Gynäkologisches Krebszentrum

Humboldt-Klinikum

Höchste Expertise in der gynäkologischen Onkologie: Unser kompetentes Team behandelt Sie bei gynäkologischen Tumorerkrankungen wie zum Beispiel Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs und Krebs des äußeren Genitale. Lassen Sie sich jetzt beraten.

Gynäkologisches Krebszentrum in Reinickendorf

Unser Team aus hochqualifizierten Fachärztinnen und Fachärzten, Pflegekräften und Therapeutinnen begleitet Sie auf Ihrem Weg von der Diagnostik über modernste Therapieoptionen bis hin zur umfassenden Nachsorge. Dabei verbinden wir medizinische Exzellenz mit persönlicher Fürsorge und Unterstützung, um Ihnen Sicherheit, Vertrauen und Perspektiven zu geben.

Das Gynäkologische Krebszentrum am Vivantes Humboldt-Klinikum in Reinickendorf bietet Patientinnen mit gynäkologischen Tumorerkrankungen eine umfassende, spezialisierte Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau. In unserem interdisziplinären Zentrum verbinden wir wissenschaftlich fundierte Therapieansätze mit individueller Betreuung, um für jede Patientin die bestmögliche Behandlung zu entwickeln.

„Moderne Krebsmedizin bedeutet für uns, wissenschaftliche Expertise, interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine verantwortungsvolle, patientinnenorientierte Betreuung miteinander zu verbinden.“
Zitat von: PD Dr. med. Melisa Gülhan Inci-TuranPosition: Chefärztin

Medizinisches Angebot & Schwerpunkte

Wir freuen uns, Ihnen mit unserer Fachkompetenz zur Seite stehen zu dürfen. Gemeinsam möchten wir Ihren Weg zur Genesung begleiten und Ihnen das bestmögliche medizinische und persönliche Wohlbefinden bieten.

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Unser Gynäkologisches Krebszentrum ist auf diese Behandlung spezialisiert und Frau Priv. Doz. Dr. Inci-Turan verfügt über langjährige Erfahrung und die besondere chirurgische Qualifikation.

Eierstockkrebs bleibt häufig lange Zeit unbemerkt, weil es am Anfang kaum Beschwerden macht.
Die meisten Patientinnen kommen im fortgeschrittenen Stadium mit folgenden Symptome

  • Zunahme des Bauchumfangs
  • Druckbeschwerden im Unterbauch
  • Übelkeit, Appetitlosigkeit und Völlegefühl
  • Verdauungsstörungen
  • Blasenbeschwerden bei sehr großen Tumoren
  • Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum (Aszites)

Eine frauenärztliche Untersuchung ist die wichtigste Untersuchung bei Verdacht auf Eierstockkrebs. Außerdem wird eine Blutuntersuchung auf Tumormarker CA-125 durchgeführt. Der Tumormarker kann einen Hinweis auf eine Erkrankung geben, ist aber noch kein Beweis. Bildgebende Verfahren wie eine Computertomographie (CT) oder eine Kernspintomographie (MRT) können ergänzend durchgeführt werden. Die endgültige Diagnose kann allerdings erst im Rahmen einer Operation gestellt werden.

Einer der drei wichtigen Säulen der Therapie des Ovarialkarzinoms ist die Operation. Bei der Operation ist das Ziel den Tumor vollständig zu entfernen. In einigen Fällen ist das nicht möglich, aber auch die Reduzierung des Tumors verbessert das Überleben. Die Operation ist komplex und kann mehrere Stunden dauern.
Bei einer Eierstockkrebs-OP ist ein Bauchschnitt erforderlich. Dabei wird die Entfernung der Eierstöcke, der Eileiter, der Gebärmutter, der Bauchfettschürze sowie der Lymphknoten durchgeführt. Sollte sich der Tumor bereits auf andere Organe ausgebreitet haben, kann es zu einer zusätzlichen Entfernung der Organe kommen.

