Die Tarifverhandlungen für die Vivantes Tochterunternehmen wurden heute, am 06. März, mit der Gewerkschaft ver.di fortgeführt. Vivantes hat hier erneut seine Verhandlungsbereitschaft signalisiert, um zeitnah zu einem Tarifabschluss mit deutlichen Entgeltsteigerungen für die Beschäftigten zu gelangen. Das bereits am 14. Januar 2026 unterbreitete und im Folgenden mehrmals substanziell verbesserte Angebot wurde heute von Vivantes noch einmal als Verhandlungsgrundlage erneuert. Dieses sieht u.a. eine stufenweise Angleichung der Entgelttabelle an 100 Prozent TVÖD bis Ende 2029 sowie eine kürzere Arbeitszeit und weitere essentielle TVöD-Komponenten vor. Ergänzend hat das Unternehmen heute eine weitere Verhandlungsoption eingebracht: Diese sieht einen Tarifabschluss mit gleichfalls deutlichen Entgeltverbesserungen und einer kurzen Laufzeit bis Ende 2026 vor.
Vivantes-Geschäftsführerin Personalmanagement Dorothea Schmidt: “Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass auf Basis unseres bisherigen bzw. dem heute neu und alternativ eingebrachten Angebot eine konstruktive Verhandlung und vor allem eine zeitnahe Einigung im Sinne unserer Beschäftigten möglich ist. Unsere Zusage, an jedem zweiten Werktag zu verhandeln, bis eine Einigung erreicht ist, gilt selbstverständlich auch weiterhin. Wir hoffen, dass ver.di sich intensiv mit unseren Vorschlägen auseinander setzt und in Kürze für weitere Verhandlungen zur Verfügung steht. Unglücklich und wenig zuträglich wäre es aus unserer Sicht, wenn ver.di-seitig weitere Ressourcen in Streiks investiert würden. Dies bringt uns einem Verhandlungsergebnis kein Stück näher und geht vor allem zu Lasten der Gesundheitsversorgung der Berliner Bevölkerung. Unsere Hand bleibt daher auch weiterhin ausgestreckt – für unsere Beschäftigten, für Vivantes und für Berlin.”
Vivantes behandelt aktuell mit insgesamt mehr als 20.000 Beschäftigten jährlich rund 730.000 Patient*innen, verzeichnet dabei immer noch ein hohes strukturelles Defizit von mehr als 120 Millionen Euro. Der Aufsichtsrat des größten kommunalen Klinikkonzerns hatte vor diesem Hintergrund im Sommer 2024 mit den Stimmen der Arbeitnehmer ein Neuausrichtungs- und Sanierungskonzept beschlossen. Es sieht die stufenweise Verringerung des Defizits bis 2029 vor.


