
Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie Friedrichshain
Klinikum im Friedrichshain
Wir sind für Sie da, wenn Sie bei einem operativen Eingriff, einer Erkrankung oder bei einer Geburt eine Narkose oder Schmerztherapie benötigen.
Intensiv-, Notfall- und Hyperbarmedizin in Friedrichshain
Unsere weiteren Schwerpunkte liegen in der Intensivmedizin und Notfallmedizin sowie als einziger Klinik in Berlin und Brandenburg der hyperbarmedizinischen Behandlung bei Tauchunfällen und anderen speziellen Erkrankungen wie lebensbedrohlichen Weichteilinfektionen, Kohlenmonoxidvergiftungen und chronischen Wundheilungsstörungen. Als eine von drei Berliner Kliniken halten wir eine Verletztendekontaminationsstrecke für den Katastrophenfall bereit.
18.000 Narkosenführen wir jährlich durch. Außerdem behandeln wir mehr als 2.000 Patient*innen auf Intensiv- und Überwachungsstationen.
14 Operationssälegibt es in unserem Krankenhaus. Dort gewährleisten wir moderne, sichere und umweltschonende intravenöse Anästhesieverfahren für Patient*innen aller Altersgruppen.
Übersicht der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
Über unsere Klinik
Unsere Klinik zählt zu den größten Anästhesieabteilungen Berlins. Wir führen jährlich über 18.000 Narkosen durch und behandeln mehr als 2.000 Patient*innen auf Intensiv- und Überwachungsstationen (aktuell 16 Intensivbetten, 16 IMC- und Weaning-Betten). In 14 Operationssälen gewährleisten wir moderne, sichere und umweltschonende intravenöse Anästhesieverfahren für Patient*innen aller Altersgruppen.
Die Mitarbeiter*innen der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie im Vivantes Klinikum im Friedrichshain begreifen die sichere Durchführung aller Anästhesieverfahren, die Linderung von Schmerzen und dadurch die Verbesserung der Lebensqualität unserer Patient*innen als ihre berufliche Aufgabe sowie ärztliche und pflegerische Verpflichtung. Unsere ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter*innen behandeln Sie bei Unfällen, schweren Erkrankungen, akuten und chronischen Schmerzen und ermöglichen Ihnen eine schmerzfreie Geburt. In der Rettungsstelle, dem OP-Bereich als auch auf unseren Intensivstationen sind wir rund um die Uhr mit intensiv- und notfallmedizinischer Kompetenz für Sie da.
Betreuung nach Operationen und auf Spezialstationen
Nach Operationen betreuen wir Sie in unserem Aufwachraum oder – bei schweren Erkrankungen – auf unserer Intensiv- (ITS 2) oder Überwachungsstation (Intermediate Care-Station, IMC). Auf der IMC ist auch eine Einheit für die Entwöhnung langzeitbeatmeter Patient*innen von der Beatmung (Weaning) inklusive der Anpassung an ein Heimbeatmungsgerät untergebracht.
Interdisziplinäre Schmerztherapie
In der Schmerztherapie behandeln wir Sie nach den wissenschaftlichen Standards der Akutschmerztherapie, die die Grundlage unserer täglichen Schmerzvisiten darstellen und arbeiten eng mit allen Fachbereichen unseres Klinikums zusammen. Patient*innen mit chronischen Schmerzen und Tumorschmerzen werden ebenfalls in interdisziplinärer Zusammenarbeit behandelt.
Moderne Technik für eine optimale Versorgung
Unsere technische Ausstattung umfasst moderne Überwachungs- und Beatmungssysteme sowie Geräte zur Aufbereitung und Retransfusion von Wundblut, um den Bedarf an Fremdblut, vor allem bei größeren Operationen, zu senken.
Notfallmedizin in Berlin und Brandenburg
Die Ärzt*innen unserer Klinik sind an der notfallmedizinischen Versorgung in Berlin und in Kooperation mit anderen Kliniken auch in Brandenburg beteiligt. So besetzen die Notärzt*innen unserer Klink mehrere Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) der Berliner Feuerwehr und gewährleisten damit 24/7 die präklinische notärztliche Versorgung in Berlin. Unsere Klinik verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin bei der Berliner Ärztekammer und stellt regelmäßig besonders erfahrene und qualifizierte Telenotärzte für die Tätigkeit in der Leitstelle der Berliner Feuerwehr zur Verfügung.
Hyperbarmedizin – Einzigartige Druckkammerversorgung
Unsere Abteilung leitet und betreut zudem in unserem Klinikum eine Sauerstoff-Überdruckkammer zur Behandlung von lebensbedrohlichen Notfällen, wie z.B. Tauchunfällen, Rauchgasvergiftungen, schweren lebensbedrohlichen Weichteilinfektionen sowie akuten und chronischen Erkrankungen mit zum Teil ambulanter Behandlung wie chronischen Wunden (z.B. diabetischen Fußsyndrom) oder Post-COVID-Syndrom. Da die Druckkammer die einzige Einrichtung ihrer Art mit der Möglichkeit der Behandlung kritisch kranker Patient*innen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist, behandeln wir hier nicht nur Notfallpatient*innen aus diesen Bundesländern, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet.
