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Tarife

Informationen für Presse und Öffentlichkeit

Zukunft der Tarife bei Vivantes: Welche Einigung für die Entlastung der Pflege gibt es? Wie sieht die Einigung mit den Tochtergesellschaften aus? Wurden auch Tarifverträge für die Ärzt*innen verhandelt?

 

Fragen und Antworten zu Tarifen bei Vivantes

Sind bundesweite Reformen des Krankenhaussystems und die Unterstützung des Landes Berlin notwendig?

Ja. Mit der Einigung auf Eckpunkte für einen Tarifvertrag ist der bundesweite Pflegekräftemangel nicht beseitigt. Vivantes kann das bundesweit bestehende Dilemma des Fachkräftemangels im Pflegebereich und damit einhergehende Herausforderungen nicht alleine lösen.

Vivantes appelliert an die Bundespolitik, wirksame Reformen umzusetzen, um den Pflegeberuf noch attraktiver zu machen. Darüber hinaus ist auch dringend eine Reform der Krankenhausfinanzierung nötig.

Stand: 14.10.2021

 


Welche Tarifeinigung hat Vivantes für die Ärzteschaft erzielt?

Für die rund 2.500 bei Vivantes beschäftigten Ärztinnen und Ärzte haben sich KAV Berlin, Vivantes und Marburger Bund  sich auf gemeinsames Eckpunktepapier verständigt.

Nach nach konstruktiven und vertrauensvollen Verhandlungen ist eine Erhöhung der Tabellenentgelte in Höhe von insgesamt 6,3 Prozent bei einer Laufzeit von 32 Monaten vorgesehen: Rückwirkend zum 1. Juni 2021 erhalten die Ärzt*innen zunächst eine Vergütungserhöhung von 1,8 Prozent. In 2022 steigen die Entgelte ab Mai um 2,5 Prozent und im Januar 2023 nochmals um 2 Prozent.

Weitere Regelungen wurden unter anderem hinsichtlich der Bereitschaftsdienstentgelte, der Wechselschicht- und Schichtzulage sowie der Einsatzzuschläge im Rettungsdienst getroffen.

Weitere Infos

Mehr Infos in der Pressemitteilung.

 

Stand: 28.10.2021


Welche Einigung gibt es bei den Vivantes Tochterunternehmen?

Vivantes und die Gewerkschaft ver.di haben sich unter der Vermittlung des ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck auf ein Eckpunktepapier für die Tochterunternehmen verständigt. Das Papier wurde am Freitag, 29.10.2021, unterzeichnet.

Der Streik in den Vivantes Tochterunternehmen bleibt mit der Einigung auf ein Eckpunktepapier bis auf weiteres ausgesetzt. Eine vorläufige Aussetzung des Streiks hatte bereits seit Beginn des Spätdienstes am Freitag (22.10.2021) bestanden.

Wie geht es weiter?

In den kommenden Wochen wird ein Tarifvertrag ausformuliert und den Gremien vorgelegt werden.

Mehr Informationen

Weitere Informationen stehen in der Pressemitteilung.

 

Stand: 29.10.2021


Was sind die Inhalte der Einigung für die Tochterunternehmen? (Update 29.10.2021)

Wesentliche Eckpunkte der Einigung sind:

-die stufenweise Annäherung an den TVöD bis Ende des Jahres 2025 bei den Tabellenentgelten

- gestaffelte Jahressonderzahlungen sowie eine Übernahme der Manteltarifbestandteile des TVöD bis auf wenige Ausnahmen, also der Regelungen bezüglich Arbeitszeit,

- Zulagen und Zuschlägen sowie zahlreiche weitere Themen

Insgesamt beläuft sich das Volumen der Vereinbarung auf rund 68 Mio. Euro. Der größte Teil entfällt auf die Laufzeit von vier Jahren bis Ende 2025, erste Zahlungen erfolgen aber bereits in diesem Jahr.

Vivantes befindet sich seit Februar 2021 in Tarifverhandlungen mit ver.di für die Vivantes Tochterunternehmen MVZ GmbH, VivaClean Nord und Süd GmbH, Vivantes Service GmbH, Speiseversorgung und -logistik GmbH und Rehabilitation GmbH. Das betrifft rund 1.250 Beschäftigte.

