Radiologie, Kinderradiologie und Interventionelle Therapie

Klinikum Neukölln

Herzlich willkommen im Institut für Radiologie, Kinderradiologie und Interventionelle Therapie des Vivantes Klinikums Neukölln. Wir bieten das gesamte Spektrum moderner bildgebender Diagnostik und interventioneller Verfahren für Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen.

Medizinische AngeboteMVZ Radiologie

„Wir stehen für medizinisch-radiologische Spitzenleistungen - mit Expertise, Herz und High-Tech. Dabei setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit allen anderen Fachabteilungen zum Wohle jedes einzelnen Patienten.“
Zitat von: Prof. Dr. med. Thomas AlbrechtPosition: Chefarzt und Institutsleiter

Die Radiologie ist zentraler Bestandteil moderner Medizin. Bildgebende Diagnostik bei Erwachsenen und Kindern mit radiologischen Verfahren (Röntgen, CT, MRT, Ultraschall) erkennt unterschiedlichste Erkrankungen mit hoher Präzision. Sie zeigt das Erkrankungsausmaß und ermöglicht die Verlaufskontrolle nach Therapie.

Außerdem führen spezialisierte interventionelle Radiolog*innen eine Vielzahl therapeutischer Eingriffe minimal invasiv mit Kathetern und Sonden durch. Die Eingriffe werden durch bildgebende Verfahren gesteuert. Dieses Teilgebiet der Radiologie basiert auf dem Prinzip der Schlüssellochchirurgie und wird als interventionelle Radiologie  bezeichnet. Typische Einsatzgebiete sind u.a. die Behandlung von Tumor- oder Gefäßerkrankungen.

Interventionelle Radiologie in Neukölln

Interventionelle Therapieverfahren werden häufig zur Behandlung von Gefäßerkrankungen, Tumorerkrankungen, Lebererkrankungen, gynäkologischen Erkrankungen oder chronischen Gelenkschmerzen eingesetzt. Die Behandlungen werden mit minimal-invasiven Verfahren durchgeführt.

Interventionelle Radiologie – was ist das?

Interventionelle Radiologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das minimal-invasive Verfahren verwendet, um Behandlungen und Eingriffe besonders schonend durchzuführen. Anstatt große Schnitte zu machen, werden dünne Katheter und spezielle Sonden durch kleine Einstiche in die Haut eingeführt, um gezielt an verschiedenen Stellen im Körper zu arbeiten. Dies ermöglicht es den Ärzten, bestimmte Krankheiten lokal zu behandeln, ohne dass eine Operation oder eine Narkose erforderlich ist. Allen Verfahren der interventionellen Radiologie gemeinsam ist, dass die Steuerung der Katheter und Sonden durch modernste bildgebende Technik erfolgt – dabei kommen Röntgen-Durchleuchtung (Angiographie), Ultraschall oder CT zum Einsatz.

Interventionelle Therapieverfahren werden häufig zur Behandlung von Gefäßerkrankungen, Tumorerkrankungen, Lebererkrankungen, gynäkologischen Erkrankungen oder chronischen Gelenkschmerzen eingesetzt.

„Die interventionelle Radiologie bietet minimal-invasive Behandlungsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Erkrankungen, die oft eine schonende Alternative zu herkömmlichen chirurgischen Eingriffen darstellen. Als leitender Oberarzt der Interventionsradiologie bin ich stolz darauf, unseren Patient*innen diese modernen Therapieverfahren anbieten zu können.“
Zitat von: Dr. med. Alexander GrossPosition: Leitender Oberarzt, Leitung Sektion Interventionelle Radiologie

Unsere Spezialisierungen in der interventionellen Radiologie in Neukölln

Zur Behandlung von Gefäßerkrankungen stehen eine Vielzahl interventionell-radiologischer Verfahren zur Verfügung. Je nach zugrundeliegender Erkrankung haben diese die Eröffnung bzw. Erweiterung oder aber den Verschluss von Gefäßen zum Ziel.

