
Zentrum für Infektionsmedizin
Mit dem Zentrum für Infektionsmedizin schafft Vivantes eine Einrichtung mit besonderer Expertise in der Infektionskontrolle und Antibiotic Stewardship. Für die wegweisende Verschränkung der Bereiche Infektiologie und Hygiene setzt Berlins kommunaler Krankenhauskonzern auch auf den Einsatz eines digitalen Hygieneportals.
Vivantes Zentrum für Infektionsmedizin: Krankenhaushygiene und Infektiologie
Das neue Zentrum für Infektionsmedizin (ZIM) der Berliner Vivantes Kliniken ist ein starkes Netzwerk zur Prävention und Kontrolle resistenter Infektionserreger im Krankenhaus. Dafür bündelt das ZIM die Kompetenzen aus Krankenhaushygiene, Infektiologie, Apotheken und Mikrobiologie und stärkt so die Zusammenarbeit über alle Bereiche hinweg.
Vivantes setzt damit noch gezielter die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) um.
Übersicht der Infektionsmedizin
„Mit dem neuen Zentrum für Infektionsmedizin und der engen Verknüpfung von Infektiologie und Hygiene gehen wir neue Wege in der Bekämpfung von resistenten Erregern. Wir wollen nicht nur eine Behandlungsqualität, die dem State of the Art entspricht, sondern wir wollen die Infektiologie als Ganzes weiterentwickeln. Wir schaffen damit fachlich einen Leuchtturm, der die Möglichkeit bietet, über unsere eigenen Kliniken hinaus zu wirken und damit in Zukunft für mehr Patientensicherheit in Berlin und darüber hinaus zu sorgen.“

Aufgaben des Zentrums für Infektionsmedizin
Zentrale Aufgaben des neuen Zentrums für Infektionsmedizin (ZIM) des Berliner Krankenhausbetreibers Vivantes sind:
Infektionskontrolle
- An allen Vivantes Kliniken werden neue Protokolle zum Screening von Patientinnen und Patienten auf multiresistente Erreger implementiert.
- Ein digitales Hygieneportal unterstützt beim Monitoring von multiresistenten Erregern und nosokomialen Infektionen.
Antibiotic Stewardship (ABS)
- Zur Antibiotika-Resistenzstrategie bei Vivantes gibt es jetzt ein konzernweites Netzwerk von ABS-Expertinnen und Experten. Pro Vivantes Klinikum berät ein festes Team aus Infektiologinnen und Infektiologen, Apothekerinnen und Apothekern, Krankenhaushygienikerinnen und Krankenhaushygienikern sowie Mikrobiologinnen und Mikrobiologen die Kliniken am Standort in ABS-Visiten.
- Interne Fortbildungen und lokale Leitlinien festigen das Wissen um rationale Antiinfektivatherapien.
Medizinische Angebote
Das Zentrum für Infektionsmedizin setzt bei Vivantes einen starken Fokus auf das interne Infektionsmonitoring und Antibiotic-Stewardship. Auch an einer stärkeren Vernetzung zu Präventionsstrategien mit weiteren Kliniken in Berlin-Brandenburg wird gearbeitet.
Keine Chance für Keime: Zentrum für Infektionsmedizin fördert Präventionsstrategien
Mit zunehmendem Antibiotikaverbrauch in der Gesundheits-, Land- und Lebensmittelwirtschaft haben sich in den letzten Jahrzehnten Antibiotika-Resistenzen, im Krankenhaus erworbene Infektionen (nosokomiale Infektionen) und multiresistente Erreger stärker verbreitet.
Bundesweit erkranken jedes Jahr rund 500.000 Patient*innen an nosokomialen Infektionen , davon etwa 30.000 mit resistenten Erregern. Hier gilt es interdisziplinär entgegenzusteuern und alle Akteur*innen für einen umsichtigen Einsatz von Antibiotika zu sensibilisieren.
Genau hier setzt das Vivantes Zentrum für Infektionsmedizin an: Wir erhöhen die Patientensicherheit, indem wir das Infektionsmonitoring standardisieren und digitalisieren und in allen Vivantes Klinika ein Antibiotic-Stewardship-Programm etablieren.
