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Tarife

Informationen für Presse und Öffentlichkeit

Neue Tarife bei Vivantes: Wie regelt der Tarufvertrag die Entlastung der Pflege? Wie sieht die Einigung mit den Tochtergesellschaften aus? Wurden auch neue Tarifverträge für die Ärzt*innen geschlossen?

 

Fragen und Antworten zu Tarifen und Zukunft

Welche Reformen des Krankenhaussystems sind notwendig? Kann das AKG-Stufenmodell eine Lösung sein?

Mit der Einigung auf einen Tarifvertrag bei Vivantes ist der bundesweite Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich nicht beseitigt. Vivantes kann das bundesweit bestehende Dilemma des Fachkräftemangels vor allem im Pflegebereich und damit einhergehende Herausforderungen nicht alleine lösen.

Vivantes appelliert an die Bundespolitik, wirksame Reformen umzusetzen, um den Pflegeberuf noch attraktiver zu machen. Darüber hinaus ist auch dringend eine Reform der Krankenhausfinanzierung nötig.

Die Allianz Kommunaler Großkrankenhäusr e.V. (AKG) hat als Lösungsansatz für eine Struktur- und Finanzierungsreform der Deutschen Krankenhauslandschaft und die Auflösung der Pattsituation zwischen Bundes- und Landeszuständigkeiten ein so genanntes "Stifenmodell" vorgeschlagen. Vivantes ist Mitglied der AGK. 

Für die AKG-Kliniken liegt die Lösung in einer qualitätsorientierten Krankenhausplanung mit einem System aus aufeinander aufbauenden Versorgungsstufen. So kann eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung in allen Lebenslagen mit einem nachhaltigen und tragfähigen Ressourceneinsatz sichergestellt werden: Große Krankenhäuser nehmen dabei eine zentrale Steuerungsfunktion für ihre jeweilige Region ein. Diese Häuser bündeln aufgrund ihrer Größe und der regionalen Verankerung rund um die Uhr die fachliche und technische Expertise für alle komplexen Anforderungen der modernen medizinischen Versorgung. Eine eigene Analyse unserer Mitgliederhäuser zeigt: 8 von 10 Standorten nehmen an der umfassenden Notfallversorgung teil; große kommunale Krankenhäuser haben durchschnittlich 22 Fachabteilungen; insgesamt liegt der Durchschnitt aller Krankenhäuser bei 6 Fachabteilungen.

Mehr zum AKG-Stufenmodell hier

Stand: 06.04.2022

 


Wie können die Investitionen in die Zukunft der Krankenhäuser gesichert werden?

In der Corona-Pandemie sind die Bedeutung krisensicherer Krankenhäuser und die Notwendigkeit, gute Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte zu schaffen, offensichtlich geworden. Daher setzen sich die Berliner Krankenhäuser mit der Berliner Krankenhausgesellschaft für eine Klinikoffensive durch das Land Berlin ein. Das angekündigte „Zukunftsprogramm für Krankenhäuser“ in Berlin benötigt Investitionen von 350 Mio. € pro Jahr. Die Gelder werden für Investotionen in Baumaßnahmen, Medizintechnik, technische Infrastruktur, EDV-Systeme sowie OP- und Laborgeräte dr Kliniken und damit für die sichere Gesundheitsversorgung in der Metropole Berlin benötigt.
Aktuell fordert daher ein breites Bündnis verantwortlicher Verbände, Institutionen und Träger die bislang vorgesehenen, unzureichenden Investitionsmittel für Berliner Krankenhäuser im Haushalt nachzubessern. 

Mehr zu notwendigen Investitionen in Berliner Krankenhäuser

Mehr zur Klinikoffensive

Stand: 06.04.2022


Worauf haben sich Vivantes und ver.di zur Entlastung der Pflegekräfte geeinigt?

Vivantes und ver.di haben sich am 12. Oktober 2021 nach langen und intensiven Verhandlungen auf ein Eckpunktepapier zur Vermeidung von Belastung in der Pflege und im Funktionsdienst verständigt. Das Eckpunktepapier bildet die Grundlage für einen künftigen Tarifvertrag.

Weitere Details: Weg für Tarifvertrag zur Vermeidung von Belastung frei | Vivantes | Vivantes | Vivantes

Stand: 14.10 2021


Was steht genauer im Tarifvertrag Pro Personal Vivantes für die Pflege?