Interventionell-radiologische Verfahren können sowohl in Schlagadern (Arterien) als auch in Venen eingesetzt werden. All diese interventionellen Gefäßbehandlungen sind minimal-invasiv, d.h. besonders schonend. Sie erfolgen unter lokaler Betäubung ohne Narkose, erfordern nur einen kleinen Hauteinstich und hinterlassen keine Wunden. Sie ersetzen häufig eine (deutlich aufwändigere) Operation. Die meisten Patient*innen können bereits am Tag nach der Behandlung nach Hause entlassen werden und ihre normalen Aktivitäten wieder aufnehmen.

Chronische Gefäßverengungen und -verschlüsse (Arteriosklerose)

Chronische Verengungen oder Verschlüsse von Blutgefäßen durch Arteriosklerose führen zu Durchblutungsstörungen, die je nach Körperregion zu unterschiedlichen Beschwerdebildern und Organschäden führen. Häufig sind die Schlagadern des Beckens und der Beine betroffen. Typische Zeichen sind Schmerzen beim Laufen – die sogenannte Schaufensterkrankheit – oder sogar in Ruhe, in fortgeschrittenen Stadien auch offene Wunden an den Unterschenkeln oder Füßen. 
Bei der sogenannten Angioplastie (PTA) wird ein Katheter über einen Gefäßzugang in der Leiste in das betroffene Gefäß manövriert. Die Engstelle oder der Verschluss wird mit einem aufblasbaren Ballon an der Katheterspitze sondiert und aufgeweitet. Häufig setzen wir dafür spezielle, mit Medikamenten beschichtete Ballons ein, um die Gefahr einer späteren erneuten Gefäßverengung zu senken. Wenn nötig wird zum Schluss ein Stent, ein Metallgitterröhrchen, eingesetzt, um das Gefäß offen zu halten.

Blutgerinnsel und Thrombosen

Akute Gefäßverschlüsse in den Schlagadern (Arterien) entstehen durch Blutgerinnsel und führen zu akuten Durchblutungsstörungen mit plötzlich einsetzenden Schmerzen, Kälte und Hautverfärbung in der betroffenen Körperregion. In extremen Fällen kann es sogar zu Lähmungserscheinungen kommen. 
Venenthrombosen führen durch eine Blockade des Blutabflusses zu akuten Schwellungen und Schmerzen der betroffenen Extremität. der 
Solche akuten Gefäßverschlüsse in den Arterien oder Venen können mit verschiedenen interventionell-radiologischen Verfahren wiedereröffnet werden: Entweder wird das Gerinnsel über einen Katheter abgesaugt (Thrombektomie) oder mit Hilfe eines speziellen, über den Katheter lokal eingespritzten Medikaments aufgelöst (Thrombolyse). 

Gefäßaussackungen – Aneurysmen

Aneurysmen sind umschriebene Erweiterungen (Aussackungen) von Gefäßen, sie können in allen Körperregionen auftreten. Ab einer bestimmten Größe besteht die Gefahr, dass diese Aneurysmen platzen – dann droht eine lebensbedrohliche Blutung. Dieses kann durch eine rechtzeitige Behandlung verhindert werden. 
Die interventionelle Radiologie bietet auch hierfür wirkungsvolle minimal-invasive Verfahren an. Über einen Gefäßzugang in der Leiste können spezielle Stents (sogenannte Stentgrafts) eingebracht werden, die mit einer dünnen Kunststoffmembran beschichtet sind. Diese werden mithilfe eines Katheters im erweiterten Gefäßabschnitt so positioniert und freigesetzt, dass die Aussackung von innen überbrückt und somit „ausgeschaltet“ wird. 
Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Aneurysma mit speziellen feinen Metallspiralen (Coils) aufzufüllen, die durch einen Katheter an den gewünschten Ort gebracht werden. Um die Metallspiralen herum bildet sich ein Blutgerinnsel, das die Gefäßaussackung rasch und dauerhaft verschließt.

