
Zentrum für Infektionsmedizin
Klinische Versorgung und Infektionsprävention: Unsere Aufgabe ist es, Infektionserkrankungen gezielt zu diagnostizieren und zu behandeln sowie Infektionen vorzubeugen.
Über das Zentrum für Infektionsmedizin in Berlin-Schöneberg

Das Zentrum für Infektionsmedizin (ZIM) von Vivantes vereint die Klinik für Innere Medizin – Infektiologie am Auguste-Viktoria-Klinikum und das Institut für Hygiene und Umweltmedizin (IHU). Beide Einrichtungen verbinden ihre Expertise, um Infektionserkrankungen gezielt zu diagnostizieren und zu behandeln, Infektionen vorzubeugen und die Patientensicherheit im Vivantes-Netzwerk zu stärken. Ein gemeinsamer Schwerpunkt ist der verantwortungsvolle Einsatz von Antiinfektiva im Rahmen des Antibiotic Stewardship (ABS). Forschung, Fortbildung und fachübergreifender Austausch ergänzen die Arbeit des ZIM.
Übersicht der Infektionsmedizin
Drei Bereiche - ein gemeinsames Zentrum
Das ZIM besteht aus zwei gleichwertigen Einrichtungen mit unterschiedlichen, sich ergänzenden Aufgaben. Ihre gemeinsame Arbeit verbindet klinische Versorgung und konzernweite Infektionsprävention. Antibiotic Stewardship (ABS) bildet dabei ein gemeinsames Leistungsfeld.
„Infektionsmedizin bedeutet für uns, Menschen zu schützen, Wissen zu teilen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen – in der Klinik und darüber hinaus.“
Unsere Leistungsbereiche
Die Leistungen des ZIM greifen ineinander. Die klinische Versorgung, die Arbeit des IHU und die fachübergreifenden Angebote werden im Zentrum aufeinander abgestimmt.
Die Klinik für Innere Medizin – Infektiologie am Auguste-Viktoria-Klinikum übernimmt die spezialisierte Abklärung, Behandlung und Beratung bei Infektionserkrankungen. Innerhalb des ZIM werden klinische Erkenntnisse mit Präventionsmaßnahmen und – wo erforderlich – Empfehlungen zur antiinfektiven Therapie verknüpft.
Das IHU koordiniert und begleitet zentrale Aufgaben der Infektionsprävention und Krankenhaushygiene innerhalb des Vivantes-Netzwerks. Surveillance, einheitliche Hygienestandards und fachliche Beratung helfen, Infektionsrisiken zu erkennen und Übertragungen zu vermeiden. Die Abstimmung mit der Klinik für Infektiologie trägt dazu bei, Erfahrungen aus der Patientenversorgung in Präventionskonzepte einzubeziehen.
Antibiotic Stewardship ist ein bereichsübergreifendes Angebot im ZIM. Fachpersonen aus Infektiologie, IHU, Apotheken und Mikrobiologie setzen sich gemeinsam für eine indikationsgerechte, leitlinienorientierte und möglichst wirksame antiinfektive Behandlung ein. Ziel ist es, die Therapiequalität zu stärken und unnötigem Antibiotikaeinsatz sowie der Entwicklung von Resistenzen entgegenzuwirken.
Fundierte Diagnostik bildet eine wichtige Grundlage für Behandlung und Infektionsprävention. Die Klinik für Infektiologie berücksichtigt mikrobiologische Befunde bei der Therapieplanung; das IHU nutzt relevante Untersuchungsergebnisse und Surveillance-Daten für die hygienische Bewertung. Die mikrobiologische Labordiagnostik erfolgt in Zusammenarbeit mit Labor Berlin als externem Diagnostikpartner.
Gemeinsam stärker – Zusammenarbeit innerhalb des ZIM

Im ZIM ergänzen sich klinische Infektiologie und Hygiene fachlich und organisatorisch: Erkenntnisse aus der Versorgung fließen in Prävention und Infektionskontrolle ein; umgekehrt unterstützen Hygienedaten und Präventionskonzepte die sichere Behandlung von Patient*innen. Im Antibiotic Stewardship werden diese Perspektiven gemeinsam mit Apotheken und Mikrobiologie für eine gezielte Therapie genutzt. So entstehen abgestimmte Lösungen für die Vivantes-Standorte – von der Diagnostik über die Behandlung bis zur Vermeidung von Infektionen.
Als Teil des ZIM unterstützt das IHU die Vivantes-Einrichtungen bei der Umsetzung hygienischer Anforderungen und bei der Prävention nosokomialer Infektionen. Dabei arbeitet es mit Hygienefachkräften, hygienebeauftragten Ärzt*innen und weiteren Behandlungs- und Funktionsbereichen zusammen.
- Surveillance und KISS-Daten: Systematische Erfassung und Auswertung relevanter Infektionsdaten. Die Ergebnisse unterstützen die Bewertung von Entwicklungen und die Planung geeigneter Präventionsmaßnahmen.