„Mit der Ausrichtung des Zentrums für Infektionsmedizin stellen wir uns professionell auf die aktuellen und künftigen Herausforderungen im Umgang mit Infektionen ein. Das betrifft zunehmend das Thema Infection Control beim Auftreten multiresistenter Erreger. Es gilt, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen, Therapiemöglichkeiten zu erhalten und zu verbessern - ob in der Pandemie oder bei nosokomialen Infektionen.
Nur gemeinsam werden wir mit einer rationalen Antiinfektivatherapie Resistenzen vermindern, die Behandlungsqualität und Patientensicherheit verbessern und Liegezeiten verkürzen.“

Infection Control & Antibiotic Stewardship bei Vivantes
- digitales Hygieneportal zur Erfassung von Erregerdaten
- Optimierte Surveillance multiresistenter Erreger, nosokomialer Infektionen (unter anderen postoperativer Wundinfektionen, Lungenentzündungen und katheterassoziierten Infektionen)
- standardisierte Abfrage mikrobiologischer Befunde aller Patientinnen und Patienten
- Erkennung von Erregerhäufungen
- Aufbereitung von Surveillance-Daten für Systeme des Nationalen Referenzzentrums für Surveillance von nosokomialen Infektionen
- Monitoring des stationären Antibiotikaverbrauchs in allen Vivantes Kliniken
- Beratung, interdisziplinäre Konferenzen und Fortbildungen des medizinischen Personals
- ABS-Visiten auf allen Intensivstationen und Stationen mit hohem Antibiotikaverbrauch
- Erstellung von Leitlinien und Antiinfektiva-Hauslisten
- Implementierung einer ambulanten parenteralen Antiinfektivatherapie (APAT)
- Konsile bei allen Blutstrominfektionen und Infektionen mit multiresistenten Erregern
Kooperationspartner
Im neuen Zentrum für Infektionsmedizin setzen sich verschiedene Vivantes Einrichtungen für einen rationalen Antibiotikaverbrauch und Infektionskontrolle ein: von den beiden Apotheken, den Infektiologien mehrerer Klinik-Standorte bis zum Institut für Hygiene und Umweltmedizin. Bei der mikrobiologischen Diagnostik unterstützt das Labor Berlin.
Vivantes Einrichtungen im Zentrum für Infektionsmedizin
im Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Landsberger Allee 49
Haus 15 , 2.OG Station 99i
10249 Berlin-Friedrichshain
im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Rubensstraße 125
12157 Berlin Schöneberg
Leitung des Zentrums für Infektionsmedizin
Allgemeiner Kontakt
Telefon: 0160 619 2561
E-Mail: zentrum-infektionsmedizin@vivantes.de
Adresse und Anfahrt
Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Rubensstraße 125
12157 Berlin-Schöneberg
Ihr Weg zum Zentrum für Infektionsmedizin in Berlin-Schöneberg
Anfahrt zum Auguste-Viktoria-Klinikum (AVK) mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
- S1 bis Haltestelle "Feuerbachstraße", weiter mit dem Bus M76 bis Haltestelle "Cranachstraße" oder Bus X76 bis Haltestelle "Auguste-Viktoria-Klinikum Süd"
- S2, S25 bis Haltestelle "Priesterweg", weiter mit dem Bus M76/ X76 bis Haltestelle „Auguste-Viktoria-Klinikum Süd“
- Bus 170 bis Haltestelle "Insulaner"
- Bus 246 bis Haltestelle "Brüggemannstraße/AVK Ost"
- U9 bis Haltestelle "Walther-Schreiber-Platz", weiter mit dem Bus M76/X76 bis Haltestelle "Auguste-Viktoria-Klinikum Süd"
- S 41, S42, U4 bis Haltestelle "Innsbrucker Platz", weiter mit dem Bus 187 bis Haltestelle "Auguste-Viktoria-Klinikum"
Infektionsmedizin am AVK: Haus 9 , 3. OG
