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Aktuell: Coronavirus

Fragen & Antworten für Journalisten

Wo sind die Abklärungsstellen für das Coronavirus bei Vivantes? Kann sich jeder in den Abklärungsstellen vorstellen? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus haben wir hier für Journalistinnen und Journalisten zusammengefasst.

Fragen und Antworten zum Coronavirus

Warum sind ab Juli 2020 die Vivantes Abklärungsstellen vorübergehend geschlossen? Wohin können sich Menschen mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion wenden?

Da immer weniger Menschen in die Abklärungsstellen bei Vivantes kommen, bittet die KV Berlin ab dem 1. Juli 2020, Menschen bei Verdacht auf eine Coronainfektion sich an niedergelassene Ärtz*innen in den Berliner Covid-19-Praxen zu wenden. Abstriche für Coronavirus-Tests können ab sofort wieder vermehrt in den Praxen vorgenommen werden.

Die Abklärungsstellen für Coronavirus-Test am ehemaligen Vivantes Klinikstandort Prenzlauer Berg in der Diesterwegstraße und am Vivantes Wenckebach-Klinikum in Tempelhof an der Albrechtstraße werden ab 1. Juli 2020 vorübergehend geschlossen. Es ist jedoch geplant, die Abklärungsstellen im Rahmen der Berliner Teststrategie in Kürzewiederzueröffnen, um bei der Testung asymptomatischer Menschen zu unterstützen. Welche Personengruppen hier künftig getestet werden sollen, wird derzeit abgestimmt. 
 
Grundsätzlich wird empfohlen, dass Menschen mit nur leichten Beschwerden zu Hause bleiben, sich in freiwillige Quarantäne begeben und bei Verschlimmerung der Symptome den Hausarzt bzw. bei Atemnot den Rettungsdienst kontaktieren. Ein Test ist in erster Linie sinnvoll für Menschen, die in öffentlichen Bereichen wie Altenheimen, Arztpraxen, Polizei, Feuerwehr etc. arbeiten und die wichtige Infrastruktur absichern sowie im Rahmen der Teststrategie aus wissenschaftlichen Gründen.

Für Bürgerinnen und Bürger, die sich bei Coronavirus-Verdacht testen lassen wollen: Link zu Berliner Covid-19-Praxen der KV Berlin

Stand 01.07.2020


Was sollte man tun, wenn man denkt, dass man an COVID-19 erkrankt ist? Wann sollte man eine Rettungstselle oder Notaufnahme aufsuchen?

Wer in Berlin lebt und vermutet, an COVID-19 erkrankt zu sein, wird gebeten, die Corona Hotline 030 90 28 28 28 oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 an, um sich beraten zu lassen. Anlaufstellen sind Hausärzte und die Covid-19-Praxen der KV Berlin. Ohne vorherigen Anruf sollte jedoch niemand zum niedergelssenen Arzt oder in ein Krankenhaus gehen – sonst besteht die Gefahr, dass Sie weitere Personen anstecken. Gerade in Krankenhäusern befinden sich viele immunschwache Personen.

Nur Patient*innen mit schwereren Symptomen sollten eine Notaufnahme aufsuchen. Hier sollte eine telefonische Vorankündigung erfolgen mit dem Hinweis, dass eine Covid-19-Infektion möglich ist.

Allgemeine Informationen zu Verdacht und Test auf das Coronavirus gibt die Bundeszentrale für gesundeheitliche Aufklärung hier: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-alt/fragen-und-antworten/verdacht-auf-eine-infektion-und-test.html

Stand 01.07.2020


Ist Vivantes gut auf das Coronavirus und den Pandemiefall vorbereitet? Wie wird die Versorgung sichergestellt, wenn zunehmend Personal ausfällt?

Als großes Gesundheitsnetzwerk auch mit Kliniken der Maximalversorgung ist Vivantes auf die Behandlung von allen infektiologischen Erkrankungen vorbereitet. Wie für andere Infektionserkrankungen auch gelten bei Vivantes die Schutzmaßnahmen aus dem Hygieneplan, der auf den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts basiert.

Vivantes hat bereits vor Wochen eine Task-Force zum Coronavirus eingerichtet. Vertreten sind dort die Bereiche Hygiene, Infektiologie, Klinikmanagement und Katastrophenschutz. Das Gremium legt Regeln fest, wie etwa mit Verdachtsfällen oder Infizierten umzugehen ist. Auch wie Schutzkleidung sachgerecht angelegt wird, wie Material verteilt wird und dass Betroffene räumlich isoliert untergebracht werden, wird hier festgelegt.

