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Wenckebach-Klinikum

Zukunftskonzept

Die stationäre Patientinnen- und Patientenversorgung wird Schritt für Schritt vom Wenckebach-Klinikum in Tempelhof an das nur drei Kilometer entfernte Auguste-Viktoria-Klinikum in Schöneberg verlagert. Im Sommer 2022 sind mit der Rettungsstelle, der Intensivstation, den chirurgischen Bereichen und der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie bereits ein Großteil der Kliniken an das Auguste-Viktoria-Klinikum umgezogen.

Anfang September sind die Rettungsstelle, die Intensivstation, die chirurgischen Bereiche und die Klinik für Innere Medizin – Kardiologie an das Auguste-Viktoria-Klinikum gezogen.Die Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sowie Innere Medizin – Geriatrie bleiben weiterhin am Wenckebach-Klinikum. Wenn Sie psychiatrische Hilfe benötigen, dann wenden Sie sich bitte an die Zentrale Aufnahmestelle der Psychiatrie (ZPA) im Haus 34d.

Die Rettungsstelle im Wenckebach-Klinikum ist seit dem 12. September 2022 geschlossen. Bitte nutzen Sie in Notfällen die Rettungsstelle am Auguste-Viktoria-Klinikum.

Dr. Johannes Danckert

Mit dem Zusammenwachsen der beiden, nah beieinanderliegenden Standorte, verbessern wir die Patientenversorgung im Bezirk. Am gemeinsamen Standort Auguste-Viktoria können wir Spitzenmedizin in engem Zusammenspiel der Fachdisziplinen und kurzen Wegen für Patient*innen und Mitarbeiter*innen bieten.

Vorsitzender der GeschäftsführungDr. Johannes Danckert

Portraitbild Jörn Oltmann (Foto: Laurence Chaperon)

Der Neubau am Grazer Damm wird die Versorgungsangebote aus dem nahen Wenckebach-Klinikum aufnehmen und wie gewohnt Hochleistungsmedizin mit Kieznähe verbinden. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg wird gemeinsam mit Vivantes die Zukunft der beiden
Standorte Wenckebach und Auguste-Viktoria gestalten.

Bezirksbürgermeister Tempelhof-SchönebergJörn Oltmann

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Durch die Verlagerung der stationären Patientinnen- und Patientenversorgung an das Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum wird die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen gestärkt. Das sichert nachhaltig die Behandlungsqualität: Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist schneller und einfacher, wenn alle an einem Standort sind – etwa für unkompliziertere Konsile (fachübergreifende Beratungen im Team). Beide Krankenhausstandorte Wenckebach- und Auguste-Viktoria-Klinikum arbeiten bereits jetzt eng zusammen und haben gemeinsame Chefärztinnen und Chefärzte.

Grundstein für das Zusammenwachsen des Wenckebach- und des Auguste-Viktoria-Krankenhauses ist gelegt

Im März 2022 wurde das Richtfest für den zweiten Bauabschnitt des neuen Klinikgebäudes am Auguste-Viktoria-Klinikum gefeiert. Bis Anfang 2025 entsteht ein modernes Krankenhausgebäude für etwa 100 Klinikbetten, darunter 24 Intensivpflege-Betten und sechs neue OP-Säle.

Seit Mai 2022 ist der erste Bauabschnitt fertiggestellt. Er bietet ebenfalls Platz für 100 Klinikbetten, darunter 22 Intensivpflege-Betten. Auch die Radiologie, Herzkatheterlabore und sechs neue OP-Säle werden hier einziehen.

Die ersten zwei Bauabschnitte bilden den Grundstein für das weitere Zusammenwachsen der Standorte Wenckeback-Klinikum und Auguste-Viktoria-Klinikum. Es wird nicht nur für zusätzlichen Raum für die Stationen des Bestandsgebäudes gesorgt, sondern auch für die Fachabteilungen des nahegelegenen Wenckebach-Klinikums, die sukzessive an den Grazer Damm ziehen. Der moderne Neubau in Schöneberg verbessert die Patient*innenversorgung, die Behandlungsqualität und das Arbeitsumfeld für die Klinik-Teams.

Zur Pressemitteilung

Umzug
WBK-Rettungsstelle zieht um

Dr. Hottenbacher freut sich den Umzug der Rettungsstelle in das Auguste-Viktoria-Klinikum – auch für Patient*innen.

