
Sie haben sich für den Einsatz einer Hüft- bzw. Knie-Prothese entschieden und fragen sich, wie es nach der OP und insbesondere mit der Reha nach der Hüft-OP bzw. Knie-OP weitergeht. Wir verfügen über langjährige Erfahrung in der Planung von Reha-Maßnahmen und betreiben bei Vivantes auch ein eigenes Rehabilitationszentrum. Es gehört zu den größten ganztägig ambulanten Reha-Zentren Berlins.
Für den Erfolg der Operation ist die Rehabilitation ebenso wichtig wie der Einsatz des neuen Hüftgelenks oder des Kniegelenks selbst.

Ziel unserer Arbeit ist es, Ihnen eine Rückkehr in ein unabhängiges Leben zu ermöglichen. Dabei wird jede Rehabilitationsmaßnahme individuell erarbeitet. Gemeinsam mit Ihnen, Ihren Angehörigen und dem Team besprechen wir Ihre persönlichen Bedürfnisse.
Ziele der Reha nach der Hüft-OP und nach der Knie-OP
Die Reha dient in erster Linie Ihrer schnellen Rückführung ins alltägliche Leben. Hauptsächliche Ziele sind:
- Die Beseitigung und Linderung von Gelenkschmerzen
- Die Förderung von Ausdauer, Mobilität und Motorik
- Die Stabilisation und Stützung der Hüfte
- Muskelaufbau und das Erlernen eines gelenkschonenden Verhaltens
- Eine Stärkung des psychischen Wohlbefindens
Schritt 1: Die Auswahl der Reha-Klinik

Unterschied zwischen ambulanter und stationärer Reha
Die Therapieeinheiten sind in der ambulanten und in der stationären Reha identisch. Bei einer ambulanten Reha schlafen Sie zu Hause und besuchen die Einrichtung täglich nach dem vorgegebenen Therapieplan für ca. 6 Stunden.
Ein Vorteil der ambulanten Reha ist, dass Sie die geübten und erreichten Therapieschritte umgehend bei Ihnen zu Hause umsetzen können. Außerdem verbringen Sie die Abende und auch die Wochenenden in Ihren eigenen vier Wänden.
Die ambulante Reha ist die erste Wahl, wenn es für Ihre Lebensumstände und Belastbarkeit möglich ist.
Weitere Fragen rundum die Auswahl der Reha-Klinik
Wie komme ich zur ambulanten Reha-Einrichtung?
Kann ich mir die Rehaklinik selber aussuchen?
Sie haben bei der Rehaklinik ein Wunsch- und Wahlrecht. Manchmal ist es jedoch notwendig, den Klinikwunsch zugunsten eines Termins innerhalb der Frist zurückzustellen, wenn die Wunschklinik zeitnah keine freien Kapazitäten hat.
Zudem haben einige Kostenträger Vertragskliniken, die von den Kostenträgern bevorzugt belegt werden. Im Zweifel erkundigen Sie bei unserem Sozialdienst, welche Kliniken das sind.
Wer entscheidet in welche Rehaklinik ich gehe?
Ich bin privat versichert, kann ich mir die Reha-Klinik selber aussuchen?
Unsere Vivantes Reha-Klinik

Wir begrüßen Sie sehr gerne in unserer Vivantes Reha-Klinik, vorausgesetzt sie wohnen im Umkreis und Ihr Fahrweg beträgt in der Regel nicht länger als 45 Minuten.
Die Vivantes Rehabilitation ist eines der größten ganztägig ambulanten Rehazentren Berlins.
Während der Rehabilitation erhalten Sie sowohl aktive als auch passive Therapien, Gesundheitsschulungen und eine psychosoziale Beratung. Zu den Anwendungen zählen:
- Schmerztherapie
- Physiotherapie
- Physikalische Therapien
- Medizinische Trainingstherapie
- Gangschule
- Ergotherapie
- Soziale Beratung
- Psychologische Beratung
- Schulungen und Gesundheitsbildung
Wir empfehlen Ihnen, rechtzeitig Ihre Reha bei uns über den Sozialdienst zu reservieren.
Schritt 2: Die Reservierung der Reha-Klinik

