
Nephrologie in Friedrichshain
Klinikum im Friedrichshain
Die Klinik für Innere Medizin – Nephrologie befasst sich mit Erkrankungen der Nieren. Wenn uns etwas belastet, geht es uns sprichwörtlich „an die Nieren“. Tatsächlich besteht die Hauptaufgabe der Nieren darin, schädliche Stoffe aus dem Blut zu filtern und über den Urin aus dem Körper zu schleusen.
Behandlung eines lebenswichtigen Organes
Die Nieren leisten jedoch weit mehr als nur Filterarbeit. Sie sorgen für einen ausgeglichenen Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt und produzieren lebenswichtige Enzyme wie Renin zur Regulierung des Blutdrucks, aktives Vitamin D3 für den Knochenstoffwechsel und Erythropoetin, welches die Bildung der roten Blutkörperchen im Knochenmark anregt.
Zu viele Belastungen allerdings können das Organ schädigen und zu akuten oder auch chronischen Erkrankungen führen. Die Klinik für Nephrologie am Vivantes Klinikum im Friedrichshain bietet ein breites Spektrum an ambulanten und stationären Maßnahmen zu Diagnose und Therapie bei Erkrankungen der Nieren und damit verbundener Folgeerkrankungen. Die Mitarbeiter*innen der Klinik sind bestrebt, eine patientenorientierte und bedarfsgerechte Medizin anzubieten, die sich fachlich an aktuellen Standards orientiert.
Übersicht der Nephrologie in Friedrichshain
Bluthochdruck-Ambulanz & Nieren-Ambulanz in Friedrichshain
Ihre Spezialist*innen für Nierenerkrankungen und Bluthochdruck: Lassen Sie sich jetzt ambulant in Berlin-Friedrichshain beraten.
Nierenerkrankungen sind nicht schmerzhaft und werden oft erst spät diagnostiziert. Eine frühe und gezielte Behandlung kann schwere Organschäden verhindern. Der Fachbereich Nephrologie bietet eine umfassende internistische Diagnostik.
Bei der Behandlung der chronischen Niereninsuffizienz und ihren Folgen entwickeln wir individuelle Konzepte zur Hemmung des weiteren Verlustes der Nierenfunktion, um den Einsatz einer Nierenersatztherapie möglichst langfristig zu verhindern.
Diabetes: Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Behandlung von Typ-1- und Typ-2-Diabetikern mit Nierenbeteiligung dar. Gerade Diabetiker profitieren von einer frühzeitigen und regelmäßigen Betreuung durch Nieren- und Diabetes-Spezialisten. Im Falle des Nierenversagens werden alle Möglichkeiten der
Nierenersatztherapie angeboten. Es besteht eine enge Kooperation mit allen drei Berliner Transplantationszentren. Dabei legen wir großen Wert auf eine individuelle und umfassende Aufklärung und Beratung über die verschiedenen Optionen.
- akute Nierenerkrankungen
- chronische Nierenerkrankungen
- unklarer Proteinurie/Hämaturie (Eiweiß oder Blut im Urin)
- eingeschränkte Nierenfunktion (Niereninsuffizienz)
- Nierensteine (Nephrolithiasis)
- Bluthochdruck
- Diabetiker mit diabetischer Nierenbeteiligung (diabetische Nephropathie oder Mikroalbuminurie)
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) ist eine häufige und oft lebenslange Erkrankung mit langfristig nachteiligen Folgen für das körperliche Wohlbefinden. Ein gut eingestellter Blutdruck ist die Basis für ein gesundes Altern.
In unserer Bluthochdruck-Ambulanz behandeln wir Patienten mit Bluthochdruck jeder Art und Genese. Besondere Erfahrung haben wir in der Therapie der schwer einstellbaren Hypertonie sowie in der Erkennung und Behandlung von Ursachen des Bluthochdrucks. Mögliche Ursachen für einen neu aufgetretenen Bluthochdruck lassen sich durch genaue Untersuchungen schnell feststellen und durch gezielte Behandlung beseitigen. Entsprechende Untersuchungen sollten bei jedem neu aufgetretenen Bluthochdruck oder beim wiederholten Auftreten von Bluthochdruckkrisen durchgeführt werden.
