
Wirbelsäulenchirurgie
Auguste-Viktoria-Klinikum
Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum ist das erste von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft zertifizierte Wirbelsäulenzentrum in Berlin-Brandenburg. Unsere interdisziplinäre Zusammenarbeit und ein hoher Qualitätsstandard zeichnen uns aus. Wir möchten, dass Sie wieder schmerzfrei mobil sind!
Zertifiziertes Wirbelsäulenspezialzentrum am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie des Auguste-Viktoria-Klinikums hat als erste Klinik in Berlin-Brandenburg 2017 das EU-weit geschützte Zertifikat "Wirbelsäulenzentrum der DWG" erhalten. Im September 2021 wurde das Zertifikat als Zeichen ihrer Expertise bei der Behandlung von Patient*innen mit Wirbelsäulenleiden nach einem erneuten Zertifizierungsprozess von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) erneuert.
Darüber hinaus leistete das Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum auch auf europäischer Ebene Pionierarbeit und wurde 2021 nach sorgfältiger Prüfung als Berlin-Brandenburgs erstes "Europäisches Exzellenzzentrum für Wirbelsäulenchirurgie" von Eurospine zertifiziert. Es gehört damit zu nur acht Kliniken in ganz Deutschland und 20 Kliniken in Europa.
Da der Begriff "Wirbelsäulenzentrum" in Deutschland und weiten Teilen Europas nicht geschützt ist, haben DWG und die Europäische Wirbelsäulengesellschaft Eurospine strenge Qualitätskriterien mit Anforderungen an Medizin, Pflege, Physiotherapie und Infrastruktur definiert. Um das Zertifikat zu erlangen, müssen zudem hohe Fallzahlen nachgewiesen werden. Auch eine enge Vernetzung in die operativen und nicht-operativen Fachabteilungen wird von zertifizierten "Master"-Chirurg*innen erwartet.
Im Rahmen der wöchentlichen interdisziplinären Wirbelsäulenkonferenz entscheiden Ärztinnen und Ärzte der Orthopädie, Neurochirurgie, Neurologie, Rehabilitationsmedizin, Schmerzmedizin und Radiologie über jede Operation. Eine Operation wird nur durchgeführt, wenn alle Mitglieder zustimmen.
Übersicht der Wirbelsäulenchirurgie
Unsere Zertifikate
„Unser Credo lautet: Wir operieren nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Transparenz und eine hohe Qualität bei der OP-Indikation sind uns daher besonders wichtig. Um das sicherzustellen, lassen wir die Konferenzen von einem Qualitätssicherungsprogramm begleiten.“

Medizinische Angebote der Wirbelsäulenchirurgie in Schöneberg
Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie in Berlin-Schöneberg behandelt Bandscheibenvorfälle, Verengungen der Wirbelkanäle (Spinalkanalstenosen), Wirbelgleiten, aber auch Entzündungen und Tumoren der Wirbelsäule. Uns ist es wichtig, die Wirbelsäule und den gesamten Bewegungsapparat ganzheitlich und interdisziplinär zu versorgen.
Mobilität ist ein hohes Gut. Wir alle möchten bis ins hohe Alter beweglich und mobil bleiben. Dabei spielt eine intakte und physiologisch entsprechend geformte Wirbelsäule eine zentrale Rolle. Angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft wachsen auch die Aufgaben der Neurochirurgie, der orthopädischen Chirurgie und Unfallchirurgie der Wirbelsäule. In der modernen Wirbelsäulenchirurgie behandeln wir Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule, aber auch Unfallfolgen sowie angeborene und erworbene Veränderungen des Bewegungsapparates der Wirbelsäule.
In der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum versorgen wir sämtliche Erkrankungen der Wirbelsäule – konservativ und operativ. Wir sind Ihre Expert*innen für Bandscheibenvorfall, Wirbelgleiten, Verengungen des Wirbelkanals oder Rückenschmerzen. Darüber hinaus verfügen wir über eine umfassende Expertise selbst bei sehr schwierigen Rekonstruktionsoperationen und Revisionsoperationen, bei denen wir vorangegangene Operationen korrigieren oder erweitern.
