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Turmfalken-Tagebuch

Die Highlights unserer Turmfalken und Fotos finden Sie hier in unserem Turmfalken-Tagebuch. Beobachten Sie die Entwicklungen unserer Turmfalken in beiden Nistkästen.


Tagebuch - Nistkasten Süd

Freitag, 24. März 2017 – Wo kann ich den Mietvertrag unterschreiben?

Ein Turmfalkenmännchen nimmt den Nistkasten in Augenschein: Ist das der richtige Brutplatz für dieses Jahr? Probeweise scharrt der Vogel eine Nistmulde. Nun fehlt zum Vogel-Glück nur noch ein Weibchen für die Familiengründung, der geeignete Nistplatz scheint gefunden zu sein.

Was wir jetzt schon erkennen können: Der Greifvogel trägt einen goldenen Ring. Das bedeutet, er ist im Jahr 2015 zur Welt gekommen und beringt worden. Jedes Jahr haben die Ringe eine andere Farbe, die Daten werden dann an die Vogelwarte Radolfzell gemeldet. Wenn der Vogel öfter wiederkommt, kann unser Greifvogelschutzexperte die Buchstaben-Zahlen-Kombination auf dem Ring lesen – und dann ermitteln, wo der Turmfalke selbst geschlüpft ist. Vielleicht ist er ja ein gebürtiger Berliner?

 

Dienstag, 28. März 2017 - Frau Falke guckt sich um

Nach Herrn Falke guckt sich nun auch Frau Falke im Nistkasten um. Der Kasten ist groß und geräumig: 50 mal 50 Zentimeter sind genug Platz, um Turmfalkennachwuchs aufzuziehen.

Gegenüber den natürlichen Brutplätzen wie etwa Felsspalten oder Dachgiebeln haben diese von Menschenhand gefertigten Nistkästen neben der Größe einige Vorteile – vor allem: Eier können nicht rauskugeln und die Küken später nicht so leicht rausfallen, denn auch zum Eingang hin gibt es eine Barriere. 

Freitag, 31. März 2017 - Federn als Fußbodenbelag

Unser Turmfalken-Weibchen kommt nun öfter im Kasten vorbei und sieht sich um. Zumindest vermuten wir, dass es sich um denselben Vogel handelt.

Ende März hat die Vogeldame auch schon mal eine Essenspause im Nistkasten eingelegt: Sie hat als Beute einen kleinen Vogel mitgebracht und verspeist. Danach war der Boden des Nistkastens mit Federn bedeckt – eine Art Polsterung.

    

Montag, 03. April 2017 - Falkendame ohne Ring

Heute können wir es gut erkennen: Unsere Falkendame trägt keinen silbernen Ring, sie ist also nicht bei der Radolfzeller Vogelwarte registriert. Turmfalken, die in Nistkästen geboren werden und von Greifvogelexperten beringt werden, bevor sie flügge sind. In Berlin sind mehr als 300 Nistkästen installiert und werden betreut.

Dienstag, 04. April 2017 - Ist hier noch frei?

Auch ein anderes Turmfalken-Männchen ist am Nistkasten im Wasserturm interessiert. Es trägt keinen Ring wie das andere, das wir schon öfter beobachtet haben. Wohnungsmangel in Berlin macht auch dem kleinsten einheimischen Greifvogel mehr und mehr zu schaffen.


Wer selbst einen Turmfalkenkasten bauen und an einem möglichst hohen Gebäude anbringen möchte, kann sich beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hier eine Bauanleitung herunterladen!

Mittwoch, 05. April 2017 - Taubenbesuch - gibt es einen Kampf?

Eine Taube zu Besuch. Sie hält sich etwa 20 Minuten im Nistkasten auf, scharrt und inspiziert ungestört den möglichen Brutplatz.

Turmfalken und Tauben sind Nistplatz-Konkurrenten. Ausgewachsene Turmfalken sind in etwa so groß und so schwer wie Tauben. Sie streiten sich daher des Öfteren um die besten Brutplätze. Ob es zu einem Aufeinandertreffen kommen wird?