 

Stand: 29.10.2021


Welche Einigung haben Vivantes und ver.di zur Entlastung der Pflegekräfte erzielt? Wann kommt der Tarifvertrag?

Vivantes und ver.di haben sich am 12. Oktober 2021 nach langen und intensiven Verhandlungen auf ein Eckpunktepapier zur Vermeidung von Belastung in der Pflege und im Funktionsdienst verständigt. Das Eckpunktepapier bildet die Grundlage für einen künftigen Tarifvertrag. Weitere Details: Weg für Tarifvertrag zur Vermeidung von Belastung frei | Vivantes | Vivantes | Vivantes

Wie geht es jetzt weiter?

Bis Ende November 2021 soll der TV Vivantes nun ausformuliert werden.

Die jeweiligen Gremien (u.a.der Vivantes Aufsichtsrat) müssen dann zustimmen. In Kraft treten soll der Tarifvertrag ab 2022.

 

Stand: 14.10 2021


Was steht im zwischen Vivantes und ver.di verhandelten Eckpunktepapier?

Ziel des Tarifvertrages ist es, Belastungssituationen von Beschäftigten im Pflege- und Funktionsdienst zu identifizieren, zu vermeiden und zu beseitigen und dadurch eine deutliche, nachhaltige und messbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen und damit einhergehend der Qualität der Patientenversorgung herbeizuführen.

Dies geschieht, indem für zahlreiche Bereiche wie die bettenführenden Stationen und unterschiedlichste Funktionsabteilungen konkrete Besetzungsregelungen vereinbart wurden. Werden diese unterschritten, erhalten die Beschäftigten sogenannte Vivantes Freizeitpunkte, die nach einem gestaffelten System in Freizeit oder Entgelt umgewandelt werden können. Zudem legt der Tarifvertrag einen deutlichen Schwerpunkt auf die Förderung der Ausbildung.

Die dreijährige Laufzeit des Tarifvertrages wird Vivantes für eine fortlaufende, wissenschaftliche Evaluation zur konkreten Verbesserung der Arbeitsbedingungen nutzen.

Die Einigung steht auf beiden Seiten noch unter dem Zustimmungsvorbehalt der jeweiligen Gremien.

Stand: 14.10.2021


Laut Eckpunkten soll auch die Ausbildung gefördert werden - wie?

Neben konkreten Verbesserungen der praktischen Ausbildungsqualität, regelt Vivantes nun auch tarifvertraglich die Ausstattung aller Auszubildenden mit Notebooks zur schulischen und privaten Nutzung, die nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung übernommen werden können. Zudem erhalten alle Auszubildenden bereits im 2. Ausbildungsjahr ein konkretes Übernahmeangebot und Informationen zu den beruflichen Perspektiven im Unternehmen. Im Praxiseinsatz soll die Qoute und damit die Zeit für die Praxisanleitung erhöht werden.

Vivantes bildet schon jetzt selbst mehr als 1000 junge Menschen in Pflegeberufen selbst aus, hinzu kommen noch andere Gesundheitsberufe. Vivantes ist der größte Ausbildungsbetrieb im Gesundheitswesen in Berlin und will in Zukunft die Ausbildung noch stäker fördern und auch noch mehr Pflegekräfte ausbilden.

 

Stand: 14.10.2021


Wie viele neue Pflegekräfte braucht Vivantes nach der Einigung?

Nach den Eckpunkten der Tarifeinigung benötigt Vivantes 1700 zusätzliche Fachkräfte, davon etwa die Hälfte examinierte Pflegekräfte und außerdem Mitarbeiter*innen im Funktionsdienst, im medizinisch-technischen Dienst und auch Pflegerhelfer*innen.

 

Stand: 14.10.2021

 

Werden verschobene Operationen jetzt nachgeholt?

Wir setzen alles daran, verschobene Eingriffe so schnell wie möglich nachzuholen. In den nächsten Tagen können nach und nach mehr Stationen wieder mehr Patientinnen und Patienten versorgen und mehr Operationen durchgeführt werden.


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Vivantes Pressestelle

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