Wie stellt Vivantes den Krankenhausbetrieb im Pandemiefall sicher?

Der Vivantes Pandemieplan ist auf dem aktuellsten Stand. Dieser Plan für infektiologische Notlagen hat vor allem das Ziel, die betrieblichen Abläufe aufrecht zu erhalten und somit die stationäre Versorgung für Patient*innen sicherzustellen. Eine Task Force einzurichten, sieht der Vivantes Pandemieplan ebenfalls vor. Vivantes hat die Taskforce bereits Ende Januar 2020 einberufen.

Was passiert, wenn zunehmend Personal ausfällt?

Sollte zunehmend mehr Personal von Vivantes etwa wegen Krankheiten ausfallen, kann der „betriebliche Pandemiefall“ ausgerufen werden. Auf Basis einer Betriebsvereinbarung ist geregelt, wie und wo vorhandenes Personal eingesetzt werden kann, nämlich auch außerhalb der üblichen Einsatzstandorte.

Physiotherapeutinnen und -therapeuten aus der Vivantes Rehabilitation arbeiten  beispielsweise auch jetzt schon auf Intensivstationen im Klinikum im Friedrichshain und im Klinikum Neukölln, OP- und Anästhesiefachkräfte helfen in der Rettungsstelle und im Intensivbereich, Mitarbeiter*innen der Schwerbehindertenvertretung unterstützen das ServiceCenterPersonal, Patientenbegleiter den Betriebsärztlichen Dienst, Mitarbeitende des Instituts für Fort- und Weiterbildung Kolleg*innen in der Organisation und Administration.

Um Personal für Notfälle vorzuhalten, wurden in den vergangenen Wochen zudem fast alle geplanten Operationen verschoben. Aktuell wird ein Konzept zur schrittweisen Wiederaufnahme des Elektivprogramms erarbeitet.

Stand 14.05.2020


Testet Vivantes das Personal systematisch?

Vivantes hat mit systematischen Abstrichen des Personals zunächst in Risikobereichen begonnen, und zwar in Rettungsstellen, auf geriatrischen wie onkologischen Stationen, auf Intensivstationen, Stationen mit COVID-19-Patient*innen sowie in ausgewählten Pflegeheimen.

Bereits zuvor hat Vivantes Covid-Diagnostik bei Personal nach Vorgaben des RKI sowie in Absprache mit den Gesundheitsämtern durchgeführt und hatte bereits im März für alle Mitarbeiter*innen Abstrichstellen an allen Krankenhausstandorten und eine interne Hotline des Betriebsärztlichen Dienstes eingerichtet. Dies bleibt für alle Mitarbeiter*innen bestehen.

Stand: 14.05.2020


Warum testet Vivantes alle Krankenhaus-Patient*innen bei der Aufnahme auf eine Covid-19-Infektion?

Um mögliche Covid-Patient*innen gleich bei der Aufnahme erfassen und so auch bis dahin nicht bekannte Infektionen entdecken zu können, streicht Vivantes seit 24.04.2020 alle Patient*innen bei der stationären Aufnahme auf Sars-CoV-2 ab. Patient*innen, die Covid-19-Symptome aufweisen, werden im Isolationsbereich untergebracht, die anderen werden zunächst auf regulären Stationen in Einzelzimmern aufgenommen. So Vivantes trägt und dazu bei, nosokomiale Infektionen zu verhindern. Das erhöht den Schutz der Mitarbeiter*innen und Patient*innen.

Stand: 14.05.2020


Baut Vivantes die Intensiv- und Beatmungskapazitäten aus?

Ja, Vivantes hat ein Konzept zur Verdoppelung der Beatmungskapazitäten erarbeitet, da die Verfügbarkeit von Beatmungskapazitäten wegen des Verlaufes bei schweren Covid-19 Erkrankungen eine zentrale Rolle spielt (die durchschnittliche Beatmungsdauer eines Covid-19 Patienten beträgt 14-17 Tage und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt „normaler“ Beatmungen, z. B. auch bei Influenza-Erkrankungen („Grippe“). Internationale Erfahrungen und Bilder aus europäischen Nachbarstaaten (Italien, Frankreich, Spanien) bestätigen die Notwendigkeit ausreichender Beatmungskapazitäten. Die initial bestehenden 215 Beatmungsplätze (Stichtag 1.1.2020) werden schrittweise um weitere 215 erhöht.