Bei allen Operationen, die so schonend wie möglich und häufig minimal-invasiv durchgeführt werden, arbeiten wir Hand in Hand mit Kolleginnen und Kollegen aus der Physiotherapie, Ergotherapie, Anästhesie und Schmerztherapie, Radiologie, Onkologie, Pathologie, plastischen Chirurgie und der Rehabilitationsmedizin. Während der gesamten Behandlung betreut Sie unser Pflegepersonal auf den Stationen kompetent, menschlich und engagiert. Unser Angebot richtet sich an Menschen jeden Alters mit dem Ziel, wieder ein Stück mehr Lebensqualität zurückzuerlangen und schmerzfrei beweglich zu sein.
Durch Erkrankungen an der Wirbelsäule wird die Bewegungsfreiheit deutlich eingeschränkt und die Lebensqualität erheblich gemindert. Wenn sämtliche konservativen, also nicht-operativen Behandlungsmöglichkeiten zur Beschwerdelinderung ausgeschöpft sind, kann eine Operation sinnvoll sein. Die operativen Therapiemöglichkeiten erstrecken sich von minimal-invasiven Eingriffen bis hin zu stabilisierenden Verfahren.
Ob und welche Operation wirklich sinnvoll ist, entscheiden wir innerhalb eines interdisziplinären Teams. So können wir Ihnen die bestmögliche Behandlung zuteilwerden lassen. Im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum haben wir eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Wirbelsäulenerkrankungen. Wir sind Ihre Wirbelsäulenspezialisten bei verschleißbedingten und altersbedingten Beschwerden, bei angeborenen oder erworbenen Erkrankungen oder bei Folgen von Infektionen oder Unfällen.
In unserem Wirbelsäulenteam stehen operative und nicht-operative Fachdisziplinen sowie das Department für Bewegungschirurgie in engem fachlichen Austausch.
- Operative und nicht-operative Behandlungen der Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule (HWS, BWS, LWS)
- Mikroskopische Bandscheibenoperation
- Mikroskopische Spinalkanalerweiterung mit Neurolyse (operative Entfernung von Verwachsungen um einen Nerv)
- Behandlung degenerativer Wirbelsäulenerkrankungen, angeborenem Wirbelgleiten und entzündlichen oder tumorösen Instabilitäten (Posteriore lumbale intervertebrale Fusion - PLIF bzw. TLIF und Anteriore lumbale intervertebrale Fusion - ALIF)
- Bandscheibenprothesen der Halswirbelsäule und Lendenwirbelsäule
- Nicht-operative Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen
Weitere Informationen zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten an der Wirbelsäule haben wir für Sie in unserer Broschüre zusammengestellt. Sie soll das persönliche Gespräch mit Ihrer behandelnden Ärztin und Ihrem behandelnden Arzt ergänzen. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern ausführlich und individuell, damit Sie gut informiert Ihre Entscheidung treffen können.
Ganzheitliche Versorgung und interdisziplinäre Expertise
Unser Wirbelsäulenteam betrachtet den gesamten Bewegungsapparat, um die Ursache Ihrer Beschwerden präzise einzuordnen. Dabei beziehen wir alle relevanten Fachdisziplinen ein und arbeiten eng mit dem Department für Bewegungschirurgie zusammen. So können wir sicher feststellen, ob Beschwerden direkt von der Wirbelsäule ausgehen oder in andere Bereiche ausstrahlen.
Individuelle Behandlung mit modernster Technik
Diagnostik und operative Versorgung erfolgen mit modernen bildgebenden Verfahren und Operationsmikroskopen. Die Klinik ist von der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) und der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) speziell für komplexe Eingriffe zertifiziert.
Qualität und verantwortlicher Ressourceneinsatz
Zu unseren Stärken gehören ein etabliertes Qualitäts- und Risikomanagement sowie die aktive Beteiligung am Antibiotic Stewardship (ABS), um Antibiotika verantwortungsvoll einzusetzen und Resistenzen vorzubeugen.
Wissenschaft und Forschung
Die Klinik führt klinische Studien durch, pflegt nationale und internationale wissenschaftliche Kooperationen und betreut Promotionsarbeiten im Bereich Wirbelsäulenerkrankungen.
