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Mit eigenen Möbeln und Haustieren einziehen

Mit der Eröffnung des Hauses Kaulsdorf wächst das Pflegeplatz-Angebot im Osten Berlinsspürbar. In das moderne Pflegeheim dürfen sogar Haustiere mit einziehen.
Foto: Christian Reister

Am 5. August wurde auf dem Gelände des Vivantes Klinikums Kaulsdorf eine komplett neue Wohnanlage für pflegebedürftige Seniorinnen und Senioren in Betrieb genommen. Über die Eröffnung des Haus Kaulsdorf der Vivantes Hauptstadtpflege sprechen die Einrichtungsmanagerin Antje Stschepin und die Pflegedienstleiterin Ilona Bialek im Interview.

Alles neu und mitten im Kiez

Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am Haus Kaulsdorf?
Antje Stschepin: „Da sind vor allem die vielen Gestaltungsmöglichkeiten. Das Haus ist komplett neu. Mit dem gesamten Team sowie im Zusammenspiel mit den Bewohnerinnen und Bewohnern werden wir das Gebäude erstmals zum Leben erwecken. Das hat schon einen besonderen Reiz.“
Ilona Bialek: „Und dann ist da noch die Lage des Hauses. Es liegt mitten in Marzahn-Hellersdorf und ist umgeben von sehr viel Grün. Zudem bietet der Kiez eine große kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt. Teil des Ganzen sein zu dürfen, macht uns sehr glücklich.“
 

Pflegepersonal ist an Bord

Haben Sie bereits ausreichend Pflegepersonal gewinnen können?
Ilona Bialek: „Ja, aktuell sind wir gut aufgestellt. Wir haben Pflegerinnen und Pfleger, die von anderen Vivantes Häusern nach Kaulsdorf wechseln. Auch konnten wir in den vergangenen Wochen einige Neueinstellungen vornehmen. Zudem werden wir noch das ein oder andere Bewerbungsgespräch führen, um das Team vor Ort weiter zu verstärken.“
Worüber dürfen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am neuen Standort freuen?
Antje Stschepin: „Wir werden nicht nur das Gebäude, sondern auch die Zusammenarbeit im Team zum Leben erwecken. Das sind Momente, die sehr selten sind und eine ganz eigene Magie besitzen. Einem solchen Prozess beiwohnen und ihn dann auch noch gestalten zu können, dürfte viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motivieren.

Was ist Ihnen besonders wichtig mit Blick auf die Bewohnerinnen und Bewohner?
Ilona Bialek: „Die Menschen in unserem Haus sollen ihre Persönlichkeit entfalten können. Sie sollen ihr Leben in einer verlässlichen Gemeinschaft leben. Und sie sollen teilhaben am kulturellen und sozialen Leben des Bezirkes. Wir möchten daher den letzten Lebensabschnitt unserer Bewohnerinnen und Bewohner so würdevoll und lebensfroh wie möglich gestalten.
Welche Schwerpunkte wollen Sie in den kommenden Jahren setzen?
Antje Stschepin: „Wir werden die Verbundenheit mit dem Kiez auf jeden Fall weiter ausbauen. Zudem möchten wir unseren Bewohnerinnen und Bewohnern sowie unseren Mitarbeitenden nach den vielen Einschränkungen durch Corona ein Stück der Normalität zurückgeben! Unser Ziel ist es, Lebensfreude und Lebensmut zu vermitteln.“

 

So modern ist das Pflegeheim in Kaulsdorf

Der Neubau des Hauptstadtpflege Hauses in Kaulsdorf ist seit August 2021 eröffnet. Auf drei Etagen bietet die Einrichtung insgesamt rund 150 Einzelzimmer. Dank der Gebäudestruktur werden im linken sowie im rechten Flügel kleinere Gruppen auf den Etagen wohnen, die sich über einen Rundweg besuchen können.

Lichtdurchfluteter Innenhof

Eine architektonische Besonderheit ist der vom Erdgeschoss zugängliche und lichtdurchflutete Innenhof mit zahlreichen Sitzgelegenheiten. Zum Verweilen und Feiern lädt zudem eine begehbare Dachfläche im 1. Obergeschoss ein. Einen großen Stellenwert hat im Haus Kaulsdorf die Gestaltung der einzelnen Zimmer. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse, Wünsche und Lebensgewohnheiten des Bewohners oder der Bewohnerin. Dank der Gebäudestruktur werden im linken sowie im rechten Flügel kleinere Gruppen auf den Etagen wohnen, die sich über einen Rundweg besuchen können.
Eine architektonische Besonderheit ist der vom Erdgeschoss zugängliche und lichtdurchflutete Innenhof mit zahlreichen Sitzgelegenheiten. Zum Verweilen und Feiern lädt zudem eine begehbare Dachfläche im 1. Obergeschoss ein.

Eigene Möbel und Haustiere

Einen großen Stellenwert wird im Haus Kaulsdorf die Gestaltung der einzelnen Zimmer haben. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse, Wünsche und Lebensgewohnheiten des Bewohners oder der Bewohnerin. Um beispielsweise an frühere Zeiten zu erinnern, können die Zimmer mitprivaten Möbelstücken (Sitzmöbel, Bilder, Stehlampe, Wanduhr etc.) eingerichtet werden. Auf Wunsch und in Absprache mit den Mitarbeitenden sind sogar kleinere Haustiere erlaubt.

Jederzeit gewährleistet ist in den einzelnen Zimmern die Pflege und Betreuung – selbst dann, wenn sich die Pflegebedürftigkeit ändert. Möglich ist dies unter anderem durch die variable Gestaltung der Zimmer, die alle über einen eigenen und barrierefreien Sanitärbereich mit Toilette, Waschtisch und Dusche verfügen.

In guter Nachbarschaft mit dem Klinikum

Neben der Altenpflege gehören die ganzheitliche Betreuung von dementiell Erkrankten sowie die gerontopsychiatrische Versorgung zum Angebots-spektrum des Hauses Kaulsdorf. Ein engagiertes und erfahrenes Team wird sich um sie Belange der Bewohnerinnen und Bewohner kümmern. Für die medizinische Versorgung kann zudem die Nachbarschaft von großem Vorteil sein. Auf demselben Gelände wie das Haus Kaulsdorf befindet sich das Vivantes Klinikum Kaulsdorf mit acht medizinischen Fachabteilungen (u.a. Innere Medizin, Diabetologie, Kardiologie, Unfallchirurgie und Orthopädie).

Ort der Begegnung

Aufgrund seiner Lage im Herzen des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf versteht sich das Haus Kaulsdorf auch als Ort der Begegnung. Menschen aus dem Quartier können hier die Angebote des hauseigenen Restaurants, der Stadtteil-Cafés oder auch des Friseur-Studios nutzen – ohne dabei die stationären Pflege- und Betreuungsleistungen in Anspruch zu nehmen. Selbst ein Lieferdienst für Essen wird angeboten und kann von Menschen genutzt werden, die außerhalb des Hauses irgendwo im Quartier wohnen.
Zudem können die Anwohnerinnen und Anwohner am kulturellen Leben des Hauses Kaulsdorf teilnehmen sowie die Gartenanlagen der Einrichtung nutzen. Durch diese Art der Offenheit soll langfristig eine enge Bindung zwischen den Menschen hergestellt werden. Die sozialen Kontakte und die offene Atmosphäre ermöglichen damit auch den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses Kaulsdorf die Teilhabe am Kiezleben.


 

 

Der Artikel ist im Magazin der Hauptstadtpflege, Ausgabe 27 erschienen: Meine Hauptstadtpflege - Das Magazin

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