Vivantes hat fünf Beatmungszentren für Corona-Patient*innen eingerichtet:
- am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum (Schöneberg)
- am Vivantes Humboldt-Klinikum (Reinickendorf)
- am Vivantes Klinikum im Friedrichshain
- am Vivantes Klinikum Neukölln
- am Vivantes Klinikum Spandau

Diese fünf Standorte sieht auch das mit der Senatsgesundheitsverwaltung und mit den Berliner Krankenhäusern gemeinsam erarbeitete SAVE-Konzept (Maßnahmen zur Sicherstellung der akuten, intensivmedizinischen Versorgung im Epidemiefall) als fünf von 16 berlinweiten Level-2-Zentren für die intensivmedizinische Behandlung von Coronavirus-Erkrankten vor.

Um bereits in kurzer Zeit Patient*innen aufnehmen zu können, setzt Vivantes alles daran, Beatmungsgeräte sowie weitere intensivmedizinische Ausrüstung zu beschaffen und Fachpersonal zu gewinnen und wenn nötig zu schulen.
Allerdings: Nicht alle Patientinnen und Patienten, die mit einer Coronavirus-Erkrankung in einem Krankenhaus behandelt werden, müssen auch intensivmedizinisch betreut und beatmet werden. Zudem werden auch weiterhin für Patient*innen mit anderen Erkrankungen Intensivkapazitäten mit Beatmungsgeräten vorgehalten.

Stand: 14.05.2020


Werden am ehemaligen Krankenhausstandort Prenzlauer Berg auch Coronavirus-Erkrankte versorgt?

Am Krankenhausstandort im Prenzlauer Berg hat Vivantes 200 Plätze für Corona-Patient*innen eingerichtet. Nach Umbauarbeiten und der Erstellung eines Personalkonzepts steht das Zentrum ab sofort als Reserve für den Bedarfsfall bereit. Sollten die Kapazitäten der regulären Kliniken nicht ausreichen, können hier weniger schwer erkrankte Covid-Patient*innen behandelt werden. 

Die jetzt wieder hergerichteten Räume standen nur für eine kurze Zeit leer. Die letzten Stationen des Klinikums Prenzlauer Berg waren erst im Februar 2020 wie geplant an den Standort Klinikum im Friedrichshain umgezogen.

Stand: 14.05.2020


Wie wird Personal für das geplante Corona Behandlungszentrum Jafféstraße gewonnen? Welche Berufsgruppen werden gesucht?

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat Vivantes mit dem Betrieb des COVID-19-Behandlungszentrum Jafféstraße (CBZJ) beauftragt.

Das Personalkonzept für das am 11.05.2020 fertiggestellte CBZJ zielt auf die Rekrutierung zusätzlicher qualifizierter, externer Fachkräfte ab. Die Inbetriebnahme der Kapazitäten erfolgt bei Bedarf modular und schrittweise.

Über die Webseite https://www.corona-zentrum-berlin.de sind aktuell

  • examinierte Pflegekräfte und -helfer*innen,
  • Ärzt*innen,
  • Medizinstudent*innen,
  • Notfallsanitäter*innen
  • Physiotherapeut*innen
  • sowie ehrenamtliche Unterstützer*innen

aufgerufen, sich zu melden.

Hilfe beim Recruiting wird derzeit beispielsweise durch freigestelltes Fachpersonal des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse (MDK) geleistet. Auch die Ärztekammer Berlin unterstützt bei der Gewinnung von medizinischem Personal.

Das Corona Behandlungszentrum Jafféstraße auf dem Berliner Messegelände ist als zusätzliches Zentrum für die Behandlung von Covid-19-Patient*innen geplant, das die Berliner Krankenhäuser im Ernstfall entlasten kann: Wenn die Fallzahlen von Covid-19 Patient*innen stark ansteigen, können Krankenhäuser Patient*innen hierhin verlegen. Es entsteht keine Rettungsstelle. Hier sollen vorrangig weniger schwer erkrankte Patient*innen versorgt werden, aber auch Beatmungsplätze geschaffen werden.