Gefäßmissbildungen

Gefäßmissbildungen (Gefäßmalformationen) können in allen Köperregionen und Organen auftreten. Die Beschwerden sind abhängig von Größe und Lokalisation der Veränderung. Gefäßmissbildungen sind angeboren und fallen daher oft schon im Kindesalter auf. Häufig nehmen sie im Laufe des Lebens weiter an Größe zu. 
Bei der interventionellen Behandlung von Gefäßmissbildungen werden diese mithilfe eines Katheters durch die zu- bzw. abführenden Gefäße sondiert, oder dünne Nadeln werden ultraschall- bzw. durchleuchtungsgesteuert durch die Haut direkt in der Missbildung platziert. Von dort aus wird die Missbildung von innen mit klebstoffartigen Substanzen verschlossen. Oft erfolgen solche Therapien in mehreren Sitzungen.
Im Vivantes Klinikum Neukölln sind wir auf die Embolisation seltener Gefäßmißbildungen der Lunge (pulmonale AVM) u.a. bei Morbus Osler spezialisiert.

Blutungen

Innere Blutungen können durch Unfälle aller Art ausgelöst werden, aber auch z.B. infolge von Magengeschwüren, Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder Tumoren entstehen. 
Mit interventionell-radiologischen Verfahren können Blutungen schnell und sicher gestoppt werden. Dazu wird das blutende (verletzte bzw. defekte) Gefäß mithilfe eines Katheters von einem Gefäßzugang in der Leiste aus sondiert und von innen verschlossen. Dafür stehen verschiedene Substanzen (Embolisate) zur Verfügung: Metallspiralen (Coils), mikroskopisch kleine Partikel und klebstoffartige Subtanzen (Flüssigembolisate). Manchmal kann ein Defekt in der Gefäßwand auch mit einem Stent, der mit einer dünnen Kunststoffmembran beschichtet ist (Stentgraft, siehe oben), überbrückt und so abgedichtet werden. Je nach Situation und Gefäßanatomie wählen wir die im einzelnen Fall am besten geeignete Methode aus. 

Die interventionelle Radiologie nutzt bildgebende Techniken wie Röntgen, Ultraschall oder CT, um Tumoren präzise zu lokalisieren und gezielt lokal zu behandeln. All diese Behandlungsverfahren sind minimal-invasiv, d.h. es sind nur kleine Einstiche zum Einbringen von Kathetern oder Nadelsonden unter lokaler Betäubung erforderlich. Interventionell-radiologische Therapien werden einzeln oder kombiniert angewendet und können Tumoren verkleinern oder gänzlich zerstören, ohne dass eine Operation erforderlich ist. 

Bildgesteuerte Gewinnung von Gewebeproben

Zur Stellung einer exakten Diagnose ist häufig die mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe durch die Pathologie (Histologie) nötig. Gewebeproben können unter Steuerung durch Ultraschall oder CT einfach und sicher aus den verschiedensten Organen gewonnen werden. In örtlicher Betäubung wird dabei eine dünne Nadel in die auffällige Körperstelle (z.B. einen Tumor) vorgeschoben. Durch diese Nadel können dann eine oder mehrere feine Gewebestücke entnommen werden. 

Thermoablation

Die Thermoablation ist ein Verfahren, bei dem Tumorzellen durch Hitze zerstört werden. Dies geschieht durch gezielte Erwärmung des Gewebes mittels Radiofrequenz- oder Mikrowellenenergie (Radiofrequenzablation, Mikrowellenablation). Dabei wird unter Steuerung durch Ultraschall oder CT eine Sonde in einen Tumor eingeführt. Nach Aktivierung erzeugt die Sonde an ihrer Spitze Hitze, die den Tumor vollständig zerstört. Durch diese sehr schonende Methode können Operationen ersetzt werden. Sie findet in den verschiedensten Organen Anwendung, am häufigsten in der Leber, aber auch in Lunge, Niere, Nebenniere und Knochen. 
Die Thermoablation erfolgt in Vollnarkose, da das Erhitzen des Tumors schmerzhaft ist.

