
Raum der Stille
In den Krankenhäusern von Vivantes finden Sie jeweils einen Raum der Stille vor. Dort können Sie aufatmen, sich Luft machen, Hoffnung schöpfen, auftanken oder einfach für sich sein. Als Ergänzung zu unseren Räumen der Stille an den Standorten, möchten wir Ihnen hier auch Zugang zu einem digitalen Raum der Stille schaffen.
„Schön, dass du da bist. Froh, traurig, verzweifelt, vor Freude springend, hoffnungsvoll, fragend, staunend, weinend, wütend … all das gehört zum Leben. Nur: Das Leben kommt mir allem – Höhen, Tiefen und allem dazwischen.
Egal wie, genau so bist du willkommen. Was tut dir heute gut? Wonach sehnst du dich gerade?“


Unser Raum der Stille ist ein Raum, um...
Einatmen. Ausatmen. Und noch einmal …
Unterbrechen, was ist. Innehalten zwischen dem, was war, und dem, was kommt.
G*tt, schenke mir diesen Moment zum Aufatmen – Luft für meine Gedanken, Weite für mein Herz und das Vertrauen, dass ich nicht alles allein tragen muss.
Was mich bewegt? Was gerade schwer ist?
Angst, Wut, Erschöpfung, „alles – und so ist es…“.
Was stärkt? Worte, die guttun.
Manchmal fühlt sich alles eng an. Schenk mir einen Spalt Licht, einen Gedanken der wärmt, ein Wort, das mich aufrichtet.
Ich will dran glauben: Es wird alles gut.
Das Licht wartet schon hinter den Wolken. Manchmal versteckt es sich, aber es ist da – immer.
Ich will an das Gute glauben. Ich sehne mich nach einem Hoffnungsschimmer.
G*tt, leg deinen Teil dazu. Ich vertraue, dass Kraft und Mut, Freude und Licht und Hoffnung auf dem Weg zu mir sind.
Es ist… viel. Es drückt, es wirbelt – und ich will manches gerne loslassen.
Ich lege es in deine Hände, in dein Herz – und – knall‘s dir auch vor die Füße.
Du kannst damit umgehen. Ich fühle mich leichter.
Ich atme, und mit jedem Atemzug nehme ich Kraft – Energie – Kraft – Energie in mich auf.
Ein Wunsch für dich – Zuspruch, Kraft sammeln.
Ich atme Freude ein.
Vor Freude springen, das liebe ich – und in der Sonne tanzen, ehrlich: auch im Regen! Und wenn ich es (körperlich) nicht kann, in meinen Gedanken kann ich alles.
Das Leben kann so schön sein. Kleines Glück und großes Glück – ich umarme dich, umarme das Leben.
Ein Licht anzünden – für jemanden, für etwas oder für mich selbst.
Ich schicke meine Hoffnung in den Himmel.
Wenn Sie beten möchten. Worte vor Gott.
Zum Beispiel vor der Operation, beim Warten auf eine Untersuchung oder einen Befund.
G*tt, eigentlich will ich nichts denken und doch ist mein Kopf voll.
Ich will nicht ausgeliefert sein. Nicht warten. Nicht hoffen müssen.
Wenn du etwas bist – wie Halt, wie Atem, wie Gegenwart – dann sei jetzt nicht fern.
Sei bei mir. Und bei denen, denen ich mich anvertraue, die hier ihre Arbeit tun.
Bleib. Sorge. Hier.
Zum Beispiel nach einer schweren Diagnose oder auf der Intensivstation.
G*tt, ich habe das nicht verdient. Niemand hat das verdient.
Ich schreie dieses Warum – in mich. Es hallt. Es knallt.
Es ist zum Kotzen. Ich bin wütend. Ich weine.
Ich will nicht aufgeben. Nicht den Kopf in den Sand stecken. Ich will: Leben.
Hörst du? Ich. Will. Leben.
Gib mir Kraft, meine Gedanken zu sortieren. Sie rennen. Sie stürzen. Sie machen mir Angst.
Schleich dich hinein in dieses Chaos. Hör mein Klagen – überhör mich nicht.
Ich will nicht aufgeben. Und du: Gib mich auch nicht auf. Ich gehöre doch zu dir.
Zum Beispiel nachts im Krankenhaus.
G*tt, es ist Nacht. Und ich liege wach.
Die Zeit steht. So vieles lässt mich nicht schlafen.
Gedanken. Geräusche. Mein Körper. Mein Kopf.
Ach, könnte ich doch einfach schlafen.
Sei nahe allen, die jetzt wach liegen wie ich.
Und bei denen, die hier Dienst tun, die Schritte gehen, Lichter an- und ausmachen, Verantwortung tragen.
Lass mich etwas Ruhe finden. Nur ein Stück.
Ich brauche Schlaf. Erholsamen Schlaf. Damit ich Morgen Kraft habe.
Schenk mir Schlaf.