Stand: 14.05.2020


Wie bekommt Vivantes mehr Personal für die Versorgung von Corona-Patientinnen? Wo können sich Menschen melden, die mitarbeiten wollen?

Über die Karriereseite von Vivantes haben Unterstützer*innen die Möglichkeit ihre Ausbildung, Qualifikation und ihre praktischen Erfahrungen sowie ihren bevorzugten Einsatzort in ein Online-Formular einzugeben. Auch Menschen, die als Hilfskräfte mit Gesundheitsbezug gearbeitet haben, werden in den kommenden Wochen gebraucht. Die Stellen beziehen sich vorerst auf die Herausforderungen der Pandemie und sind zeitlich befristet. 

Hier können sich Unterstützer*innen bewerben.

Darüber hinaus spricht Vivantes ehemalige Mitarbeiter*innen und Menschen aus Pflege- und Funktionsbereichen sowie ehemalige Ärztinnen und Ärzte an, um sie als zusätzliche Unterstützer*innen in der derzeitigen Ausnahmesituation zu gewinnen.

Die Verschiebung von planbaren Operationen erlaubt es, Mitarbeiter*innen aus dem Funktionsbereich wie etwa Anästhesie auch in Intensivstationen für Patient*innen mit Coronavirus einzusetzen. Vivantes prüft zunächst, welche Qualifikationen das Pflegepersonal einbringt und welche Nachschulungen erforderlich sind, um einen flexiblen Einsatz der Mitarbeiter*innen zu ermöglichen. Beispielsweise werden intensivpflegerische Schulungen für Anästhesisten angeboten und durchgeführt.

Stand 14.05.2020


Was ist der Corona-Chatbot? Was sind die häufigsten Fragen an den Chatbot von Vivantes?

Der Corona-Chatbot auf den Vivantes Webseiten ist ein innovatives Informationsangebot für alle Bürger*innen und entlastet gleichzeitig unsere Klinika.

Seit dem Start am 20. März 2020 haben bereits 10.000 Nutzer*innen dem Chatbot Fragen gestellt. Dabei wurden etwa 100.000 Chatnachrichten als Antworten gegeben.

Die häufigsten Fragen drehen sich um den Corona-Test und um eine mögliche eigene Ansteckung. Der Chatbot lernt und hat eine KI (Künstliche Intelligenz). Das heißt: Je öfter Nutzer mit dem Chatbot interagieren, desto klüger wird er.

Der Chatbot wird in folgenden Sprachen angeboten: Deutsch, Englisch, Russisch, Türkisch, Arabisch.

Stand: 29.04.2020


Wurden bei Vivantes bereits Stationen gesperrt oder vorübergehende Aufnahmestopps beschlossen?

Um Patient*innen und Mitarbeiter*innen vor möglichen Ansteckungen mit dem Coronavirus zu schützen, hatte das Vivantes Klinikum im Friedrichshain am 20. Mai 2020 einen vorübergehenden Aufnahmestopp für die nephrologische Klinik verhängt, der am 10. Juni aufgehoben wurde. Hintergrund war, dass zuvor mehrere Patient*innen und Mitarbeiter*innen der Klinik positiv auf COVID-19 getestet wurden. Alle Patient*innen und Mitarbeiter*innen der somatischen Kliniken des Hauses wurden abgestrichen.

Um eine weitere Ausbreitung des Virus im Klinikum zu vermeiden, wurde in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt vorübergehend das Besuchsverbot für das gesamte Klinikum wie vor den Lockerungen eingeführt. Seit dem 10. Juni sind nun wieder Besuche entsprechend der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung möglich.

Stand 10.06.2020

Um Patient*innen und Mitarbeiter*innen vor möglichen Ansteckungen mit dem Coronavirus zu schützen, hatte das Vivantes Klinikum Neukölln am Samstag, 18. April, einen vorübergehenden Aufnahmestopp für eine onkologische Station umgesetzt. Inzwischen ist der Aufnahmestopp aufgehoben.

Hintergrund war, dass zuvor vier Patient*innen positiv auf COVID-19 getestet wurden. In Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt wurden Patient*innen und Mitarbeiter*innen der betreffenden Station abgestrichen und Kontaktpersonen ermittelt. Die Versorgung von Krebspatient*innen war durchgehend sichergestellt: Neue Patient*innen wurden zwischenzeitlich auf einer anderen onkologischen Station des Krankenhauses aufgenommen.

