Vivantes Klinikum Neukölln

Wir bauen für Sie: Restrukturierung der Wärmeversorgung

Das Vorhaben „Restrukturierung Wärmeversorgung am Vivantes Klinikum Neukölln“ (Projektlaufzeit: 10/2017 bis MM/2019) wird im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Berlin (Förderkennzeichen 1174-B2-E ).

Aufgabenstellung

Für das Vivantes Klinikum Neukölln wurde eine Untersuchung über eine Neustrukturierung der Energieerzeugung durchgeführt. Ziel der Untersuchung war, unter Berücksichtigung möglicher Liegenschaftsentwicklungen, ein umsetzbares Erzeugungskonzept zur Wärme- und Dampfversorgung der Liegenschaft zu entwickeln und der Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH so eine Möglichkeit zur Festlegung des weiteren Vorgehens zu ermöglichen.

Es gibt drei unmittelbare Anlässe für das Vorhaben:

Bedarfsszenario

Für das Konzept wurde ein Bedarfsszenario entwickelt. Dieses Szenario bezieht sich auf ein durchschnittliches Berliner Jahr. Es ergibt für das Klinikum einen Dampfbedarf für die Sterilisationsanlagen von 7,2 GWh pro Jahr bei 2 MW Nennleistung und einen Wärmebedarf von 19 GWh bei 6,5 MW erforderlicher Leistung für Heizung, Warmwasser und Lüftung im bislang dampfversorgten Bereich. Dazu kommen jährlich 10 GWh Wärme im bislang fernwärmeversorgten Bereich und 20,5 GWh Strom.

Entwicklung des Versorgungskonzepts für den bislang dampfversorgten Bereich

Der bislang dampfversorgte Bereich liefert die Anlässe für die Untersuchung und bildet den Kernbereich des Konzepts. Ausweitung des Konzepts auf die übrigen Bereiche des Geländes wird in einem eigenen Abschnitt untersucht. Eine leitende Fragestellung bei der Konzepterstellung befasst sich mit der Entflechtung der Dampfsysteme und Niedertemperatursysteme, um eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Energie in der erforderlichen Qualität zu ermöglichen.  Höherwertiger Dampf soll nur für die Hochtemperaturanwendungen (Sterilisation) erzeugt werden. Für Niedertemperaturanwendungen (Heizung, Trinkwassererwärmung, Lüftung) soll Heißwasser oder Warmwasser erzeugt werden.

Dies erhöht die Gesamteffizienz und senkt die Verluste. Für die Versorgung des Bereichs wurden die folgenden Varianten näher untersucht:

CO²-Bilanz

Die beste CO²-Bilanz erreichen die Varianten 2.1 und 2.2. Ihre Stromerzeugung ersetzt so viel Strom mit höherem Emissionsfaktor aus dem deutschen Kraftwerkspark, dass die Varianten insgesamt sogar eine negative Emission von rund -500 bis -600 tCO²/a erreichen. Die Reduktion beträgt über 6.000 Tonnen pro Jahr gegenüber dem Bestand. Die fernwärmebasierten Varianten V1.1 und V1.2 erreichen zwar eine geringere, aber noch immer erhebliche Reduktion von rund 3.300 Tonnen CO² pro Jahr.

Wirtschaftlichkeitsvergleich

Die Gesamtwirtschaftlichkeit der untersuchten Varianten wird anhand der Kapitalwertentwicklung über den Betrachtungszeitraum von 20 Jahren verglichen. Zur besseren Anschaulichkeit werden die „Sowieso-Kosten“ gegengerechnet. (Die Sowieso-Kosten sind die Kosten der Bestandsvariante einschließlich der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen. Durch die Gegenrechnung erscheint die Bestandsvariante im Diagramm als Nulllinie.) Im Wirtschaftlichkeitsvergleich erreichen die beiden BHKW-Varianten mit deutlichem Abstand die höchsten Kapitalwerte über den Betrachtungszeitraum. Sie liegen um 8,7 bis 9,8 Mio. Euro (brutto) über dem Kapitalwert der Bestandsvariante. Dafür entsteht ein Investitionsbedarf von 6,1 bis 6,5 Mio. Euro.

Gesamtbewertung und zur Umsetzung vorgeschlagene Variante

Aufgrund der Ergebnisse der Gesamtbewertung wird Variante 2.2 zur Umsetzung empfohlen – ein BHKW mit zwei MW elektrischer Nennleistung, zwei Spitzenlastkessel und zwei Thermoölkessel zur dezentralen sekundärseitigen Erzeugung von Sterilisationsdampf in thermalölbeheizten Sterilisationsgeräten. Nach den Kriterien CO²-Bilanz, Gesamtwirtschaftlichkeit, Investitionsbedarf, Flexibilität/Erweiterbarkeit und Versorgungssicherheit wird die Variante am besten bewertet.

Die Variante 2.2 wird derzeit im Klinikum Neukölln geplant und ab Anfang 2019 baulich umgesetzt.

Die Konzeptstudie vom 28. Juli 2016 wurde vom Büro Team für Technik, im Auftrag von der Vivantes Netzwerk für Gesundheit, erstellt.

Wirtschaftlichkeitsvergleich

Die Gesamtwirtschaftlichkeit der untersuchten Varianten wird anhand der Kapitalwertentwicklung über den Betrachtungszeitraum von 20 Jahren verglichen. Zur besseren Anschaulichkeit werden die „Sowieso-Kosten“ gegengerechnet. (Die Sowieso-Kosten sind die Kosten der Bestandsvariante einschließlich der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen. Durch die Gegenrechnung erscheint die Bestandsvariante im Diagramm als Nulllinie.) Im Wirtschaftlichkeitsvergleich erreichen die beiden BHKW-Varianten mit deutlichem Abstand die höchsten Kapitalwerte über den Betrachtungszeitraum. Sie liegen um 8,7 bis 9,8 Mio. Euro (brutto) über dem Kapitalwert der Bestandsvariante. Dafür entsteht ein Investitionsbedarf von 6,1 bis 6,5 Mio. Euro.

Gesamtbewertung und zur Umsetzung vorgeschlagene Variante

Aufgrund der Ergebnisse der Gesamtbewertung wird Variante 2.2 zur Umsetzung empfohlen – ein BHKW mit zwei MW elektrischer Nennleistung, zwei Spitzenlastkessel und zwei Thermoölkessel zur dezentralen sekundärseitigen Erzeugung von Sterilisationsdampf in thermalölbeheizten Sterilisationsgeräten. Nach den Kriterien CO²-Bilanz, Gesamtwirtschaftlichkeit, Investitionsbedarf, Flexibilität/Erweiterbarkeit und Versorgungssicherheit wird die Variante am besten bewertet.

Die Variante 2.2 wird derzeit im Klinikum Neukölln geplant und ab Anfang 2019 baulich umgesetzt.

Die Konzeptstudie vom 28. Juli 2016 wurde vom Büro Team für Technik, im Auftrag von der Vivantes Netzwerk für Gesundheit, erstellt.

Gefördert durch

Europäische Union: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
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Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
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