

Zentrum für Muskuloskelettale Medizin
Klinikum im Friedrichshain
Das Zentrum für Muskuloskelettale Medizin im Klinikum im Friedrichshain ist auf die Fachbereiche Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie und Wiederherstellungschirurgie spezialisiert.
Voller Einsatz für Ihr Leben und Ihre Mobilität
Aufgabe unserer Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie und Wiederherstellungschirurgie im Vivantes Klinikum im Friedrichshain ist die Versorgung von Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates. Auch für die Behandlung von akut Verletzten und die Rettung von Schwer- und Schwerstverletzten sind wir bestens gerüstet. Daneben sind wir spezialisiert auf Patientinnen und Patienten, die einen Gelenkersatz (Endoprothese) benötigen, auf Verletzungen im Kindesalter (Kindertraumatologie) sowie nach Kitaunfällen, Schulunfällen und Arbeitsunfällen. Weitere Schwerpunkte sind die Schulterchirurgie, die Handchirurgie und die Kniechirurgie. Unser besonderes Augenmerk richten wir auf Ihre Füße – mit der Behandlung komplexer Fußverletzungen sowie der Durchführung rekonstruktiver Fußchirurgie.
Übersicht Muskuloskelettale Medizin
Unser Zentrum

Behandlungsspektrum
Das Zentrum für Muskuloskelettale Medizin am Vivantes Klinikum im Friedrichshain behandelt Verletzungen und Erkrankungen des gesamten Bewegungsapparates – konservativ und operativ, bei leichten bis zu schwersten Unfallverletzungen. Versorgt werden unter anderem Kinder nach Kita- und Schulunfällen, Patientinnen und Patienten nach Arbeits- und Wegeunfällen sowie Menschen mit Knochenbrüchen, Schulter- und Knieschmerzen oder mit künstlichen Gelenken (Endoprothesen).
Schwerpunkte sind Orthopädie, Unfallchirurgie, Hand- und Fußchirurgie, die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms, Becken- und Wirbelsäulenchirurgie sowie die Transplantation von Knorpelzellen (Chondrozytentransplantation).
Unfallchirurgie und Notfallversorgung
Die Klinik für Orthopädie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie verfügt über eine mehr als 50-jährige unfallchirurgische Tradition und entstand 2016 aus der Zusammenführung von Unfallchirurgie und Orthopädie. Rund um die Uhr stehen in einer der größten Rettungsstellen Berlins Fachärztinnen und Fachärzte des Zentrums zur Verfügung; eine Oberärztin oder ein Oberarzt ist 24 Stunden im Haus anwesend.
Notarztwagen, Hubschrauberlandeplatz, moderne Diagnostik (z. B. Radiologie) und ein interdisziplinäres Team mit Anästhesie, Neurochirurgie und Viszeralchirurgie sichern eine schnelle Diagnosestellung und operative Versorgung.
Versorgung Schwerverletzter und Traumanetzwerk
Das Klinikum ist auf die sofortige Versorgung Schwerverletzter ausgerichtet (Polytraumamanagement) und von den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern für das Verletzungsarten- und Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) zugelassen. Die Klinik nimmt am TraumaRegister DGU der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie teil, um Qualität und Forschung bei der Behandlung Schwerverletzter kontinuierlich zu verbessern.
Als zertifiziertes überregionales Traumazentrum ist das Haus eng in das Traumanetzwerk Berlin eingebunden und arbeitet eng mit Rettungsdiensten und anderen Kliniken zusammen, übernimmt weiterführende Therapien und verlegt bei Bedarf in Spezialzentren.
Hyperbare Sauerstofftherapie
Als einziges Krankenhaus in Berlin verfügt das Zentrum über eine Druckkammer für hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) und Tauchmedizin. Unter erhöhtem Umgebungsdruck wird medizinischer Sauerstoff inhaliert, um die Sauerstoffversorgung von geschädigtem Gewebe zu verbessern; die Klinik ist hierfür in die Verfahren der gesetzlichen Unfallversicherung integriert.
Moderne Operationstechniken und Rehabilitation
Zum Einsatz kommen moderne Verfahren der Gelenkersatzchirurgie (Endoprothetik), Gelenkspiegelung (Arthroskopie), Osteosynthese, Knochen- und Knorpeltransplantation. Operiert wird, wo möglich, minimal-invasiv und mit Operationsmikroskop, unterstützt durch hochwertige Implantate.
Eigene Bereiche für Physio- und Ergotherapie fördern frühzeitig die Beweglichkeit und unterstützen die Rehabilitation direkt im Haus.
Wissenschaft und Weiterentwicklung
Die Klinik beteiligt sich an der Entwicklung innovativer Implantate und neuer Operationsverfahren zur Wiederherstellung verletzter Knochen und wirkt an Leitlinien und Standard Operating Procedures (SOP) mit. Zudem richtet das Zentrum regelmäßig wissenschaftliche Tagungen für niedergelassene und klinisch tätige Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Fachpersonal aus, um aktuelle Erkenntnisse in die Versorgung einfließen zu lassen.
Orthopädie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
Unter dem Leitzsatz „Bewegung ist Leben“ garantiert unser ärztliches Team eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau, ambulant wie stationär. Die Rettungsstelle unseres Hauses bietet eine 24-stündige Sofortversorgung für Verletzte und Schwerverletzte.
Beste Empfehlung: Handchirurgie & mehr
Seit 2005 befragt die Redaktion des Tagesspiegel-Klinikmagazins regelmäßig die niedergelassenen Ärzte Berlins, welche Krankenhäuser sie für die Behandlung bestimmter Krankheiten empfehlen. Das Zentrum für Muskuloskelettale Medizin in Friedrichshain wurde für die folgenden Therapien empfohlen:
- Handchirurgie
- Therapie eines Hallux Valgus
- Einsatz künstlicher Hüftgelenke
- Einsatz künstlicher Kniegelenke
Arbeitsunfälle & Wegeunfälle
Die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie und Wiederherstellungschirurgie nimmt am Verletzungsartenverfahren der Berufsgenossenschaften teil und versorgt Patienten mit Verletzungen nach Arbeitsunfällen, Wegeunfällen, Kitaunfällen und Schulunfällen. Unser Team steht rund um die Uhr bereit, um Sie schnellstmöglich zu behandeln und bestmöglich zu betreuen. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit der Abteilung für plastisch-rekonstruktive Chirurgie zusammen.