Stand: 12.06.2020

Um Patient*innen und Mitarbeiter*innen zu schützen, hat das Vivantes Humboldt-Klinikum am Mittwoch, 8. April, abends einen vorübergehenden Aufnahmestopp für die psychiatrische Klinik beschlossen und sofort umgesetzt. Vier Mitarbeiter*innen sind positiv auf COVID-19 getestet worden. In enger Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt wird die Klinik zunächst sieben Tage keine psychiatrischen Patient*innen aufnehmen. Seit Donnerstag, 16. April, nehmen die psychiatrischen Stationen wieder Patient*innen auf.

Stand: 17.04.2020

Zwei Pflegekräfte und zwei Patient*innen einer gastroenterologischen Station des Vivantes Humboldt-Klinikum wurden am Donnerstag, 2. April, positiv auf COVID-19 getestet. Daher wurde die betreffende Station am heutigen Nachmittag vom Gesundheitsamt gesperrt. Alle Patient*innen sowie alle Mitarbeiter*innen der Station sind erstmal vorsorglich bis einschließlich 11. April unter Quarantäne gestellt. Auch Patient*innen, die keine Symptome zeigen, bleiben isoliert auf der Station und werden engmaschig überwacht.

Stand: 02.04.2020

Wie kann eine weitere Ausbreitung eingedämmt werden? 

Wir tun alles dafür, die Übertragungen des Coronavirus in den betreffenden Stationen einzudämmen und Patient*innen und Mitarbeiter*innen vor weiteren Ansteckungen zu schützen.

Das Vorgehen wird vom Vivantes Institut für Hygiene und Umweltmedizin begleitet, wir arbeiten eng mit dem zuständigen Gesundheitsamt zusammen. Alle Kontaktpersonen werden ermittelt.


In welchem Umfang können geplante Operationen wieder durchgeführt werden?

Die Behandlung von Notfällen ist bei Vivantes gesichert. Um für COVID-19 Patient*innen bzw. Verdachtsfälle genügend Kapazitäten auch kurzfristig vorhalten zu können, sollen Krankenhäuser laut der geltenden SARS-CoV2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung in der Fassung vom 19. Mai 2020 grundsätzlich planbare (elektive) Aufnahmen, Operationen und Eingriffe aussetzen. Planbare Operationen sind beispielsweise orthopädische Eingriffe an Knie oder Hüfte. Behandlungen von Krebspatient*innen finden statt, sofern sie keinen Aufschub erlauben.

Da die Anzahl der COVID-19-Fälle jedoch beständig abnimmt, ist die vorsichtige Aufnahme elektiver und dringlicher Behandlungen wieder möglich; Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung bestimmter Regeln und die weitere Vorhaltung ausreichender Behandlungskapazitäten für einen möglichen Wiederanstieg von COVID-19 Fällen. Bei der Aufnahme elektiver Patient*innen dürfen natürlich keinerlei Hinweise auf eine Infektion vorliegen, darüber hinaus ist auch ein negatives Testergebnis nicht älter als 48 Stunden vorausgesetzt. Die Vivantes Klinikstandorte arbeiten zur Zeit an Konzepten, wie unter den genannten Einschränkungen eine vorsichtige Wiederaufnahme in elektiven Bereichen umgesetzt werden kann.

Stand: 29.05.2020


Stimmt es, dass Desinfektionsmittel und Schutzmaterial in den Krankenhäusern gestohlen wurden?

Ja, es sind Diebstähle vorgekommen, vor allem von Desinfektionsmittel und Schutzmaterialien. Dies soll durch erhöhte Achtsamkeit der Mitarbeiter*innen und enger geknüpfte Lieferketten unterbunden werden. Im Interesse der Versorgungssicherheit wird Vivantes auch Strafanzeigen stellen.

Stand: 14.05.2020


Hat Vivantes noch ausreichend Schutzkleidung?

Vivantes tut alles, um den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten und die Versorgung für die Berlinerinnen und Berliner sicherzustellen. Dank mehrerer in den vergangenen Wochen erfolgter Lieferungen verfügt Vivantes derzeit über ausreichend Schutzmaterial. 

Die Situation entwickelt sich derzeit sehr dynamisch. Eine Prognose, wie lange die Einwegmaterialien ausreichen, hätte daher nur begrenzte Aussagekraft.