Eine optimale Blutdruckeinstellung senkt das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Neben der Auswahl der richtigen Medikamente mit möglichst geringen Nebenwirkungen sind auch nicht-medikamentöse Maßnahmen von großer Bedeutung. Wir setzen in unserer Bluthochdruck-Ambulanz bewusst auf die Kombination medikamentöser und nicht-medikamentöser Blutdrucksenkung.
Willkommen sind Patient*innen aller Kassen. Eine Terminvereinbarung ist auch kurzfristig jederzeit möglich.
- neu aufgetretener Bluthochdruck
- langjähriger Bluthochdruck
- wiederholte Blutdruckkrisen
- schwer einstellbarer Bluthochdruck
- Bluthochdruck mit einer ungeklärter Ursache
- Bluthochdruck in der Schwangerschaft
Bitte beachten Sie, dass eine Überweisung von Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt oder Ihrer Fachärztin bzw. Ihrem Facharzt erforderlich ist.
Hämodialyse
Für die Behandlung einer terminalen Niereninsuffizienz stehen zwei bewährte Verfahren der Blutreinigung zur Verfügung: die Hämodialyse („Blutwäsche“) und die Peritonealdialyse („Bauchfelldialyse“). Beide Verfahren verfolgen das Ziel, Stoffwechselprodukte und überschüssiges Körperwasser zuverlässig aus dem Blut zu entfernen und so wichtige Körperfunktionen zu unterstützen.
Die beiden Dialyseformen unterscheiden sich in ihrer Durchführung und lassen sich unterschiedlich in den Alltag integrieren. Daher bieten sie jeweils spezifische Vorteile. Wir beraten Sie ausführlich und individuell, um gemeinsam das Dialyseverfahren zu wählen, das am besten zu Ihrer medizinischen Situation und Ihren persönlichen Lebensumständen passt.
In der Regel sind drei Behandlungen pro Woche mit einer Dauer von jeweils etwa vier bis fünf Stunden erforderlich. Die Patient*innen erhalten einen festen Dialyseplan, aus dem hervorgeht, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten die Behandlung stattfindet. Je nach individueller Präferenz stehen folgende Zeitmodelle zur Verfügung:
- Montag–Mittwoch–Freitag (vormittags oder nachmittags)
oder - Dienstag–Donnerstag–Samstag (vormittags oder nachmittags)
Während der gesamten Behandlungszeit werden die Dialysepatient*innen von unserem geschulten und erfahrenen Dialyseteam betreut. Darüber hinaus bieten wir eine umfassende Beratung zu allen Fragen der Nierenersatztherapie, zur Ernährung sowie zu sozialen Aspekten an. In der dialysefreien Zeit können die Patientinnen und Patienten ihren gewohnten Alltagsaktivitäten nachgehen.
Bei der Hämodialyse wird das Blut über ein Schlauchsystem aus dem Körper geleitet und durch einen Filter (Dialysator) gereinigt. Mithilfe einer speziellen Spüllösung (Dialysat) werden Stoffwechselprodukte entfernt und überschüssiges Körperwasser entzogen. Anschließend wird das gereinigte Blut dem Körper wieder zugeführt.
Für die Durchführung der Hämodialyse ist ein Gefäßzugang erforderlich. In der Regel wird hierfür operativ eine sogenannte Kurzschlussverbindung zwischen einer Schlagader und einer Vene angelegt (Shunt). Steht kein Shunt zur Verfügung, kann die Dialyse auch über einen Katheter erfolgen, der in ein großes Blutgefäß eingebracht wird.
Die Dialyseabteilung befindet sich im Haus 16 in der 3. Etage. Diese Station verfügt über 10 Hämodialyseplätze, an denen sämtliche Dialyseverfahren vorgenommen werden. Für schwerkranke Patient*innen stehen besondere Überwachungsfunktionen an jedem Platz zur Verfügung. Während der Dialysebehandlung werden Sie von erfahrenen Dialyseschwestern betreut. Für die gesamte Behandlungszeit steht Ihnen das qualifizierte Facharztteam der Dialyse zur Seite. Ein besonderer isolierter Bereich wird für infektiöse Dialysepatienten bereitgehalten. Patient*innen, die die Peritonealdialyse durchführen werden von speziell ausgebildetem Personal betreut.
(030) 130 23 15 56
Fax (030) 130 23 20 93
Dialyse-Station56.kfh@vivantes.de
Peritonealdialyse
Die Klinik für Nephrologie im Klinikum im Friedrichshain wendet eine Peritonealdialyse bei einer Niereninsuffizienz an. Hierbei handelt es sich um ein Blutreinigungsverfahren, das durch die körpereigene Membran erfolgt.
