Prostatadiagnostik

Erkrankungen der Prostata zählen zu den häufigsten urologischen Gesundheitsproblemen. Eine frühzeitige Diagnostik spielt eine entscheidende Rolle, damit wir Prostatakrebs, Prostataentzündungen (Prostatitis) oder gutartige Prostatavergrößerungen (benigne Prostatahyperplasie, BPH) bei Ihnen rechtzeitig zu erkennen und individuell behandeln können.

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Bedeutung und Ziele der Früherkennung

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen der Prostata erhöhen Ihre Chancen, dass wir bösartige Veränderungen in einem frühen Stadium entdecken. Neben der körperlichen Untersuchung umfasst die Diagnostik unter anderem die Bestimmung des PSA-Werts (prostataspezifisches Antigen) im Blut sowie bildgebende Verfahren zur genaueren Beurteilung des Organs.

Ziel ist es, Erkrankungen der Prostata bei Ihnen frühzeitig zu erkennen, Risiken zu bewerten und eine passgenaue Behandlung zu ermöglichen. Mit moderner Technik, fachurologischer Expertise und einer sensiblen Herangehensweise schaffen wir die Basis für eine sichere Diagnostik und eine bestmögliche medizinische Versorgung.

Moderne Methoden der Prostatadiagnostik

Zur Abklärung von Prostataerkrankungen wenden wir verschiedene diagnostische Verfahren an:

  • Tastuntersuchung (digitale rektale Untersuchung) – ermöglicht die Beurteilung von Größe, Form und Beschaffenheit der Prostata.
  • PSA-Test – dient der Erkennung von Veränderungen, die auf eine Erkrankung hinweisen können.
  • Transrektaler Ultraschall (TRUS) – zeigt die Prostata in hoher Auflösung und hilft, Auffälligkeiten sichtbar zu machen.
  • Multiparametrische MRT (mpMRT) – liefert detaillierte Informationen über Struktur und Gewebeveränderungen der Prostata.
  • Gezielte Prostatabiopsie – ermöglicht die Entnahme von Gewebeproben zur histologischen Untersuchung und genauen Diagnose.

Individuelle Beurteilung und Verlaufskontrolle

Die Ergebnisse Ihrer Prostatadiagnostik bilden die Grundlage für die Auswahl der geeigneten Therapie – von der aktiven Überwachung bis hin zu operativen oder medikamentösen Behandlungen. Auch nach einer Therapie sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig, um den Verlauf Ihrer Erkrankung zuverlässig zu beurteilen.

Zweitmeinung

Bei Prostataerkrankungen kann das Einholen einer ärztlichen Zweitmeinung helfen, Diagnosen besser einzuordnen und Therapieoptionen sorgfältig abzuwägen. Gerade bei komplexen oder therapieentscheidenden Befunden bieten wir eine zweite fachärztliche Einschätzung zu Ihrer zusätzliche Sicherheit. Ziel ist eine informierte Entscheidungsfindung auf Grundlage aktueller medizinischer Standards und Ihrer individuellen Bedürfnisse.

Zur Zweitmeinung

„Die moderne Prostatadiagnostik bei Vivantes basiert auf hochauflösender MRT-Bildgebung und präziser Fusionsbiopsie – für eine verlässliche Tumorerkennung und individuell fundierte Therapieentscheidungen.“
Zitat von: Prof. Dr. med. Laura-Maria KrabbePosition: Chefärztin der Klinik für Urologie im Vivantes Humboldt-Klinikum