Wartezeiten

In den Zentralen Notaufnahmen werden Patient*innen nach der Dringlichkeit der Erkrankung oder Verletzung und nach den auftretenden Symptomen behandelt. Der Zeitpunkt des Eintreffens in der Rettungsstelle ist für die Reihenfolge der Behandlung nicht relevant.

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Warum gibt es teils lange Wartezeiten in Rettungsstellen?

Da in Rettungsstellen zuerst die akuten Fälle behandelt werden, kommt es für Patient*innen mit weniger akuten Verletzungen teilweise zu längeren Wartezeiten. Bitte haben Sie Verständnis, wenn Sie länger warten müssen: Seien Sie sicher, dass bei den vor Ihnen aufgerufenen Patient*innen eine schwerwiegendere Erkrankung vorliegt und deren gesundheitliche Situation ernster ist.

Sollten Sie im Verlauf der Wartezeit jedoch eine Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes feststellen, teilen Sie dies bitte unseren Mitarbeiter*innen und Mitarbeitern am Empfang mit (im Tresenbereich).

Das Patient*innenaufkommen ist erfahrungsgemäß in der Zeit von 11:00 bis 21:00 Uhr sowie von Freitag bis Sonntag und an den Feiertagen besonders hoch. Während dieser Zeiten müssen Sie in der Regel mit längeren Wartezeiten rechnen.

Wir richten uns durch entsprechende Dienstplanmodelle und Arbeitsabläufe bestmöglich darauf ein. Dennoch: Der Notfall ist nicht planbar. Und es gibt Tage, an denen beinahe zeitgleich viele Patient*innen unsere Rettungsstellen in einem sehr kritischen Zustand aufsuchen.

Das Nichtplanbare stellt die besondere Herausforderung unseres Arbeitsbereiches in der Notaufnahme dar. Unser täglicher Anspruch ist es, alle Patient*innen entsprechend der Schwere der Symptome und Erkrankungen bestmöglich zu versorgen.

Alle Ärzt*innen der Rettungsstellen wie auch das Pflegeteam arbeiten im Schichtbetrieb. Darüber hinaus kommen so genannte Konsiliarärzt*innen und Konsiliarärzte anderer medizinischer Fachabteilungen zu Patient*innen mit spezifischen Krankheitsbildern in die Rettungsstellen.

Patient*innenpriorisierung nach dem Manchester-Triage-System

Wir wollen Sie nicht nur gut, sondern auch möglichst schnell versorgen. Leider kann es dennoch zu Wartezeiten kommen. Neben der Anzahl der Patient*innen, die von Tag zu Tag sehr unterschiedlich sein kann, spielen die folgenden Faktoren eine wichtige Rolle: 

  • Dringlichkeit: Lebensbedrohliche Notfälle haben Priorität. Über die Reihenfolge entscheidet eine Ersteinschätzung nach dem international verwendeten Manchester-Triage-System (MTS). Sie findet immer zeitnah nach Eintreffen in den Rettungsstellen durch unser erfahrenes Pflegepersonal statt. 
  • Fachgebietszuordnung: Auch diese wird bei der Ersteinschätzung nach MTS festgelegt. Je nach Verfügbarkeit der benötigten Spezialist*innen und der Anzahl der eintreffenden Patient*innen, die zu behandeln sind, variieren die Wartezeiten hierdurch von Fall zu Fall.

Das MTS-System wird bei allen Patient*innen in den Rettungsstellen angewendet. Alle Angehörigen bitten wir um Verständnis dafür, dass sie unter Umständen nur kurz oder erst zu einem späteren Zeitpunkt mit in den Behandlungsbereich kommen können. Mögliche Gründe dafür sind: vertrauliche Gespräche, zu kleine Behandlungsräume, Ruhe für den Patienten oder schnellere Behandlungsabläufe.

Haben Sie noch Fragen? Unsere Mitarbeiter*innen beantworten sie Ihnen gern!

Das Manchester-Triage-System - wofür stehen die Farben?

  • Rot: Akut lebensbedrohliche Notfälle (Rettungswagen, Schockraum, Notärzt*in)
  • Orange: Sehr dringende Notfälle
  • Gelb: Dringende Notfälle
  • Grün: Stabile, behandlungsbedürftige Fälle
  • Blau: Alle weiteren Fälle

Fragen und Antworten rund um die Rettungsstelle

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