Transarterielle Chemoembolisation (TACE) und transarterielle Radioembolisation (TARE)

Eine weitere interventionell-radiologische Methode zur Behandlung von (Leber)tumoren ist die transarterielle Chemoembolisation (TACE). Dabei werden die Blutgefäße, die den Tumor versorgen, gezielt sondiert und mit kleinen Partikeln verschlossen zur Unterbrechung des Blutflusses. Gleichzeitig wird ein Chemotherapeutikum in die Blutgefäße gespritzt, um den Tumor weiter zu schädigen. Die Behandlung erfolgt unter lokaler Betäubung über einen Gefäßzugang in der Leiste, durch den ein Katheter in die tumorversorgenden Lebergefäße manövriert wird. 

Mit der TACE verwandt ist die transarterielle Radioembolisation (TARE). Diese wird auch als selektive interne Radiotherapie (SIRT) bezeichnet. Bei der TARE werden über einen Katheter radioaktive Partikel gezielt in die tumorversorgenden Lebergefäße gespritzt. Diese Partikel lagern sich im Tumor ein und bestrahlen diesen hoch intensiv von innen mit Beta-Strahlen. Da diese Beta-Strahlen nur eine sehr geringe Eindringtiefe von wenigen Millimetern haben, wirkt die Bestrahlung sehr gezielt nur auf den Tumor unter Schonung angrenzender Gewebe. Auch diese Behandlung erfolgt unter lokaler Betäubung über einen Zugang in der Leiste.

Sowohl die TACE als auch die TARE sind kaum belastend und können problemlos und sicher in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Pfortaderembolisation

Die Pfortaderembolisation ist ein minimal-invasives Verfahren, das in Vorbereitung auf eine geplante Tumoroperation der Leber durchgeführt wird. Sie erfolgt immer dann, wenn der nach der Tumorentfernung verbleibende, nicht befallene Leberanteil sehr klein wäre.  Die Pfortaderembolisation führt zum Wachstum des nicht befallenen Leberanteils, so dass der befallene Leberanteil später sicherer entfernt werden kann. Dieses wir erreicht, indem die Blutversorgung des befallenen Leberanteils einige Wochen vor der eigentlichen OP unterbrochen wird. Dadurch kommt es zu einem Wachstumsimpuls für die nicht befallenen Leber. Der Verschluss der Blutgefäße geschieht durch das Einbringen von kleinen Partikeln und Spiralen in einen große Lebergefäßast („Pfortaderast“) über einen Katheter, der von außen in die Leber unter lokaler Betäubung und Ultraschallkontrolle eingeführt wird. 

Anlage von intravenösen Dauerverweilkathetern (PICC-Line)

Zur Durchführung einer Chemotherapie ist häufig die Anlage eines dauerhaften zentral-venösen Zugangs erforderlich. Neben einem Portsystem steht hier die sog. PICC-Line („Peripherally Inserted Central venous Catheter”) zur Verfügung. 
Bei der PICC-Anlage schiebt ein interventioneller Radiologe einen dünnen Kunststoffschlauch unter lokaler Betäubung und Röntgenkontrolle von der Ellenbeuge bis in die zentrale Hohlvene im Brustraum vor.  Der Schlauch wird anschließend für die Einbringung von Infusionen (Chemotherapie oder auch Antibiotikagabe) verwendet. Er kann je nach Notwendigkeit mehrere Monate im Körper verbleiben und wird danach durch einfaches Ziehen wieder entfernt.  

Weitere interventionell-radiologische Verfahren in der Tumormedizin

Beispiele weiterer minimal invasiver interventionell-radiologischer Verfahren, die im Rahmen von Krebsbehandlungen zum Einsatz kommen, sind die Eröffnung tumorbedingter Gefäßverschlüsse (siehe auch Gefäßmedizin) oder die Stillung (Embolisation) tumorbedingter Blutungen.