Vereinbarung des OP-Termins
Vorausschauende Termine bilden die Basis unserer Reha-Planung. Nachfolgend skizzieren wir Ihnen die wichtigsten Punkte der Reha-Planung nach der Hüft-OP bzw. Knie-OP:
Ihre Aufgabe
Sie überlegen sich,
- wann es für Sie am besten ist, eine Reha durchzuführen und
- ob Sie in eine bestimmte orthopädische Reha-Einrichtung gehen möchten.
Sind sie bezüglich Zeitpunkt und Reha-Einrichtung flexibel oder nicht?
Grundsätzlich lässt sich sagen: Je festgelegter Sie bezüglich Zeitpunkt der Reha und Auswahl der Reha-Klinik sind, desto länger ist der Planungszeitraum im Voraus.
Das ist ähnlich wie bei der Urlaubsplanung: Die Wunschunterkunft bekommt man nur, wenn man rechtzeitig im Voraus reserviert.
Ein langer Planungszeitraum ist mindestens ein Vierteljahr.
Aus dieser Überlegung ergibt sich, wann für Sie der Zeitpunkt der OP am besten ist.
Bitte besprechen Sie Ihre Reha-Überlegungen und was Sie sich vorstellen mit Ihrer operierenden Ärztin oder Ihrem operierenden Arzt. Denn hieraus ergibt sich der Zeitpunkt des OP-Termins.
Haben Sie Ihren OP-Termin vereinbart, kontaktieren Sie bitte unseren Sozialdienst. Mit ihm besprechen Sie die Möglichkeiten und die Auswahl der Reha-Klinik.
Alles gut geplant, aber die OP wird vorverlegt:
Ihre Aufgabe
Ihnen wird ein früherer OP-Termin angeboten und Sie entscheiden sich, der Vorverlegung zuzustimmen, dann können wir Ihnen Ihre reservierte Reha- Klinik nicht mehr zusichern. Wie gesagt, ähnlich wie in der Urlaubsplanung, ist dann die Einrichtung einfach schon belegt. Bitte nehmen Sie umgehend Kontakt mit unserem Sozialdienst auf, wenn Sie Ihren OP-Termin vorverlegt haben.
Unsere Aufgabe
Wir bemühen uns bei Ihrer Wunsch-Rehaklinik, Ihnen einen früheren Termin zu reservieren. Falls das nicht klappt, suchen wir nach Alternativen. Grundsätzlich gilt: Je größer der Vorlauf der Reha-Planung, desto besser können wir Ihren Wünschen gerecht werden.
Falls Sie sich entscheiden den OP-Termin sehr kurzfristig nach vorne zu verschieben und nur noch wenig Zeit bis zur theoretischen Reha-Aufnahme bleibt, kann es sein, dass Sie einen längeren Zeitraum zu Hause überbrücken müssen, bis Sie eine Reha-Maßnahme antreten können.

Was kompliziert wirkt, ist ganz einfach und erfolgt nach einem Standard-Prozess. Wir kümmern uns um Ihren Antrag.
Schritt 3: Die Reha-Beantragung
Was kompliziert wirkt, ist ganz einfach und erfolgt nach einem Standard-Prozess. Hier die Antworten auf die häufigsten Fragen:
Wer beantragt die Reha?
Wie beantrage ich eine Reha?
Die Reha (Anschlussheilbehandlung) beantragen Sie bei Ihrer Krankenkasse, wenn Sie Rentner*in sind und bei Ihrem Rentenversicherungsträger, wenn Sie noch im Berufsleben stehen. Der Sozialdienst kümmert sich in Absprache mit Ihnen um die Antragsstellung.
Bei Beamte*innen und Privatpatient*innen gelten abweichende Regeln. Bei der Antragsstellung hilft Ihnen unser Sozialdienst.
Reha-Kosten
Wer übernimmt die Kosten für eine Reha?
Werden alle Kosten für die Reha übernommen?
Die Kosten für die sogenannte Anschlussheilbehandlung – die Reha -, die vom Patienten selbst zu tragen sind, hängen davon ab, welcher Kostenträger in der Leistungspflicht ist.
Kostenträger Rentenversicherungsträger: Zuzahlung bei einer stationären Reha-Maßnahme in Höhe von 10 Euro pro Tag für längstens 14 Tage im Kalenderjahr. Die Zuzahlung entfällt bei einer ambulanten Reha-Maßnahme.
Kostenträger Krankenkasse: Zuzahlung in Höhe von 10,00 Euro pro Behandlungstag für bis zu 28 Behandlungstage pro Kalenderjahr (egal ob ambulant oder stationär)
Wenn Sie in einem Jahr bereits mehrere Krankenhausaufenthalte oder Anschlussrehabilitationen in Anspruch genommen haben, werden alle Tage der Zuzahlung berücksichtigt und gegenseitig angerechnet.
Bei privaten Krankenkassen mit und ohne Beihilfe müssen Sie in der Regel in Vorleistung gehen und bekommen die Kosten erst im Nachhinein erstattet. Je nach abgeschlossen Tarif bei der privaten Krankenversicherung kann es sein, dass die private Krankenkasse nur einen Teil der Reha-Kosten übernimmt und ein Selbstbehalt beim Versicherten bleibt. Idealerweise erkundigen Sie sich vor Antritt der Rehabilitation bei Ihrer Krankenversicherung. Es können auch Kosten entstehen, die nicht durch die Beihilfe abgedeckt sind.
Wie erfahre ich, ob die Kosten übernommen werden?
Sie erhalten von Ihrem Kostenträger eine schriftliche Kostenübernahme. Ohne diese Kostenübernahme sollten Sie die Reha-Maßnahme nicht antreten, da Sie die Kosten im Zweifel sonst komplett selber tragen müssen. Es kann auch sein, dass Sie ohne die Kostenübernahme von der Rehaklinik am Tag der Aufnahme abgelehnt werden. Sollte Ihnen bis zum Termin keine Kostenübernahme vorliegen, wenden Sie sich bitte direkt an den zuständigen Kostenträger.