Wie sieht die Zukunft im Wenckebach-Klinikum aus?

Wird das Krankenhaus jetzt geschlossen?

Nein. Die stationären Kapazitäten des Wenckebach-Klinikums werden im Verlauf der nächsten Jahre nach und nach in den Neubau am Auguste-Viktoria-Klinikum verlagert, der derzeit errichtet wird (mehr in unserer Pressemitteilung). Insofern wird (auch) für das Wenckebach-Klinikum am Grazer Damm neu gebaut, da die Fachkliniken dort einziehen werden. Genauer gesagt, werden die Kliniken beider Häuser - des Wenckebach-Klinikums und des Auguste-Viktoria-Klinikums - im Neubau integriert. Das passiert schrittweise, weil der Umzug von den Baufortschritten und den dort geschaffenen Räumlichkeiten abhängt.


Warum konnte das Wenckebach-Klinikum nicht am jetzigen Standort bleiben?

Das Gelände ist schön, aber die denkmalgeschützten Gebäude entsprechen nicht mehr den modernen Klinikanforderungen und haben keine zukunftsfähigen Strukturen. Die Stationseinheiten sind zu klein, die Gänge sehr lang, die Patientenzimmer haben keine integrierten Bäder. Zudem sind die Gebäude stark sanierungsbedürftig. Weil Vivantes seit vielen Jahren nicht genug Instandhaltungsmittel für seine Standorte erhalten hat, ist ein großer Rückstau bei den Instandhaltungen entstanden. Nach derzeitigen Berechnungen müssten für das Wenckebach-Klinikum 154 Mio. Euro aufgewendet werden, die das Unternehmen nicht hat. Mit diesen Mitteln hätte man zudem noch kein modernes Krankenhaus geschaffen.


Wie wird die Versorgung von Notfallpatient*innen gesichert, wenn die Rettungsstelle an das Auguste-Viktoria-Klinikum zieht?

Die medizinische Versorgung für Rettungsstellenpatientinnen und -patienten bleibt auch bei einer Verlagerung der Rettungsstelle ins Auguste-Viktoria-Klinikum auf dem gleichen, hohen Niveau und wird täglich, auch an Feiertagen 24 Stunden gewährleistet. Der Fahrtweg vom Standort Wenckebach-Klinikum ins Auguste-Viktoria-Klinikum beträgt rund 3,5 Kilometer. Simulationen zeigen, dass sich die Zeit, innerhalb der Notfallpatient*innen aus Tempelhof-Schöneberg durchschnittlich eine Rettungsstelle erreichen, durch die Verlagerung der Rettungsstelle nicht verlängert (mehr dazu im Kliniksimulator).


Welche Vorteile bringt der Umzug ans Auguste-Viktoria-Klinikum?

Mit dem Neubau am Grazer Damm hat der Bezirk innerhalb der kommenden Jahre die Chance, ein komplett neues hochmodernes Krankenhaus zu erhalten. Bei der Planung des Neubaus konnten alle Anforderungen berücksichtigt werden, die an eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung gestellt werden. Durch eine moderne Ausstattung verbessert sich die Patientenversorgung genauso, wie durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachkliniken, die dann alle an einem Standort konzentriert sind.

Auch dringend erforderliches Fachpersonal kann am neuen Standort leichter gewonnen werden, denn Mitarbeiter*innen vergleichen räumliche Arbeitsbedingungen und das Arbeitsumfeld miteinander. Die Ansprüche von Patient*innen und Mitarbeiter*innen an Unterbringung und Arbeitsumfeld können in einem Neubau am Auguste-Viktoria-Klinikum deutlich besser erfüllt werden.


In welchem Zeitraum ist der Umzug der Fachkliniken im Einzelnen geplant? Wie lange sind die Teams noch am alten Standort erreichbar?

Grundsätzlich werden die Kliniken für Unfallchirurgie, Viszeralchirurgie, Anästhesie, Gastroenterologie, Psychiatrie, Kardiologie wie auch die Rettungsstelle bereits heute an beiden Standorten von ein und derselben Person geleitet, die weiterhin für Patient*innen und niedergelassene Ärzt*innen ansprechbar ist. Darüber hinaus gibt es einen Zeitplan für die Umzüge:

2020: Die Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie und interdisziplinäre Endoskopie ist im Oktober 2020 in die bereits bestehenden Räumlichkeiten im Auguste-Viktoria-Klinikum umgezogen.