Um noch möglichst lange für alle Bereiche Schutzausrüstung zu haben, sind unsere Beschäftigten aufgerufen, sparsam mit Einwegartikeln wie Masken, Kitteln oder Schutzbrillen umzugehen. 

Die Materialbevorratung wird zentral gesteuert. An jeden Vivantes Standort ist außerdem ein Pandemiebeauftragter bestellt worden, der zusammen mit einem Materialbeauftragten die Bestände verwaltet und nach aktuellen Prioritäten zuteilt.

Stand 14.05.2020


Wie sind die neuen Besuchsregelungen in den Krankenhäusern von Vivantes? Können Kinder und Jugendliche in Kliniken noch besucht werden?

Zum Schutze aller ist der Zugang zu unseren Kliniken weiterhin eingeschränkt:

Wir bitten daher um Verständnis, dass bis auf weiteres nur ein/e Besucher*in pro Tag und Patient*in in den Kliniken zugelassen werden. Besucher*innen dürfen keine Atemwegserkrankungen haben und müssen einen Mund-Nasenschutz tragen.

Für Covid-Stationen sowie Stationen mit Covid-Verdachtsfällen bleibt das zuvor geltende Besuchsverbot bestehen.

Ausnahmen gelten in Absprache mit behandelnden Ärzt*innen für Schwerkranke und Menschen, die palliativ betreut werden.

Stand: 12.05.2020


Können bei einer Geburt noch Begleitpersonen dabei sein?

Ja, aber auch hier bitten wir um Verständnis für Einschränkungen: Um die geburtsmedizinischen Teams zu entlasten und zu schützen, wird bei einer Geburt oder einem Kaiserschnitt nur noch der Vater allein bzw. nur eine Vertrauensperson im Kreißsaal zugelassen. Bei einem Kaiserschnitt kann der Vater jedoch aktuell nicht mehr in den OP mitkommen und auch nicht mehr mit auf die Wochenstation. Auf Kinderstationen gibt es nach Rücksprache mit behandelnden Ärzt*innen Ausnahmen. Alle Besucher*innen und auch Patient*innen sollen nun Mund-Nasenschutz tragen

Stand: 15.05.2020


Welche Maßnahmen haben die Pflegeheime von Vivantes umgesetzt?

In den 17 Vivantes Hauptstadtpflege Häusern gibt es insgesamt 2.303 Pflegeplätze für Seniorinnen und Senioren in Berlin. Laut Robert Koch-Institut haben insbesondere ältere Menschen (ab 65 Jahre) sowie Menschen mit einer Lungenerkrankung ein Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf.

Daher bitten wir um Verständnis dafür, dass wir zum Schutze unserer Bewohner*innen und unserer Mitarbeiter*innen ab sofort bis auf weiteres keine Besucher*innen mehr in unseren Hauptstadtpflegehäusern empfangen. In Ausnahmen sind Besuche bei schwersterkrankten Bewohner*innen jedoch möglich, und zwar in Abstimmung mit der Einrichtungsleitung und den behandelnden Ärzt*innen.

Bereits als in Europa erste Verdachtsfälle gemeldet wurden, reagierte die Vivantes Forum für Senioren GmbH mit Maßnahmen zum Schutz der Bewohner*innen. Diese basieren auf dem bereits vorhandenen Pandemieplan und sehen z.B. auch vor, Schutzmaterial und Desinfektionsmittel zu bevorraten.

Diese Schutzmaßnahmen wurden in engem Austausch mit der Senatsverwaltung für Gesundheit und nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) vorbereitet und eingeleitet. Die Vivantes Forum für Senioren GmbH verfügt zudem über eine eigene Stabstelle für Hygienemanagement. In regelmäßigen Telefonkonferenzen stimmen sich Einrichtungsmanager*innen, Stabstellen und Geschäftsführung über neueste Entwicklungen ab und passen das Vorgehen der Lage entsprechend an.

Bewohner*innen und Angehörige wurden informiert und aufgeklärt, wie man mit der aktuellen Situation am besten umgeht und sich verhält, etwa im öffentlichen Raum und in Bezug auf Händehygiene. Die Mitarbeiter*innen sind dabei wichtige Multiplikatoren. Die Beachtung grundsätzlicher Verhaltensregeln, die auch bei anderen Infektionswellen wie bei Influenza- oder Noro-Virus-Infektionen gelten, sind hier hilfreich.

