Kardiologie, Diabetologie und konservative Intensivmedizin

Auguste-Viktoria-Klinikum

Wir behandeln das gesamte Spektrum der Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bieten ein umfassendes invasives und nichtinvasives Leistungsspektrum an. Von der Akutversorgung über interventionelle Therapien bis hin zu strukturellen Eingriffen sind wir für Sie da.

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Unsere Klinik für Kardiologie in Berlin-Schöneberg

Die Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dietlind Zohlnhöfer-Momm stellt seit Jahren eine feste Größe in der Versorgung herzkranker Patient*innen im Südwesten Berlins dar und bietet ein umfassendes Spektrum internistischer, kardiologischer, diabetologischer und intensivmedizinischer Leistungen. Als eine der ersten interventionellen Kardiologien Berlins wurde hier 1987 das erste Herzkatheterlabor eröffnet. Mit modernster Technik, drei Herzkatheterlaboren, einem Hybrid-OP, einem engagierten Team und einem breiten internistischen Leistungsspektrum bieten wir eine exzellente Versorgung, die medizinische Kompetenz und menschliche Nähe verbindet.

Moderne Herzmedizin und hochpräzise Diagnostik

Die Klinik bietet das gesamte Spektrum der modernen Herzmedizin – von der Akutversorgung akuter Koronarsyndrome über interventionelle Therapien von Herzrhythmusstörungen bis hin zu strukturellen Eingriffen. Die drei Herzkatheterlabore und der Hybrid-OP ermöglichen eine moderne und hochpräzise Diagnostik und Behandlung komplexer kardiologischer Krankheitsbilder.

Wie bieten:

  • 3 Herzkatheterlabore (seit 2023)
  • Einen Hybrid-OP (seit 2024)
  • Eine moderne Intensivstation mit 12 Beatmungsbetten sowie einen Rearaum 
  • Zwei periphere Monitorstationen (7B und 7C) mit jeweils 33 Betten

Unser Anspruch

Wir verbinden medizinische Exzellenz mit persönlicher Zuwendung, um für unsere Patient*innen individualisiert die optimalen Therapiekonzepte zu erstellen. Durch die enge Zusammenarbeit aller Fachbereiche, modernste technische Ausstattung und ein hochqualifiziertes Team schaffen wir hervorragende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung – von der Notfallversorgung bis zur langfristigen Betreuung.

„Die Behandlung akuter Koronarsyndrome, komplexer Herzrhythmusstörungen und struktureller Herzerkrankungen erfordert höchste medizinische Expertise und eingespielte Abläufe. In unserer Klinik setzen wir auf das gesamte Spektrum moderner, leitliniengerechter Therapien – von der interventionellen Akutversorgung bis zu spezialisierten strukturellen Eingriffen. Dabei steht die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Patientinnen und Patienten jederzeit im Mittelpunkt unseres Handelns.“
Zitat von: Prof. Dr. med. Dietlind Zohlnhöfer-MommPosition: Chefärztin

Medizinisches Angebot

Für eine gezielte und sichere Behandlung ist eine genaue Untersuchung des Herzens und der Gefäße wichtig. In der kardiologischen Funktionsdiagnostik werden moderne, schonende Untersuchungsverfahren eingesetzt, um Herz, Kreislauf und Lunge umfassend zu beurteilen. Die meisten Untersuchungen sind nicht belastend und können ambulant durchgeführt werden.

Zum diagnostischen Angebot gehören:

  • Ultraschalluntersuchung des Herzens von außen (Transthorakale Echokardiographie, TTE): Eine schmerzfreie Untersuchung, bei der mit Hilfe von Ultraschall die Struktur und Funktion des Herzens sichtbar gemacht werden.
  • Ultraschalluntersuchung des Herzens über die Speiseröhre (Transösophageale Echokardiographie, TEE): Diese spezielle Ultraschalluntersuchung ermöglicht besonders genaue Bilder des Herzens, zum Beispiel der Herzklappen. Dafür wird eine dünne Sonde vorsichtig über die Speiseröhre eingeführt.
  • Belastungs-Ultraschall des Herzens (Stress-Echokardiographie): Hierbei wird das Herz unter körperlicher oder medikamentöser Belastung untersucht, um Durchblutungsstörungen oder Funktionsveränderungen zu erkennen.
  • Belastungs-EKG (Ergometrie): Während des Trainings auf einem Fahrrad oder Laufband werden Herzschlag, Blutdruck und Leistungsfähigkeit gemessen.
  • Langzeit-EKG und Langzeit-Blutdruckmessung: Über 24 Stunden (oder länger) werden Herzrhythmus bzw. Blutdruck im Alltag aufgezeichnet, um Schwankungen oder Auffälligkeiten festzustellen.
  • Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie): Mit dieser Untersuchung wird gemessen, wie gut Luft ein- und ausgeatmet werden kann.
  • Große Lungenfunktionsprüfung (Bodyplethysmographie): Diese erweiterte Untersuchung liefert zusätzliche Informationen über das Lungenvolumen und mögliche Atemwegserkrankungen.
  • Ultraschalluntersuchung der Halsgefäße (Duplexsonographie der extrakraniellen Gefäße): Hierbei werden die hirnversorgenden Gefäße am Hals untersucht, um Verengungen oder Durchblutungsstörungen frühzeitig zu erkennen.
     