2022: Die Klinik für Chirurgie – Visceral und Gefäßchirurgie, die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, die Klinik für Innere Medizin - Kardiologie sowie die Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie wurden im September 2022 an den Grazer Damm verlagert. Das betraf insgesamt rund 80 somatische Betten. Gleichzeitig wurden auch die Rettungsstelle und die Intensivstation in das Auguste-Viktoria-Klinikum umgezogen. 

2024 oder später: Die zusammengelegte Rettungsstelle Auguste-Viktoria-Klinikum/Wenckebach-Klinikum und die Intensivmedizin werden erst mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts in den Neubau einziehen und bis dahin in Bestandsgebäuden Platz finden. Die Klinik für Innere Medizin – Geriatrie – Zentrum für Altersmedizin und die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik – Gerontopsychiatrie ziehen voraussichtlich als Letzte ins Auguste-Viktoria-Klinikum um.

Das Vivantes Hospiz soll dauerhaft am Standort Wenckebach-Klinikum bleiben.


Was wird aus den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Wenckebach-Klinikum?

Da die Fachkliniken nicht geschlossen, sondern nur verlegt werden und die erfahrenen, hochqualifizierten Teams des Wenckebach-Klinikums für die Sicherstellung der medizinischen und pflegerischen Versorgung auf qualitativ hohem Niveau unerlässlich sind, werden diese zukünftig am Auguste-Viktoria-Klinikum eingesetzt. Bei Standortkonferenzen, strategischen Workshops und in fachspezifischen Arbeitsgruppen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit sich einzubringen und die Neuausrichtung am neuen Standort mitzugestalten.


Was wird aus dem Standort Wenckebach-Klinikum, wenn die stationären Kapazitäten umziehen?

Der Standort soll als „Gesundheitscampus Wenckebach“ in enger Zusammenarbeit mit dem Auguste-Viktoria-Klinikum Bestandteil eines Netzwerkes für Prävention, ambulante Versorgung und seelische Gesundheit werden. Dazu können auch eine KV-Notfallpraxis, ein Ärztehaus, ein ambulantes OP-Zentrum oder Tageskliniken gehören. Ärzt*innen, Pflegekräfte und verschiedene Dienstleister aus dem Gesundheitswesen, allein oder im Verbund, könnten hier beispielsweise ihre Gesundheitsleistungen anbieten. Es kann ein innovativer Standort mit Start-Ups, Skills-Labs und Simulationstrainingsmöglichkeiten für verschiedene Berufsgruppen entstehen. Auch Präventionsangebote wie Krebsfrüherkennung oder Pflege- und Betreuungsangebote wie Kurzzeitpflege, therapeutische Wohngemeinschaften oder eine Kita gehören zu den Optionen. Für die Finanzierung des Gesundheitscampus hat Vivantes bislang allerdings noch keine Zusagen.


Was kostet es, das Wenckebach-Klinikum in den Neubau am Grazer Damm zu integrieren?

Die geplanten Neubauten am Standort Auguste-Viktoria-Klinikum, welche die Kliniken beider Häuser aufnehmen sollen, werden insgesamt rund 600 Millionen Euro kosten. Der Anteil für die Fachbereiche des Wenckebach-Klinikums beläuft sich dabei auf 242 Mio. Euro. Eine reine Instandsetzung der alten Strukturen am alten Standort auf bestehendem Niveau würde 154 Mio. Euro kosten. Damit hätte man aber immer noch kein zeitgemäßes Gebäude. Für rund 90 Mio. Euro mehr als die Instandhaltungskosten entsteht am Grazer Damm innerhalb von acht Jahren dagegen ein hochmoderner Neubau. Ein Bauprojekt dieser Größenordnung kann Vivantes jedoch nicht aus eigener Kraft finanzieren und ist auf eine Unterstützung mit Landesmitteln angewiesen.


Wie geht es weiter mit dem Vivantes Wenckebach-Klinikum?

Sie haben Fragen zur Weiterentwicklung des Standortes?

Dann schreiben Sie gerne eine E-Mail: zukunftwenckebach@vivantes.de

Weitere Informationen zum Zukunftskonzept

Ihr Wenckebach-Klinikum in Berlin-Tempelhof