Die RKI-Informationen über die empfohlene Impfung gegen Pneumokokken-Infektionen und gegen Keuchhusten für Personen über 60 Jahre und für chronisch Kranke wurden weitergegeben, damit diese mit dem Hausarzt individuell besprochen werden können. Zudem steht die Vivantes Forum für Senioren GmbH in engem Austausch mit den Vivantes Kliniken, die im Bedarfsfall für die Behandlung der Bewohner*innen zur Verfügung stehen.


Stand: 14.05.2020


Können Bewohner*innen der Vivantes Hauptstadtpflege Häuser besucht werden?

Können Bewohner*innen der Vivantes Hauptstadtpflege Häuser besucht werden?

Um eine Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, können die Bewohner*innen der Vivantes Hauptstadtpflege Häuser keinen Besuch in ihren Zimmern empfangen. Damit sie dennoch die Möglichkeit haben, mit ihren Angehörigen im Austausch zu stehen und soziale Kontakte zu pflegen, wurden alternative Lösungen gefunden. In den Gärten der Vivantes Einrichtungen werden unter Wahrung der Abstandsregeln (von mindestens 2 Metern) und bei Nutzung eines Mund- Nasenschutzes betreute Gespräche mit Angehörigen ermöglicht. Diese Gespräche werden nur außerhalb der Gebäude und getrennt von den anderen Bewohner*innen angeboten.

Im Garten finden die Gespräche an großen Tischen bzw. bei schlechtem Wetter in Pavillonzelten statt, in denen eine Fensterplane Bewohner*innen und Angehörige voneinander trennt. In den unteren Etagen der Hauptstadtpflege Häuser wurden zudem sogenannte Besuchsbalkone eingerichtet.

Für die Besuche werden im Vorfeld Termine mit der Einrichtungsleitung vereinbart.

Manche Bewohner*innen mit Zimmern im Erdgeschoss sprechen über das gekippte Fenster mit ihren Besucher*innen draußen.

Im Vivantes Hauptstadtpflege Haus Seebrücke gibt es in einem Aufenthaltsraum im Erdgeschoss ein Panoramafenster, über das ebenfalls Begegnungen ermöglicht werden. Diese Option ist so nachgefragt, das nun schon Besuchspläne mit Zeitfenstern erstellt werden.

Alle 17 Pflegeeinrichtungen verfügen über Tablets, mit denen Videokonferenzen durchgeführt werden können. Die Bewohner*innen vereinbaren auf Wunsch über den Sozialdienst Termine, bei denen sie sich über den Bildschirm mit ihren Familien unterhalten.

Stand 14.05.2020


Wie sind die neuen Besuchsregelungen im Vivantes Hospiz?

Um unsere Patient*innen und unsere Mitarbeiter*innen vor einer Coronavirus-Infektion zu schützen, bitten wir um Verständnis dafür, dass Besuche in unserem Vivantes Hospiz nur noch stark eingeschränkt empfangen werden dürfen: Bis auf weiteres darf jede*r Patient*in von je zwei benannten Personen im Wechsel einmal täglich im eigenen Zimmer zwischen 10 und 20 Uhr besucht werden. Schutz- und Abstandsregelungen müssen eingehalten werden. Die Besuchsperson darf an keiner Atemwegserkrankung leiden.

Das Vivantes Hospiz in Berlin-Tempelhof bietet schwerstkranken und sterbenden Menschen an ihrem Lebensende eine umfassende palliative, pflegerische und medizinische Versorgung. Es verfügt über 16 Plätze. 

Stand: 14.05.2020


Wo gibt es mehr Informationen zum Coronavirus?

Informationen über das neuartige Coronavirus für die Fachöffentlichkeit sind unter www.rki.de/covid-19 nachzulesen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt Hygienetipps und Antworten auf häufig gestellte Fragen unter www.infektionsschutz.de zur Verfügung.

Hotlines für Bürger bieten unter anderem das Bundesgesundheitsministerium (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/buergertelefon.html), die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, einige Bundesländer und Krankenkassen an.

In Berlin ist die Coronavirus Hotline unter (030) 90 28 28 28 zu erreichen. Die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung informiert hier:  https://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/gesundheitsschutz-und-umwelt/infektionsschutz/coronavirus/

Stand: 13.05.2020


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