1.000 Euro Einmalzahlung bei Abschluss bis Ende April möglich

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Vivantes-Angebot steht – Zeit zum Handeln

Die sechste Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag für die Tochterunternehmen von Vivantes stand heute aufgrund der aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen unter anderen, schlechteren Vorzeichen. Die Bundesregierung will bis Ende des Monats Einsparungen im Gesundheitswesen auf den Weg bringen, die auch Vivantes sehr hart treffen können. Daher bleibt für eine Einigung über das von Vivantes bereits vor Wochen vorgelegte Angebot nur noch ein begrenztes Zeitfenster.

Dazu die Geschäftsführerin Personalmanagement von Vivantes, Dorothea Schmidt: „Trotz der sich abzeichnenden, erheblich negativen Entwicklungen für die deutschen Kliniken und damit auch Vivantes, möchten wir unseren Beschäftigten jetzt zeitnah eine sichere tarifliche Perspektive bieten. Daher haben wir heute unser Angebot nochmals verbessert. Sofern sich ver.di und Vivantes noch im April 2026 einigen, bieten wir zusätzlich eine steuer- und abgabenfreie Einmalzahlung von 1.000 Euro. Für den Fall einer Einigung im April, könnten die höheren Entgelte bereits im Juni 2026 ausgezahlt werden. Hinzu kämen die erheblichen Nachzahlungen für die Zeit ab Januar 2026. Doch die Zeit läuft. Wenn das Sparpaket der Bundesregierung auf dem Tisch liegt, müssen wir neu rechnen. Wir können nicht garantieren, dass unser aktuelles Angebot, welches im deutschen Krankenhausmarkt und in Berlin seinesgleichen sucht, dann noch aufrechtzuerhalten ist."

Konkrete Beispiele: Was das Angebot ab Mai 2026 bedeutet

Bei einem Abschluss noch im April können die Beschäftigten im Juni mit Nachzahlungen zwischen 900 und 1.800 Euro rechnen. Hinzu kommt bei entsprechender gesetzlicher Regelung eine steuer- und abgabenfreie Einmalzahlung von 1.000 Euro. Das Vivantes-Angebot führt schon in 2026 zu Steigerungen von durchschnittlich 7% und sieht eine stufenweise, jährliche Erhöhung der Tabellenentgelte bis zu 100% des TVöD-Niveau im Januar 2030 vor. Was bereits 2026 möglich ist:

Angelernte Mitarbeiter*innen, z.B. Reinigungskraft oder Küchenhilfe:
1. Beschäftigungsjahr: 2.546,14 €
6.  Beschäftigungsjahr: 2.784,96 €
13. Beschäftigungsjahr: 3.002,44 €
Eine angelernte Reinigungskraft oder Küchenhilfe im 1. Berufsjahr würde damit 196,37 € mehr pro Monat verdienen.

Angelernte Mitarbeiter*innen, z.B. Reinigungskraft im OP oder Servicemitarbeiter*in:
1. Beschäftigungsjahr: 2.716,88 €
6. Beschäftigungsjahr: 2.958,33 €
13. Beschäftigungsjahr: 3.147,42 €
Eine angelernte Reinigungskraft im OP oder Servicemitarbeiter*in oder Küchenhilfe im 1. Berufsjahr würde damit 202,83 € mehr pro Monat verdienen.

Handwerker*innen:
1. Beschäftigungsjahr: 3.196,13 €
6. Beschäftigungsjahr: 3.572,21 €
13. Beschäftigungsjahr: 3.849,98 €
Ein*e Handwerker*in im 1. Berufsjahr würde damit 224,71 € mehr pro Monat verdienen.

Vivantes behandelt aktuell mit insgesamt mehr als 20.000 Beschäftigten jährlich rund 750.000 Patient*innen, verzeichnet dabei immer noch ein hohes strukturelles Defizit von mehr als 120 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat des größten kommunalen Klinikkonzerns hatte vor diesem Hintergrund im Sommer 2024 mit den Stimmen der Arbeitnehmer ein Neuausrichtungs- und Sanierungskonzept beschlossen. Es sieht die stufenweise Verringerung des Defizits bis 2029 vor – ohne Einschnitte beim Entgelt oder betriebsbedingte Kündigungen.

 

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