Für Patient*innen – Ihr stationärer Aufenthalt in der Wirbelsäulenchirurgie
In unserer pflegerischen und ärztlichen Arbeit stehen Sie als Patient*in stets im Mittelpunkt. Daher ist es uns wichtig, Sie bestmöglich zu versorgen und zu betreuen. Damit Ihr Aufenthalt bei uns möglichst reibungslos verläuft, haben wir Ihnen nachfolgend alle notwendigen Informationen zusammengestellt.
- Krankenhauseinweisung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes
- Kostenübernahmeerklärung der gesetzlichen Krankenkasse
- Röntgen-Aufnahmen, MRT-Bilder, CT-Bilder und ähnliches
- Medizinische Unterlagen, wie Entlassungsbriefe, Befunde, Medikationsplan, Allergiepass, Materialausweis, Endoprothesenpass
- Bei Bedarf einen Dolmetscher oder Betreuer
Bei Ihnen ist ambulant oder stationär eine Behandlung geplant? Dann kommen Sie bitte am Vortag der geplanten Untersuchung oder Therapie zu der vereinbarten Uhrzeit zur Anmeldung in unsere Administration Haus 8 im Erdgeschoss. Bitte bringen Sie eine Einweisung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes und eine Kostenübernahmeerklärung durch die Krankenkasse mit. Hinweis: Am Aufnahmetag müssen Sie nicht nüchtern erscheinen, dies ist nur am Tag der Operation notwendig.
Stationäre Patientinnen und Patienten haben nach der administrativen Aufnahme die Möglichkeiten ihr Gepäck auf die vorgesehene Station zu bringen. In unserem Aufnahmegespräch in der orthopädischen Ambulanz, Haus 8, 2. Obergeschoss erläutern wir Ihnen die geplante Behandlung noch einmal ausführlich. Dafür bringen Sie bitte sämtliche medizinischen Unterlagen mit.
Wir nehmen Ihnen Blut ab und ergänzen gegebenenfalls weitere radiologische Voruntersuchungen. Wir legen eine Akte mit Ihrer aktuellen und geplanten Medikation an, überprüfen die Operationsindikation und klären Sie detailliert über die geplante Operation auf. Danach stellen Sie sich unseren Anästhesistinnen und Anästhesisten vor und besprechen das Narkoseverfahren.
Wichtig: Leiden Sie unter einer Herzerkrankung, dann bringen Sie bitte auch Befunde des Elektrokardiogramms (EKG), der Echokardiographie und der Herzkatheter-Untersuchung mit.
Stationäre Patientinnen und Patientenkönnen nach Abschluss des gesamten Aufnahmeprozesses das für sie vorgesehene Zimmer aufsuchen. Falls Sie die Station verlassen möchten, informieren Sie bitte das Pflegepersonal.
Ist bei Ihnen eine ambulante Operation oder Intervention beziehungsweise eine prästationäre Behandlung geplant, verlassen Sie unsere Klinik nach Abschluss der Aufnahmeformalitäten wieder.
Am Abend vor dem geplanten Operationstermin rufen Sie um 18.00 Uhr auf der Ihnen zugewiesenen Station an, um zu erfahren, ob es bei dem geplanten Operationstermin bleibt. Die Telefonnummer erfahren Sie am Tag der Aufnahme.
In der Regel ist es erforderlich, dass Sie ab Mitternacht vor dem Operationstag weder Nahrung noch Flüssigkeit zu sich nehmen. Auch das Rauchen sollte strikt vermieden werden, um das Narkose-Risiko so gering wie möglich zu halten. Sollten Sie dies versehentlich nicht eingehalten haben, bitten wir Sie, unser Personal darüber zu informieren.
Werden Sie ambulant oder prästationär behandelt, dann erscheinen Sie bitte am Operationstag, falls nicht anders besprochen, um 7.30 Uhr auf der für Sie vorgesehenen Station.
Ambulante Operation
Nach einer ambulanten Operationist in der Regel eine mehrstündige Überwachung erforderlich, bevor Sie unsere Klinik wieder verlassen können. Eine Entlassung nach Hause ist meist erst gegen Abend möglich.
