Klinik für Thoraxchirurgie in Berlin-Neukölln

Klinikum Neukölln

Die Klinik für Thoraxchirurgie im Vivantes Klinikum Neukölln behandelt Lungenerkrankungen, akute Atemnot, Beschwerden am Brustfell und Mittelfell sowie Lungenkrebs. Bei Erkrankungen im Brustraum sind unsere Expert*innen rund um die Uhr für Sie da.

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Thoraxchirurgie mit Tradition

Die Thoraxchirurgie am Klinikum Neukölln kann auf eine lange Tradition in der Thoraxchirurgie zurückblicken. Bereits 1968 führte Professor Dr. Emil Bücherl am Krankenhaus Berlin-Neukölln die erste Lungentransplantation in Europa durch. Auch heute dürfen Sie darauf vertrauen, in unserer Klinik nach neuesten wissenschaftlichen und technischen Standards behandelt zu werden.

Optimale Therapie bei Erkrankungen im Brustraum

Die Ausstattung der Klinik für Thoraxchirurgie ist optimal auf die Anforderungen einer modernen Behandlung ausgerichtet. Wir arbeiten in Hybrid-Operationssälen, in denen die medizinische Bildgebung bereits integriert ist. Damit können unsere Operateur*innen insbesondere minimal-invasive Eingriffe präzise durchführen.

Zudem verfügen wir über modernste Medizintechnik, wie Operationslaser für gewebeschonende Eingriffe, aber auch über 3D-Videotürme, die das räumliche Sehen und ein zielgenaues Arbeiten ermöglichen.

Auf unserer Weaning Station können Patientinnen und Patienten behutsam von der künstlichen Beatmung entwöhnt werden. Darüber hinaus bieten wir umfassende interdisziplinäre Intensivtherapien an. Wer während des Klinikaufenthaltes mehr Komfort und Service wünscht, der kann in unserer Komfortklinik untergebracht werden.

Interdisziplinäre Lungenspezialist*innen im Neuköllner Krankenhaus

Für die hohe chirurgische Versorgungsqualität bekam die Klinik für Thoraxchirurgie 2021 von der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie das Zertifikat „Exellenzzentrum für Thoraxchirurgie“ verliehen.

Um Ihnen eine umfassende Diagnostik und Behandlung anbieten zu können, arbeiten wir eng mit den Kolleginnen und Kollegen der benachbarten Fachbereiche zusammen. So sind von der Diagnosestellung im Behandlungsverlauf beispielsweise die Pneumologie, Onkologie, Strahlentherapie und Intensivmedizin eng miteinander verzahnt. Bei operativen Eingriffen kooperieren wir mit Mediziner*innen aus der Traumatologie, Visceralchirurgie, HNO und Neurochirurgie – bei Vivantes laufen alle Fäden zusammen.

Ihr Aufenthalt im Lungenkrebszentrum und der Thoraxchirurgie

Für das Lungenkrebszentrum und die Thoraxchirurgie stehen 27 Betten zur Verfügung. Es erwarten Sie überwiegend Zweibettzimmer und bei Bedarf auch Einbettzimmer. Unsere Station finden Sie im Hauptgebäude auf der roten Fahrstuhlseite im dritten Stock. Wir empfangen Sie freundlich und kümmern uns einfühlsam um Sie und Ihre Anliegen. Wir möchten, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen und betreuen Sie nach den neusten Pflegestandards. Auf Wunsch reservieren wir für Sie ein Bett auf der Komfortstation.

 

Unser Ärzteteam nimmt sich gerne die Zeit, um auf Ihre Fragen verständlich und umfangreich zu antworten. Darüber hinaus stehen Ihnen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialdienstes, der Physiotherapie, der Psychoonkologie sowie Beraterinnen und Berater zur Rauchentwöhnung zur Seite. Gerne stellen wir auch Kontakte zu Selbsthilfegruppen her.

