
Mangelernährung
Mangelernährung, auch als Malnutrition bezeichnet, beschreibt einen anhaltenden Zustand, der zu messbaren Veränderungen körperlicher und geistiger Funktionen führt.
Mangelernährung
Rund ein Viertel aller Patient*innen in deutschen Kliniken leidet unter einer Mangelernährung oder hat ein Risiko dafür. Besonders häufig sind schwer kranke oder ältere Menschen betroffen. Vielen Menschen fehlen die Zeit und oft das Wissen für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Während einer Erkrankung kommen körperliche Einschränkungen hinzu, die ein gesundes Maß an Bewegung und Sport nicht mehr ermöglichen.
Mangelernährung ist eine ungenügende, nicht ausgewogene, ungesunde oder falsch zusammengestellte Ernährung, die sich beispielsweise in verschiedenen Krankheitsbildern und Symptomen, aber auch in Untergewicht äußern kann. Folgende Therapieverfahren werden bei der Ernährungsberatung des Zentrums für Ernährungsmedizin angewendet:
- Ernährungsanamnese (24 h-Recall)
- Spezielle Fragebögen (Screeningbögen für Mini Nutritional Assessment – MNA, Nutritional Risk Screeening – NRS, Malnutrition Universal Screening Tool – MUST, Subjective Global Assessment – SGA)
- Nährstoffanalyse (PRODI)
- Leitliniengerechte Ernährungstherapie
- Trinknahrung
- Enterale- und parenterale Ernährung (Formen der invasiven künstlichen Ernährung)
- Anthropometrie (Ermittlung der menschlichen Maße inklusive Größe, Gewicht, BMI, Oberarmumfang, Bioelektrische Impedanzanalyse (BIA-Messung) und Handkraftmessung)
- Interpretation relevanter Blutparameter (Blutuntersuchung)
- Bei Entlassung gegebenenfalls heimenterale oder heimparenterale Weiterleitung
- Intradialytische Ernährung (für Patienten während der Dialysetherapie)


