Die Klinik für Gastroenterologie, Gastrointestinale Onkologie und Infektiologie sowie die Klinik für Gefäßchirurgie erfüllten alle Anforderungen des anspruchsvollen Zertifizierungsverfahrens.
Die Zertifizierung durch die DDG stellt höchste Qualitätsstandards in der Versorgung des Diabetischen Fußsyndroms sicher. Die Anforderungen umfassen unter anderem strukturierte Behandlungspfade, die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen, umfassende Dokumentation sowie die Evaluation von Behandlungsverläufen. Zudem müssen Einrichtungen Kooperationsvereinbarungen mit mindestens fünf Fachbereichen sowie eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß der DDG nachweisen.
Chefärztin Dr. Christiane Laun: "Frühzeitige Behandlung kann Amputation verhindern"
Dr. Christiane Laun, Chefärztin der Klinik für Gefäßchirurgie: „Das Diabetische Fußsyndrom ist eine schwerwiegende Folgeerkrankung von Diabetes mellitus. Der dauerhaft erhöhte Blutzuckerspiegel kann Nerven und Blutgefäße schädigen. Dadurch verlieren Betroffene das Schmerzempfinden in den Füßen und bemerken selbst tiefe Wunden oft nicht – was zu Entzündungen, Infektionen und im schlimmsten Fall zu Amputationen führen kann.“
Ein interdisziplinäres Team bestehend aus Diabetolog*innen, Kardiolog*innen, Radiolog*innen, Anästhesie und Schmerztherapeut*innen sowie Gefäßchirurg*innen definieren ein komplexes Behandlungskonzept. Spezialist*innen bestehend aus Wundmanager*innen, Diabetesberater*innen, Sozialdienst, Physiotherapie und Sanitätshäusern begleiten den stationären Behandlungsweg und sichern darüber hinaus die Schnittstellen der ambulanten Betreuung.
Gefäßchirurgie und Gastroenterologie arbeiten bei der Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms eng zusammen und setzen auf die etablierten Kooperationen mit Radiologie, Dermatologie, Orthopädie und Diabetologie.
Aufklärung und Prävention sind entscheidend
Neben der Behandlung spielt auch Prävention eine zentrale Rolle. Diabetiker*innen haben ein drei- bis vierfach erhöhtes Risiko, schlecht heilende Wunden an den Füßen zu entwickeln. Regelmäßige Fußkontrollen, Schulungen und eine enge Zusammenarbeit mit Hausärzt*innen sind entscheidend, um das Risiko frühzeitig zu erkennen und zu handeln.
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