Tauchmedizinische Vorsorge und Beratung
Jährlich nutzen in der Tauchersprechstunde etwa 700 Sporttaucher das Angebot einer tauchmedizinschen Vorsorgeuntersuchung, der sogenannten „Tauchtauglichkeit“.
Um auch in besonderen Situationen, wie einem Massenfall an Verletzten (MANV-Situationen) oder auch bei unvorhergesehenen Schadenereignissen, eine medizinische Behandlung sowie die Fortführung des Krankenhausbetriebes sicherzustellen, sind vorausplanende Vorsorgemaßnahmen unerlässlich. Zusammengefasst in einem standort-spezifischen Krankenhausalarmplan, werden diese Inhalte durch regelmäßige Schulungs- und Übungsangebote den Mitarbeitend*innen vermittelt.
Auch die Verletztendekontamination im Katastrophenfall gehört zu unseren Aufgaben, falls es zu einer unkontrollierten Freisetzung von chemischen, biologischen, radioaktiven oder nuklearen Substanzen (CBRN) kommt. Unter Verletztendekontamination ist dabei zu verstehen, dass kontaminierte, nicht mehr gehfähige verletzte Patient*innen von geschultem Personal in einer eigens dafür aufzubauenden Zeltstrecke dekontaminiert („entgiftet“) werden.
Medizinische Angebote – Schmerztherapie
Unsere Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie behandelt Patient*innen mit akuten operationsbedingten Schmerzen, chronischen Schmerzen, inkl. Tumorschmerzen sowie Schwangere mit Wehenschmerzen für eine möglichst schmerzarme Geburt.
In unserer Klinik im Vivantes Klinikum im Friedrichshain behandeln wir Sie bei einem Unfall, schweren Verletzungen (Polytrauma) und allen schweren Erkrankungen wie Tumorerkrankungen, Gelenkverschleiß, Blutgefäßverkalkung, Herzklappenfehler, die eine interventionelle Behandlung oder Operation unter Anästhesie erforderlich machen. Dazu arbeiten wir mit modernsten Anästhesieverfahren und einer technischen Ausstattung auf höchstem Niveau sowohl in der Diagnostik, Überwachung als auch in Ihrer Behandlung.
Dies sind unter anderem:
- Narkosetiefenmessung mit kontinuierlicher Überwachung der Hirnströme (EEG) an jedem Anästhesiearbeitsplatz
- Messung der Muskelentspannung in der "Vollnarkose" (Relaxometrie)
- moderne Intensivbeatmungsverfahren
- künstliche Blutwäsche bei Nierenversagen (Dialyse)
- Überwachung des Herz-Kreislauf- und Lungensystems und des Blutflusses (hämodynamisches Monitoring, z.B. mit der Pulskonturanalyse, transthorakale Echokardiographie)
- Invasive Blutdruckmessung
- Hirndruckmonitoring
- Lungenspiegelung (Bronchoskopie)
- Herzultraschall (intraoperative transösophageale Echokardiographie)
- bildgebende Verfahren der Radiologie (z.B. der Computertomographie)
Allgemeinanästhesie ("Vollnarkose")
Bei der Allgemeinanästhesie ("Vollnarkose") versetzen unsere Anästhesist*innen Sie in einen künstlichen Tiefschlaf, um Bewusstsein und Schmerzempfindung während der Operation auszuschalten. Die Anästhetika werden entweder mit einer kontinuierlichen Infusion die Vene (Total Intravenöse Anästhesie: TIVA und sog. „target controlled infusion“, TCI) verabreicht oder als "Narkosegas" über einen Beatmungsschlauch (Tubus oder Kehlkopfmaske) eingeatmet. Wir wenden fast ausschließlich total intravenöse Anästhesien an, da diese mit einem angenehmeren Aufwachen aus der Narkose, einem schnelleren Verlassen des Aufwachraums und einem geringeren Auftreten von postoperativem Erbrechen verbunden sind.
Ein weiterer Vorteil der intravenösen Anästhesie ist die Vermeidung von Narkosegasen, die als sogenannte „Treibhausgase“ an der Zerstörung der Ozonschicht beteiligt sind. So leisten wir einen aktiven Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen sowie zum Arbeitsschutz unserer Mitarbeiter*innen.
Bei Operationen mit erwartet hohem Blutverlust setzen wir routinemäßig Geräte zur Aufbereitung von Wundblut ein, welches wir Ihnen während oder am Ende der Operation zurückgeben können, um die Übertragung von Fremdblut bis zu einem bestimmten Ausmaß zu vermeiden.
Zudem bereiten wir alle Patient*innen mit einem erhöhten Blutungs- oder Thromboserisiko intensiv auf die Operation vor und klären Sie über alle therapeutischen und technischen Möglichkeiten auf. Hierbei unterstützt uns die Klinik für Angiologie und Hämostaseologie am Vivantes Klinikum im Friedrichshain. Unser gemeinsames Ziel ist die Minimierung von Blutungen, Fremdbluttransfusionen und Thrombosen in der perioperativen Phase, welches entscheidend zur Ihrer Sicherheit beiträgt.