Donnerstag, 06. April - Mausetot

Inzwischen nutzen unsere Falken den Nistkasten immer häufiger als Futterdepot. Heute auf dem Speiseplan: Maus.

Da die Falken regelmäßig zum Nistkasten kommen, können wir hoffen, dass sie sich hier niederlassen und bald brüten.

Montag, 10. April 2017 - Mahlzeit

Unsere Turmfalken kommen nun öfter zum ungestörten Fressen in den Nistkasten. Hier sehen wir ein Weibchen beim späten Mittagessen. Was der Vogel erbeutet hatte, ist gar nicht so leicht zu erkennen. Tief beugt er sich über seine Mahlzeit und zerrupft sie. Zu den Lieblingsspeisen der Turmfalken gehören Mäuse und kleinere Vögel, wie etwa Spatzen.

Nachdem sie satt ist, hält sich die Vogeldame noch einige Zeit im Nistkasten auf.

   

Mittwoch, 12. April 2017 - Alles ist vorbereitet

Die Nistmulde für die Eier ist schon gescharrt. Und das Turmfalken-Weibchen hält sich nun oft und gerne im Kasten auf. Oder sitzt auf dem Ausguck. Das erste Ei könnte die nächsten Tage gelegt – alles ist vorbereitet.
Normalerweise legen die Weibchen dann immer im Abstand von zwei bis drei Tagen ein neues Ei dazu. Üblich sind drei bis fünf Eier. Aber es können auch mal mehr oder weniger sein.

 

Donnerstag, 13. April 2017 - Morgensonne auf dem Balkon

Der Schatten eines Turmfalken zeichnet sich im Kasten ab. Schon um 6:35 Uhr morgens sitzt er vor dem Nistkasten und scheint die Morgensonne zu genießen. Viel Zeit verbringen die Vögel nun auf ihrem „Balkon“, oft sehen wir lediglich ihre Schwanzfedern.

Sowohl ein Männchen als auch ein Weibchen halten sich aber auch öfter im Nistkasten auf. Vor allem die Vogeldame können wir beim Scharren und beim „Probeliegen“ beobachten. 

   

Karfreitag, 14. April 2017 – Hurra, das erste Ei!

Am Karfreitag beobachten wir nachmittags die Turmfalkendame in ihrem Kasten, sie wirkt unruhig. Wird hier das erste Ei gelegt? Als der Vogel wegfliegt, entdecken wir am unteren Bildrand ein bräunliches Etwas – das erste Ei ist da! Turmfalkeneier sind glanzlos und mehr oder weniger stark gefleckt. Farblich kommt von blassem Beigebraun bis kräftigem Rotbraun alles vor.

Den Rest des Tages lässt sich kein Turmfalke mehr blicken. Keine Sorge – es ist normal, dass nicht vom erste Ei an durchgängig gebrütet wird.

Ostersamstag, 15. April 2017 – Wird hier das zweite Ei gelegt?

Betriebsamkeit im Kasten. Legt die Turmfalkendame heute das zweite Ei? Oder brütet sie nur? Leider sehen wir nicht den kompletten Boden des Nistkastens. Aber der Vogel scheint die Eier nachzuzählen.

 

Ostersonntag, 16. April 2017 – Alles eine Frage des Blickwinkels

Beim der letzten Greifvogel-Stippvistite sind die Eier bewegt worden. Und endlich sehen wir Ei Nummer 2.

Ostermontag, 17. April 2017 – Nickerchen

Heute ist das Turmfalkenweibchen viel und oft zu Hause. Beim Brüten döst sie auch schon mal ein.

Dienstag, 18. April 2017 – Drei oder vier?