Tumoren können Verschlüsse umgebender Gefäße (meist Venen) verursachen, was mitunter zu schweren Symptomen wie Schwellung des Kopfes oder der Beine führt. Bei der Eröffnung tumorbedingter Gefäßverschlüsse wird das verschlossene Gefäß mithilfe eines Katheters zunächst passiert, anschließend erweitert und zuletzt durch Einlegen einer Gefäßstütze (Stent) verstärkt. Dieses führt in der Regel zu einer sehr schnelle Symptomlinderung.

Gelegentlich können Tumoren lebensbedrohliche innere Blutungen verursachen. Diese lassen sich mit Hilfe der Embolisation von Tumorblutungen effektiv und minimal invasiv ohne Operation stillen. Dazu wird ein Katheter über die Leiste und das Gefäßsystem in den blutenden Tumor manövriert. Der blutende Gefäßast wird gezielt sondiert und mit Metallspiralen, Klebstoff oder kleinen Partikeln verschlossen. 

Auch diese Behandlungen können schonend und sicher in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Viele Verfahren dienen der Behandlung von Lebertumoren – siehe Behandlung von Tumorerkrankungen. Andere kommen bei diffusen Lebererkrankungen wie der Leberzirrhose zum Einsatz. Interventionell-radiologische Therapieverfahren sind minimal-invasiv. Oft lassen sie sich unter örtlicher Betäubung ohne Narkose durchführen und sind ausgesprochen wenig belastend. Die meisten Patient*innen können bereits am Tag nach der Behandlung ihre normalen Aktivitäten wieder aufnehmen.

Transjuguläre Leberbiopsie

Eine transjuguläre Leberbiopsie ist ein minimal-invasives Verfahren zur Entnahme einer Gewebeprobe aus der Leber. Dabei wird unter lokaler Betäubung ein Katheter durch die Haut in die Vene im Hals (Jugularvene) eingeführt und unter Durchleuchtung bis in die Lebervenen vorgeschoben. Anschließend wird mit Hilfe einer Nadel durch den Katheter eine Gewebeprobe entnommen, um sie auf Krankheiten wie Leberzirrhose, Hepatitis oder Leberkrebs zu untersuchen. Dieses Verfahren hat den Vorteil eines sehr geringen Bltutungsrisikos und wird daher bei Patient*innen angewendet, bei denen eine herkömmliche Leberbiopsie durch die Haut aufgrund eines hohen Blutungsrisikos nicht möglich ist. 

Lebervenen-Verschlussdruckmessung

Eine Lebervenen-Verschlussdruckmessung ist ein medizinisches Verfahren, bei dem der Druck in der Pfortader gemessen wird. Dieser Druck kann Aufschluss über verschiedene Lebererkrankungen geben, wie z.B. Leberzirrhose. Die Messung erfolgt in lokaler Betäubung mithilfe eines speziellen Katheters, der – wie bei der transjugulären Leberbiopsie – über eine Halsvene in die Lebervene eingeführt wird. 
Die Ergebnisse der Messung liefern wichtige Informationen über den Zustand der Leber und den Blutfluss in diesem Bereich. Häufig wird die Lebervenen-Verschlussdruckmessung im Vorfeld einer geplanten Leberoperation zur genaueren OP-Planung eingesetzt.

Transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Stent-Shunt (TIPSS oder TIPS)