Unsere Klinik verfügt über eine Durchgangsärztin oder einen Durchgangsarzt (D-Ärztin oder D-Arzt) – eine Fachärztin oder einen Facharzt für Chirurgie mit dem Schwerpunkt Unfallchirurgie oder eine Fachärztin oder einen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung „Spezielle Unfallchirurgie“. Diese Person hat von den Landesverbänden der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) eine besondere Zulassung erhalten und ist für die Durchführung der Behandlung nach Arbeitsunfällen und Wegeunfällen zuständig. In der D-Arzt-Sprechstunde erfolgt in der Regel auch die ambulante Weiterbehandlung dieser Fälle.
Unser Besuchsdienst stellt für Sie gerne den Kontakt zur Berufshelferin oder zum Berufshelfer der Unfallversicherungsträger her. Dort erhalten Sie eine Beratung oder sozialpädagogische und psychologische Betreuung, wenn durch einen Unfall persönliche oder soziale Schwierigkeiten auftreten.
Schwerpunkt Beckenchirurgie
Die Ärztinnen und Ärzte der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie und Wiederherstellungschirurgie im Vivantes Klinikum im Friedrichshain versorgen die ganze Bandbreite der Verletzungen, Brüche, Fehlbildungen und Falschgelenkbildungen des Beckens. Dabei beeinflussen Faktoren wie Alter, Aktivität und Allgemeinzustand der Patientin oder des Patienten sowie der Verlauf des Bruches und die Knochenqualität die Therapieentscheidung. Wann immer es möglich ist, operieren wir in schonender Schlüssellochtechnik (Minimal Invasive Chirurgie).
Knochenbrüche oder Bänderrisse in Folge von Unfällen können die Ringstruktur des Beckens instabil werden lassen. Um die Stabilität wieder herzustellen, arbeiten wir beispielsweise mit äußeren Stabilisierungen (so genannte Zwinge oder alternativ Fixateur externe), in Schlüssellochtechnik eingebrachten Schrauben oder wir bringen Platten und Schrauben durch offene Operationen an.
Beckenringbrüche (Beckenringfrakturen), die bedingt durch Osteoporose (Knochenschwund) nach einem Sturz oder auch ohne Unfallereignis auftreten können, versorgen wir mit Schrauben, bei sehr weichem Knochen auch durch Verstärkung mit Spezialzement. Der vordere Anteil des Ringes kann hier ebenfalls mit einem äußeren Festhalter, Platten und Schrauben stabilisiert werden.
Je nachdem ob und wie stark der Bruch des Hüftgelenkes oder der Beckenpfanne (Azetabulumfraktur) verschoben ist, kann eine konservative oder eine operative Behandlung angezeigt sein. Ist eine Operation notwendig, stabilisieren wir den Bruch meist mit Hilfe von Schrauben und gegebenenfalls Platten über standardisierte Zugänge. Die Stabilisierung des Bruches im Streckverband (Extensionsbehandlung) ist nicht mehr gängig und wird von uns allenfalls vorübergehend bei starker Fehlstellung oder bis zur Stabilisierung des Patienten angewandt. Bei älteren Patientinnen und Patienten kann die Operation zugleich ein vorbereitender Eingriff für eine frühe Versorgung mit Gelenkersatz (Endoprothese) sein.
Als Insuffizienzfrakturen bezeichnet man Brüche, die durch die Überlastung und Ermüdung eines erkrankten Knochens entstehen, so bei Osteoporose (Knochenschwund). Insuffizienzfrakturen des Kreuzbeins können sowohl konservativ als auch operativ therapiert werden. Bei der operativen Behandlung stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Das Spektrum reicht von der Sakroplastie, bei der unter lokaler Betäubung in das Kreuzbein (Sakrum) Knochenzement eingebracht wird, über minimal-invasive Verfahren, die Fixierung der Beckenwirbelsäule (spinopelvine Aufhängung) bis hin zur offenen Wiederherstellung mit Hilfe von winkelstabilen Implantaten.
Fehlbildungen der Hüftgelenkpfanne (Hüftdysplasien) verursachen eine Fehlbelastung des Hüftgelenks mit Knorpelabscherung und Überlastung der Pfannenlippe (Labrumüberlastung), die dann schrittweise zur frühzeitigen Arthrose im Hüftgelenk führt. Um diese Entwicklung zu verlangsamen, kann eine Korrektur mittels Durchtrennung des Beckenknochens (Beckenosteotomie) vorgenommen werden. Mehrere operative Verfahren stehen zur Verfügung.
Bei der Beckenosteotomie nach Salter wird das Darmbein durchtrennt und ein Knochenspan eingesetzt, um die Überdachung des Hüftkopfes zu verbessern. Die Beckenosteotomie nach Chiari bezeichnet die Durchtrennung des Darmbeins und Verlagerung zur Körpermitte (Medialisierung) des unteren Anteils des Darmbeins, mit dem Ziel, das Pfannendach zu verbreitern. Bei der Tripleosteotomie nach Tönnis wird das Becken an drei Stellen durchtrennt (Sitzbein, Darmbein, Schambein) und in der Folge die knöcherne Hüftgelenkpfanne geschwenkt, mit dem Ziel, die Überdachung des Hüftkopfes mehrdimensional zu verbessern. Bei der so genannten periacetabulären Osteotomie nach Ganz (PAO) erfolgt eine pfannennahe Durchtrennung des Sitzbeins, des Schambeins und des Darmbeins. Nach Lösen der Pfanne aus dem Becken wird die Pfanne geschwenkt, um eine bessere Überdachung des Hüftkopfes zu erreichen. Im Gegensatz zur Tönnis-Osteotomie bleibt der hintere Beckenpfeiler erhalten und das Becken stabil.
Im Vivantes Klinikum im Friedrichshain behandeln wir auch problematische Brüche (Problemfrakturen) und Infektionen der Knochen, Gelenke und Sehnen. Dazu arbeiten wir eng mit unseren anderen Fachabteilungen zusammen. In der Infektionsbehandlung sind wir als eines der zentral gelegenen Krankenhäuser Berlins und mit unserer großen Expertise auch Ansprechpartner für andere Krankenhäuser aus der Region Berlin-Brandenburg, die Patientinnen und Patienten mit komplizierten Infektionen des Bewegungsapparates betreuen.