Das kommunale Berliner Krankenhausunternehmen Vivantes und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben sich Ende November 2021 auf eine gemeinsame, abschließende Fassung für einen Tarifvertrag geeinigt. Der Tarifvertrag „Pro Personal Vivantes“ hat das Ziel, Belastungen für die Pflege und den Funktionsdienst zu vermeiden und so die Arbeitsbedingungen und die Versorgungsqualität im Unternehmen weiter zu verbessern.

Bereits am 12. Oktober 2021 hatten sich Vivantes und ver.di nach langen und intensiven Verhandlungen auf ein entsprechendes Eckpunktepapier zur Vermeidung von Belastung in der Pflege und im Funktionsdienst verständigt, das Grundlage für den jetzt vorliegenden Vertrag war. Vorbehaltlich der Zustimmung der jeweiligen Gremien soll der Tarifvertrag am 1. Januar 2022 in Kraft treten und eine Laufzeit von drei Jahren haben. Die dreijährige Laufzeit des Tarifvertrages wird Vivantes für eine fortlaufende, wissenschaftliche Evaluation zur konkreten Verbesserung der Arbeitsbedingungen nutzen.

Der Tarifvertrag „Pro Personal Vivantes“ regelt künftig konkrete Besetzungen für bettenführende Stationen und unterschiedlichste Funktionsabteilungen. Werden diese Besetzungen unterschritten, erhalten die Beschäftigten sogenannte Vivantes-Freizeitpunkte, die nach einem gestaffelten System in Freizeit oder Entgelt umgewandelt werden können.

Am 1. Januar 2022 ist der Vertrag in Kraft getreten. 

Mehr Infos hier.

Stand: 23.03.2022


Wie wird der Tarifvertrag Pro Personal Vivantes für die Pflegenden umgesetzt? Was vermeidet konkret Belastungen?

Der Tarifvertrag Pro Personal Vivantes wird Schritt für Schritt wirksam: Zum 01. April greift für alle vom Tarifvertrag erfassten Beschäftigten die erste Regelung für einen Belastungsausgleich. Sie sieht vor, dass Beschäftigte für jeweils 10 geleistete Schichten einen Freizeitausgleich von 3,9 Stunden erhalten. Dies bedeutet für Vollzeitbeschäftigte bis zu einen zusätzlichen freien Tag pro Monat.

Für die verschiedensten Stations- und Funktionsbereiche sieht der Tarifvertrag spezifische Besetzungsquoten pro Schicht vor, für deren Umsetzung aktuell die entsprechenden Mitbestimmungsverfahren durchgeführt werden.

Mehr Infos hier

 

Stand: 01.04.2022


Laut Tarifvertrag soll auch die Ausbildung gefördert werden - wie?

Der Tarifvertrag lgt einen Schwerpunkt auf die Förderung der Ausbildung: Er definiert konkrete Maßnahmen zur Steigerung der praktischen Ausbildungsqualität und regelt die Ausstattung aller Auszubildenden mit Notebooks – auch zur privaten Nutzung. Zudem unterbreitet Vivantes bereits im 2. Ausbildungsjahr allen Auszubildenden ein konkretes Übernahmeangebot und Informationen zu den zahlreichen beruflichen Perspektiven innerhalb von Deutschlands größtem kommunalen Klinikunternehmen.

Vivantes bildet schon jetzt selbst mehr als 1000 junge Menschen in Pflegeberufen selbst aus, hinzu kommen noch andere Gesundheitsberufe. Vivantes ist der größte Ausbildungsbetrieb im Gesundheitswesen in Berlin und will in Zukunft die Ausbildung noch stäker fördern und auch noch mehr Pflegekräfte ausbilden.

 

Stand: 23.03.2022


Wie viele neue Pflegekräfte braucht Vivantes zur Umsetzung des Tarifvertrages?

Nach den Eckpunkten der Tarifeinigung benötigt Vivantes 1700 zusätzliche Fachkräfte, davon etwa die Hälfte examinierte Pflegekräfte und außerdem Mitarbeiter*innen im Funktionsdienst, im medizinisch-technischen Dienst und auch Pflegerhelfer*innen.

 

Stand: 14.10.2021

 

Welche Einigung gibt es bei den Vivantes Tochterunternehmen?

Vivantes und die Gewerkschaft ver.di haben sich unter der Vermittlung des ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck auf ein Eckpunktepapier für die Tochterunternehmen verständigt. Das Papier wurde am Freitag, 29.10.2021, unterzeichnet.