Hierzu verwenden wir bettseitige Überwachungsverfahren, die im Operationssaal und auch der Intensivstation die Gerinnungsfähigkeit des Blutes binnen kürzester Zeit messen und uns die Möglichkeit zur sofortigen Behandlung einer Blutgerinnungsstörung geben.
Um Schmerzen während und nach einer Operation effektiv auszuschalten, stehen unseren erfahrenen Anästhesist*innen verschiedene Möglichkeiten offen: Wir nutzen neben der intravenösen Gabe von Schmerzmedikamenten in der "Vollnarkose" (Allgemeinanästhesie) auch Verfahren der regionalen Betäubung (Regionalanästhesie) sowie ein kombiniertes Verfahren aus "Vollnarkose" und Regionalanästhesie, gegebenenfalls mit der Einlage von Schmerzkathetern (Kombinationsanästhesie), um auch über mehrere Tage nach der Operation eine effektive Schmerzlinderung zu erreichen.
Eine unangenehme Untersuchung oder eine Operation im Kindesalter ist leider nicht immer zu vermeiden und erfordert die Durchführung einer Analgosedierung oder Allgemeinanästhesie bei Ihrem Kind. Dies ist oft mit Ängsten und Sorgen bei Kindern und Eltern verbunden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diese zu verstehen und sie ernst zu nehmen. Dazu haben wir uns speziell auf die Bedürfnisse unserer kleinen Patientinnen und Patienten ausgerichtet, wie zum Beispiel:
- Wir bieten eine kindgerechte Information über alle anästhesierelevanten Abläufe im Rahmen der Anästhesieaufklärung an.
- Wir halten die Zeiten der präoperativen Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz so kurz wie möglich.
- Eltern dürfen bis zur OP-Schleuse bei ihrem Kind bleiben und es wird ihnen ermöglicht, das anschließende Erwachen in unserem Aufwachraum zu begleiten.
- Am OP-Tag wird den Kindern eine angstlösende Medikation (Prämedikation) verabreicht.
- Vor dem „Pieksen“ für den intravenösen Zugang wird die Haut örtlich mit einem Pflaster (EMLA) betäubt.
- Kuscheltiere sind bei uns im OP ausdrücklich erwünscht!
So führen wir im Jahr zahlreiche Anästhesien bei Früh- und Neugeborenen Säuglingen, Kleinkindern und Jugendlichen durch. Ein Team von erfahrenen und speziell qualifizierten Ober- und Fachärzt*innen steht dazu rund um die Uhr bereit.
Während der Narkose bedienen wir uns modernster Technik, zu der die Überwachung der Narkosetiefe von Kindern (wie auch von Erwachsenen) mittels EEG (kontinuierliche Ableitung der Hirnströme) gehört.
Für die bestmögliche Schmerztherapie Ihrer Kinder kommen, wann immer dies möglich ist, zusätzlich zur Allgemeinanästhesie, verschiedene örtliche Betäubungsverfahren zum Einsatz. Darüber hinaus wird die Behandlung von postoperativen Schmerzen rund um die Uhr von unserem Schmerzdienst sichergestellt. In Zusammenarbeit mit den Stationsärzt*innen betreut dieser Ihr Kind auch später auf der Station.
Mit diesem Gesamtkonzept erreichen wir ein Höchstmaß an Sicherheit und medizinischer Qualität in der Kinderanästhesie. Es liegt uns am Herzen, dass Ihre Kinder und Sie sich verstanden und gut aufgehoben fühlen, so dass Narkose und Operation bei unseren kleinen Patientinnen und Patienten keine bleibenden Ängste hinterlassen.
Gut beraten zum Eingriff
In unserer Anästhesie-Sprechstunde informieren Sie unsere Anästhesist*innen über die in Ihrem Fall bzw. im Falle Ihrer Kinder möglichen Anästhesieverfahren. Dies ist der ideale Zeitpunkt für alle Ihre Fragen zum Anästhesieverfahren.
Bitte bringen Sie zum Anästhesiegespräch den ausgefüllten Fragebogen zur Anästhesie und aktuelle Vorbefunde (z.B. Arztbriefe, Medikamentenliste, Allergieausweise) mit. Sie erfahren in unserer Anästhesiesprechstunde zudem, wie lange Sie vor der Operation essen und trinken dürfen, welche Medikamente Sie vor der Operation wann absetzen müssen und welche Sie weiter einnehmen sollen. Eventuell notwendige weitere Untersuchungen, wie EKG, Blutuntersuchungen oder eine Vorstellung bei einer anderen Fachärztin oder einem anderen Facharzt besprechen Sie ebenfalls im Anästhesiegespräch.
Haben Sie bitte aufgrund der Wichtigkeit des vertrauensvollen Anästhesievorgesprächs Verständnis dafür, dass es zu Wartezeiten kommen kann. Uns ist es wichtig, dass wir uns Zeit für Sie nehmen, um alle Ihre Fragen zufriedenstellend zu beantworten.
