere. 

Freitag, 31. März 2017 - Federn als Fußbodenbelag

Unser Turmfalken-Weibchen kommt nun öfter im Kasten vorbei und sieht sich um. Zumindest vermuten wir, dass es sich um denselben Vogel handelt.

Ende März hat die Vogeldame auch schon mal eine Essenspause im Nistkasten eingelegt: Sie hat als Beute einen kleinen Vogel mitgebracht und verspeist. Danach war der Boden des Nistkastens mit Federn bedeckt – eine Art Polsterung.

    

Montag, 03. April 2017 - Falkendame ohne Ring

Heute können wir es gut erkennen: Unsere Falkendame trägt keinen silbernen Ring, sie ist also nicht bei der Radolfzeller Vogelwarte registriert. Turmfalken, die in Nistkästen geboren werden und von Greifvogelexperten beringt werden, bevor sie flügge sind. In Berlin sind mehr als 300 Nistkästen installiert und werden betreut.

Dienstag, 04. April 2017 - Ist hier noch frei?

Auch ein anderes Turmfalken-Männchen ist am Nistkasten im Wasserturm interessiert. Es trägt keinen Ring wie das andere, das wir schon öfter beobachtet haben. Wohnungsmangel in Berlin macht auch dem kleinsten einheimischen Greifvogel mehr und mehr zu schaffen.


Wer selbst einen Turmfalkenkasten bauen und an einem möglichst hohen Gebäude anbringen möchte, kann sich beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hier eine Bauanleitung herunterladen!

Mittwoch, 05. April 2017 - Taubenbesuch - gibt es einen Kampf?

Eine Taube zu Besuch. Sie hält sich etwa 20 Minuten im Nistkasten auf, scharrt und inspiziert ungestört den möglichen Brutplatz.

Turmfalken und Tauben sind Nistplatz-Konkurrenten. Ausgewachsene Turmfalken sind in etwa so groß und so schwer wie Tauben. Sie streiten sich daher des Öfteren um die besten Brutplätze. Ob es zu einem Aufeinandertreffen kommen wird?

Donnerstag, 06. April - Mausetot

Inzwischen nutzen unsere Falken den Nistkasten immer häufiger als Futterdepot. Heute auf dem Speiseplan: Maus.

Da die Falken regelmäßig zum Nistkasten kommen, können wir hoffen, dass sie sich hier niederlassen und bald brüten.

Montag, 10. April 2017 - Mahlzeit

Unsere Turmfalken kommen nun öfter zum ungestörten Fressen in den Nistkasten. Hier sehen wir ein Weibchen beim späten Mittagessen. Was der Vogel erbeutet hatte, ist gar nicht so leicht zu erkennen. Tief beugt er sich über seine Mahlzeit und zerrupft sie. Zu den Lieblingsspeisen der Turmfalken gehören Mäuse und kleinere Vögel, wie etwa Spatzen.

Nachdem sie satt ist, hält sich die Vogeldame noch einige Zeit im Nistkasten auf.

   

Mittwoch, 12. April 2017 - Alles ist vorbereitet

Die Nistmulde für die Eier ist schon gescharrt. Und das Turmfalken-Weibchen hält sich nun oft und gerne im Kasten auf. Oder sitzt auf dem Ausguck. Das erste Ei könnte die nächsten Tage gelegt – alles ist vorbereitet.
Normalerweise legen die Weibchen dann immer im Abstand von zwei bis drei Tagen ein neues Ei dazu. Üblich sind drei bis fünf Eier. Aber es können auch mal mehr oder weniger sein.

 

Donnerstag, 13. April 2017 - Morgensonne auf dem Balkon

Der Schatten eines Turmfalken zeichnet sich im Kasten ab. Schon um 6:35 Uhr morgens sitzt er vor dem Nistkasten und scheint die Morgensonne zu genießen. Viel Zeit verbringen die Vögel nun auf ihrem „Balkon“, oft sehen wir lediglich ihre Schwanzfedern.

Sowohl ein Männchen als auch ein Weibchen halten sich aber auch öfter im Nistkasten auf. Vor allem die Vogeldame können wir beim Scharren und beim „Probeliegen“ beobachten. 