In der thoraxchirurgischen Tagesklinik versorgen wir Sie ambulant oder teilstationär. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der vorstationären und nachstationären Betreuung von Patienten und Patientinnen mit gutartigen und bösartigen Tumoren. Von hier aus koordinieren wir auch die Therapieangebote des Lungenzentrums und bieten weitere Gesundheitsleistungen wie die ambulante Physiotherapie oder Beratungen zur Raucherentwöhnung. Die Tagesklinik ist werktags von 8.00 – 16.00 Uhr geöffnet.

Leistungsspektrum & Behandlungsschwerpunkte

Die Klinik für Thoraxchirurgie im Klinikum Neukölln zeichnet sich durch eine umfassende Expertise bei Tumorerkrankungen aus. Hier werden Patientinnen und Patienten ein individuelles Therapiekonzept zur Behandlung von Lungenkrebs angeboten. Außerdem ist die Neuköllner Thoraxchirurgie spezialisiert auf Brustkorbbeschwerden.

Im Brustkorb (Thorax) befinden sich lebenswichtige Organe und Strukturen. Nicht nur Herz und Lunge sitzen hier, auch wichtige Drüsen, Nerven, Blutgefäße und Lymphgefäße. Sie alle schützt die knöcherne Hülle des Thorax aus Rippen, Wirbeln und Brustbein. War es bei Erkrankungen oder Verletzungen im Brustkorb in der Vergangenheit immer notwendig, den Brustkorb zu öffnen, gewinnen heute mehr und mehr minimal-invasive Techniken an Bedeutung. Die Vorteile der so genannten Schlüsselloch-Chirurgie liegt auf der Hand: Da nur ein kleiner Hautschnitt notwendig ist, erholen sich Patientinnen und Patienten schneller vom Eingriff und haben auch weniger Schmerzen. Darüber hinaus arbeiten wir mit Operationslasern, die einen gewebeschonenden Eingriff ermöglichen und sind spezialisiert auf die Emphysemchirurgie (bei Überblähung der Lungenbläschen). Ferner arbeiten wir seit 2024 mit dem robotischen Operationsverfahren daVinci Xi Operationsroboter.

Wir bemühen uns, Ihnen den Aufenthalt in der Klinik für Thoraxchirurgie so angenehm wie möglich zu gestalten. Dazu gehören schmerzfreie Operationen durch eine rückenmarksnahe Schmerztherapie, ein 24-Stunden Schmerzdienst, aber auch die Möglichkeit, Überdruck-Inhalationstherapien direkt am Krankenbett durchzuführen. Nach Lungenoperationen arbeiten wir mit modernsten tragbaren Drainage-Saugsystemen. Neben unserer ausgewiesenen Fachkompetenz bei Tumorerkrankungen (Lungenkrebs und Rippenfellkrebs) im Brustraum sind wir spezialisiert auf die Behandlung von Lungenkollaps (Pneumothorax), Rippenfelleiterungen (Pleuraempynem), abnormen Gewebeneubildungen zwischen den beiden Lungenflügeln (Mediastinaltumore), Verengungen der Luftröhre, aber auch Lungenbläschen (Lungenemphysemen) als Folge chronischer Lungenerkrankungen.

 

 

Lungenkrebs (Lungenkarzinom) ist in Deutschland bei Männern die häufigste und bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Wird er in einem frühen Stadium erkannt, liegt die Überlebenschance zwischen 50 und 95 Prozent. 85 Prozent der Lungenkrebserkrankungen werden durch Rauchen verursacht. Begründet die Röntgenuntersuchung den Verdacht auf Lungenkrebs, werden in der Regel eine Computertomographie und eine Spiegelung der Atemwege (Bronchoskopie) mit Probeentnahme durchgeführt. Um Metastasen festzustellen und genau zu lokalisieren, ist die Untersuchung der Knochen (Szintigraphie) und des Kopfes möglich. Eine PET (Positronenemissionstomographie) ermöglicht die Auffindung und Darstellung von Tumoren und Metastasen in Lymphknoten und anderen Organen. Nach Abschluss der Diagnostik erarbeiten Expertinnen und Experten verschiedener Fachdisziplinen gemeinsam für jede Patientin und jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept.