Beim transjugulären intrahepatischen portosystemischen Stent-Shunt (TIPSS) handelt es sich um ein minimal-invasives Verfahren zur Behandlung von Komplikationen der Leberzirrhose, wie z.B. Blutungen aus Krampfadern in der Speiseröhre oder einer chronischen Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum (Bauchwassersucht, Aszites). Diese sind Folge eines sog. Pfortaderhochdrucks, der dadurch ensteht, dass das Blut am Bauch durch eine chronisch verhärtete Leber nicht mehr ausrechend gut zum Herz abfließen kann. 
Bei der TIPPS-Behandlung wird über einen Zugang durch die rechte Halsvene ein Katheter bis in die Leber vorgeschoben. Dort wird eine künstliche Gefäßverbindung zwischen Pfortader und Lebervenen geschaffen und mit einem Stent (Drahtgitterrohr) offen gehalten, um das durch die Pfortader einströmende Blut an der chronisch vernarbten Leber vorbei ohne Widerstand zum Herzen zurückzuleiten. Dadurch wird der Pfortaderdruck (siehe oben) gesenkt und die Krampfadern in der Speiseröhre bilden sich zurück und die Produktion von Bauchwasser sinkt. Wir führen TIPSS-Implantationen in Vollnarkose durch.

Embolisation von Krampfadern in Magen und Speiseröhre (Varizenembolisation, BRTO)

Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) und im Magen (Magenvarizen, Fundusvarizen) entstehen bei der Leberzirhose durch einen erhöhten Pfortaderdruck (s.o.) und gehen mit einem erheblich erhöhten Risiko einer lebensbedrohlichen Blutung einher. Eine effektive Behandlung dieser Varizen ist der endoskopische Verschluss (Ligaturbehandlung), der von Gastroenterologen durchgeführt wird. Wenn diese endoskopische Behandlung nicht möglich oder erfolgreich ist, können die Varizen interventionell-radiologisch behandelt werden. Hierzu wird über einen Nadelzugang an der Haut ein dünner Katheter in die Krampfadern manövriert, diese werden dann von innen mit einer Klebstoff-artigen Substanz oder kleinen Metallspiralen verschlossen. Diese Behandlung kann entweder in Kombination mit einem TIPSS (siehe oben) oder als alleinige Maßnahme durchgeführt werden. 

Die interventionelle Radiologie bietet verschiedene Therapieverfahren an, mit denen gynäkologische Erkrankungen behandelt werden können.

Zu diesen Therapieverfahren gehören Uterusmyome (Uterusmyom-Embolisation) und das Beckenvenen-Stauungssyndrom (pelvines Stauungssyndrom, Pelvic Congestion Syndrome, PCS) oder auch die Stillung von Blutungen nach einer Geburt (postpartale Blutung).
All diese interventionellen Therapieverfahren sind minimal-invasiv, d.h. besonders schonend. Sie erfolgen unter lokaler Betäubung ohne Narkose, erfordern nur einen kleinen Hauteinstich und hinterlassen keine Wunden. Sie ersetzen häufig eine (deutlich aufwändigere) Operation. Die meisten Patientinnen können bereits am Tag nach der Behandlung nach Hause entlassen werden und ihre normalen Aktivitäten wieder aufnehmen.

Uterusmyom-Embolisation

Uterusmyome sind gutartige Muskelknoten der Gebärmutter. Je nach Lage und Größe können sie verschiedene Beschwerden wie unregelmäßige und starke Regelblutungen, ständigen Harndrang, Schmerzen oder ein allgemeines Druckgefühl auslösen. Auch eine Unfruchtbarkeit kann durch Myome verursacht werden.

Die Uterusmyom-Embolisation, auch bekannt als Uterusarterien-Embolisation (UAE), ist ein minimal-invasives Verfahren zur Behandlung von Uterusmyomen. Bei diesem Verfahren werden die Blutgefäße, die die Myome versorgen, gezielt und dauerhaft blockiert, um die Blutversorgung zu unterbrechen und die Myome schrumpfen zu lassen. Unter örtlicher Betäubung wird ein dünner Katheter in ein Blutgefäß in der Leiste eingeführt. Unter Röntgenkontrolle wird dieser in die Gefäße manövriert, die zu den Myomen führen. Dort werden mikroskopisch kleine Partikel über den Katheter eingespritzt, die sich in die feinen Blutgefäße innerhalb der Myome einlagern und so die Blutversorgung des Myoms dauerhaft unterbinden. 
Die Uterusmyom-Embolisation ist ein zuverlässiges und sicheres Therapieverfahren, das zu einer  deutlichen Beschwerdebesserung führt, ohne dass die Gebährmutter entfernt werden muss.  Je nach Situation kann durch die Embolisaion auch die Gebärfähigkeit erhalten bzw. wieder hergestellt werden. 