Der Streik in den Vivantes Tochterunternehmen bleibt mit der Einigung auf ein Eckpunktepapier bis auf weiteres ausgesetzt. Eine vorläufige Aussetzung des Streiks hatte bereits seit Beginn des Spätdienstes am Freitag (22.10.2021) bestanden.

Wie geht es weiter?

In den kommenden Wochen wird ein Tarifvertrag ausformuliert und den Gremien vorgelegt werden.

Mehr Informationen

Weitere Informationen stehen in der Pressemitteilung.

 

Stand: 29.10.2021


Was verbessert sich konkret in den Tochterunternehmen?

Wesentliche Eckpunkte der Einigung sind:

-die stufenweise Annäherung an den TVöD bis Ende des Jahres 2025 bei den Tabellenentgelten

- gestaffelte Jahressonderzahlungen sowie eine Übernahme der Manteltarifbestandteile des TVöD bis auf wenige Ausnahmen, also der Regelungen bezüglich Arbeitszeit,

- Zulagen und Zuschlägen sowie zahlreiche weitere Themen

Insgesamt beläuft sich das Volumen der Vereinbarung auf rund 68 Mio. Euro. Der größte Teil entfällt auf die Laufzeit von vier Jahren bis Ende 2025, erste Zahlungen erfolgen aber bereits in diesem Jahr.

Vivantes befindet sich seit Februar 2021 in Tarifverhandlungen mit ver.di für die Vivantes Tochterunternehmen MVZ GmbH, VivaClean Nord und Süd GmbH, Vivantes Service GmbH, Speiseversorgung und -logistik GmbH und Rehabilitation GmbH. Das betrifft rund 1.250 Beschäftigte.

 

Stand: 29.10.2021


Braucht Vivantes auch mehr Personal in den Tochterunternehmen?

Ja. Dafür hat Vivantes im Frühjahr 2022 auch eine große Recruiting-Kampagne für mehr Mitarbeitende in den Tochtergesellschaften gestartet, denn auch hier gibt es gutes Geld für gute Arbeit: Der neue Tarifvertrag verbessert die Arbeits- und Vergütungsbedingungen weiter. So verdienen etwa Küchernhelfer*innen oder Mitarbeitende in den Bistros ein Gehalt ab 2.119 Euro im Monat. 

Ohne Dienstleistungen und Service funktioniert ein Krankenhaus nicht 

Mehr als 2.400 Mitarbeiter*innen sorgen bereits Tag und Nacht für den reibungslosen Betrieb der  Krankenhäuser und Einrichtungen von Vivantes. Gesucht werden weitere Reinigungskräfte, Küchenpersonal sowie Servicekräfte und Mitarbeitende für die Teams für die Instandhaltung, für Technik und Bau. Denn ohne diese Dienstleistungen kann ein Krankenhaus nicht funktionieren. Daher lautet der Claim der Kampagne auch "Läuft nicht ohne dich". 

Zur Pressemitteilung

Zur Kampagnen-Webseite "Läuft nicht ohne dich"

Stand: Mai 2022


Welche Tarifeinigung hat Vivantes 2021 für die Ärzteschaft erzielt?

Für die rund 2.500 bei Vivantes beschäftigten Ärztinnen und Ärzte haben sich KAV Berlin, Vivantes und Marburger Bund  sich auf gemeinsames Eckpunktepapier verständigt.

Nach nach konstruktiven und vertrauensvollen Verhandlungen ist eine Erhöhung der Tabellenentgelte in Höhe von insgesamt 6,3 Prozent bei einer Laufzeit von 32 Monaten vorgesehen: Rückwirkend zum 1. Juni 2021 erhalten die Ärzt*innen zunächst eine Vergütungserhöhung von 1,8 Prozent. In 2022 steigen die Entgelte ab Mai um 2,5 Prozent und im Januar 2023 nochmals um 2 Prozent.

Weitere Regelungen wurden unter anderem hinsichtlich der Bereitschaftsdienstentgelte, der Wechselschicht- und Schichtzulage sowie der Einsatzzuschläge im Rettungsdienst getroffen.

Weitere Infos

Mehr Infos in der Pressemitteilung.

 

Stand: 28.10.2021


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Vivantes Pressestelle

Die Pressestelle von Vivantes steht allen Medienvertreterinnen und Medienvertretern als zentraler Ansprechpartner bei sämtlichen Fragen zum Unternehmen, seinen Kliniken und Einrichtungen, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Angeboten zur Verfügung.

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