
Depressionen und Ängste in den Wechseljahren
Die Wechseljahre bedeuten eine hormonelle und häufig auch psychische Veränderung. Wir bieten Beratung und Behandlung bei Depressionen, Schlafstörungen und Ängsten in den Wechseljahren.
„Psychische Probleme werden immer noch viel zu selten mit hormonellen Veränderungen in Zusammenhang gebracht.“

Biologische Umstellung in den Wechseljahren
Die Lebensmitte kann für Männer und Frauen eine Herausforderung sein: Die Eltern werden gebrechlich, die Kinder ziehen aus, die eigene Jugend ist passé. Frauen müssen zudem mit einer tiefgreifenden biologischen Umstellung fertig werden. Nach und nach stellt der Körper die Produktion der Geschlechtshormone ein und sie verlieren ihre Fruchtbarkeit. Doch die Botenstoffe steuern nicht nur Menstruationszyklus und Schwangerschaft. Sie beeinflussen auch das Gehirn auf vielfältige Weise, so dass ihr Versiegen zu unangenehmen Begleiterscheinungen führen kann.
In der Menopause (Wechseljahre) führen hormonelle Umstellungen, insbesondere sinkende Östrogen- und Progesteronspiegel, bei vielen Frauen zu psychischen Beschwerden. Häufig treten Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen, Angstzustände, Reizbarkeit und kognitive Probleme wie „Brain Fog“ (Gehirnnebel) auf.
Depressionen, Schlafstörungen und Ängste in den Wechseljahren
Hormone und Seele kommunizieren ganz eng miteinander – das bekommen Frauen, die in die Wechseljahre kommen, häufig ganz deutlich zu spüren. In dieser Zeit besteht ein vielfach erhöhtes Risiko gegenüber anderen Lebensphasen an einer Depression oder Angsterkrankung zu erkranken. Darüber hinaus klagen viele Frauen, die in die Wechseljahre kommen, über Veränderungen der Konzentration, Merkfähigkeit und Aufmerksamkeit, die ihre Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen können.
Heute weiß man, dass Geschlechtshormone auf Botenstoffe im Gehirn wirken und auf diese Weise Stimmung, Sexualität und auch den Schlaf beeinflussen. Nimmt die Konzentration der zwei wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen ab, kann es bei einem nicht geringen Teil der Frauen zur Entwicklung von Unruhe, Schlafstörungen oder Depressivität kommen. Auch Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Angstsymptome können auftreten.
Frühe Wechseljahre und Kinderwunsch
Eine besondere Situation stellt sich für junge Frauen dar, die verfrüht in die Wechseljahre kommen, denn Kinderwunsch und Familienleben sind dadurch oft nicht mehr umzusetzen. Die betroffenen Frauen müssen somit ihre Lebensplanung komplett verändern, was zu erheblichen seelischen Problemen führen kann.
Wechseljahre infolge einer Krebserkrankung: Doppelte Belastung für Körper und Seele
Auch Frauen, die aufgrund einer hormonellen Behandlung, oder einer Entfernung der Eierstöcke im Rahmen einer Krebserkrankung in die Wechseljahre kommen, sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Sie müssen nicht nur mit den Folgen der Krebserkrankung fertig werden, sondern auch mit den unter Umständen verfrüht und heftig eintretenden Beschwerden der Wechseljahre. Bei diesen Frauen ist die Entstehung einer Depression oder einer Angsterkrankung besonders hoch.
Hilfe bei seelischen Beschwerden in den Wechseljahren
Viele Frauen denken, sie müssten psychologische Beschwerden in Kauf nehmen. Sie scheuen sich, für einen vermeintlich normalen Vorgang Hilfe in Anspruch zu nehmen. Andere wiederum suchen nach einer psychologischen Erklärung für die Symptome – manchmal findet sich auch eine, oft eben auch nicht. In dieser Verwirrung und Unsicherheit helfen wir. Unsere Expertinnen und Experten identifizieren die Faktoren, die für den veränderten psychischen Zustand verantwortlich sind. So können wir Sie umfassend therapeutisch beraten.