Weitere Fragen zur Reha nach der Hüft-OP und nach der Knie-OP
Wie lange dauert der Reha-Aufenthalt nach dem Einsatz einer Knieprothese bzw. nach dem Einsatz einer Hüftprothese?
Ist eine Reha Pflicht nach der OP?
Kann ich Angehörige (Ehepartner) mit zur Reha nehmen?
Angehörige können in der Regel mit zur Reha fahren, sofern die Rehaklinik Kapazitäten hat. Wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Ihre Begleitperson nicht als medizinisch notwendig attestiert hat, dann muss Ihre Begleitperson die Kosten für den Aufenthalt selber zahlen. Der Tagessatz wird von der Rehaklinik festgelegt und muss selber in den Kliniken erfragt werden.
Was muss ich in die Reha-Klinik mitnehmen?
Packliste
- Ihnen vorliegende medizinische Unterlagen wie: Entlassungsbrief, aktuelle Röntgenbilder, Medikamentenplan (BMP)/Aufstellung der Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen und die Sie ggf. im Tagesverlauf benötigen.
- Erforderliche Hilfsmittel (Gehhilfen/Rollator/Rollstuhl).
- Patient*innen mit Gehhilfen empfehlen wir, einen kleinen Rucksack mitzubringen.
- Sportbekleidung wie Trainings- oder Jogginganzug, wenn vorhanden: Turnschuhe.
- Ein Handtuch als Unterlage für die Nutzung der Geräte.
- Etwas Kleingeld für die Benutzung der Getränkeautomaten.
- Genaue Adresse Ihres Hausarztes/behandelnden Facharztes mit Telefonnummer, Ihrer Krankenkasse bzw. Krankenversicherung.
- Nachweise über bereits gezahlte Zuzahlungen im laufenden Jahr.
- Ihre Bankverbindung für eine eventuelle Fahrtkostenerstattung.
- Persönliche Gegenstände und Wertgegenstände sollten weitgehend zu Hause gelassen werden.
- Ausgefüllte und unterschriebene Fragebögen und Erklärungen, die Sie mit der schriftlichen Einladung zur Reha erhalten.
- Bei Sprachbarriere Dolmetscher/Adresse Kontaktperson.
Diese Vivantes Packliste für die Rehaklinik können Sie auch hier runterladen.
Unser Vivantes Tipp: Packen Sie Ihre Reha-Tasche möglichst bevor sie operiert werden.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir planen mit Ihnen Ihre Reha.
Kontakt Sozialdienst
Hier finden Sie alle E-Mailadressen von uns. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen Ihre Reha zu planen.
Auguste-Viktoria-Klinikum
Humboldt-Klinikum
Klinikum Am Urban
Klinikum Kaulsdorf
Klinikum im Friedrichshain
Klinikum Neukölln
Klinikum Spandau
Weitere Themen rund um Ihre Versorgung
Terminvereinbarung mit und ohne Überweisung:
„Einrichtungen, die die gestellten Anforderungen erfüllen und dies auch während einer ca. zweitägigen Auditierung nachweisen, können sich als EndoProthetikZentrum bzw. EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung von der Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie zertifizieren lassen. Patient*innen können an dem erteilten Zertifikat erkennen, dass sich eine Einrichtung intensiv mit dem Thema des künstlichen Gelenkersatzes des Hüft- und/oder des Kniegelenkes auseinandergesetzt hat und die durch die Fachgesellschaft aufgestellten Qualitätsanforderungen erfüllt. Auch hat sich die Klinik verpflichtet, die Behandlungsergebnisse ihrer Endoprothetik-Operationen konsequent zu überprüfen.“ (Quelle: endocert.de)