Für die Behandlung einer terminalen Niereninsuffizienz stehen zwei bewährte Verfahren der Blutreinigung zur Verfügung: die Hämodialyse („Blutwäsche“) und die Peritonealdialyse („Bauchfelldialyse“). Beide Verfahren verfolgen das Ziel, Stoffwechselprodukte und überschüssiges Körperwasser zuverlässig aus dem Blut zu entfernen und so wichtige Körperfunktionen zu unterstützen.
Die beiden Dialyseformen unterscheiden sich in ihrer Durchführung und lassen sich unterschiedlich in den Alltag integrieren. Daher bieten sie jeweils spezifische Vorteile. Wir beraten Sie ausführlich und individuell, um gemeinsam das Dialyseverfahren zu wählen, das am besten zu Ihrer medizinischen Situation und Ihren persönlichen Lebensumständen passt.
Die Peritonealdialyse („Bauchfelldialyse“) wird flexibel in der häuslichen Umgebung durchgeführt. Das Dialyseteam schult Sie im Umgang mit dem Verfahren und ist jederzeit telefonisch erreichbar. Auch Hausbesuche sind möglich.
Die inneren Organe der Bauchhöhle sind von einer dünnen Membran umschlossen, dem sogenannten Peritoneum. Diese körpereigene Membran kann die Funktion eines Dialysefilters übernehmen. Über einen Katheter wird Dialysatflüssigkeit in die Bauchhöhle eingebracht, wo die Entgiftung des Körpers erfolgt – während Sie Ihren alltäglichen Tätigkeiten nachgehen oder nachts schlafen.
Die Peritonealdialyse ermöglicht eine gute Integration der Dialysetherapie in das gewohnte Lebensumfeld und den individuellen Lebensrhythmus. So haben Patientinnen und Patienten beispielsweise die Möglichkeit, weiterhin berufstätig zu sein und ihre Selbstständigkeit zu bewahren. Insbesondere für ältere Patientinnen und Patienten kann die Peritonealdialyse als Starttherapie vorteilhaft sein, da häufige Fahrten in eine Dialyseeinrichtung entfallen und der häusliche Tagesablauf weitgehend ungestört bleibt.
Mit der Peritonealdialyse bestehen nur geringe Einschränkungen bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Die gleichmäßige Entgiftung und der schonende Flüssigkeitsentzug sorgen zudem für eine geringere Belastung des Kreislaufs.
Es gibt zwei unterschiedliche Varianten der Peritonealdialyse: die CAPD, bei der die Dialysatflüssigkeit manuell gewechselt wird, und die APD, bei der eine Maschine (der sogenannte Cycler) den Dialysatwechsel übernimmt.
Im Falle einer Pflegebedürftigkeit organisieren wir Unterstützung durch eine von uns speziell ausgebildete Hauskrankenpflege, die Sie bei der Durchführung der Dialyse begleitet.
Für die Behandlung in der Peritonealdialyse-Sprechstunde benötigen Sie eine Überweisung Ihrer Hausärztin oder Ihres Hausarztes.
Die Dialyseabteilung befindet sich im Haus 16 in der 3. Etage. Diese Station verfügt über 10 Hämodialyseplätze, an denen sämtliche Dialyseverfahren vorgenommen werden. Für schwerkranke Patienten stehen besondere Überwachungsfunktionen an jedem Platz zur Verfügung. Während der Dialysebehandlung werden Sie von erfahrenen Dialyseschwestern betreut. Für die gesamte Behandlungszeit steht Ihnen das qualifizierte Facharztteam der Dialyse zur Seite. Ein besonderer isolierter Bereich wird für infektiöse Dialysepatienten bereitgehalten. Patient*innen, die die Peritonealdialyse durchführen werden von speziell ausgebildetem Personal betreut.