   

Karfreitag, 14. April 2017 – Hurra, das erste Ei!

Am Karfreitag beobachten wir nachmittags die Turmfalkendame in ihrem Kasten, sie wirkt unruhig. Wird hier das erste Ei gelegt? Als der Vogel wegfliegt, entdecken wir am unteren Bildrand ein bräunliches Etwas – das erste Ei ist da! Turmfalkeneier sind glanzlos und mehr oder weniger stark gefleckt. Farblich kommt von blassem Beigebraun bis kräftigem Rotbraun alles vor.

Den Rest des Tages lässt sich kein Turmfalke mehr blicken. Keine Sorge – es ist normal, dass nicht vom erste Ei an durchgängig gebrütet wird.

Ostersamstag, 15. April 2017 – Wird hier das zweite Ei gelegt?

Betriebsamkeit im Kasten. Legt die Turmfalkendame heute das zweite Ei? Oder brütet sie nur? Leider sehen wir nicht den kompletten Boden des Nistkastens. Aber der Vogel scheint die Eier nachzuzählen.

 

Ostersonntag, 16. April 2017 – Alles eine Frage des Blickwinkels

Beim der letzten Greifvogel-Stippvistite sind die Eier bewegt worden. Und endlich sehen wir Ei Nummer 2.

Ostermontag, 17. April 2017 – Nickerchen

Heute ist das Turmfalkenweibchen viel und oft zu Hause. Beim Brüten döst sie auch schon mal ein.

Dienstag, 18. April 2017 – Drei oder vier?

Alle zwei bis drei Tage legen Turmfalken ein neues Ei. Wenn unsere Frau Turmfalke mal aufsteht und uns einen Blick auf das Gelege erlaubt, zählen wir nach. Wir sehen drei Eier. Oder sind es schon vier? Wir sind gespannt, ob es noch mehr werden. Bis zu sechs Eier sind normal, in seltenen Fällen werden es sogar mehr.

Samstag, 22. April 2017 - Fünf Eier

Nun wird fast immer gebrütet. Daher muss man den richtigen Moment abpassen, um die Eier zählen zu können. Und Glück haben, dass die Kamera sie auch einfängt. Heute kriegen wir um 11.30 Uhr jedenfalls erstmals 5 Eier zu sehen. Ob das Gelege damit schon vollzählig ist? Oder wird es noch mehr Eier geben?

Dienstag, 25. April 2017 - Das werden ja immer mehr

Letztes Jahr gab es in diesem Nistkasten fünf kleine Turmfalken - dieses Jahr können es noch mehr werden. Es liegen nun sechs Eier im Kasten. Wir erhaschen nur einen kurzen Blick, dann wird gleich weitergebrütet.

Montag, 01.Mai 2017 - Mollig warm

Die Turmfalkenmutti in spe brütet nun fast durchgängig. Nur noch zum Jagen und Fressen verlässt sie das Nest. Sie plustert sich auf und wärmt die sechs Eier. Das Gelege scheint nun vollzählig zu sein.

Auch wenn draußen nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen - im Nistkasten selbst gibt es keinen Frost. So auch heute früh gegen 6 Uhr: Außentemperatur um 2 Grad, Innentemperatur 6,8 Grad Celsius.

 

Donnerstag, 04. Mai 2017 - Pssst, Papi schläft

Heute übernimmt das Turmfalken-Männchen mal das Brüten. Er bleibt heute Vormittags so lange, dass er einschläft.

Die Turmfalken wechseln sich immer häufiger mit dem Eierwärmen ab. Aber hauptsächlich bleibt das Brüten Frauensache. Nur wenn das Weibchen mal ausfliegt, kommt das Männchen. So werden die Eier möglichst durchgehend warm gehalten. Wird ein Ei zu kalt, kann es sein, dass der Vogelembryo abstirbt. Und das will natürlich kein Vogel riskieren...

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Samstag, 06. Mai 2017 - Gymnastik zur Halbzeit

Es sieht so aus, als würde unser Turmfalkenweibchen Gymnastik machen. Da muss man schon mal die Flügel strecken, wenn man fast den ganzen Tag brütet!