Alle zwei bis drei Tage legen Turmfalken ein neues Ei. Wenn unsere Frau Turmfalke mal aufsteht und uns einen Blick auf das Gelege erlaubt, zählen wir nach. Wir sehen drei Eier. Oder sind es schon vier? Wir sind gespannt, ob es noch mehr werden. Bis zu sechs Eier sind normal, in seltenen Fällen werden es sogar mehr.

Samstag, 22. April 2017 - Fünf Eier

Nun wird fast immer gebrütet. Daher muss man den richtigen Moment abpassen, um die Eier zählen zu können. Und Glück haben, dass die Kamera sie auch einfängt. Heute kriegen wir um 11.30 Uhr jedenfalls erstmals 5 Eier zu sehen. Ob das Gelege damit schon vollzählig ist? Oder wird es noch mehr Eier geben?

Dienstag, 25. April 2017 - Das werden ja immer mehr

Letztes Jahr gab es in diesem Nistkasten fünf kleine Turmfalken - dieses Jahr können es noch mehr werden. Es liegen nun sechs Eier im Kasten. Wir erhaschen nur einen kurzen Blick, dann wird gleich weitergebrütet.


Tagebuch - Nistkasten Ost

Montag, 27. März 2017 - Ick bin een Berliner

Zwei Ringe, an jedem Bein einen – das tragen nur die Berliner Turmfalken. Sie haben neben den Vogelwarten-Ringen auch noch verschiedenfarbige Jahrgangsringe. Daher wissen wir, dass unser Turmfalken-Männchen, das sich hier im umschaut, in Berlin geschlüpft ist und beringt wurde.

Ob unser Berliner wohl in diesem Jahr in Neukölln eine kleine eigene Vogelfamilie gründen wird?

Dienstag, 28. März 2017 - Falscher Vogel

Nanu, wer ist denn da im Turmfalken-Nistkasten und schaut sich in aller Ruhe um? Wir beobachten eine Taube beim „Probewohnen“. Oft streiten sich Turmfalken und Tauben um die Nistplätze – und wer gewinnt und bleiben darf, ist keineswegs klar. Tauben und Turmfalken sind etwa gleich groß – und auch gleich kräftig.

Montag, 04. April 2017 - Schon mal ordentlich gescharrt

Nachdem letzte Woche ein Taube zu Besuch im Kasten war, sehen wir nun wieder häufiger Turmfalken vor der Webcam. Es wird auch schon fleißig probeweise eine Nistmulde gescharrt.

Turmfalken kleiden ihre Nistplätze nicht so weich aus wie andere Vögel. Wenn sie nicht in Nistkästen brüten, liegen die Eier auch schon mal in „nackten“ Felsnischen. Die Falken brüten dafür viel und fast durchgängig und halten ihre Eier so warm.

   

Mittwoch, 06. April 2017 - Guten Tag, Frau und Herr Falke!

Zwei Vögel gleichzeitig im Nistkasten – das haben wir bisher selten gesehen. Und werten das als gutes Zeichen für eine baldige Familiengründung. Das Männchen mit dem auffällig gepunkteten Federkleid inspiziert noch mal den Kasten. Das Weibchen hockt währenddessen auf den Landebrettern und guckt raus – wir können nur die gestreiften Schwanzfedern sehen.

Donnerstag, 13. April 2017 - Toll, wie ich das hingekriegt hab

Die Turmfalkendame betrachtet die tiefe Nistmulde. Sie scheint zufrieden mit ihren Brutvorbereitungen zu sein.

Die Mulden werden angelegt, damit die Eier zusammenbleiben und nicht herumkullern. So lässt es auch sich viel besser brüten.

Mittwoch, 19. April 2017 - Vorbeigeschaut

Endlich gab es malwieder Turmfalkenbesuch, ein Falkenweibchen hat vorbeigeschaut und ist etwa zwanzig Minuten geblieben. Die Zeit nutzte sie, um fleißig zu scharren. Nistvorbereitungen?

Über Ostern hatten wir nur selten einen Vogel in diesem Kasten gesehen.

 


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