Brüche können nach konservativer Therapie oder nach nicht erfolgreich verlaufener operativer Behandlung zu verletzungsbedingten (posttraumatischen) Fehlstellungen führen. Um Fehlbelastungen, Verschleiß und Schmerzen zu vermeiden oder zu lindern, führen wir Korrekturoperationen durch. Hierbei können beispielsweise Nägel entfernt oder Knochen durchtrennt (osteotomiert) und durch Zug, Seitverschiebung oder Rotation anatomisch korrekt wieder zusammengefügt werden. Hierzu arbeiten wir mit Ringfixateuren und verschiebbaren Gewindestangen.
Ist ein Bruch (Fraktur)nach sechs Monaten jedoch noch immer nicht angemessen verheilt, spricht man von einer Falschgelenkbildung (Pseudarthrose), also einem falsch zusammengewachsenen Gelenk. Bei der Therapie der überschießenden (hypertrophen oder vitalen) Pseudarthrose setzen wir auf eine verbesserte Ruhigstellung und die Entfernung einzelner Schrauben, sodass ein Gleiten möglich wird (Dynamisierung), oder auf einen vollständigen Wechsel der Implantate. Bei der sogenannten atrophen oder avitalen Pseudartrose, die durch mangelnde Durchblutung oder Infektionen entstehen kann, ist eine Stabilisierung zum Beispiel durch Platten, Nägel oder Schrauben im Rahmen einer Operation angezeigt. Im Falle von Infektionen kann es nötig werden, große Teile des Knochens zu entfernen und den Defekt übergangsweise aufzufüllen. Nach Ausheilung der Infektion wird der Defekt durch körpereigenen Knochen oder körperfremdes Material ersetzt.
Nach Unfallverletzungen kann es zu Infektionen der Knochen und Weichteile kommen. Trotz Einhaltung strengster Hygienemaßnahmen kann dies auch nach operativen Eingriffen auftreten. Risikofaktoren sind beispielsweise unzureichend behandelte Kreislauferkrankungen und Stoffwechselerkrankungen, aber auch chronische Wunden oder sanierungsbedürftige Zähne. Um eine Infektion von Knochen, Gelenken oder Sehnen einzudämmen, arbeiten unsere Chirurginnen und Chirurgen eng mit anderen Abteilungen zusammen, beispielsweise mit der Mikrobiologie und Infektiologie, um die Durchblutung oder die Nierenfunktion zu verbessern und so die Heilungschancen zu erhöhen. Unter Umständen kann auch eine hyperbare Sauerstofftherapie im Zentrum für hyperbare Sauerstofftherapie und Tauchmedizin im Vivantes Klinikum im Friedrichshain zum Einsatz kommen.
Erhebliche Unterschiede der Beinlängen (Beinlängendifferenzen) können mit Hilfe von Ringfixateuren ausgeglichen werden. Hierbei wird der Knochen durchtrennt (osteotomiert) und mit Hilfe eines Verfahrens zur künstlichen Verlängerung von Skelettknochen, der sogenannten Kallusdistraktion, langsam verlängert. Dies kann mit bis zu einem Millimeter pro Tag geschehen. Die Knochenneubildung im Bereich des Bruches wird somit „in die Länge“ gezogen. Ein Vorteil der sehr stabilen Ringfixateure ist die Erhaltung der Mobilität der Patientin oder des Patienten während der Behandlung an den Beinen.
Schwerpunkt Fußchirurgie
Sie möchten möglichst bald wieder „gut zu Fuß“ sein? Wenden Sie sich vertrauensvoll an die Ärztinnen und Ärzte unserer Klinik im Vivantes Klinikum im Friedrichshain. Komplexe Fußverletzungen, die rekonstruktive Fußchirurgie und die umfassende Behandlung des diabetischen Fußsyndroms gehören zu unseren Schwerpunkten. Für unsere Diagnostik nutzen wir hochmoderne Untersuchungsmethoden wie die Computertomographie oder Kernspintomographie. Wir tun alles, um die Funktionsfähigkeit Ihrer Füße wiederherzustellen und arbeiten eng mit den Kolleginnen und Kollegen der Diabetologie, der Angiologie und der Plastischen Chirurgie zusammen, ebenso mit denjenigen der Orthopädietechnik und Prothetik.
- Behandlung von Knochenbrüchen (Frakturversorgung) und Verrenkungen (Luxationen) des Sprunggelenkes, des Vorderfußes und des Rückfußes
- Eingriffe bei Sehnenverletzungen, Nervenverletzungen, Sehnentransfers bei chronischer Instabilität des Sprunggelenkes
- Korrekturen bei Fehlstellungen und Verformungen der Kochen: Korrekturosteotomien oder Umstellungsosteotomien bei Erkrankungen wie der Krallenzehe oder Hammerzehe sowie des Hallux valgus oder Hallux rigidus. Hierzu werden Knochen durchtrennt (osteotomiert), um die normale Anatomie herzustellen oder wiederzuerlangen oder um Gelenkbereiche zu entlasten.
- Wiederherstellung (Rekonstruktion) nach Verletzungen, beispielsweise Hauttransplantationen bei verletzungsbedingten Hautdefekten wie nach Verbrennungen oder Verkehrsunfällen
- Eingriffe bei Gelenkverschleiß (Arthrose)
- Weichteileingriffe bei Geschwüren (Ulcerationen, zum Beispiel bei Diabetes mellitus)
- Plastische Chirurgie bei Geschwüren (Ulcera)
- Entfernung eines eingewachsenen Zehennagels (Unguis incarnatus)
- Tumorentfernung
Gelenkeinsatz
Patientinnen und Patienten mit Gelenkverschleiß, Knochenbrüchen und Beschwerden nach Gelenkverletzungen sind bei uns in besten Händen. Je nach Bedarf führen wir eine Teilendoprothetik oder eine Totalendoprothetik durch, das heißt einen teilweisen oder einen vollständigen Gelenkersatz.