Behandlung des Beckenvenen-Stauungssyndroms

Das Beckenvenen-Stauungssyndrom (pelvines Stauungssyndrom, Pelvic Congestion Syndrome, PCS) ist eine häufige, aber in vielen Fällen unerkannte Erkrankung, bei der das venöse Blut aus dem Becken nicht mehr richtig abfließen kann. Dies kann zu Schmerzen im Unterleib, im Rücken, in den Leisten oder in den Beinen führen, die sich verschlimmern, wenn man lange sitzt oder steht. Auch während oder nach dem Geschlechtsverkehr, während der Menstruation oder bei der Bauchpresse können sich diese Schmerzen verstärken. Ursächlich ist meist eine Schwäche der Eierstockvenen (Ovarialveneninsuffizienz), die sich – ähnlich wie Krampfadern an den Beinen – erweitern und so das Blut aus dem Becken nicht mehr ausreichend ableiten. Auch Einengungen von Venen durch Kompression von außen, sogenannte venöse Kompressionssyndrome, können das Beckenvenen-Stauungssyndrom auslösen oder verstärken. Zu diesen meist angeborenen venösen Kompressionssyndromen zählen das May-Thurner-Syndrom (Verengung der linken Beckenvene) und das „Nussknacker-Syndrom“ (Einengung der linken Nierenvene). 

Die interventionelle Radiologie bietet die Möglichkeiten, das Beckenvenen-Stauungssyndrom zu behandeln. Erweiterte und damit nicht mehr richtig funktionstüchtige Eierstockvenen können mit einem minimal-invasiven Verfahren verschlossen werden (Ovarialvenensklerosierung). Dazu wird ein feiner Katheter in lokaler Betäubung in ein Gefäß in der Leiste eingeführt und unter Röntgenkontrolle in die Eierstockvene manövriert. Hier werden kleberartige Substanzen oder kleine Metallspiralen freigesetzt, die zum Verschluss der Vene führen. Das venöse Blut nimmt dann andere Abflusswege, die Stauung behoben und die Beschwerden gehen zurück. 
Venöse Kompressionssyndrome können ebenfalls zuverlässig und sicher interventionell behandelt werden. Auch hierbei wird ein Katheter in ein Gefäß in der Leiste eingeführt. Von dort aus werden die venösen Engstellen unter Röntgenkontrolle mit einem Katheter sondiert und mithilfe eines Stents, eines Metallgitterröhrchens, dauerhaft erweitert. 
In der Regel sind die Patientinnen nach der interventionellen Behandlung des Beckenvenen-Stauungssyndroms beschwerdefrei, nur in Einzelfällen sind mehrere Therapiesitzungen nötig.

Chronische Gelenkschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Sie entstehen meist durch einen chronischen Verschleiß (Arthrose), der wiederum eine schmerzhafte Entzündung auslöst. In der Regel erfolgt eine konservative Therapie mit entzündungshemmenden Medikamenten und Physiotherapie. In fortgeschrittenen Stadien steht der operative Gelenkersatz (künstliches Gelenk) als Behandlungsoption zur Verfügung.

Leider sprechen die Gelenkbeschwerden auf die medikamentöse Therapie nicht bei jedem Patienten ausreichend an. Hier kommt die Gelenkembolisation als neue, hoch effektive und minimal-invasive Therapiemöglichkeit ins Spiel, die bei solchen Therapieversagern zu einer deutlichen und anhaltenden Besserung der Symptome führen kann. Dabei werden vermehrt durchblutete Gefäße am betroffenen Gelenk, die zentraler Bestandteil des Entzündungsvorgangs sind, über einen kleinen Katheter von innen mit kleinen Partikeln verschlossen. Dieses führt zu einer „Durchbrechung“ der Entzündung mit deutlicher Abnahme der Schmerzen; die Beweglichkeit und Mobilität der Patienten verbessert sich wieder. Mitunter kann der Gelenkersatz dadurch aufgeschoben oder gar vermieden werden.