In der Schmerztherapie behandeln wir Patient*innen mit akuten oder chronischen Schmerzen. Darunter verstehen wir Schmerzen, die vor, während oder nach einer Operation auftreten, die aufgrund von Erkrankungen, Unfällen oder durch eine Geburt entstehen.
Unser Akutschmerzdienst: Schnelle Hilfe bei Schmerzen
Der Akutschmerzdienst am Klinikum im Friedrichshain wird durch die Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie gewährleistet. Hier behandeln wir rund um die Uhr alle Patient*innen unseres Krankenhauses, die während oder nach einem Eingriff eine spezielle Schmerztherapie benötigen. Die ärztlichen Kolleg*innen unseres Akutschmerzdienstes kommen täglich zur Visite, um gemeinsam mit Ihnen die Schmerzbehandlung anzupassen.
Selbstständige Schmerzbehandlung mit modernen Medikamentenpumpen
Bei starken akuten und chronischen Schmerzen ermöglichen wir es Ihnen, Ihre Schmerzen während der Krankenhausbehandlung eigenverantwortlich selbst einzustellen. Dazu stehen spezielle Infusionspumpen zur Verfügung. Per Knopfdruck können Sie sich über einen Katheter selbst Schmerzmittel zuführen (patientenkontrollierte Analgesie, PCA). Sie bestimmen selbst, wann und wie viel Schmerzmittel Sie benötigen. Eine Überdosierung ist mit diesen speziell programmierbaren Medikamentenpumpen ausgeschlossen.
Schmerzarme Geburt und Versorgung von Neugeborenen
In unserer Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin entbinden jährlich mehr als 3.000 Frauen – viele von ihnen in einer schmerzarmen Geburt, die wir mit einer geburtshilflichen Schmerztherapie begleiten. Das Klinikum im Friedrichshain ist zudem als Perinatalzentrum Level 1 auf die Behandlung von Frühgeborenen unter 1.250 Gramm oder auf Geburten vor der 29. Schwangerschaftswoche spezialisiert. Zudem unterstützen wir Frauen mit einer Risikoschwangerschaft. Dazu gehören Mehrlingsschwangerschaften, Schwangerschaften mit einer Fehlbildung des Ungeborenen oder wenn durch eine Erkrankung der Mutter eine Gefährdung des Babys besteht. Unser Anästhesie-Team verfügt hierfür über spezielle Kenntnisse in der Kinderanästhesie und der geburtshilflichen Anästhesie.
Auch in der Geburtsmedizin setzen wir das Verfahren der patientenkontrollierten epiduralen Analgesie (PCEA) ein. Dabei können sich unsere Patientinnen auf Wunsch auch im Kreißsaal selbst mit Schmerzmitteln behandeln bzw. einstellen. So lassen sich Geburtsschmerzen durch die Gabe örtlich wirkender Betäubungsmittel effektiv lindern.
Unsere Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie leitet und betreut die Überdruckkammer im Zentrum für hyperbare Sauerstofftherapie und Tauchmedizin. Hier behandeln wir Patient*innen mit Rauchgasvergiftungen durch Kohlenmonoxid, nach Tauchunfällen oder mit einer Taucher-(Dekompressions-)Krankheit. Hier spielt die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) eine große Rolle. Dabei atmen Betroffene unter ständiger ärztlicher Kontrolle bei erhöhtem Druck reinen Sauerstoff ein. Unsere Ärzt*innen führen auch tauchmedizinische Vorsorgeuntersuchungen durch.
Die Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie organisiert als eine von drei Kliniken der Maximalversorgung in Berlin die Verletztendekontamination, falls es als Folge eines Unfallgeschehens, eines Naturereignisses oder eines kriminellen bzw. terroristischen Angriffes zu einer unkontrollierten Freisetzung von chemischen, biologischen, radioaktiven oder nuklearen Substanzen (CBRN) kommt.
Unter Verletztendekontamination ist dabei zu verstehen, dass kontaminierte, nicht mehr gehfähige verletzte Patient*innen von geschultem Personal in einer eigens dafür aufzubauenden Zeltstrecke dekontaminiert („entgiftet“) werden. Im Ernstfall können in der dann aufzustellenden Dekontaminationsstrecke bis zu 72 Patient*innen pro Stunde betreut werden. Eine solche Notfalldekontaminationseinheit wird von unserer Arbeitsgruppe im Vivantes Klinikum im Friedrichshain vorgehalten, gewartet und das gesamte Personal des Klinikums in regelmäßigen Übungen im Umgang mit der Strecke und Schutzanzügen unterwiesen.
FAQ: Wichtige Informationen für Ihren Aufenthalt
Häufige Fragen, unsere Antworten.
In Vorbereitung auf einen operativen Eingriff beachten Sie bitte, dass Sie vor der OP eine sogenannte Nüchternheitszeit für Essen und Trinken einhalten müssen, also eine Zeit, in der Sie nicht Essen und Trinken dürfen. Die genauen Zeiten werden Ihnen unsere Anästhesist*innen im Aufklärungsgespräch mitteilen.
Medikamenteunterliegen nicht der Nüchternheit und sollen gemäß Anordnung eingenommen werden. Auch hierzu werden sich unsere Anästhesist*innen im Aufklärungsgespräch äußern.