Wir arbeiten mit modernsten Implantaten und nutzen bevorzugt die Schlüssellochchirurgie (Minimal Invasive Chirurgie - MIC), um Sie als Patientin oder Patient möglichst zu schonen sowie Schmerzen und das Risiko für Infektionen gering zu halten. Dies gilt auch für Eingriffe an allen großen Gelenken.
Die degenerative Erkrankung des Hüftgelenkes ist auf einen Verschleiß der Knorpeloberfläche der Hüftpfanne und des Hüftkopfes zurückzuführen. Zu den operativen Maßnahmen zählen der Hüftgelenkersatz (Endoprothese) und die Hüftgelenktotalendoprothese (H-TEP).
Bei der degenerativen Erkrankung des Kniegelenkes kommt es zum Verschleiß der Knorpeloberfläche der Oberschenkelrollen, des Schienbeinkopfs und der Kniescheibe. Neben gelenkerhaltenden Verfahren, wie der minimal-invasiven Kniearthroskopie (gegebenenfalls mit Knorpelchirurgie) und der operativen Korrektur von Fehlstellungen der Knochen (Umstellungsosteotomie), implantieren wir auch Kniegelenkersatz (Einsatz von Kniegelenkprothesen).
Fehlverheilte Gelenkbrüche und fortgeschrittene Abnutzungserscheinungen (Arthrose), aber auch akute Brüche (Frakturen) von Schultern und Ellenbogen können durch den endoprothetischen Gelenkersatz erfolgreich behandelt werden. Die Bandbreite reicht vom reinen Gelenkflächenersatz über Kurzschaftprothesen, anatomischen Totalendoprothesen bis hin zu komplexen Gelenkprothesen, die auch eine fehlende muskuläre Gelenkführung ausgleichen.
Handchirurgie
Die Handchirurgie im Vivantes Klinikum im Friedrichshain umfasst die Untersuchung und Beratung in der Sprechstunde sowie die operative Versorgung von akuten Verletzungen, Verletzungsfolgen, Infektionen und die Behandlung von Erkrankungen. Wir operieren gutartige Tumoren an den Händen ebenso wie komplexe Handverletzungen und führen rekonstruktive Eingriffe zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Hände durch.
Unser Anliegen ist es, Operationen unter gewebeschonenden (atraumatischen) Bedingungen durchzuführen. Daher arbeiten wir bevorzugt mit Lupenbrille oder Operationsmikroskop und führen Eingriffe in Blutleere aus, um kleinere und größere Blutungen zu vermeiden. Zur Diagnostik und Therapie von Band- und Diskusverletzungen des Handgelenkes und der Handwurzel sowie bei unklaren Schmerzsyndromen kommen meist Gelenkspiegelungen (Arthroskopien) zum Einsatz.
Ist ein Knochenbruch (Fraktur) verschoben, instabil oder ist ein Gelenk beteiligt, ist meist eine operative Versorgung erforderlich. Dazu werden die beteiligten Knochenteile (Bruchfragmente) wieder in ihre anatomische Lage gebracht (reponiert), entweder offen nach Freilegung des Knochens oder geschlossen durch Zug und Druck. Anschließend wird der Bruch durch Schrauben, Platten oder Drähte fixiert und in der korrekten Stellung befestigt (Osteosynthese). Fingerbrüche (Fingerfrakturen) werden entweder durch schonende operative Methoden mit äußerer Befestigung behandelt (Fixation, beispielsweise durch Minifixateur/Extensionsfixateur) oder unter Verwendung von kleinen Stahlstiften, Miniplatten oder Schrauben.
Die Sehnenenden der Hand können meist durch eine Naht vereinigt werden. Ein langstreckiger Sehnendefekt kann durch Einsetzen eines Sehnenstückes, das am Unterarm oder am Unterschenkel entnommen wird, überbrückt werden.
Nervenverletzungen an der Hand entstehen meist durch Schnittverletzungen oder Rissverletzungen, durch Quetschungen oder stumpfe Verletzungen. Durchtrennte Nerven können von unseren Handchirurginnen und Handchirurgen entweder mikrochirurgisch durch eine spannungsfreie End-zu-End-Naht oder durch ein Nerventransplantat wiederhergestellt werden.
Verletzte Gefäße der Hand können je nach Befund mikrochirurgisch genäht, durch Verpflanzung körpereigener Venen oder in Zusammenarbeit mit der Klinik für Chirurgie – Gefäß- und Thoraxchirurgie im Vivantes Klinikum im Friedrichshain durch Gefäßprothesen ersetzt werden.
Beim Morbus Dupuytren handelt es sich um eine strangartige und knotenartige Veränderung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Bei der Operation wird möglichst alles erkrankte Gewebe sorgfältig von den darunterliegenden Sehnen, Nerven und Gefäßen getrennt und entfernt, um ein erneutes Auftreten zu verhindern.
Krankhafte Einengungen von Nerven des Arms (Karpaltunnelsyndrom, Ulnariskompressionssyndrom, Radialiskompressionssyndrom) werden in Schlüssellochtechnik operiert, wobei einengende Strukturen teilweise entfernt werden.
Beim sogenannten „schnellenden Finger“ (Ringbandstenose) ist die Beugesehne durch die als Führung dienenden Ringbänder eingeengt. Bei der Operation wird das A1-Ringband über einen etwa 1,5 cm langen Hautschnitt unterhalb des Grundgelenkes gespalten.
Bei einer Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis stenosans de Quervain des ersten Strecksehnenfaches), die sich durch Ruhigstellung und Medikamentengabe nicht bessert, operieren wir mit einem etwa vier bis fünf cm langen Hautschnitt kurz unterhalb des Handgelenkes zur Eröffnung des ersten Strecksehnenfaches. Anschließend wird das entzündlich veränderte Gewebe entfernt.
Gutartige Knochentumore sind Wucherungen von Knochengewebe oder Knorpelgewebe, die nicht in zerstörerischer Weise in umliegendes Gewebe einwachsen und keine Absiedelungen (Metastasen) in andere Organen bilden. Sie können jedoch das normale Knochengewebe verdrängen, die Stabilität des Knochens gefährden sowie Nerven und Gefäße beeinträchtigen. Bei einer Operation entfernen wir den Tumor unter größtmöglicher Schonung des gesunden Gewebes.