Die weitere Therapieplanung erfolgt im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz. Hier werden alle Patientinnen gemeinsam von Gynäko-Onkologen, Hämato-Onkologen, Pathologen, Radiologen und Strahlenmedizinern besprochen, um die bestmöglichen leitliniengerechten Therapieschritte zu planen. Die weitere Therapie wird anschließend gemeinsam mit der Patientin in einem persönlichen Gespräch getroffen

Die Chemotherapie ist die 2. wichtige Säule der Therapie des Ovarialkarzinoms. Ca. 4-5 Wochen nach der Operation wird die Chemotherapie im Abstand von einigen Wochen verabreicht.
Neben der Bekämpfung von im Körper verbliebenen bösartigen Tumorzellen (adjuvante Therapie) kann die Chemotherapie auch vor einer OP zur Tumorverkleinerung (neoadjuvant) eingesetzt werden. Bei nicht heilbaren Tumorleiden wird sie zur Symptomlinderung (palliativ) angewendet.

Eine Behandlung mit einer Antikörpertherapie, die auch als  zielgerichtete Therapie definiert wird, verbessert die Prognose und die Krankheit kann damit  länger kontrolliert werden. Bei der Antikörpertherapie stehen die sogenannten Angiogenesehemmer und die PARP-Inhibitoren zur Verfügung. Die Angiogenesehemmer verhindern die  Blutgefäßbildung im Tumor, so dass diese nicht weiterwachsen können. Die PARP-Inhibitoren verhindern, dass die Erbinformation der Tumorzellen repariert wird, so dass es sich nicht vermehren kann. Die Form der Erhaltungstherapie entscheidet sich nach einigen Tests, die vorab durchgeführt werden.

Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkarzinom)

Gebärmutterschleimhautkrebs, auch Endometriumkarzinom genannt, ist eine bösartige Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut.

Wenn bei der gynäkologischen Untersuchung beim Ultraschall eine Auffälligkeit der Schleimhaut erkannt wird, wird zunächst eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) mit einer Ausschabung empfohlen. In den meisten Fällen zeigen sich Symptome wie  Blutungen als das wichtigste Warnzeichen. Die Blutungen treten meistens schon im Frühstadium auf, so dass die Erkrankungen früh entdeckt werden, was die Heilungschancen und auch die Lebenserwartung deutlich erhöht.

Wenn die feingewebliche Untersuchung einen Krebs der Gebärmutterschleimhaut bestätigt hat, ist eine Entfernung der gesamten Gebärmutter und beider Eierstöcke notwendig. Nur bei schon fortgeschrittener Erkrankung oder bei einem selteneren Typ ist auch die Entfernung der Wächterlymphknoten und ggf. der ableitenden Lymphknoten im Beckenbereich notwendig.
Die Operation wird bei uns in nahezu allen Fällen minimal-invasiv mit dem Roboter DaVinci durchgeführt. Dank dieser Technik sind die Patientinnen schnell wieder auf den Beinen.
Wird der Tumor in einem sehr frühen Stadium entdeckt, ist die Operation als alleinige Therapie in der Regel ausreichend und die Aussichten auf eine dauerhafte Heilung sind sehr gut. In diesen Fällen kann zumeist auf eine Bestrahlung und eine Chemotherapie verzichtet werden.

Die weitere Therapieplanung erfolgt im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz. Hier werden alle Patientinnen gemeinsam von Gynäko-Onkologen, Hämato-Onkologen, Pathologen, Radiologen und Strahlenmediziner besprochen, um die bestmöglichen leitliniengerechten Therapieschritte zu planen. Die weitere Therapie wird anschließend gemeinsam mit der Patientin in einem persönlichen Gespräch getroffen.

Gebärmutterhalskrebs (Cervixkarzinom)

Gebärmutterhalskrebs ist ein bösartiger gynäkologischer Tumor, der sich aus der Plattenepithelhaut im Bereich des äußeren Muttermunds entwickelt.