Auf Wunsch erhalten Sie von uns ca. 30 Minuten vor dem Eingriff ein angstlösendes Medikament (Beruhigungsmittel).
Wichtig für ambulante Operationen: Nach der Operation müssen Sie mindestens 2 Stunden im Klinikum überwacht werden. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie nach dem Eingriff von einer volljährigen Person abgeholt werden und eine Betreuung für die ersten 24 Stunden nach der Operation gewährleistet ist.
Beachten Sie bitte, dass Sie nach der Operation mit einer Vollnarkose bzw. Regionalanästhesie nicht verkehrstüchtig sind und nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen (nicht mit dem Auto, Motorrad, Scooter oder Fahrrad fahren!).
Unsere Patient*innen der Intensivstation benötigen viel Ruhe. Kommen Sie daher bitte lieber häufiger für einen kürzeren Besuch vorbei und gehen Sie maximal zu zweit in die Patient*innenzimmer. Die offiziellen Besuchszeiten unserer anästhesiologischen Intensivstation (Station 2) und der Intermediate Care Station (Station 3) sind von 17:00 – 20:00 Uhr. In besonderen Situationen vereinbaren wir individuelle Besuchszeiten mit Ihnen.
Bitte melden Sie sich vor dem Betreten der Intensivstation über die Wechselsprechanlage an. Unsere Mitarbeiter*innen begleiten Sie zu Ihrer oder Ihrem Angehörigen und stehen Ihnen gerne für alle Ihre Fragen zur Verfügung.
Wir bitten um Verständnis dafür, wenn Sie aufgrund ärztlicher oder pflegerischer Tätigkeiten einige Zeit warten müssen oder Sie gebeten werden, das Zimmer zu verlassen.
Bitte desinfizieren Sie sich Ihre Hände vor dem Betreten des Patient*innenzimmers und der Klinik sowie beim Verlassen unseres Hauses. Entsprechende Desinfektionsmittelspender finden Sie an vielen Stellen unserer Klinik und in allen Patient*innenzimmern der Intensivstationen.
Leitung der Klinik
Unsere Oberärzt*innen der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
- Cindy Adler (cindy.adler@vivantes.de)
- Dr. Roswitha von Bahder, Intensivmedizin
- Dr. Ute Nagel (ute.nagel@vivantes.de), OP-Koordination
- Dr. Sabine Welfle (sabine.welfle@vivantes.de), Geburtshilfliche Anästhesie und Akutschmerztherapie
- Dr. Hendrik Kühne (hendrik.kuehne@vivantes.de), Notfallmedizin
- Dr. Uwe Langner, Anästhesie
- Oliver Müller (oliver.mueller@vivantes.de), Überdruckmedizin und Sauerstoffkammer
- Dr. med. Urs Neumann (urs.neumann@vivantes.de), Intensivmedizin
- Dr. med. Christoph Rosenthal (christoph.rosenthal@vivantes.de), Anästhesie
- Dr. med. Gabriele Wolz (gabriele.wolz@vivantes.de), Intensivmedizin, DESA, EDIC
- Kerstin Schreyer (kerstin.schreyer@vivantes.de), Kinderanästhesie
Allgemeiner Kontakt
Telefon: 030 130 23 1570
E-Mail: anaesthesie-info.kfh@vivantes.de
Wir sind für Sie da! Wenn Sie eine allgemeine Anfrage haben, rufen Sie unser über den allgemeinen Kontakt an.
24-Stunden-Hotline
Hier erreichen Sie die Intensivstation in dringenden Notfällen:
Adresse und Anfahrt
Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Landsberger Allee 49
10249 Berlin-Friedrichshain
Sprechen Sie uns an
Katrin Bähr
030 130 23 1570
katrin.baehr@vivantes.de
Fax 030 130 23 2037
Das Sekretariat der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie finden Sie im 2. Stock von Haus 15.
Sprechzeiten: Montag bis Freitag, 8:30 – 15:00 Uhr
Die Anästhesie-Sprechstunde befindet sich im Erdgeschoß des Hauses 16. Wenn Sie vom Haupteingang Landsberger Allee die Eingangshalle durchqueren, stoßen Sie direkt auf den Eingang zur Anästhesiesprechstunde.
Die Anmeldung für das Anästhesieaufklärungsgespräch in der Anästhesie-Sprechstunde erfolgt über die operierende Fachabteilung, die Ihnen auch Ihre Patient*innenakte mit den für das Anästhesiegespräch zwingend notwendigen Unterlagen mitgibt.
Wenn Sie aktuelle Medikamentenpläne, Befunde oder Arztbriefe von Ihrer Hausärzt*in, Ihrer Internist*in oder letzten Krankenhausaufenthalten haben, bitten wir Sie, diese mitzubringen, damit wir Ihre gesundheitliche Verfassung besser einschätzen können und Ihnen das für Sie geeignete Anästhesieverfahren erklären können.
Nach Eintreffen in der Anästhesieambulanz ziehen Sie bitte eine Wartenummer, über welche wir Sie aufrufen. Wir versuchen, die Wartezeiten für Sie so kurz wie möglich zu halten und gleichzeitig ausreichend Zeit für ein vertrauensvolles Gespräch mit Ihnen zu haben.
Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass es in der Anästhesieambulanz zu Wartezeiten kommen kann, und planen Sie entsprechende Zeit für den Termin ein. Auch richtet sich die Reihenfolge der aufgerufenen Patient*innen nach medizinischen Notwendigkeiten und kann daher nicht immer der Reihenfolge des Erscheinens folgen. Wir bitten auch hierfür um Verständnis.
In speziellen Situationen sind auch telefonische Terminvereinbarungen möglich.
Interdisziplinäre Intensivstation – Station 2
Die anästhesiologische Intensivstation (Station 2) finden Sie im Haus 16 im 2. Stock.
Intermediate Care Station (IMC) – Station 3
Die IMC (Station 3) finden Sie im Haus 16 im 3. Stock.
Die Besuchszeiten der Station 2 und 3 sind täglich von 17:00 bis 20:00 Uhr. In besonderen Situationen treffen wir individuelle Absprachen mit Ihnen.
Bitte haben Sie Verständnis, dass es für Besucher*innen auf der Intensiv- und Überwachungsstation zu Wartezeiten kommen kann. Grundsätzlich versuchen wir, allen unmittelbaren Familienmitgliedern Auskünfte zur Behandlung ihrer Familienangehörigen auf unseren Stationen zu geben. Wir bitten Sie, einen Angehörigen Ihrer Familie zu nennen, der Ansprechpartner für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte der Intensiv- und Wachstation ist.
Im Akutschmerzdienst der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie behandeln wir rund um die Uhr alle Patient*innen am Klinikum im Friedrichshain, die im Rahmen einer Operation eine spezielle postoperative Schmerztherapie wie periphere Nerven (sogenannte Plexus)-Katheter, eine Periduralkatheter (PDA) oder eine intravenöse Schmerzpumpe (PCIA) erhalten. Die Anmeldung für die Akutschmerztherapie erfolgt im Rahmen der Operation oder durch die behandelnden chirurgischen Kolleg*innen.
Für Patientinnen und Patienten, die mit chemischen, biologischen, radioaktiven oder nuklearen Substanzen (CBRN) kontaminiert wurden, wird im Klinikum im Friedrichshain als einem von drei Krankenhäusern in Berlin eine spezielle Dekontaminationseinheit vorgehalten. Die Wartung und Schulung dieser Notfalldekontaminationseinheit stehen unter der Leitung unserer Klinik.
Mehr zur Verletztendekontamination
Kontakt
Oberarzt Dr. med. Hendrik Kühne, Leiter Verletztendekontamination
Das Zentrum für hyperbare Sauerstofftherapie und Tauchmedizin am Vivantes Klinikum im Friedrichshain mit Berlins einziger Überdruckkammer für die hyperbare Sauerstofftherapie steht seit seiner Gründung unter der Leitung unserer Klinik. Neben der Durchführung von medizinischen Vorsorgeuntersuchungen für Sporttaucher (Tauchtauglichkeitsuntersuchungen) werden Patient*innen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern (akuten Erkrankungen des Innenohres wie dem Hörsturz, diabetische Durchblutungsstörungen, chronische Wundheilungsstörungen) sowie lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie Tauchunfällen, Kohlenmonoxidvergiftungen oder schweren Weichteilentzündungen (z.B. Gasbrand) behandelt. Ein speziell ausgebildetes Team von Pflegekräften und Ärzt*innen steht rund um die Uhr für die Notfallversorgung in der Überdruckkammer zur Verfügung.
Kontakt
Oliver Müller, Leitender Oberarzt Hyperbare Sauerstofftherapie
Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Haus 15.2, UG
Landsberger Allee 49
10249 Berlin
030 130 23 1700
druckkammer@vivantes.de
Fax 030 130 29 23 1700
030 130 23 1502
Fax 030 130 23 1707
Weitere Informationen zur Behandlung mit hyperbarem Sauerstoff finden Sie hier:
Anfahrt zum Klinikum im Friedrichshain
Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
- S8, S41, S42, S85 bis Haltestelle "Landsberger Allee", 20 Gehminuten entfernt
- Tram M5, M6, M8 bis Haltestelle "Klinikum im Friedrichshain"
Anfahrt mit dem Auto
- Unser Parkhaus (kostenpflichtig) ist über den Ernst-Zinna-Weg erreichbar
So finden Sie sich bei uns zurecht
Für Bewerbende: Ihre Weiterbildung bei uns
Strukturiert, vielseitig und praxisnah.
Das Klinikum im Friedrichshain bietet als Krankenhaus der Maximalversorgung eine strukturierte, fundierte und breite Weiterbildung zum Facharzt bzw. zur Fachärztin für Anästhesiologie an: Die Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung von 60 Monaten. Spezielle Eingriffe wie die intrakraniellen Eingriffe in der Neurochirurgie, große gefäßchirurgische Eingriffe, die Kinderanästhesie in der Kinderchirurgie, Urologie und HNO sowie die geburtshilflichen Narkosen können im Vivantes Klinikum im Friedrichshain absolviert werden. Für die Mitwirkung an thoraxchirurgischen Anästhesien und zur Vertiefung der kinderanästhesiologischen Erfahrungen erfolgen Rotationen in externe Kliniken bzw. Praxen.