Die Hälfte der Brutzeit ist übrigens bereits geschafft, die Brutdauer liegt bei etwa 30 Tagen. Und das erste Ei wurde ja an Ostern gelegt.

Mittwoch, 10. Mai 2017 - Fresspause

Eine Fresspause muss sein. Das Turmfalkenweibchen war erfolgreich bei der Jagd oder ist von ihrem Vogelpartner versorgt worden. Wir zählen derweil die Eier: 1, 2, ...6 - alle noch da! Nach der Mahlzeit wird sofort weitergebrütet.

Sonntag, 14. Mai 2017: Am Muttertag ist Papa dran

Nicht nur am Muttertag hilft das Männchen beim Brüten. Heute haben wir es viermal dabei beobachtet. Im Namen aller Mütter: Danke, Papi!

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Mittwoch, 17. Mai 2017 - Eine Frage der Temperatur

Vogeleier benötigen eine Temperatur von ca. 38 Grad Celsius, damit sich die Vogelembryos entwickeln können. Die Körpertemperatur eines Vogels liegt bei 38 bis 40 Grad Celsius. Allzu lange sollten die Vogeleltern die Eier also nicht auskühlen lassen. 

Im Nistkasten herrschen relativ konstante Temperaturen, das heißt, es wird in der Nacht drinnen nicht so kalt wie draußen. Und auch nachts brüten die Turmfalken fleißig weiter. Auch wenn morgens um 5.00 Uhr im Nistkasten bereits 16 Grad Celsius gemessen wurden.

Samstag, 20. Mai 2017 – 4 Auf einen Streich

In den Morgenstunden sind die ersten vier Turmfalkenjungen geschlüpft. Noch sind die Eierschalen kaum beiseite geräumt, kümmert sich die Turmfalkenmutter schon um die erste Fütterung.

   

Mittwoch, 24. Mai 2017 – Sechslinge - und die Speisekammer füllt sich

Inzwischen sind alle Turmfalkenküken geschlüpft - Sechslinge im Klinikum Neukölln! Hungrige Mäuler wollen auch gestopft werden. In den Ecken der Turmfalken-Behausung wird das Futter aufbewahrt. Am liebsten werden Feld- und Wühlmäuse gefressen. Wenn der Hunger groß ist, kann es aber auch ein Vogel sein – wie heute (in der rechten Ecke).

    

Samstag, 27. Mai 2017 - Beim Wachsen zusehen

Die sind ja schon wieder größer geworden! Unsere sechs Turmfalken wachsen und wachsen. Sie werden von der Turmfalkenmutter gut gefüttert. Zur Fütterung scharen sich immer alle um das Weibchen, das geduldig alle Schnäbel füllt.

Ausgewachsen werden unsere Kleinen um die 300 Gramm wiegen.

  

Montag, 29. Mai 2017 - Das große Kuscheln

Wie bei anderen Vögeln auch, sind junge Turmfalken untereinander nicht aggressiv. Sie wärmen sich lieber gegenseitig. Auch heute wurde wieder viel gekuschelt.

Donnerstag, 1. Juni 2017 - Um 5:30 Uhr gibts Frühstück

Da sind alle hellwach! Um 5:35 Uhr in der Frühe kommt Mutti mit der ersten Fütterung des Tages. Alle sechs Turmfalken haben Hunger und es gibt auch mal Geschubse und Gedrängel. Das zweite Frühstück gab es dann zwei Stunden später.

       

Pfingstsonntag, 4. Juni - Ihr seid aber groß geworden

Unseren Turmfalkenkindern kann man beim Wachsen förmlich zusehen. Inzwischen verdecken sie schon die Sicht auf die Turmfalkenmutter bei der Vorbereitung der Fütterung.

          

Was uns auffällt: Manche Vogelkinder sind ein bisschen größer als die anderen Geschwister. Haben sie sich beim Fressen vorgedrängelt? Vielleicht. Aber sie sind auch mit zwei bis drei Tagen Unterschied aus den Eiern gekrochen. Und das macht in einer Turmfalkenkindheit einiges aus.  

