Suchttherapeutische Tagesklinik Kaulsdorf

Die Suchttherapeutische Tagesklinik am Klinikum Kaulsdorf behandelt Menschen ab dem 18. Lebensjahr, die an Substanzgebrauchsstörungen wie Abhängigkeit, Sucht oder Missbrauch von Alkohol, Medikamenten und legalen oder illegalen Drogen leiden und erste Schritte zu einer Veränderung anstreben.

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Informationen zur Behandlung

Therapiekonzept

Nach Abklingen der schwerwiegenden psychischen und körperlichen Entzugssymptome bieten wir unseren Patient*innen zur weiteren Stabilisierung und Erprobung im häuslichen Umfeld eine tagesklinische Behandlungsphase an. Diese kann sich unmittelbar an die vollstationäre Behandlung anschließen oder nach Wiederaufnahme im Intervall erfolgen.

Behandlungsspektrum

Insbesondere in Krisensituationen kann die tagesklinische Behandlung auch als prophylaktische Maßnahme zur Verhinderung eines Rückfalls dienen.

Behandlungselemente

Die Therapien finden in enger Kooperation mit der Station B2 statt, so dass die therapeutische Beziehungskontinuität gewahrt bleibt.

Behandelt werden bei uns alle Menschen ab dem 18. Lebensjahr, die an Substanzgebrauchsstörungen wie Abhängigkeit, Sucht oder Missbrauch von Alkohol, Medikamenten und legalen oder illegalen Drogen leiden und erste Schritte zu einer Veränderung anstreben.

  • Umfassende, den neuesten Kenntnissen entsprechende Entzugsbehandlung (qualifizierter Entzug) sowie fachspezifische Pflege (Bezugspflege) 

  • Gesprächstherapiegruppen zum Thema Abhängigkeitserkrankungen (z. B. Entstehung, körperliche, psychische und soziale Folgen, Wissensvermittliung, biografische Arbeit, Möglichkeiten der Behandlung) 

  • ACT-Gruppe mit individueller Werteklärung nach Steven Hayes 

  • Skills Training aus der DBT (Dialektisch-Behaviorale Therapie) nach M. Linehan 

  • Rückfallprävention • Soziale Beratung und Betreuung 

  • Motivierung für eine weiterführende Behandlung in einer Selbsthilfegruppe oder Beratungsstelle für Alkoholkranke bzw. für eine längere stationäre Entwöhnungsbehandlung (inklusive Hilfe bei der Antragsstellung) 

  • Physiotherapeutische Maßnahmen 

  • Mitbehandlung durch andere Fachdisziplinen bei schweren Folgekrankheiten 

  • Umfangreiche und dem individuellen Krankheitsbild entsprechende Diagnostik 

  • Strukturkompetenztraining 

  • Ergotherapie 

  • Kunsttherapie 

  • Sporttherapie mit Outdoor Gruppe

  • Musiktherapie 

  • Entspannungsverfahren 

  • Achtsamkeit nach Kabat-Zinn

  • Information und Beratung für Angehörige

Es besteht die Möglichkeit einer integrierten tagesklinischen Behandlung im Anschluss einer stationären Behandlung oder zur Stabilisierung. Jeden Dienstag um 14:00 Uhr stellt sich die Suchtberatungsstelle Marzahn-Hellersdorf vor. Für Angehörigengespräche können Sie individuelle Termine vereinbaren. Dienstag-, Mittwoch- und Donnerstagabend stellen sich wohnortnahe Selbsthilfegruppen vor.

• Menschen, die sich in psychosozialen Krisensituationen (mit oder ohne Rückfall) befinden, Menschen mit Entzugssyndromen bis hin zum Delir (Verwirrtheitssyndrom) im Rahmen eines Abhängigkeitssyndroms 

• Menschen mit Begleit- und Folgekrankheiten (leichter bis mittelschwerer Ausprägung) im körperlichen-, neurologischen- und psychischen Bereich 

• Menschen mit Intoxikationen bei bekannter Abhängigkeitserkrankung 

• Menschen, die zur Entwöhnungstherapie angemeldet sind und bei denen vor der Entwöhnungstherapie ein qualifizierter Entzug notwendig ist bzw. bei denen ein Entzugssyndrom vorliegt oder sich nach der Aufnahme entwickelt 

• Anschlussbehandlung an intensivmedizinische Betreuung, z. B. nach Delirium tremens oder schwerer Intoxikation 

• Vor der Aufnahme zum Entzug von illegalen Drogen sollte bereits Kontakt zum ambulanten Suchthilfesystem (z. B. Beratungsstelle) bestehen. Zudem ist ein Vorgespräch erforderlich. 

Anmeldung: wochentags täglich unter 030 130 17 3511 oder 3571 in der Zeit von 07:00–11:00 Uhr

Sie beziehen ein Ein- bzw. Zweibettzimmern mit Badezimmer. Auf der Station sind Aufenthalts- und Gruppenräume sowie entsprechende Räume für Bewegungs- und Gestaltungstherapie vorhanden.

Bei entsprechender medizinischer Notwendigkeit – z. B. Entzugserscheinungen – muss in der Regel eine Überwachung der Vitalparameter erfolgen. 

  • Sie nehmen verbindlich an den Therapiegruppen teil 
  • Die Stationsordnung regelt den weiteren Tages-und Therapieablauf. 
  • Ihr Ausgang über das Gelände hinaus wird mit dem Stationsteam besprochen und kann insbesondere zur Erledigung dringender Angelegenheiten und zum Besuch von Selbsthilfegruppen genutzt werden.

Sofern Sie nicht als Notfall (dann erfolgt die Aufnahme ohne Kostenübernahme) bei uns aufgenommen werden, bringen Sie bitte Folgendes mit: 

  • Überweisungsschein Ihres behandelnden Arztes oder Ihrer behandelnden Ärztin 

  • Schriftliche Kostenübernahme Ihrer Krankenkasse für die stationäre Behandlung 

  • Dinge für den persönlichen Bedarf für ca. 2 Wochen

Alle zur stationären Aufnahme angemeldeten Personen finden sich bitte zum vereinbarten Termin zwischen 09:00 und 10:00 Uhr in der Administrativen Aufnahme im Vorraum der Rettungsstelle in Haus 13 ein.

Team & Kontakt

Unser Team

Wir sind ein multiprofessionelles Team bestehend aus Ärzt*innen, psychologischen Psychotherapeuten, einer Suchttherapeutin, einer Physiotherapeutin, einem Sozialarbeiter, einem Ergotherapeut und dem Pflegeteam.

Adresse

Myslowitzer Straße 45
12621 Berlin
Haus 2
4. Etage
TK Sucht

Ihre Ansprechpartner*innen der Suchttherapeutischen Tagesklinik

Kontaktperson: Dr. med. Florian Kampichler
Oberarzt
Station B.2, Sucht-Tagesklinik, Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Kontakt

Kontaktperson: Holger Schentke
Stationspflegeleitung
Station B.2, Sucht-Tagesklinik

Kontakt

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