Verengungen oder Verschlüsse der Herzkranzgefäße können zu Brustschmerzen (Angina pectoris) oder einem Herzinfarkt führen. Wir behandeln Patient*innen mit akuten und chronischen Koronarsyndromen nach den aktuellen medizinischen Leitlinien. Unser Ziel ist es, die Durchblutung des Herzens schnell, sicher und dauerhaft zu verbessern.

Unser interventionelles Spektrum umfasst:

  • Druckmessungen in den Herzkranzgefäßen (FFR / iFR / rFR): Wir messen direkt im Gefäß, ob eine Engstelle die Durchblutung des Herzmuskels tatsächlich beeinträchtigt. So können wir genau entscheiden, ob und welche Behandlung notwendig ist.
  • Gefäßultraschall von innen (IVUS): Mit einer sehr kleinen Ultraschallsonde im Gefäßinneren gewinnen wir detaillierte Bilder der Gefäßwand. Das hilft uns, Eingriffe präzise zu planen und das Behandlungsergebnis zu kontrollieren.
  • Optische Kohärenztomographie (OCT): Dieses hochauflösende Lichtverfahren ermöglicht uns besonders genaue Einblicke in die Gefäßstruktur und sorgt für maximale Präzision bei der Stent-Implantation.
  • Rotablation: Stark verkalkte Engstellen tragen wir mit einem speziellen rotierenden Instrument schonend ab, damit das Gefäß anschließend sicher erweitert und stabilisiert werden kann.
  • Intravaskuläre Lithotripsie (IVL): Mithilfe gezielter Druckwellen lockern wir Kalkablagerungen in den Gefäßen, um eine optimale Vorbereitung für die weitere Behandlung zu schaffen.
  • Mikroaxiale Pumpensysteme (Impella): Bei schwerer Herzschwäche oder einem kardiogenen Schock setzen wir bei Bedarf ein kleines Pumpensystem ein, das das Herz vorübergehend unterstützt und den Kreislauf stabilisiert.
  • Protected PCI: Komplexe Eingriffe an den Herzkranzgefäßen führen wir bei Hochrisiko-Patient*innen unter zusätzlicher Kreislaufunterstützung durch, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

In unserem Hybrid-OP verbinden wir moderne Katheterverfahren mit den hohen Sicherheitsstandards eines Operationssaals. So können wir Herzklappen und bestimmte Strukturen im Vorhof schonend behandeln – häufig ohne große Operation am offenen Herzen. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern, Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

Folgende Behandlungen führen wir durch:

  • PFO-Verschluss: Wir verschließen eine angeborene kleine Öffnung in der Herzscheidewand (Persistierendes Foramen ovale), um das Risiko für Schlaganfälle zu senken.
  • LAA-Verschluss: Bei Vorhofflimmern kann sich im linken Vorhofohr ein Blutgerinnsel bilden. Wir verschließen diesen Bereich minimalinvasiv, um das Schlaganfallrisiko zu reduzieren – insbesondere, wenn eine dauerhafte Blutverdünnung nicht möglich ist.
  • TAVI (in Kooperation mit dem DHZC): Eine verengte Aortenklappe ersetzen wir über einen Katheter durch eine neue Herzklappe. Der Eingriff erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC).
  • TEER (Mitralklappe und Trikuspidalklappe): Undichte Herzklappen behandeln wir mit einem speziellen Clip-Verfahren, das die Klappensegel wieder näher zusammenführt und so die Dichtigkeit verbessert.
  • Indirekte Mitralklappen-Annuloplastie (Carillon-System): Bei einer undichten Mitralklappe können wir den Klappenring über ein Katheterverfahren stabilisieren und dadurch die Funktion der Klappe verbessern.

