Der Ball liegt im Feld von ver.di

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Vivantes nach wie vor zu schnellem Tarifabschluss bereit

Auch der neunte Tag der Verhandlungen über einen Tarifvertrag für die Vivantes Tochtergesellschaften verlief heute ergebnislos. Die Gewerkschaft ver.di hat seit dem Beginn der Verhandlungen am 14. Januar insgesamt vier Angebote von Vivantes abgelehnt. Das Unternehmen strebt jedoch nach wie vor einen schnellen Abschluss mit deutlichen Entgeltsteigerungen für die Beschäftigten an. Ziel ist und bleibt eine stufenweise Angleichung der Entgelttabelle auf 100 Prozent TVöD. Vivantes hat ver.di heute noch einmal ermutigt, angesichts der zahlreichen weitreichenden Vivantes Angebote der Vergangenheit zu benennen, was davon eine konkrete Verhandlungsgrundlage sein könnte.

Vivantes Geschäftsführerin Personalmanagement Dorothea Schmidt: „Der Ball liegt im Feld von ver.di. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser werden sich in den nächsten Monaten dramatisch verschlechtern. Der Spielraum für einen weitreichenden Tarifabschluss mit deutlichen Entgeltsteigerungen für unsere Beschäftigten wird mit jeder weiteren Woche, die ungenutzt verstreicht, geringer. Zudem erhalten wir mehr und mehr positive Reaktionen von unseren Beschäftigten, die sich nach den vielen Monaten der Verhandlung und unseren wirklich guten Angeboten einen schnellen Abschluss wünschen. Wir wünschen uns wiederum, dass auch ver.di nun die Zeichen der Zeit erkennt. Wir stehen nach wie vor für konstruktive Verhandlungen an jedem zweiten Werktag zur Verfügung – für unsere Beschäftigten, für Vivantes und für Berlin!"

Vivantes behandelt aktuell mit insgesamt mehr als 20.000 Beschäftigten jährlich rund 750.000 Patient*innen, verzeichnet dabei immer noch ein hohes strukturelles Defizit von mehr als 120 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat des größten kommunalen Klinikkonzerns hatte vor diesem Hintergrund im Sommer 2024 mit den Stimmen der Arbeitnehmer ein Neuausrichtungs- und Sanierungskonzept beschlossen. Es sieht die stufenweise Verringerung des Defizits bis 2029 vor – ohne Einschnitte beim Entgelt oder betriebsbedingte Kündigungen.

 

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