Folgende Symptome können auf einen gynäkologischen Tumor, wie dem Gebärmutterhalskrebs, hinweisen:

  • Jede Blutung nach den Wechseljahren
  • Ungewöhnlich starke Periodenblutungen oder Zwischenblutungen
  • Unklare Unterbauchschmerzen
  • Gewichtsabnahme

Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn bei der Krebsvorsorgeuntersuchung im Zellabstrich eine Krebsvorstufe festgestellt wurde. Hierzu empfehlen wir die Vorstellung in der spezialisierten Dysplasie-Sprechstunde wo Sie  untersucht, beraten und behandelt werden.
Wichtige Untersuchungsschritte zum Nachweis von Gebärmutterhalskrebs sind:

  • die körperliche Untersuchung (Tastuntersuchung), der Zellabstrich (Pap-Test, Zytologie),
  • der Nachweis von HP-Viren, die Kolposkopie, die gezielte Gewebeentnahme von
  • Gebärmuttermund und Gebärmutterhals (Biopsie) und die kegelförmige Ausschneidung des Gebärmutterhalses (Konisation).
     

Entscheidend zur Sicherung der Diagnose ist die feingewebliche, mikroskopische Untersuchung von verdächtigem Gewebe.

Die empfohlene Standardtherapie bei früheren Krankheitsstadien ist die Operation. Ihr Ziel ist es, das Tumorgewebe sowie die von Tumorzellen befallenen Lymphknoten vollständig zu entfernen. Auch kann durch die Operation die Ausbreitung des Tumors festgestellt werden.
Im Vor- oder Frühstadium ist die kegelförmige Ausschneidung des Gebärmutterhalses (Konisation) oder die Teilamputation des Gebärmutterhalses (Trachelektomie) bei Kinderwunsch die Therapie der Wahl.


Im späteren Stadium ist eine vollständige Entfernung der Gebärmutter notwendig (Hysterektomie). Je nach Tumorgröße muss diese erweitert werden und Beckenbindegewebe sowie Lymphknoten im Becken mit entfernt werden (traditionelle Operation nach Wertheim-Meigs).


Wenn eine Operation aufgrund der Tumorausbreitung (Spätstadium) nicht möglich ist, wird eine Radiochemotherapie durchgeführt. Unter bestimmten Umständen ist diese auch nach erfolgter Operation bei Vorliegen von Risikofaktoren notwendig.
 

Die weitere Therapieplanung erfolgt im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz.  Hier werden alle Patientinnen  gemeinsam von Gynäko-Onkologen, Hämato-Onkologen, Pathologen, Radiologen und Strahlenmediziner besprochen, um die bestmöglichen leitliniengerechten Therapieschritte zu planen. die weitere Therapie wird anschließend gemeinsam mit der Patientin in einem persönlichen Gespräch getroffen.

Schamlippenkrebs (Vulvakarzinom)

Der Schamlippenkrebs (Vulvakarzinom) ist ein eher seltener gynäkologischer Tumor der äußeren Geschlechtsorgane der Frau, wobei in den letzten Jahren eine Zunahme dieser bösartigen gynäkologischen Erkrankung gerade bei jüngeren Frauen festzustellen ist. Bei jungen Frauen ist häufig eine Virusinfektion mit den humanen Papilloma-Viren (HPV) der Auslöser.

  • Langanhaltender Juckreiz
  • Veränderung der Farbe/Aussehen der Vulva
  • Blutung/Juckreiz
  • Unklare Schmerzen

Durch eine frühzeitige Entdeckung der Vorstufen des Schamlippenkrebses kann durch eine entsprechend eingeleitete Therapie die Entwicklung eines invasiven Karzinoms verhindert werden.

Während der Untersuchung wird nach auffälligen oberflächlichen Veränderungen des Genitals bzw. der Haut gesucht. Werden auffällige Strukturen gefunden, werden anschließend Gewebeproben entnommen und mikroskopisch untersucht. Hierzu bieten wir unseren Patientinnen umfangreiche diagnostische Maßnahmen in unserer Dysplasie-Sprechstunde an.