Dienstag, 06. Juni 2017 - Jetzt wirds dreckig

Die Turmfalkenjungen werden agiler - und wirbeln mehr Dreck auf. Auch die Futterreste türmen sich im Nest. Und manchmal kommt ein Turmfalke ganz nah an die Webcam heran. Das bekommt auch die Kameralinse zu spüren. Sie wird staubig, wir sehen nicht mehr so gut. Naja, wir kommen ja bald zur Beringung und dann können wir ja putzen...

      

Donnerstag, 08. Juni 2017 - Ringe für unsere Kleinen

Der große Tag der Beringung. Wenn unsere Sechslinge Mitte Juli flügge werden, nehmen sie je zwei Ringe an ihren Beinen mit in die große weite Welt. Darauf sind Buchstaben- und Zahlenkombinationen, mit denen sie später identifiziert werden können – auch die Geburtsstätte wird dort vermerkt.

 

Der Grund für die Beringung: Wissenschaftler sammeln Daten über Vogelzug, Lebensdauer, Sterblichkeit, Ernährung und Fortpflanzung der Turmfalken. Dadurch weiß man heute etwa: Einige Falken fliegen bis Nordafrika, andere bleiben auch im Winter in der Region.

Auch gewogen uns vermessen wurden unsere Kleinen - sie wogen zwischen 150 und 250 Gramm - ein recht ordentliches Gewicht. 

Unsere Turmfalken haben die Beringung gut überstanden. Sie waren ruhig und ließen die ungewohnte Prozedur über sich ergehen. Am meisten aufgeregt hat sich die Turmfalken-Mutter, denn der  Nistkasten wurde von unserem Greifvogelschutzexperten Stefan Kupko vorsorglich versperrt. Laut rief sie nach ihrem Nachwuchs. Stefan Kupko ist Vivantes-Rettungsstellen-Mitarbeiter im Auguste-Viktoria-Klinikum und ehrenamtlich NABU-Mitarbeiter in der AG Greifvogelschutz. Nach der Beringung wurde erstmal gekuschelt.

Samstag, 10. Juni 2017: Einer ist schon wach

Um kurz nach sechs beginnt der Tag unserer Turmfälkchen. Einer ist schon wach und spaziert durch den Kasten. Bald werden auch die anderen munter. In der Kinderstube wird es nun langsam enger. Zwar misst der Nistkasten 50 mal 50 Zentimeter, aber unsere Jungvögel wachsen ja noch...

  

Dienstag, 13. Juni 2017 - Wattebällchen mit Flügeln

Die Flugfedern bilden sich, das flauschige Dunenkleid verändert sich. Unsere jungen Falken entdecken nach und nach ihre Flügel.

Heute konnten wir erstes Flügelschlage im Kasten beobachten. Sehr imposant!

        

Montag, 19. Juli 2017 - Nur ein Nickerchen

Ein kleiner Schreck am Vormittag - fast alle Turmfalkenjungen liegen im Kasten. Aber sie schlafen nur. Keine Bange!

     

Sonst sind die Turmfalken sehr munter - und haben auch schon die Kameralinse entdeckt und etwas verdreckt, so dass wir nicht mehr so klar sehen können. Wir wollen die Tiere aber nicht stören und den Kasten öffnen, um die Linse zu säubern...

Donnerstag, 22.Juni 2017 - Ab auf die Rampe

Wie erwachsen unsere Jungvögel schon aussehen! Die Federn werden immer deutlicher sichtbar und auch die Neugierde auf ihre Umgebung wächst. Die Turmfalkenjungen wagen sich nun bereits auf raus, naja, zumindest auf das „Start- und Landebrett“ des Nistkastens. Und wagen einen Blick in die große, weite Welt. Bis sie wirklich losfliegen, wird es noch ein paar Tage dauern...

Hallo, Kamera?


Tagebuch - Nistkasten Ost

Montag, 27. März 2017 - Ick bin een Berliner

Zwei Ringe, an jedem Bein einen – das tragen nur die Berliner Turmfalken. Sie haben neben den Vogelwarten-Ringen auch noch verschiedenfarbige Jahrgangsringe. Daher wissen wir, dass unser Turmfalken-Männchen, das sich hier im umschaut, in Berlin geschlüpft ist und beringt wurde.