Die Zusatzbezeichnung „Spezielle anästhesiologische Intensivmedizin“ kann auf der Intensivstation erworben werden (volle Weiterbildungsermächtigung): Auf der 16 Beatmungsbetten umfassenden Intensivstation sowie der 8-10 Betten (ebenfalls mit Beatmungsbetten) umfassenden IMC werden alle komplexen intensivmedizinischen Krankheitsbilder behandelt. Dabei kommen alle modernen intensivmedizinischen Diagnostik- und Therapieverfahren zur Anwendung: kontinuierliche und intermittierende Nierenersatzverfahren, komplexes hämodynamisches Monitoring (Pulskonturanalyse, transthorakale und transösphageale Echokardiographie, Herzschrittmachertherapie), Intrakranielle Druckmessung und Behandlung von Schädel-Hirn-Traumata sowie Bronchoskopie, dilatative Tracheotomie, moderne Weaningverfahren und Einstellung auf Heimbeatmung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Polytraumaversorgung im Schockraum und auf der Intensivstation.
Eine Alleinstellungsmerkmal am Klinikum im Friedrichshain ist die Überdruckkammer zur hyperbaren Sauerstofftherapie bei verschiedenen (auch intensivmedizinischen) Krankheitsbildern inklusive der Tauchmedizin. Die einzige Überdruckkammer in Berlin wird durch die Klinik für Anästhesie geleitet und betreut. Es besteht die Möglichkeit, die Ausbildung in der Tauchmedizin (Tauchtauglichkeitsuntersuchungen GTÜM I und Tauchmedizin GTÜM IIa) sowie zur Druckkammerärzt*in (GTÜM IIb) zu absolvieren.
Prof. Dr. med. Christian von Heymann:
- Uneingeschränkte Weiterbildungsbefugnis zur Fachärzt*in für Anästhesiologie (60 Monate)
- Uneingeschränkte Weiterbildungsbefugnis für die Zusatzbezeichnung „Spezielle anästhesiologische Intensivmedizin“ (24 Monate)
Dr. med. Hendrik Kühne:
- Uneingeschränkte Weiterbildungsbefugnis Zusatzbezeichnung Notfallmedizin
Die Weiterbildung in der Anästhesie am Klinikum im Friedrichshain umfasst 3 Weiterbildungsabschnitte:
- 2 Jahre Einarbeitung in verschiedene Bereiche der Anästhesie
- 18-monatige Rotation auf die Intensivstation
- anschließende Beendigung der Fachärzt*innenausbildung in einem weiteren Anästhesie-Abschnitt
Für die gesamte Weiterbildungszeit – von der Einarbeitung über die Rotation auf die Intensivstation bis zur Fachärzt*innenreife mit den komplexen anästhesiologischen Eingriffen – wird für jede Assistenzärzt*in ein individueller Weiterbildungsplan erstellt. Hierbei werden Vorwissen und Präferenzen berücksichtigt und eine fundierte Einarbeitung sowie eine zeitgerechte Fachärzt*innenausbildung ermöglicht.
Auch die einzelnen Weiterbildungsabschnitte sind strukturiert: Die Rotation in die jeweiligen Fachdisziplinen erfolgt jeweils über mehrere Monate, um eine kontinuierliche und sichere Ausbildung zu gewährleisten. Jeder Ausbildungsabschnitt wird durch ein individuelles Ausbildungsgespräch mit der zuständigen Oberärzt*in begleitet.
Die gesamte Weiterbildung für Anästhesie am Klinikum im Friedrichshain wird durch vielfältige interne und externe Fortbildungen unterstützt. Darüber hinaus findet ein jährliches Mitarbeiter*innengespräch mit der für den Weiterbildungsplan zuständigen Oberärzt*in und dem Chefarzt statt.
Wie läuft die Einarbeitung im ersten Weiterbildungsabschnitt ab?
Für Berufsanfänger*innen in der Anästhesie erstellen wir einen Einarbeitungsplan über mindestens 8 Wochen, der von einem Mentor oder einer Mentorin begleitet wird: Zusammen mit der erfahrenen fachärztlichen Mentor*in absolviert die neue Kolleg*in alle Dienste der Mentor*in (Schmerzdienst, Früh-, Spät- und Zwischendienste im OP und in der Prämedikation). Die Berufsanfänger*in lernt so das Klinikum im Friedrichshain kennen und wird in ein zunehmend selbstständiges Arbeiten im OP (Durchführung von Anästhesien) und der Anästhesieambulanz eingeführt.
Der weitere Ausbildungsplan wird zusammen mit den neuen WB-Assistent*innen erstellt. In enger Absprache erfolgt nach der Einarbeitungsphase die Einteilung im OP – in der Regel zunächst in der „kleinen“ Allgemeinchirurgie oder der Unfallchirurgie. Weitere 3-monatige Rotationen in der Gynäkologie, HNO, Orthopädie und plastischen Chirurgie bzw. Dermatologie folgen. Die Einteilung für Spätdienste im zentralen OP-Saal ist nach ca. 6-12 Monaten vorgesehen. Auch hier steht jederzeit eine fachärztliche Aufsicht zur Verfügung.