Wenn sich der Verdacht bestätigt, ist die Operation die Therapie der Wahl. Die operative Therapie des Schamlippenkrebs (Vulvakarzinom) hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Anstatt einer Radikaloperation wird heute nur der unmittelbar betroffene Teil der Schamlippen (Vulva) mit einem Sicherheitssaum (inkl. Leistenlymphknoten) entfernt. In frühen Stadien sind bei diesem Vorgehen die Heilungschancen sehr hoch. Es sichert neben der Tumorentfernung auch eine möglichst optimale kosmetische Wiederherstellung. Hierzu bedarf es einer großen operativen Erfahrung.

Im ersten Schritt werden bei der Operation zunächst nur die Wächterlymphknoten (Sentinel-Methode) entfernt. Nur bei Befall des Wächterlymphknotens oder auffälligen Lymphknoten in der Leiste erfolgt in einem zweiten Schritt eine vollständige Lymphonodektomie. Durch entsprechende therapeutische Maßnahmen können Beinschwellungen nach der Operation verhindert werden.

Die weitere Therapieplanung erfolgt im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz.  Hier werden alle Patientinnen  gemeinsam von Gynäko-Onkologen, Hämato-Onkologen, Pathologen, Radiologen und Strahlenmediziner besprochen, um die bestmöglichen leitliniengerechten Therapieschritte zu planen. die weitere Therapie wird anschließend gemeinsam mit der Patientin in einem persönlichen Gespräch getroffen.
Nur bei Befall der Lymphknoten mit Metastasen erfolgt im Anschluss an die Operation eine Bestrahlung.

Ergänzende Therapien und Studienangebote

Sollten zusätzliche Behandlungsformen wie Chemotherapie oder Strahlentherapie notwendig sein, begleiten wir Sie umfassend und persönlich. Gemeinsam mit Ihnen planen wir die weitere Therapie in unserer gynäkologischen Facharztpraxis und arbeiten eng mit unseren Kooperationspartnerinnen und -partnern in der ambulanten Onkologie und Strahlentherapie zusammen.

Gynäkologie und Geburtshilfe in Reinickendorf

PD Dr. med. Melisa Gülhan Inci-Turan, Chefärztin Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin | Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie

Sprechstunden und Kontakt unserer gynäkologischen Praxis in Reinickendorf.

Unsere Veranstaltungen

  • Die Sprache der Gebärmutter

    Veranstaltungszeit:
    am 05.10.2026 von 17:30 bis 19:00 Uhr
    Kategorien
    Gynäkologie

Leitung des Gynäkologischen Krebszentrums

Kontaktperson: PD Dr. med. Melisa Gülhan Inci-Turan
Chefärztin
Leiterin des Zentrums

Kontakt

Kontaktperson: Dr. med. Alexandra Wagner
Oberärztin
Zentrumskoordinatorin

Kontakt

E-Mail:
Telefon:030 130 12 22 70
Fax:030 130 12 22 79

Kontaktperson: Kirsten Hammernick
Chefarztsekretariat

Kontakt

E-Mail:
Telefon:030 130 12 1261
Fax:030 130 12 1262

Kontaktperson: Kerstin Fechner
Stationspflegeleitung

Kontakt

E-Mail:
Telefon:030 130 12 2271
Fax:030 130 12 1034

Kontakt und Anmeldung zur Sprechstunde

Für eine Behandlung bei uns benötigen Sie eine Überweisung von Ihrer Arztpraxis, ggf. auch eine Krankenhauseinweisung. Dies lässt sich leicht bei der Terminvergabe klären.

Nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf. Die telefonische Terminvereinbarung ist von Montag bis Freitag zwischen 9 und 14 Uhr unter 030 130 12 1851 möglich. Gern können Sie auch eine E-Mail an schreiben.

Diese Sprechstunden bieten wir an:

  • gynäkologische Onkologie
  • Chefarztsprechstunde
  • Zweitmeinungen

 

Informationen für Einweiser

Wir sind rund um die Uhr für Sie da

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