Kindertraumatologie
Ein wichtiger Schwerpunkt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie und Wiederherstellungschirurgie sind Verletzungen (Traumata) im Kindesalter, die wir in unserer eigenen Kindertraumatologie behandeln. Die Versorgung der kleinen Patientinnen und Patienten hat in unserem Hause eine lange Tradition. Sie erfordert ein besonderes Vorgehen, da ein wachsender Organismus andere Verletzungstypen und Reparaturmechanismen aufweist als der Körper eines Erwachsenen.
Auch benötigen Kinder eine besonders einfühlsame Zuwendung und liebevolle Betreuung, die wir ihnen auf unseren beiden Kinderstationen zukommen lassen. Wir arbeiten eng mit den Ärztinnen und Ärzten der Kinderrettungsstelle zusammen und verfügen über eine Kinder-Intensivstation (ITS). Bei Bedarf unterstützen uns die Kolleginnen und Kollegen aus Kinderradiologie, der Kinderanästhesie, der Pädiatrie, Viszeralchirurgie und der Hals-Nasen-Ohren-Abteilung (HNO). Ob nach Kindergartenunfällen, Schulunfällen oder Verletzungen im privaten Bereich: Bei uns sind alle Kinder zwischen 0 und 18 Jahren herzlich willkommen!
Schulterchirurgie
Viele unserer Patientinnen und Patienten kommen mit Abnutzungsschäden oder Unfallverletzungen der Schultergelenke zu uns. Wir behandeln sie möglichst in Schlüssellochtechnik, um die Funktionsfähigkeit der Schultern schonend wiederherzustellen.
Wir behandeln alle Arten von Knochenbrüchen am Oberarmkopf. Bei der operativen Behandlung wenden wir je nach Verletzungsform unterschiedliche Techniken an: Angefangen von der minimal-invasiven Spiegelung (Arthroskopie) der Schulter in Schlüssellochtechnik über die rekonstruktive Chirurgie bis hin zur prothetischen Chirurgie unter Einsatz modernster Implantate (Schultergelenkersatz).
Fehlverheilte Brüche und fortgeschrittene Abnutzungserscheinungen (Arthrose) in den Schultergelenken können durch den endoprothetischen Gelenkersatz erfolgreich behandelt werden. Hierbei kommen individuell angepasste Lösungen zum Einsatz, vom reinen Gelenkflächenersatz über Kurzschaftprothesen, anatomische Totalendoprothesen bis hin zu komplexen Gelenkprothesen, die auch eine fehlende muskuläre Gelenkführung ausgleichen.
Um die Schultergelenke zu stabilisieren, operieren wir in den allermeisten Fällen minimal-invasiv (Schlüsselloch-Operation) mittels einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie). Über wenige, etwa einen cm lange Schnitte wird die Gelenkpfanne refixiert und der Kapsel-Band-Apparat stabilisiert. Hier kommen resorbierbare Knochenanker mit Fäden zum Einsatz, die an der Gelenkpfanne verdübelt werden.
Die aus vier Muskeln bestehende Rotatorenmanschette (Muskulus supraspinatus, infraspinatus, teres minor und subscapularis) zentriert den Oberarmkopf bei allen Bewegungen und führt diesen. Schmerzhafte Schäden durch Abnutzungsprozesse, Überbelastungen oder Verletzungen können zumeist in minimal-invasiver Schlüssellochtechnik operativ behoben werden.
Bei verschobenen Schlüsselbeinbrüchen, Brüchen mit mehreren Teilen (Fragmenten) oder begleitenden Bandverletzungen ist eine operative Therapie nötig. Diese führen wir als winkelstabile Verbindung der Fragmente mit Hilfe von Metallplatten (Plattenosteosynthese) durch oder minimal-invasiv mittels Schienung des Knochens durch elastische Nägel (ESIN). Bei Verletzungen des Schultereckgelenkes bieten wir ein breites operatives Spektrum von minimal-invasiven Verfahren bis hin zur offenen Stabilisierung an.
Sportunfälle
Die Ärztinnen und Ärzte der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie und Wiederherstellungschirurgie im Vivantes Klinikum im Friedrichshain versorgen Patienten jedes Alters nach Sportunfällen, insbesondere bei Verletzungen des Bewegungsapparates. Einen wichtigen Schwerpunkt unserer Abteilung bilden dabei die Kniechirurgie und die Knorpelchirurgie.
Die Menisken können entweder durch Verschleiß oder durch Traumata des Kniegelenkes geschädigt werden. Die operative Therapie besteht meist aus einer arthroskopischen Meniskusresektion oder Meniskusteilresektion beziehungsweise Meniskusrefixation: Im Rahmen einer Gelenkspiegelung wird eine Kamera und ein Operationsinstrument über einen kleinen Hautschnitt ins Kniegelenk eingebracht. Anschließend wird je nach Art der Verletzung ein Teil des beschädigten Meniskus entfernt oder durch eine Naht wieder befestigt. Bei jungen Patienten mit großen Meniskusschäden und ansonsten intaktem Knorpelgewebe kommt auch eine Meniskustransplantation in Frage.
Bei der operativen Versorgung von Kreuzbandverletzungen nutzen wir meist die Schlüssellochtechnik (minimal-invasiv) und führen eine Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) durch. Bei kreuzbanderhaltenden Operationen besteht die Möglichkeit, das vordere Kreuzband am Oberschenkelknochen (femoral) oder am Schienbeinkopfknochen (tibial) zu refixieren. Bei Verletzungen, die einen Riss in der Mitte des vorderen Kreuzbandes verursacht haben, kommt meist eine Kreuzbandplastik mit dem Ersatz von kniegelenknahen Sehnen in Frage. Begleitverletzungen an Menisken und Knorpel werden im selben Operationsgang mitbehandelt. Verletzungen des hinteren Kreuzbandes werden in aller Regel ohne Operation (konservativ) mit gutem Erfolg behandelt.