Prästationäre und stationäre Operation
Die Stationsärztin und der Stationsarzt planen die Entlassung abhängig vom Verlauf nach der Operation gemeinsam mit Ihnen. Die Entlassung erfolgt in der Regel am geplanten Entlassungstag um 9.00 Uhr nach dem Frühstück. Die Patientin und der Patient erhalten neben der Aufenthaltsbescheinigung auch den Entlassungsbericht mit der aktuellen Medikation und den Anweisungen für die weitere Behandlung. Bitte stellen Sie sich am Entlassungstag ambulant bei Ihrem einweisenden Arzt oder Ihrem Hausarzt vor, spätestens jedoch am Tag darauf. Nur so können wir eine lückenlose medizinische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten gewährleisten.
Anschlussheilbehandlung
Eine medizinisch erforderliche Anschlussheilbehandlungin einem Rehabilitationszentrum kann, falls vorgesehen, sowohl ambulant als auch stationär erfolgen. Unser hausinterner Sozialdienst unterstützt Sie bei der Beantragung der Anschlussheilbehandlung bei Ihrem Leistungsträger. Bitte beachten sie, dass nicht immer eine Direktverlegung in eine Rehabilitationsklinik möglich ist. Gelegentlich ist ein kurzer Zwischenaufenthalt daheim nicht zu vermeiden. In dieser Zeit betreuen Sie Ihre einweisende Ärztin und Ihr einweisender Arzt. Diese verordnen Ihnen auch die notwendigen physiotherapeutischen Behandlungen.
Für Ärzte
Interdisziplinäre Wirbelsäulenkonferenz
Am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum findet seit 2014 jeden Freitag die interdisziplinäre Wirbelsäulenkonferenz statt. Hier werden stationäre sowie über die Ambulanz vorgestellte Fälle degenerativer Wirbelsäulenerkrankungen gemeinsam besprochen. Ziel ist es, in enger Abstimmung zwischen Neurologie, interventioneller Radiologie, Orthopädie, Neurochirurgie und Rehabilitationsmedizin die bestmögliche konservative oder operative Therapie zu bestimmen.
Die Konferenz wurde von den Leitungen der beteiligten Fachbereiche initiiert:
- Prof. Dr. Bruno-Marcel Mackert (Neurologie),
- PD Dr. Andreas Koops (interventionelle Radiologie),
- Dr. Spank (Orthopädie),
- Prof. Dr. med. Mario Cabraja (Neurochirurgie) und
- Dr. Tillmann Stock (Rehabilitation).
Moderiert durch die Radiologie ermöglicht die Konferenz eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit und stärkt die Behandlungsqualität. Um Transparenz und eine verlässliche Indikationsstellung zu gewährleisten, wird sie von einem Qualitätssicherungsprogramm begleitet.
Tumor- und Infektkonferenz
Für Patientinnen und Patienten mit Tumor- oder Infektionserkrankungen werden zusätzlich eine interdisziplinäre Tumorkonferenz sowie eine Infektkonferenz durchgeführt. Sie gewährleisten eine abgestimmte Behandlung aller beteiligten Fachrichtungen und unterstützen einen nahtlosen Übergang in die ambulante Weiterbehandlung und Rehabilitation.
Leitung der Klinik
Unsere Oberärzt*innen der Wirbelsäulenchirurgie
- Dr. med. Henning Hosch (henning.hosch@vivantes.de)
- Dr. med. Tobias Kratzsch, M.Sc. (tobias.kratzsch@vivantes.de)
Allgemeiner Kontakt
Telefon: 030 130 20 3862
E-Mail: wirbelsaeulenchirurgie.avk@vivantes.de
Adresse und Anfahrt
Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Rubensstraße 125
12157 Berlin-Schöneberg
Wir sind für Sie da!
Wenn Sie eine allgemeine Anfrage haben oder einen Termin vereinbaren möchten, rufen Sie uns an 030 130 20 3862
Terminvereinbarung
Täglich von 7.30 – 15.30 Uhr
Wirbelsäulensprechstunde
Täglich von 9.30 bis 15.00 Uhr (auch für Privatpatienten)
Bitte wenden Sie sich an das Sekretariat, um einen Sprechstundentermin zu vereinbaren. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!
Hier finden Sie uns
Anmeldung: Administration Haus 8, Erdgeschoss
Gepäckabgabe: Wirbelsäulenchirurgische Station
Orthopädische Ambulanz: Haus 8, 2.Obergeschoss
Anästhesie Ambulanz: Haus 8, 2.Obergeschoss
Radiologische Untersuchung: Haus 8, Erdgeschoss








