Lungenkrebs früh erkennen: Kostenlose Vorsorge für starke Raucher*innen

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Lungenkrebs gehört zu den gefährlichsten Krebserkrankungen weltweit – vor allem, weil er oft erst spät entdeckt wird. Neue Screening-Programme sollen das ändern. Prof. Dr. Thomas Albrecht, Chefarzt der Klinik für Radiologie, Kinderradiologie und Interventionelle Therapie im Vivantes Klinikum Neukölln klärt über die Voraussetzungen und den Nutzen auf.

Warum ist Früherkennung bei Lungenkrebs so wichtig?

Lungenkrebs verursacht im frühen Stadium meist keine, oder kaum Beschwerden. Daher werden viele Betroffene erst diagnostiziert, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist, die Heilungschancen sind dann oft schon schlecht.  Wir sind froh, betroffenen Patientinnen und Patienten jetzt ein Screeningprogramm anbieten zu können, um einen Lungenkrebs frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln mit guten Heilungschancen.

Wie erfolgt die Diagnose?

Mithilfe einer speziellen, sehr niedrigdosierten Computertomographie (Low-Dose-CT) werden Tumoren von speziell ausgebildete Radiolog*innen bereits erkannt, wenn sie noch sehr klein sind und bevor Symptome auftreten. Studien zeigen, dass dadurch die Heilungschancen deutlich verbessert und Todesfälle verhindert werden– insbesondere bei Menschen mit hohem Risiko. 

Wie läuft das Screening ab?

Menschen, die zur Risikogruppe gehören, können einen Termin bei uns vereinbaren. Nach einem Aufklärungsgespräch führen wir die Low-Dose-CT durch. Unsere spezialisierten Radiolog*innen werten die Bilder aus, sodass bei Auffälligkeiten eine weitere Diagnostik folgen kann. Das Screening ist für Risikopatient*innen kostenlos und wird jährlich wiederholt, um auch zwischenzeitlich neu auftretende Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Voraussetzungen für eine Teilnahme:

Laut Früherkennungsverordnung muss für das Screening ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko vorliegen:

• Alter: zwischen 50 und 75 Jahren
• Raucherstatus:
o aktuelle Raucher*innen oder
o ehemalige Raucher*innen, die erst vor weniger als 10 Jahren aufgehört haben
• Eine Packung/ 20 Zigaretten täglich über mindestens 15 Jahre geraucht
• Langjährige Nikotinexposition: mindestens 20–25 Jahre
• Letzte CT -Untersuchung der Lunge liegt mehr als 12 Monate zurück

Welche Möglichkeiten gibt es, sich vor Lungenkrebs zu schützen?

Es gibt keinen absolut sicheren Schutz gegen Krebs, auch wenn man alles „richtig“ macht. Beim Lungenkrebs ist das Rauchen bei Weitem der wichtigste Risikofaktor – Raucher*innen haben ein zehnfach erhöhtes Risiko im Vergleich zu Nichtraucher*innen. Daher ist nicht Rauchen bzw. ein Rauchstopp die effektivste Maßnahme, um sich vor Lungenkrebs zu schützen.  
 

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