Alle Kolleg*innen erhalten einen Ausbildungsplan, der in regelmäßigen Abständen reevaluiert und ggf. angepasst wird. Nach ca. 9-12 Monaten erfolgt die Einarbeitung in den Akutschmerzdienst und ab dem 18. Monat in die geburtshilfliche Anästhesie (inklusive der Neugeborenenerstversorgung, welche immer in Zusammenarbeit mit unserer Neonatologie durchgeführt wird).
Die Einteilung in den 3. Anästhesiedienst, zusammen mit einer erfahrenen Fachärzt*in der Klinik als ersten Dienst und einer erfahrenen WB-Assistent*in als zweiten Dienst, erfolgt am Ende des 1. Weiterbildungsjahres.
Was erwartet mich während der Intensivrotation?
Zum Ende des 2. bzw. zu Beginn des 3. Ausbildungsjahrs erfolgt die ca. 18-monatige Intensivrotation. Die Einarbeitung auf der Intensivstation wird im Tagdienst unter Anleitung der Ober- und Fachärzt*innen der Intensivstation vorgenommen. Nach Ende der Einarbeitung und einem gemeinsamen Gespräch erfolgt die Einteilung für Spät- und Bereitschaftsdienste auf der Station, die immer zusammen mit intensiverfahrenen Fach- oder Oberärzt*innen geleistet werden.
Für die Ausbildung auf der Station stehen erfahrene Fach- und Oberärzt*innen zur Verfügung, die die unterschiedlichsten Aspekte moderner Intensivmedizin vermitteln:
- die theoretischen und praktischen Grundlagen komplexer Beatmungstherapien,
- das hämodynamische Monitoring,
- die differenzierte Katecholamintherapie,
- die Nierenersatz- und Ernährungstherapie sowie
- das Management und die Erstversorgung im Schockraum und
- die Weiterbehandlung von Polytraumata und Schädel-Hirn-Traumata auf der Intensivstation.
Während und nach der Intensivrotation besteht die Möglichkeit der Einarbeitung in der Überdruckkammer und dem Erwerb tauchmedizinischer Qualifikationen (Tauchtauglichkeitsuntersuchungen, Taucherärzt*in, Druckkammerärzt*in).
Welche Inhalte umfasst der dritte Weiterbildungsabschnitt?
Nach der Intensivrotation schließt die Ausbildungsassistent*in die Fachärzt* innenausbildung mit einem weiteren Abschnitt im OP ab. Es folgen Rotationen zu den komplexen chirurgischen Eingriffen der großen Visceral-, Gefäß- und Unfallchirurgie, Urologie, Gynäkologie, Wirbelsäulenchirurgie bzw. große Orthopädie, Neurochirurgie und Kinderanästhesie. Am Ende der Ausbildungszeit bieten wir auch die Möglichkeit, an Narkosen bei Früh- und Neugeborenen teilzunehmen oder auch Erfahrungen in der Kinderneurochirurgie zu sammeln.
Mit verschiedenen Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg besteht seit Jahren ein regelmäßiger Austausch, so dass es in individueller Absprache möglich ist, in andere Kliniken in Berlin und Brandenburg zu rotieren und Kontakte zu anderen Krankenhäusern und Anästhesieabteilungen zu knüpfen.
Seit 2013 befindet sich auf dem Gelände des Vivantes Klinikum im Friedrichshain eine Kita, die bevorzugt Kindern von Mitarbeiter*innen des Klinikums im Friedrichshain zur Verfügung steht. In der Kita werden bis zu 43 Kinder ab dem 1. Lebensjahr, in Ausnahmefällen auch früher, betreut. Die Kita ist ganzjährig montags bis freitags geöffnet, außer über Weihnachten und Neujahr.
Unsere Klinik führt regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für ärztliches und pflegerisches Personal zu aktuellen anästhesiologischen, intensiv- und notfallmedizinischen Themen durch. Hierzu gehören:
- regelmäßige Fallkonferenzen (6x pro Jahr),
- ein Workshop zum Management des schwierigen Atemweges bei Erwachsenen und Kindern in Kooperation mit der Kinderklinik,
- Fortbildungsveranstaltungen zu Gerinnungsproblemen in der Anästhesiologie und Intensivmedizin,
- ein 2-tägiger Basis-Workshop zur Gerinnung in der perioperativen Praxis, in enger Kooperation mit der Fortbildungsakademie der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH),
- ein Symposium zu aktuellen Entwicklungen der Total-Intravenösen Anästhesie,
- zwei Kurse zum „Management Geburtshilflicher Notfälle im Rettungsdienst – Simulationskurs im Rahmen der Zusatzweiterbildung Notfallmedizin“,
- monatliche Unterweisungen zum Katastrophenschutz und der Verletztendekontamination an unserem Standort sowie
- ein monatlicher Journal Club in der Intensivmedizin.