Ob unser Berliner wohl in diesem Jahr in Neukölln eine kleine eigene Vogelfamilie gründen wird?

Dienstag, 28. März 2017 - Falscher Vogel

Nanu, wer ist denn da im Turmfalken-Nistkasten und schaut sich in aller Ruhe um? Wir beobachten eine Taube beim „Probewohnen“. Oft streiten sich Turmfalken und Tauben um die Nistplätze – und wer gewinnt und bleiben darf, ist keineswegs klar. Tauben und Turmfalken sind etwa gleich groß – und auch gleich kräftig.

Montag, 04. April 2017 - Schon mal ordentlich gescharrt

Nachdem letzte Woche ein Taube zu Besuch im Kasten war, sehen wir nun wieder häufiger Turmfalken vor der Webcam. Es wird auch schon fleißig probeweise eine Nistmulde gescharrt.

Turmfalken kleiden ihre Nistplätze nicht so weich aus wie andere Vögel. Wenn sie nicht in Nistkästen brüten, liegen die Eier auch schon mal in „nackten“ Felsnischen. Die Falken brüten dafür viel und fast durchgängig und halten ihre Eier so warm.

   

Mittwoch, 06. April 2017 - Guten Tag, Frau und Herr Falke!

Zwei Vögel gleichzeitig im Nistkasten – das haben wir bisher selten gesehen. Und werten das als gutes Zeichen für eine baldige Familiengründung. Das Männchen mit dem auffällig gepunkteten Federkleid inspiziert noch mal den Kasten. Das Weibchen hockt währenddessen auf den Landebrettern und guckt raus – wir können nur die gestreiften Schwanzfedern sehen.

Donnerstag, 13. April 2017 - Toll, wie ich das hingekriegt hab

Die Turmfalkendame betrachtet die tiefe Nistmulde. Sie scheint zufrieden mit ihren Brutvorbereitungen zu sein.

Die Mulden werden angelegt, damit die Eier zusammenbleiben und nicht herumkullern. So lässt es auch sich viel besser brüten.

Mittwoch, 19. April 2017 - Vorbeigeschaut

Endlich gab es malwieder Turmfalkenbesuch, ein Falkenweibchen hat vorbeigeschaut und ist etwa zwanzig Minuten geblieben. Die Zeit nutzte sie, um fleißig zu scharren. Nistvorbereitungen?

Über Ostern hatten wir nur selten einen Vogel in diesem Kasten gesehen.

 

Sonntag, 30. April 2017 - Turteltauben

Nanu, was wollt ihr denn hier? Tauben sind jetzt häufiger im Kasten als Falken. Heute haben wir sogar zwei Tauben beobachten können.

  

Natürlich hoffen wir weiterhin, dass sich noch eine Turmfalkenfamilie hier einfindet. Und siehe da: Am Nachmittag gegen 15:10 Uhr kam eine Falkendame vorbei und schaute neugierig in die Kamera.

Mittwoch, 03. Mai 2017 - Das ist doch kein Ei, oder?

Heute haben die Tauben auch wieder im Nistkasten geturtelt. Und dann - was sehen wir da? Ist das ein Ei? Oder nur ein Klumpen irgendwas?

           

Samstag, 06. Mai 2017 - Was guckst Du?

Ey, was guckst Du? Das Turmfalkenweibchen blickt scharf in die Kameralinse, die übrigens nur wenige Millimeter klein ist. Jeden Tag kommt mindestens einmal ein Turmfalke vorbei.

Auch das Turmfalkenmännchen schaut heute mal in den Kasten rein. 

         

Da Turmfalken zwischen Mitte April und Mitte Mai Eier legen, geben wir die Hoffnung nicht auf. Und: Es kann sich nicht um das Turmfalkenweibchen handeln, das im anderen Nistkasten schon brütet, denn wir haben sie vor beiden Webcams gleichzeitig gesehen.

Übrigens: Die Tauben hatten kein Ei gelegt. Es handelte sich wohl lediglich um einen Dreckklumpen.

