Die Geschichte von Vivantes: Tradition trifft Moderne

Berlin kann Gesundheit: Lesen Sie die faszinierende Entwicklung von Berlins ältesten städtischen Krankenhäusern bis hin zum modernen Gesundheitsnetzwerk. Über 150 Jahre bewegte Historie zeigen eindrucksvoll, wie aus über 50 Einzeleinrichtungen der heutige Marktführer der Hauptstadtversorgung zusammenwuchs. Entdecken Sie unsere Chronik aus drei Jahrhunderten Berliner Medizingeschichte und ihre wichtigsten Meilensteine.

Tradition und Innovation in der Berliner Gesundheitsversorgung

Die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH ist heute der Marktführer in der Berliner Gesundheitsversorgung und betreut einen Großteil der Patientinnen und Patienten der Hauptstadt. Die offizielle Geburtsstunde des Unternehmens schlug im Jahr 2001, als sich in der größten Fusion im deutschen Gesundheitswesen über 50 medizinische Einrichtungen zusammenschlossen. Doch die historischen Wurzeln dieses Netzwerks reichen viel tiefer: Sie spiegeln über ein Jahrhundert bewegte Berliner Stadt- und Medizingeschichte wider. Entdecken Sie unsere Historie von den ersten Lazaretten des 19. Jahrhunderts über die medizinischen Pioniere des 20. Jahrhunderts bis hin zur hochmodernen, robotergestützten Medizin der Gegenwart.

19. Jahrhundert: Die Grundsteine der Berliner Krankenhauslandschaft

Lange bevor der Name Vivantes entstand, wurden im 19. Jahrhundert die Fundamente für einige unserer traditionsreichsten Standorte gelegt. In diese Epoche fallen die Anfänge bedeutender Berliner Krankenhäuser. So wurde beispielsweise zwischen 1875 und 1878 in Tempelhof ein Militärlazarett erbaut, aus dem später das Zivilkrankenhaus Wenckebach hervorging. Auch die historischen Wurzeln des Klinikums im Friedrichshain, das 2024 sein 150-jähriges Bestehen feierte, sowie des Klinikums Am Urban, dessen 130-jähriges Jubiläum 2020 begangen wurde, reichen tief in das 19. Jahrhundert zurück.

Zum 19. Jahrhundert

20. Jahrhundert: Pioniergeist, Zerstörung und Wiederaufbau

Das 20. Jahrhundert war für die heutigen Vivantes Kliniken eine Zeit großer medizinischer Durchbrüche, aber auch tiefer historischer Einschnitte. Gleich zu Beginn des Jahrhunderts öffneten weitere große Häuser ihre Pforten, darunter das Auguste-Viktoria-Krankenhaus (1906) und das Krankenhaus Rixdorf, das spätere Klinikum Neukölln (1909). Es war die Zeit medizinischer Pioniere: 1909 gelang hier die weltweit erste Duodenopankreatektomie. Auch berühmte Persönlichkeiten wie der Arzt und Schriftsteller Alfred Döblin wirkten in unseren Häusern. 

Die Epoche war jedoch auch von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs geprägt, auf die ein unermüdlicher Wiederaufbau folgte. Gegen Ende des Jahrhunderts bereiteten zahlreiche Fusionen von städtischen Krankenhäusern den Weg für das große Netzwerk der Zukunft.

Zum 20. Jahrhundert

21. Jahrhundert: Die Gründung von Vivantes und der Weg in die moderne Spitzenmedizin

Das neue Jahrtausend markiert den Beginn einer neuen Ära: Am 1. April 2001 wurden die städtischen Krankenhäuser Berlins offiziell zur heutigen Vivantes GmbH zusammengeschlossen. Seitdem hat sich Vivantes kontinuierlich zu einem Vorreiter der modernen Medizin und Pflege entwickelt. Ob es um weltweit erstmalig gelungene Operationsverfahren, den Einsatz modernster OP-Roboter in der Chirurgie oder den deutschlandweit beachteten Tarifvertrag zur Entlastung der Pflegekräfte geht – Vivantes setzt Maßstäbe. Auch in Krisenzeiten, wie dem unermüdlichen Einsatz des Personals während der Corona-Pandemie, bewies das Unternehmen seine unverzichtbare Rolle für die Gesundheitsversorgung Berlins.

Zum 21. Jahrhundert

Verantwortung für Vergangenes

Erfahren Sie, wie Vivantes sich seiner historischen Verantwortung stellt. In Projekten, Ausstellungen und mit Gedenktafeln wird die NS-Vergangenheit der ehemaligen Anstalt Wuhlgarten und weiterer Vorgängereinrichtungen aufgearbeitet.

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