(030) 13023 1955
Fax (030) 130 2154
Peritonealdialyse.kfh@vivantes.de
Medizinische Angebote
- Nieren- und Hochdruckerkrankungen
- Diabetologie
- Immunologie / Rheumatologie
- Transplantationsimmunologie
- akute und chronische Nierenerkrankungen
- Glomerulonephritiden, interstitielle Nephritiden (inkl. Ultraschall- oder CT-gesteuerte Nierenbiopsie)
- hereditäre Glomerulopathien und Tubulopathien
- Behandlung der Folgeerkrankungen bei chronischer Niereninsuffizienz
- Nierenstein-Erkrankungen (inkl. Lithotrypsie in Kooperation mit der Urologie)
- Diagnostik von Hämaturie, Albuminurie, Proteinurie
- Entwicklung individueller Konzepte zur Progressionshemmung der chronischen Niereninsuffizienz
- Schwangerschaftskomplikationen mit Nieren- und Bluthochdruckbeteiligung
- Störungen des Elektrolyt- und Säure/Basen-Haushaltes
- Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises mit und ohne Nierenbeteiligung
- Autoimmunerkrankungen (u.a. Lupus erythematodes, Sarkoidose)
- Vaskulitiden (u.a. M. Wegener, Goodpasture Syndrom)
- Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsen-Sonographie
- Primäre und sekundäre Knochenstoffwechselstörungen (inkl. Knochenbiopsie)
- Abklärung primärer und sekundärer Hypertonieformen (inkl. Farbduplex-Sonographie der Nierenarterien, Nierenarterienangiographie)
- Nebennierenerkrankungen (Nebennierenadenom, Phäochromozytom)
- stationäre und ambulante Blutdruckeinstellung (incl. 24-Std. RR-Messung)
- Diabetische Nephropathie (inkl. Nierenbiopsie zur Differenzierung von anderen Glomerulopathien)
- Diabetisches Fußsyndrom (in Kooperation mit dem Gefäßzentrum)
- Neueinstellung von Typ-1 und Typ-2 Diabetikern
- Vorbereitung zur Nierentransplantation
- Nachsorge nach Nierentransplantation (incl. Farbduplex-Sonographie des Transplantats)
- Hämodialyse, Hämofiltration, Hämodiafiltration
- kontinuierliche Hämodialyse, Hämofiltration, Hämodiafiltration bei intensivpflichtigen Patienten
- kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD)
- automatisierte (assistierte) Peritonealdialyse (APD)
- intermittierende Peritonealdialyse (IPD)
- bei renalen, hämatologischen und neurologischen Krankheitsbildern
- bei hereditären Fettstoffwechselstörungen
- Ultraschall- oder CT-gesteuerte Nierenbiopsie
- Farbduplex-sonographische Shuntdiagnostik
- Farbduplex-Sonographie von Nieren und Nierenarterien
- Implantation intravenöser und intraperitonealer Dialyse-Verweilkatheter
- Anlage von Hämodialyseshunts (in Koop. mit Gefäßchirurgie)
- Angiographie und Angioplastie bei Shuntproblemen (in Koop. mit Radiologie)
- Behandlung des sekundären Hyperparathyreoidismus (incl. Parathyreoidektomie in Koop. mit Allgemeinchirurgie)
- Bioimpedanzanalyse zur Beurteilung der Körperzusammensetzung
Für eine stationäre Untersuchung und Behandlung im Fachbereich muss eine Krankenhauseinweisung des behandelnden Arztes mit entsprechender Auftragsstellung und Kostenübernahme der Krankenkasse vorliegen.
Bei einer stationären Aufnahme begeben Sie sich auf die Station 38 im Haus 13 in der 5. Etage.
Die Station verfügt über 30 Betten in 12 Zweibett- und 2 Dreibettzimmern. Alle Zimmer sind mit Telefon, Fernseher und Radio ausgestattet. Die räumliche Nähe der Fachambulanz für Nieren- und Hochdruckerkankungen erlaubt die nahtlose Verbindung von ambulanter und stationärer Betreuung und vermeidet Doppeluntersuchungen oder Informationsverlust.
Kontakt
(030) 130 23 15 38
Fax (030) 130 23 20 92
Leitung der Klinik
Ihr Experte für Dialysezugänge
Die Klinik für Nephrologie ist als Interdisziplinäres Zentrum für Dialysezugänge – Shuntzentrum zertifiziert.
Kontaktieren Sie uns gern:
030 130 23 3564
shuntzentrum.kfh@vivantes.de
Kontakt und Sprechzeiten
Terminvergabe und Auskunft
030 130 23 1219
Allgemeiner Kontakt
Telefon: 030 130 23 1322
E-Mail: nephrologie-info.kfh@vivantes.de
Adresse und Anfahrt
Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Landsberger Allee 49
10249 Berlin-Friedrichshain