Sonntag, 07. Mai 2017 - Fangfrisch

Heute gibt es Maus! Mal wieder. Ein Falkenweibchen kommt mit dem "Fang des Tages" in den geschützten Holzkasten zum Fressen.

         

Turmfalken sind bei der Nahrung auf Feldmäuse und Wühlmäuse ziemlich festgelegt. Sie sind sozusagen ihre Lieblingsspeise. Diese Spezialisierung führt allerdings auch zu einer Abhängigkeit vom Mäusevorkommen. Gibt es wenig Mäuse, fängt der Turmfalke auch kleinere Singvögel, Regenwürmer und größere Insekten wie etwa Heuschrecken.

Samstag, 13. Mai 2017 - Kräfte sammeln

Tief gescharrt ist die Nistmulde. Unser Greifvogelschutzexperte Stefan Kupko hat die Hoffnung auf einen weitere Turmfalkenfamilie in diesem Nistkasten noch nicht aufgegeben. Es sieht so aus, als würde das Turmfalkenweibchen Kräfte sammeln: Es macht am Samstagnachmittags ein kleines Nickerchen.

Sonntag, 14. Mai 2017 - Hier passiert es

Schon mal einen Turmfalken beim Eierlegen beobachtet? Am Sonntagmorgen war es soweit: Das Vogelweibchen sitzt ganz still. Und als es wieder aufsteht, sehen wir das erste Ei. Pünktlich zum Muttertag. Na also.

       

Dienstag, 16. Mai 2017 - Frühmorgens klappt es am besten

Um 7:30 Uhr in der Frühe ist es soweit: Unsere Turmfalkendame legt das zweite Ei. Ein bißchen stolz rollt sie es mit dem Fuß herum: Schön ist es geworden. Und dann wird gleich mal angebrütet. Schützend legt der Vogel die Flügel um seine zwei Eier.

        

 

Donnerstag, 18. Mai 2017 - Auf der Sonnenseite des Lebens

Unser Turmfalke steht heute auf der Sonnenseite des Lebens (und Nistkastens…): im Morgengrauen wurde das dritte Ei gelegt. Es darf gebrütet werden!

   

Dienstag, 23. Mai 2017 – Familienausweitung

Die Familienplanung scheint noch nicht abgeschlossen zu sein! Während im südlichen Nistkasten schon die ersten Jungen nach Nahrung piepsen, wird der „Eier-Rückstand“ im Ost-Nest aufgeholt. Am Samstag legte die Falken-Mama ihr viertes Ei, am Dienstag waren es schon fünf!  

Donnerstag, 15. Juni 2017 - Das große Schlüpfen beginnt

Endlich! So lange hatte die Turmfalken-Dame im östlichen Nistkasten Geduld. Jetzt ist das erste Jungtier aus den verbliebenen vier Eiern geschlüpft und wird von der Mutter liebevoll gehudert. Der vogelkundliche Begriff des „Huderns“ bedeutet, dass die Nestlinge unter Flügeln und Bauchgefieder der Vogelmutter vor Witterungseinflüssen wie Kälte, Regen und großer Hitze geschützt werden.

  

  

Freitag, 16. Juni - Geschwisterchen

Aus Ei Nummer 2 ist ein Küken geschlüpft. Mutter Turmfalke schafft Nahrung ran. heute gibt es Maus. Diese wird vom Vogelweibchen gefressen und hervorgewürgt - direkt in die Schnäbel des Nachwuchses.

Wenn nicht gerade Fütterungszeit ist, ist Kuschelzeit: Das Weibchen hockt sich auf die Kleinen - und brütet auch die beiden anderen Eier weiter aus.

      

Samstag, 17. Juni 2017 - Nahrung durch 3

Heute sind es schon drei Schnäbel, die gefüttert werden wollen. Die drei Falkengeschwister recken ihre Hälse.

 

Donnerstag, 22. Juni 2017 - Sorgen-Ei

Das Vierte Ei bereitet uns größere Sorgen. Noch immer ist kein vierter Turmfalke geschlüpft. Inzwischen brütet die Turmfalkenmutter auch kaum noch - sie hat mit der Aufzucht der drei anderen Kleinen alle Krallen voll zu tun!


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