Interventionelle Therapie der akuten Lungenembolie

  • Mechanische Thrombektomie: Blutgerinnsel in Gefäßen können wir mit speziellen Kathetersystemen mechanisch entfernen und so den Blutfluss wiederherstellen.

Herzrhythmusstörungen können unterschiedlich stark auftreten – von gelegentlichem Herzrasen bis zu länger anhaltenden, behandlungsbedürftigen Rhythmusstörungen. Wir untersuchen die Ursache gründlich und individuell, um die passende Therapie zu planen. Dabei kommen sowohl schonende Diagnostikverfahren als auch moderne interventionelle Behandlungsmethoden zum Einsatz.

Unsere Diagnostik umfasst:

  • Ruhe- und Belastungs-EKG: Wir messen die elektrische Aktivität Ihres Herzens in Ruhe oder unter Belastung, um Rhythmusstörungen zu erkennen.
  • Langzeit-EKG (24–72 Stunden): Über einen längeren Zeitraum zeichnen wir den Herzrhythmus auf, um unregelmäßige Herzschläge im Alltag sichtbar zu machen.
  • Implantierbare Ereignisrekorder (ILR / Loop-Recorder): Bei selten auftretenden Rhythmusstörungen setzen wir einen kleinen implantierbaren Sensor ein, der Herzrhythmusereignisse über Monate hinweg speichert.
  • Schellongtest (Synkopenabklärung): Wenn Sie Ohnmachtsanfälle oder Schwindel haben, prüfen wir, wie Blutdruck und Herzfrequenz auf Lagewechsel reagieren.
  • Invasive elektrophysiologische Untersuchung (EPU): Mit Kathetern im Herzen können wir die elektrische Aktivität direkt messen und Rhythmusstörungen genau lokalisieren.
  • Medikamentöse Provokationstests: Bei bestimmten angeborenen Rhythmusstörungen (z. B. Kanalopathien) testen wir gezielt, wie das Herz auf Medikamente reagiert.

Unsere interventionellen Therapien (Katheterablationen) umfassen:

  • Ablation supraventrikulärer Tachykardien
    • AVNRT
    • AVRT (z. B. WPW-Syndrom)
    • Vorhoftachykardien
  • Vorhofflimmer-Ablation: Wir isolieren die Pulmonalvenen, um die häufigste Form von Vorhofflimmern zu behandeln – wahlweise mit Pulsed-Field-, Radiofrequenz- oder Kryo-Technik. Re-Ablationen sind ebenfalls möglich.
  • Vorhofflattern-Ablation: Wir behandeln typisches und atypisches Vorhofflattern gezielt über Katheter.
  • Ventrikuläre Tachykardien
    • Idiopathische VT
    • Strukturelle VT (z. B. nach Herzinfarkt)
  • Für komplexe Fälle setzen wir 3D-Mapping-Systeme ein, um die Rhythmusstörung präzise zu lokalisieren und zu behandeln.

Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen oder Herzschwächen setzen wir moderne Implantate ein, um den Herzrhythmus zu stabilisieren, das Herz zu unterstützen oder lebensbedrohliche Rhythmusstörungen zu verhindern. Wir begleiten unsere Patient*innen von der Implantation über die Nachsorge bis zur Anpassung der Geräte und Medikamente.

Unsere Devicetherapie umfasst:

  • Implantation von Einkammer- und Zweikammerschrittmachern: Wir setzen Schrittmacher ein, um das Herz gleichmäßig schlagen zu lassen und Symptome wie Schwindel oder Herzrasen zu lindern.
  • CRT-Systeme (CRT-P / CRT-D): Bei Herzschwäche verbessern wir mit einer speziellen Schrittmachertherapie die Pumpfunktion des Herzens.
  • Implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICD): Diese Geräte erkennen gefährliche Herzrhythmusstörungen und geben bei Bedarf automatisch einen elektrischen Impuls ab, um das Herz wieder in den normalen Rhythmus zu bringen.
  • Aggregatwechsel und Sondenrevisionen: Wir wechseln die Batterien der Geräte oder prüfen die Herzleitungen (Sonden), damit die Systeme dauerhaft zuverlässig arbeiten.
  • Nachsorge und Programmierung aller gängigen Device-Systeme: Wir kontrollieren regelmäßig die Funktion der Geräte, passen die Einstellungen an und beantworten alle Fragen unserer Patient*innen.