Für die Wahl der richtigen Therapie ist es entscheidend, den Tumortyp festzustellen. Des Weiteren werden das Stadium der Erkrankung und die körperliche Verfassung der Patientin oder des Patienten berücksichtigt. In einem frühen Tumorstadium ist die operative Entfernung des Lungenkrebses das effektivste Therapieverfahren. Für alle operativen Therapieverfahren stehen uns hybride Operationssäle, OP-Laser und neueste Videotechnik zur Verfügung. Bei fortgeschrittenen Tumorstadien ist meist eine Chemotherapie eventuell in Kombination mit einer Bestrahlung sinnvoll. Bei der Behandlung von Lungenkrebs arbeiten wir mit gebündelten Kompetenzen im Lungenkrebszentrum zusammen. Außerdem überprüfen wir – soweit gewünscht - im Rahmen des Zweitmeinungsverfahrens Ihre ärztlichen Befunde.

Bei Tumoren des Rippen- und Lungenfells (Mesotheliom) haben wir in unserer Mesotheliomeinheit gute Behandlungsmöglichkeiten. Auch hier wird die zielgerichtete Therapie nach genauer Tumordiagnostik gestellt. Es gibt operative Möglichkeiten, die in unseren modernen Operationssälen unter Hinzunahme von Videotechnik und Chemotherapie noch im OP-Saal erfolgen. Andere Behandlungsformen sind Chemotherapie und / oder Bestrahlung. Wir bieten auch hier eine Zweitmeinungssprechstunde an.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Klinik ist die Behandlung von Verletzungen im Brustkorb, akuter Atemnot und von Rippenfellergüssen. Der Rippenfellerguss ist immer Folge anderer Erkrankungen: Beispielsweise kann ihm eine Entzündung des Brustfells oder eine bösartige Tumorerkrankung vorausgehen. Die Ergüsse können blutig sein, bisweilen kann es zu Einblutungen in die Pleura – dem Spalt zwischen Brustwand und Lunge - kommen, etwa bei Verletzungen. Dadurch wird die Lunge beengt und das Atmen erschwert. In mehreren Untersuchungen klären unsere Expertinnen und Experten die Ursache ab, um so die für Sie individuell beste Therapie zu finden. Zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken werden der Erguss und gegebenenfalls die Pleura punktiert.

Im Falle eines kleinen Rippenfellergusses muss keine Behandlung erfolgen - die Flüssigkeit läuft hierbei von alleine ab. Bei einem größeren Rippenfellerguss mit mehr als einem Liter Flüssigkeit entlasten wir die Lunge durch eine Pleurapunktion. Dazu führt eine erfahrene Ärztin oder ein erfahrener Arzt unter örtlicher Betäubung eine Nadel ein. Anschließend wird eine Drainage für das Ablaufen der Flüssigkeit gelegt. Lässt sich auf diese Weise die Flüssigkeit nicht vollständig entleeren, kann die verbliebene Flüssigkeit durch eine minimal-invasive Operation entfernt werden.

Kurzatmigkeit, geringe Leistungsfähigkeit und chronischer Husten an Morgen begleiten ein Lungenemphysem. Dabei verlieren die Lungenbläschen, in denen sich Sauerstoff und Kohlenstoff austauschen, ihre elastischen Fasern überblähen. Die Ursache können eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (chronische Bronchitis), Giftstoffe (Zigarettenrauch) oder auch angeborene Defekte sein. Der Prozess beschleunigt sich im Alter und kann durch Medikamente nur verlangsamt werden. Eine Abklärung im frühen Stadium wird dringend empfohlen.

In einem ersten Schritt sollten Patienten und Patientinnen alle Faktoren minimieren, die zu einem Lungenemphysem beitragen. Sie sollten also nicht mehr rauchen und eine eventuell bestehende chronische Bronchitis behandeln lassen. Durch eine medikamentöse Therapie oder die Verordnung eines Heimsauerstoffgerätes kann die Lebensqualität verbessern.

Körperliches Training und gezielte Physiotherapie ergänzen die konservative Behandlung. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, ist es möglich durch kleine, nicht operative Eingriffe eine Besserung herbeizuführen. So gibt es die Möglichkeit durch Einsetzen von kleinen Ventilen in die Bronchien die überblähten Lungenabschnitte zu „Entlüften“ und durch deren Kollaps dem gesunden Lungengewebe wieder mehr Platz gegeben wird.