Bei Beschwerden im Bereich der Kniescheibe (Patella) kann eine Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Operation werden neben den betroffenen Strukturen im Kniegelenk auch die Kniescheibenhaltebänder, die Führung der Kniescheibe in der Gleitrinne sowie die knorpelige Rückfläche der Kniescheibe beurteilt und entsprechende Schäden in gleicher Sitzung therapiert. Knorpelschäden an der Kniescheibenrückfläche können vor allem bei jüngeren Patienten durch ein Knorpelersatzverfahren behandelt werden. Dabei bringen wir ein künstliches Knorpelimplantat aus Kollagen ein oder transplantieren körpereigenen Knorpel.
Wirbelsäulenchirurgie
In unserer Klinik behandeln wir das gesamte Spektrum von akuten Verletzungen der Wirbelsäule, speziell auch Verletzungen der Halswirbelsäule, der Brustwirbelsäule und der Lendenwirbelsäule. Daneben versorgen wir auch Wirbelbrüche im Rahmen von Osteoporose-Erkrankungen und führen Korrekturoperationen durch, die nach einer nicht-operativen (konservativen) Therapie erforderlich sein können, um Fehlstellungen und Schmerzen zu beheben. Auch bei Eingriffen an der Wirbelsäule möchten wir den Blutverlust und die Schmerzen gering halten, Muskelgewebe und Weichteilgewebe schonen. Daher wenden wir, wo immer es möglich ist, die Schlüssellochchirurgie (Minimal Invasive Chirurgie) an.
Akute Wirbelsäulenverletzungen können nach Stürzen, Sportunfällen oder Verkehrsunfällen auftreten, bei Osteoporose auch nach Drehbewegungen oder dem Heben von schweren Gegenständen. Operativ können wir die Wirbelsäule durch einen Zugang vom Rücken aus mittels der Anlage eines Schrauben-Stab-Systems stabilisieren. Bei einigen Verletzungen ist zusätzlich der Ersatz der Bandscheibe oder des Wirbelkörpers mit einem Implantat notwendig. Eine minimal-invasive operative Methode ist die Ballon-Kyphoplastie, bei der in Schlüssellochtechnik Hülsen in den gebrochenen Wirbelkörper eingebracht werden. Über diese Hülsen wird der Wirbelkörper zuerst durch einen Ballon aufgerichtet und die dadurch entstandene Höhle anschließend mit Knochenzement ausgegossen.
Ein Schleudertrauma ohne Verletzungen der Bänder heilt in der Regel durch Wärmeanwendung und Schmerzmittelgabe ohne Folgen aus, bei leichteren Verletzungen muss eine spezielle Halskrause (Zervikalstütze) getragen werden. Knochenbrüche mit oder ohne Bandschäden beziehungsweise Zerreißungen der Bandscheiben können das Rückenmark verletzen und komprimieren, was im schlimmsten Fall bis zur Querschnittslähmung führen kann. Solche Verletzungen müssen meist sofort operiert und mit Hilfe von Schrauben, Schrauben-Stab-Systemen oder Platten stabilisiert werden.
Verletzungen der Brustwirbelsäule können an den Muskeln, Knochen oder Bändern des Rückens auftreten. Sie können durch einen Unfall oder Sturz verursacht werden oder ohne erkennbare Ursache zustande kommen, beispielsweise bei Osteoporose (Knochenschwund). Zeigt die Röntgenuntersuchung einen gebrochenen Wirbelkörper, besteht das Risiko, dass dieser zusammenrutscht und damit das Rückenmark gefährdet. In solchen Fällen kann eine operative Therapie notwendig werden. So kann zum Beispiel Spezialzement in den Wirbelkörper eingebracht werden, um diesen wieder aufzurichten, oder der Wirbelkörper wird durch Platten und Schrauben mit Nachbarwirbelkörpern verbunden und so stabilisiert.
Die häufigsten Verletzungen der Lendenwirbelsäule (LWS) sind Verrenkungen, Prellungen, Bandscheibenvorfälle mit oder ohne Druckschädigung der Nerven (Nervenkompression) und Wirbelkörperbrüchen (Wirbelkörperfrakturen). Sollte eine konservative Therapie nicht möglich sein, stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung. Bei Schmerzsyndromen kann eine durch die Computertomographie gestützte periradikuläre Therapie erfolgen (PRT), bei der eine dünne Injektionsnadel nahe an eine Nervenwurzel im Bereich der Wirbelsäule geführt wird. Dort werden dann gezielt Medikamente eingebracht, um chronische Schmerzzustände zu lindern. Bei Wirbelkörperbrüchen gibt es die Möglichkeit zur Stabilisierung des Wirbelkörpers durch die minimal-invasive Einbringung von flüssigem Knochenzement in den Wirbelkörper (Kyphoplastie). Ebenso kann durch eine offene Operation vom Rücken aus eine Stabilisierung und Überbrückung von Brüchen erzielt werden.
Im Alter werden die Knochen aufgrund eines Verlustes der Knochenmasse instabiler. Spontane oder unfallbedingte osteoporotische Wirbelbrüche können durch Ballon-Kyphoplastie stabilisiert werden, eine minimal-invasive Methode zur Aufrichtung eines eingebrochenen Wirbelkörpers mittels eines Ballons und anschließender Höhenstabilisierung durch das Einspritzen von Zement. Die Vertebroplastie bezeichnet eine minimal-invasive Methode zur Stabilisierung eines gebrochenen Wirbelkörpers durch die Einspritzung von Zement. Die Wirbelkörperversteifung mit Hilfe eines Schrauben-Stab-Systems wird als Spondylodese bezeichnet.
Wirbelkörperbrüche, die nicht operativ, sondern konservativ behandelt wurden, können in Fehlstellung ausheilen und zu Beschwerden wie lokaler Buckelbildung, Gleichgewichtsstörungen, Schmerzen im Ansatz der Wirbelsäulenmuskulatur, dem Auftreten neurologischer (das Nervensystem betreffender) Ausfallerscheinungen oder zum frühzeitigem Verschleiß der Wirbelbogengelenke führen. Korrekturoperationen können dem entgegenwirken.
Um Schmerzen schnell zu lindern, Blutverluste so gering wie möglich zu halten sowie Muskulatur und Weichteile bei der Operation zu schonen, wenden wir bevorzugt die Schlüssellochchirurgie (minimal-invasive Operationstechniken) an. Das bedeutet, wir nutzen möglichst kleine Zugangswege zum Knochen. Dadurch kann auch Ihr Aufenthalt Krankenhaus verkürzt werden.