Unsere medikamentöse Therapie umfasst:

  • Einstellung und Überwachung antiarrhythmischer Medikamente: Wir wählen und überwachen Medikamente gezielt, um Herzrhythmusstörungen zu behandeln oder zu verhindern.
  • Frequenz- und Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern: Wir sorgen dafür, dass das Herz im richtigen Rhythmus schlägt und die Herzfrequenz stabil bleibt.
  • Antikoagulationsmanagement (inklusive DOAK-Therapie): Bei Vorhofflimmern oder erhöhtem Thromboserisiko stellen wir die Blutverdünnung ein und kontrollieren sie sorgfältig, um Schlaganfällen vorzubeugen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik liegt auf der Versorgung und Schulung von Menschen mit Diabetes mellitus. Seit vielen Jahren ist die Klinik nach den Kriterien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft als stationäre Behandlungseinrichtung für Patient*innen mit Typ 1 und Typ 2 Diabetes als Diabeteszentrum zertifiziert.

Zu unseren Schwerpunkten zählen:

  • Moderne Diagnostik
  • Diabetesberatung und leitliniengerechte Therapie
  • Strukturiertes Schulungsprogramm 
  • Behandlung diabetischer Begleit  und Folgeerkrankungen
  • Hypoglykämiediagnostik
     

Unsere 2024 im Neubau in Haus 51 eröffnete Intensivstation verfügt über 12 Betten und ist rund um die Uhr mit erfahrenen Intensivmediziner*innen sowie spezialisierten Pflegekräften besetzt.

Behandlungsschwerpunkte:

  • Moderne Beatmungs- und Überwachungsverfahren
  • Nierenersatztherapie (CVVH, CVVHD)
  • Hämodynamisches Monitoring (PICCO)
  • Mechanische Kreislaufunterstützung bei kardiogenem Schock (Mikroaxialpumpe Impella)
  • Interdisziplinäre Therapieplanung
  • Enge Einbindung von Angehörigen

Stationen

Für die stationäre Versorgung stehen zwei periphere Stationen mit je 33 Betten zur Verfügung:

  • Station 7B – 10 Telemetriebetten
  • Station 7C – 10 Telemetriebetten

Die kontinuierliche Überwachung ermöglicht eine sichere Versorgung auch bei komplexen Krankheitsbildern.

Termine und Sprechstunden

Gerne stehen wir Ihnen mit vielfältigen Sprechstunden und Terminmöglichkeiten zur Verfügung. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.

Kontakt & Terminvereinbarung

Frau Riedel: 030 130 20 2104

Frau Henschke: 030 130 20 2144

für Privatpatient*innen sowie Selbstzahler 

Frau Kaatz: 030 130 20 2906

030 130 20 2903

Ansprechpartnerin: Sr. Iwona

Herzkatheterlabore

im Haus 7, EG
030 130 20 2850

im Haus 23, EG
030 130 20 2713

Kreislauflabor und Funktionsdiagnostik

im Haus 10, 3. OG
030 130 20 8145

Intensivstation 51A

im Haus 51, 2. OG
030 130 20 2174

Station 7B

im Haus 7, 1. OG
030 130 20 2175

Station 7C

im Haus 7, 2. OG
030 130 20 8501

Leitung der Klinik

Porträt Dietlind Zohlnhöfer-Momm
Kontaktperson: Prof. Dr. med. Dietlind Zohlnhöfer-Momm
Chefärztin

Kontakt

Kontaktperson: Dr. med. Alexander Dyck
Leitender Oberarzt

Kontakt

Kontaktperson: Stefanie Henschke
Chefarztsekretariat

Kontakt

Kontaktperson: Melanie Riedel
Teamassistentin

Kontakt

Kontaktperson: Katja Philipp
Pflegerische Zentrumsleitung
Station 51A

Kontakt

Kontaktperson: Nadya Akretch
Stationspflegeleitung
Station 7C

Kontakt

Kontaktperson: Sanjin Rahimic
Stationspflegeleitung
Station 7B

Kontakt

Oberärzt*innen der Klinik für Kardiologie Schöneberg

Dr. med. Sebastian Biewener, Leiter Rhythmologie, 030 130 20 2104,
Christian Zähringer, Leiter Intensivstation, 030 130 20 2104,
Dr. med. Sarah Sophie Tamm, 030 130 20 2104,
Dr. med. M Issam Balli Alssoufi, 030 130 20 2104,
MU Dr. Ihab Daoud, 030 130 20 2104,
Basel Darwich, 030 130 20 2104,
Paul Marcel Neidl, 030 130 20 2104,
Basem Salloum, 030 130 20 2104,

Termine und Sprechstunden

Gerne stehen wir Ihnen mit vielfältigen Sprechstunden und Terminmöglichkeiten zur Verfügung. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.

Allgemeiner Kontakt

Telefon: 030 130 20 2104
E-Mail:

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