- Zertifizierungen und Audits: Fachliche Begleitung hygienebezogener Prüfungen, Zertifizierungen und qualitätssichernder Verfahren – einschließlich der Bewertung und Weiterentwicklung von Abläufen.
- Infektionskontrollteams: Fachübergreifende Zusammenarbeit mit Hygienefachkräften, hygienebeauftragten Ärzt*innen sowie Pflege- und Behandlungsteams bei der Umsetzung wirksamer Infektionsschutzmaßnahmen.
- Beratung und Schulungen: Beratung zu Hygienevorgaben, Screening, Isolierung und zum Umgang mit multiresistenten Erregern sowie Schulungen und Fortbildungen für Mitarbeitende.
- Umwelt- und Krankenhaushygiene: Entwicklung und Aktualisierung von Hygieneplänen, Hygienebegehungen und Beurteilung hygienerelevanter Umgebungsbedingungen und Prozesse in den Vivantes-Einrichtungen.
Das Antibiotic Stewardship bündelt innerhalb des ZIM die Kompetenzen aus klinischer Infektiologie und Hygiene und bezieht weitere Fachbereiche, insbesondere die Apotheken und Mikrobiologie, ein. Es unterstützt Teams im gesamten Vivantes-Netzwerk bei einer patientengerechten, evidenzbasierten Antiinfektivatherapie.
- Antibiotic Stewardship: Interdisziplinäre Beratung, ABS-Visiten, Fallbesprechungen und Fortbildungen zur Qualitätssicherung antiinfektiver Therapien.
- Verantwortungsvoller Antibiotikaeinsatz: Förderung einer leitlinienorientierten, indikationsgerechten Verordnung. Dazu gehören die Auswertung des Antibiotikaverbrauchs sowie Empfehlungen und gemeinsam abgestimmte Standards.
- Therapieoptimierung: Fachliche Unterstützung bei Auswahl, Anpassung und Überprüfung antiinfektiver Behandlungen – insbesondere bei komplexen Infektionen und besonderen Resistenzsituationen.
- Ergänzende ABS-Leistungen: interdisziplinäre Fallkonferenzen, ABS-Visiten auf Intensivstationen und in Bereichen mit hohem Antibiotikaverbrauch, Therapieempfehlungen und Antiinfektiva-Hauslisten sowie Weiterentwicklung der ambulanten parenteralen Antiinfektivatherapie (APAT).
Als klinischer Teil des ZIM bietet die Klinik am Auguste-Viktoria-Klinikum spezialisierte Versorgung bei Infektionserkrankungen. Die klinischen Angebote ergänzen die Aufgaben des IHU in Prävention und Infektionskontrolle und die gemeinsame Arbeit im Antibiotic Stewardship.
- Diagnostik: Gezielte Abklärung komplexer, schwerer oder schwer zu diagnostizierender Infektionserkrankungen und Einordnung relevanter Befunde.
- Behandlung komplexer Infektionserkrankungen: Individuell abgestimmte Therapie unter Berücksichtigung des Krankheitsverlaufs, möglicher Begleiterkrankungen und mikrobiologischer Ergebnisse.
- Infektiologische Beratung: Interdisziplinäre Konsile und fachliche Unterstützung anderer klinischer Bereiche bei infektiologischen Fragestellungen und antiinfektiven Therapien.
- Schwerpunkten sind etwa HIV, Tuberkulose, tropenmedizinisch relevante Infektionen und spezialisierte Impfangebote.
Vivantes-Einrichtungen und fachliche Partner
Die Klinik für Innere Medizin – Infektiologie und das Institut für Hygiene und Umweltmedizin bilden gemeinsam das Zentrum für Infektionsmedizin. Die Arbeit des Zentrums wird durch die Zusammenarbeit mit weiteren Vivantes Einrichtungen sowie externen diagnostischen Partnern ergänzt. Diese sind Kooperationspartner oder beteiligte Fachbereiche, jedoch keine zusätzlichen organisatorischen Bestandteile des ZIM.
Klinik für Innere Medizin - Infektiologie im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Rubensstraße 125
12157 Berlin-Schöneberg
Institut für Hygiene und Umweltmedizin (IHU) im Klinikum Spandau
Neue Bergstraße 6
13585 Berlin-Spandau
Apotheke Nord im Vivantes Humboldt-Klinikum
Am Nordgraben 2
13509 Berlin-Reinickendorf
Apotheke Süd im Vivantes Klinikum Neukölln
Rudower Straße 48
12351 Berlin-Neukölln
Allgemeiner Kontakt
Klinik für Innere Medizin – Infektiologie
Rubensstraße 125
12157 Berlin-Schöneberg
0160 619 2561
zentrum-infektionsmedizin@vivantes.de
Institut für Hygiene und Umweltmedizin
Aroser Allee 72-76
13407 Berlin
030 130 11 3471
hygiene-sekretariat.ihu@vivantes.de