Eine der wichtigsten Schlüssellochtechniken in unserem Bereich ist die Kyphoplastie oder Vertebroplastie bei gebrochenen Wirbelkörpern (Wirbelkörperfrakturen). Über zwei Schnitte von etwa einem Zentimeter werden Hülsen in den Wirbelkörper eingebracht. Über diese Hülsen wird der Wirbelkörper zuerst durch einen Ballon aufgerichtet und die dadurch entstandene Höhle anschließend mit Knochenzement ausgegossen. Manche Wirbelkörperbrüche können minimal-invasiv stabilisiert werden. Die als perkutane Stabilisierung bezeichnete Methode nutzt einen kleinen Hautschnitt, um unter Röntgenkontrolle Schrauben in den Wirbeln zu platzieren. Auch Bandscheibenvorfalloperationen können mit mikrochirurgischer Technik behandelt werden: Die Operation wird mit einem kleinen Hautschnitt sowie mit Hilfe von Mikroskop und speziellen Instrumenten durchgeführt.
Wir behandeln Patientinnen und Patienten mit Schmerzen, die durch chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates, durch Verletzungen sowie durch operative oder diagnostische Eingriffe verursacht wurden. Die Bandbreite der Behandlungsmöglichkeiten umfasst die medikamentöse Therapie, Infusionen, Lagerungsmaßnahmen, die Anwendung von Mittelfrequenzstrom an der Wirbelsäule und physiotherapeutische Behandlungen. Ebenso führen wir gezielte Infiltrationen durch, bei denen meist ein örtliches Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) und ein entzündungshemmendes Medikament in die betroffenen Bereiche gespritzt wird, um die Schmerzweiterleitung zu blockieren und die Entzündung und deren Ausbreitung zu verhindern.
Zusatzangebote
Die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie und Wiederherstellungschirurgie im Vivantes Klinikum im Friedrichshain hält eine Reihe von zusätzlichen Angeboten bereit, um Sie als Patientin oder Patient optimal zu versorgen. Mit unserem weit gespannten Netzwerk, aber auch nicht-medizinischen Zusatzangeboten und Beratungsmöglichkeiten möchten wir dazu beitragen, dass Sie sich bei uns bestens aufgehoben fühlen und alles zur Förderung Ihrer Gesundheit getan wird.
An unserem Standort Friedrichshain operieren wir Sie gerne auch ambulant. Voraussetzung ist, dass Sie bei guter Gesundheit sind, einen Angehörigen haben, der Sie nach der Operation betreut und dass die Art des Eingriffs dies zulässt. Zu den Operationen, die wir ambulant durchführen, gehören handchirurgische Eingriffe wie Ringbandspaltung und Karpaltunnelspaltung, einfache Brüche an der Hand und am Fuß, Materialentfernungen, Weichteileingriffe und Gelenkspiegelungen. Für diese Operationen stehen eigene Operationsräume sowie Eingriffsräume mit separater Nachbetreuung zur Verfügung. Unser Team behandelt Sie montags bis freitags zwischen 8.00 und 22.00 Uhr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der prästationären Sprechstunde begrüßen Sie direkt am Operationstag und bereiten alles Notwendige für den Eingriff vor.
Wir sind Teil des Netzwerks Vivantes International Medicine, das deutsche Spitzenmedizin für Patienten aus aller Welt in deren Muttersprache bereitstellt. Als Mitglied des „Traumanetzwerks Berlin“ tauschen wir uns vom Unfallort bis zum Eintreffen in der Klinik permanent mit allen Beteiligen aus und bleiben bei Bedarf auch danach in Verbindung. Wir übernehmen weiterführende Therapien von Verletzten aus anderen Häusern und können unsere Patientinnen und Patienten in Spezialkliniken verlegen, wenn es erforderlich ist.
Wir gehören zu den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) von Vivantes, wo Sie sich wie bei den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen durch Fachärztinnen und Fachärzte beraten und behandeln lassen können. Unsere Orthopädie und die Neurochirurgie arbeiten bei uns Hand in Hand, ebenso ermöglicht unsere Alterstraumatologie die geriatrische Komplexbehandlung. Da unsere Klinik am Verletzungsartenverfahren der Berufsgenossenschaften teilnimmt, werden Kitaunfälle und Schulunfälle sowie Arbeitsunfälle und Wegeunfälle rund um die Uhr versorgt. Unsere vielfältigen Vernetzungen machen uns zu einem verlässlichen Partner bei der medizinischen Betreuung von Großveranstaltungen und für die sportmedizinische Betreuung, wie für den Basketballverein ALBA BERLIN Basketballteam e. V..
Einmal im Monat laden wir Sie herzlich zur „Friedrichshainer Sprechstunde“ ein. In dieser kostenlosen Informationsveranstaltung für Patientinnen und Patienten geht es immer um eine bestimmte Körperregion und um die Beschwerden und Krankheitsbilder, die damit im Zusammenhang stehen. Ausgewiesene Spezialisten stellen Ihnen die Krankheitsbilder und deren Behandlung verständlich vor. Im Anschluss beantworten wir gerne Ihre Fragen zum Thema. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Bei der Entschädigung nach Arbeitsunfällen sind qualifizierte medizinische Gutachten Voraussetzung für eine sachgerechte Entscheidung der Unfallversicherungsträger. Unsere Fachärztinnen und Fachärzte mit den entsprechenden Qualifikationen und Nachweisen übernehmen gerne die Pflichten eines Gutachters. Ebenso können wir auf Wunsch eine fachmedizinische Zweitmeinung erstellen.
Ehrenamtliches Engagement ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Für unsere kleinen Patientinnen und Patienten öffnen wir regelmäßig die Türen unserer Teddyklinik. Hier untersuchen und verarzten wir liebevoll „kranke“ und „verletzte“ Kuscheltiere. Unser Team erklärt den Kindern in Ruhe die Krankheiten und verrät, was dem Kuscheltier dabei hilft, gesund zu werden. So können wir den Kleinen zeigen, dass alle, die medizinische Hilfe benötigen, bei uns in besten Händen sind und keine Angst vor einem Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt haben müssen.
