Veröffentlicht am 24. September 2021

Ver.di schlägt 47-Millionen-Angebot aus – Schlichtung als Ausweg

Verhandlungen für Tochtergesellschaften

Zur Fortsetzung der Verhandlungen für die Tochtergesellschaften am heutigen Freitag (24.9.21) hatte Vivantes ver.di erneut ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt. Dieses Angebot umfasst über die Laufzeit ein Volumen von rund 47 Millionen Euro. Es beinhaltet einen konkreten Stufenplan zur Angleichung der Entgelte an den TVöD, die Übernahme der Entgeltordnung des TVöD sowie eine deutliche Erhöhung der Zulagen und des „Weihnachtsgeldes“. Zusätzlich hatte Vivantes eine einmalige Corona-Sonderzahlung in Höhe von bis zu 1.500 Euro angeboten.

Dorothea Schmidt, Geschäftsführerin Personal: „Wir bedauern sehr, dass ver.di auch in dieser Verhandlungsrunde nicht zu einer Einigung bereit war. Mit unserem Angebot im Volumen von rund 47 Millionen Euro sind wir an die Grenze des Machbaren gegangen. Es ist an der Zeit, von Maximalforderungen abzurücken, den Streik auszusetzen und sich einer Verhandlungslösung nicht länger zu verschließen. Wir sehen auch keinen Grund, warum auf Basis dieses Angebotes keine Einigung möglich ist. Daher schließen wir uns erneut der Empfehlung der Politik an, in ein Schlichtungsverfahren einzutreten. Das sind wir auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Tochtergesellschaften schuldig.“

Trotz der Weiterführung des Streiks war Vivantes zum wiederholten Mal auf die Gewerkschaft zugegangen. Das Unternehmen hatte ver.di zuletzt für Verhandlungen am Montag (20.09.21) ein umfassendes Angebot unterbreitet und am Donnerstag (23.09.21) noch einmal ein deutlich nachgebessert. In den heutigen Verhandlungen ist Vivantes der Gewerkschaft ein weiteres Mal entgegengekommen. Das betrifft neben den oben genannten Verbesserungen auch das Angebot eines Stundenentgeltes von mindestens 12,50 Euro für einfache Tätigkeiten sowie eine Coronaprämie von bis zu 1.500 Euro.

Vivantes strebt zudem nach wie vor auch eine Tarifierung für die Medizinische Versorgungszentren, MVZ GmbH, an. Aufgrund der besonderen wirtschaftlichen Situation der Tochtergesellschaft hatte Vivantes hier um eine separate Verhandlung gebeten.

Vivantes befindet sich seit Februar 2021 in Tarifverhandlungen mit ver.di für die Vivantes Tochterunternehmen MVZ GmbH, VivaClean Nord und Süd GmbH, Vivantes Service GmbH, Speiseversorgung und -logistik GmbH und Rehabilitation GmbH. Die Verhandlungen betreffen rund 1.250 Beschäftigte. Die Mehrkosten für die Einführung des TVöD in den Tochtergesellschaften liegen bei dauerhaft 35 Mio. Euro pro Jahr. Derzeit werden Mitarbeitende in den Töchtern entsprechend den gewerkschaftlich ausgehandelten Branchentarifen oder nach gesellschaftseigenen Regelungen zu den Arbeits- und Vergütungsbedingungen bezahlt.   

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