Ist das Lungenemphysem sehr ausgebreitet, ist die Entfernung des betroffenen Lungenareals möglich. Die gesunden Anteile der Lunge können sich wieder besser entfalten und die Arbeit der Atemmuskulatur wird ebenfalls wieder effektiver, weshalb die Patienten meist rasch eine deutliche Besserung der Beschwerdesymptomatik bemerken. Der Prozess der Emphysemtherapie ist im Vivantes Klinikum Neukölln qualitätsgesichert.

  • Rippenfellkrebs - Diagnostik und operative Therapie des Rippenfellkrebses (malignes Mesotheliom)
  • Tumore der Brustwand und des Brustbeins - Operationen bei Tumoren der Brustwand oder des Brustbeins
  • Lungenkrebs (Lungenmetastasen) - Laserchirurgie bei Lungenmetastasen unterschiedlicher Primärtumore
  • Lymphknotenvergrößerung - Video-Mediastinoskopische Lymphknotenentfernung zur Diagnostik unklarer Lymphknotenvergrößerung
  • Lungenkollaps (Pneumothorax) - Minimal-invasive Thoraxchirurgie bei Lungenkollaps
  • Rippenfelleiterungen (Pleuraempynem) - Minimal-invasive Thoraxchirurgie bei Rippenfelleiterungen
  • Verengte Luftröhre - Chirurgie der Luftröhre bei Tumoren, Verletzungen und Verengungen
  • Myasthenien - Minimal-invasive (thorakoskopische) Thymektomien bei Myasthenia Gravis oder bei Tumoren des Thymus (ein wichtiger Teil unseres Immunsystems)
  • Trichterbrust - Minimal-invasive Operationen der Trichterbrust
  • Schweißhände - Operative Therapie von Schweißhänden (thorakoskopische Sympathektomie)
  • Blutungen oder Tumorverschlüsse im Bronchialsystem - Interventionelle (starre) Bronchoskopie mit Lasereinsatz

Leitung der Klinik für Thoraxchirurgie in Berlin-Neukölln

Porträt von Dr. Stephan Eggeling
Kontaktperson: Dr. med. Stephan Eggeling
Chefarzt

Kontakt

Kontaktperson: Anja Frymauth
Sekretariat

Kontakt

E-Mail:
Telefon:030 130 14 4251
Fax:030 130 14 4259

Kontaktperson: Sabrina Thiess
Stationspflegeleitung
Station 35

Kontakt

Kontaktperson: Dr. med. Stephan Sklenar
Leitender Oberarzt

Kontakt

Kontakt & Sprechstunden

Wenn Sie eine allgemeine Anfrage haben, rufen Sie unser über den allgemeinen Kontakt an oder stellen Sie eine schriftliche Anfrage.

Klinik für Thoraxchirurgie

(030) 130 14 4251

im Vivantes Klinikum Neukölln

Rudower Straße 48

12351 Berlin Neukölln

E-Mail:

Unsere Sprechzeiten sind Montag bis Freitag, jeweils 9.00 bis 14.00 Uhr.

Privatsprechstunden nach Vereinbarung.

Unsere Ambulanz steht Ihnen unter folgender Telefonnummer zur Verfügung:

Tel.: 030 130 14 4255

Fax: 030 130 14 4928

S 41, 45, 46, 47 bis Neukölln weiter mit U 7 oder Bus 171 Klinikum Neukölln, Fußweg über Kolibri- und Kormoranweg

U 7 bis Parchimer Allee oder Britz-Süd weiter mit Bus M 46Klinikum Neukölln, Rotschwanzweg, Kolibriweg

Mit dem Auto:

von Norden: BAB A113 Abfahrt Späthstraße

von Süden: BAB A113 Abfahrt Späthstraße

weiter zur Rudower Straße 48, 12351 Berlin

In der näheren Umgebung des Klinikum Neukölln stehen Ihnen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.

Mesotheliomeinheit im Lungenkrebszentrum

Kooperationspartner des Cancer Centers Berlin-Neukölln

Termine und Sprechstunden

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