Als Partner des Projekts „Größe zeigen“ der ALBA BERLIN Basketballteam GmbH informieren wir Kinder zu den Themen Ernährung, Gesundheit, Knochen und Gelenke und veranstalten Seminare für Eltern, deren Kinder besonders schnell wachsen oder sehr groß sind.
Unser Sozialdienst berät Sie zu sozialrechtlichen und psychosozialen Frage rund um Ihren Krankenhausaufenthalt.
Um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten, arbeiten wir mit ambulanten Pflegediensten und Rehabilitationseinrichtungen zusammen. Ebenso können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihnen bei der Suche nach einem Platz in einer Pflegeeinrichtung helfen. Einen engen Kontakt halten wir zu den Pflegeheimen der Vivantes Hauptstadtpflege.
Das Entlassungsmanagement ist Teil der Krankenhausversorgung und stellt eine lückenlose Anschlussversorgung sicher, die zu Ihrer individuellen Situation passt. Beim Entlassungsgespräch legen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte die erforderlichen nachstationären Verordnungen fest, Sie erhalten einen Arztbrief und Ihren persönlichen Medikationsplan.
Über den Klinikaufenthalt hinaus können Sie die Sprechstunde der Durchgangsärztin oder des Durchgangsarztes (D-Ärztin oder D-Arzt) in Anspruch nehmen. Ebenso freuen wir uns, Sie in der vorstationären Sprechstunde, in der nachstationären Sprechstunde sowie in der orthopädischen Sprechstunde zu begrüßen.
Sie möchten über Ihre Gedanken, Ängste und Hoffnungen mit einem Seelsorger sprechen? Unser Seelsorgedienst ist gerne für Sie da und besucht Sie unabhängig von einer Kirchenmitgliedschaft. Neben den täglichen Sprechzeiten unter der Woche ist auch eine telefonische Vereinbarung möglich. Unsere Ansprechpartner nehmen sich Zeit für Sie und alles, was Sie bewegt.
Ihr Aufenthalt
Ihr Aufenthalt in der Klinik für Orthopädie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie
Ob Sie nach einem Arbeitsunfall zu uns kommen oder ob ein planbarer chirurgischer Eingriff ansteht – unser Team tut alles, damit Ihnen die bestmögliche medizinische Versorgung zukommt. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, bitten wir Sie, die folgenden Empfehlungen zu beachten. Falls Sie Fragen haben oder Hilfe benötigen, wenden Sie sich jederzeit gerne an unsere hilfsbereiten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die ambulante Behandlung von Arbeitsunfällen erfolgt in der Sprechstunde unserer Durchgangsärztin oder unseres Durchgangsarztes (D-Ärztin oder D-Arzt) und in der unfallchirurgischen Sprechstunde. Hier versorgen wir Sie auch vorstationär bei Fällen, die über die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen abgerechnet werden.
Unsere Sprechstunde bereitet die planbaren Operationen vor. Wir klären Sie ausführlich über den durchzuführenden Eingriff auf und leiten weitere Untersuchungen in die Wege, falls dies notwendig ist.
Ebenso erfolgt hier die nachstationäre Versorgung für Patientinnen und Patienten, die gesetzlich oder privat versichert sind.
Patientinnen und Patienten, die eine Zweitmeinung einholen möchten, sind in unserer Fachsprechstunde ebenfalls herzlich willkommen. In der speziellen Hand-Sprechstunde, Schulter-Sprechstunde, Knie-Sprechstunde sowie in der Fuß-Sprechstunde stehen Ihnen die Fachärztinnen und Fachärzte unseres Teams gerne zur Verfügung.
Patientinnen und Patienten mit planbaren Eingriffen nehmen wir in der Regel am Morgen des Operationstages stationär auf. Wenn Sie über eine gesetzliche Krankenkasse versichert sind, bringen Sie bitte zur Vorstellung in der Sprechstunde beziehungsweise zur Aufnahme eine "Verordnung von Krankenhausbehandlung" Ihrer überweisenden Ärztin oder Ihres überweisenden Arztes mit, gegebenenfalls auch die Erklärung zur Kostenübernahme ihrer Krankenkasse. Dies gilt nicht für Notfälle, Patientinnen und Patienten mit Arbeitsunfällen oder Wegeunfällen und Privatversicherte.
Bitte bringen Sie sämtliche relevanten medizinischen Unterlagen zu Ihrem Termin mit, beispielsweise Ihre Medikamentenliste, vorhandene Hilfsmittel wie Gehstützen oder Schienen und insbesondere auch Röntgenbilder.
Für die Versorgung von stationären Patientinnen und Patienten haben wir zwei Stationen (Station 51 und Station 21). Die Stationen verfügen über 1- und 2-Bettzimmer sowie Mehrbettzimmer. Zudem gibt es die Möglichkeit der Unterbringung auf der Komfortstation. Sie und Ihre Besucher können gerne unser drahtloses lokales Netzwerk (Wireless LAN, WLAN) nutzen. Nach Absprache können Ihre Angehörigen Sie während gelockerter Besuchszeiten zwischen 10.00 und 22.00 Uhr besuchen.
Die Planung der Entlassung erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Stationsärztin oder Stationsarzt und Pflegedienst, hierbei sprechen wir uns mit Ihnen als Patientin oder Patient sowie mit Ihren Angehörigen ab. Falls bei der häuslichen Versorgung Probleme auftreten, können Sie auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserem Pflegedienst zählen.
Berufsgenossenschaftlich versicherte Patientinnen und Patienten werden in der Regel über unsere eigene D-Arztsprechstunde ambulant weiterbehandelt. Für alle übrigen Patientinnen und Patienten organisieren wir eine ambulante Weiterbehandlung bei einer niedergelassenen Unfallchirurgin oder einem niedergelassenen Unfallchirurgen in Wohnortnähe. In bestimmten Fällen kann die ambulante Weiterbhandlung auch in unseren jeweiligen Fachsprechstunden erfolgen.
Leitung
Allgemeiner Kontakt
Telefon: 030 130 23 1329
E-Mail: info-zmm.kfh@vivantes.de
Adresse und Anfahrt
Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Landsberger Allee 49
10249 Berlin-Friedrichshain