Ähnlich effektiv ist die Gelenkembolisation auch bei der Behandlung chronischer schmerzhafter Sehnenentzündungen, wie dem z.B. dem „Tennis-Ellenbogen“

Die Gelenkembolisation (auch transarterielle periartikuläre Embolisation oder TAPE genannt) erfolgt in örtlicher Betäubung. Ein dünner Katheter wird in ein Blutgefäß in der Leiste eingeführt. Unter Röntgenkontrolle wird dieser in die Gefäße am betroffenen Gelenk manövriert. Die einzelnen, vermehrt durchbluteten Gefäße werden mit dem Katheter gezielt aufgesucht und sondiert. Über den Katheter werden kleinste Partikel gespritzt, die die Gefäße von innen verschließen. Der Eingriff dauert etwa 1 – 2 Stunden. Die Linderung der Beschwerden ist in der Regel bereits am Tag nach der Intervention deutlich spürbar.

Für welche Gelenke steht die Gelenkembolisation zur Verfügung?

Prinzipiell kann die Gelenkembolisation an nahezu jedem Gelenk des menschlichen Körpers eingesetzt werden. Die meisten positiven Erfahrungen bestehen bisher an folgenden Gelenken:

  • Kniegelenk
  • Ellenbogengelenk (insbesondere bei „Tennis- oder Golfer-Ellenbogen“)
  • Schultergelenk (insbesondere bei schmerzhafter Schultersteife, „frozen shoulder“) 
  • Finger- oder Fußgelenke 

Wir sind Teil des Cancer Center Berlin-Neukölln

Wir sind Teil des Gefäßzentrums am Klinikum Neukölln

Diagnostische Radiologie in Neukölln

Die Radiologie ist die wichtigste diagnostische Schaltstelle der modernen Medizin. Mit Hilfe der unterschiedlichen bildgebenden Verfahren werden verschiedenste Erkrankungen aller Körperregionen bis ins Detail sichtbar gemacht.

„Präzise Diagnostik ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Therapie. Ich freue mich, mit einem großen Team von Expert*innen eine wesentliche Rolle dabei für unsere Patient*innen einzunehmen.“
Zitat von: Dr. med. Robin HoltkampPosition: Leitender Oberarzt, Leitung Sektion Diagnostik

Unsere diagnostischen Verfahren

In der Radiologie des Vivantes Klinikum Neukölln werden alle radiologischen bildgebenden Verfahren angeboten. Wir möchten Ihnen diese hier kurz vorstellen:

Obwohl die Bedeutung konventioneller Röntgenaufnahmen zugunsten von CT und MRT in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat, stellen sie immer noch die häufigsten radiologischen Untersuchungen dar.   

Wann wird das Röntgen eingesetzt?

  • Erkrankungen der Brustorgane (Lunge, Brustfell, Herz)
  • Knochenbrüche nahezu jeder Körperregion
  • Degenerative oder entzündliche Erkrankungen von Gelenken
  • Knochentumoren
  • Kiefer- und Zahndarstellung (OPTG)
  • Weibliche Brustuntersuchung (Mammographie)

Wie ist die Funktionsweise des Röntgens?

Bei einer Röntgenuntersuchung werden Röntgenstrahlen aus einer Röntgenröhre auf den Körper gestrahlt. Die Röntgenstrahlen werden von unterschiedlichen Geweben im Körper unterschiedlich stark absorbiert. Die den Körper durchdringenden Röntgenstrahlen werden auf einem Detektor oder einer Speicherfolie aufgezeichnet und in ein digitales Bild umgewandelt. In unserer Klinik werden ausschließlich digitale Röntgensysteme verwendet.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Der zu untersuchende Körperabschnitt wird üblicherweise vor der Untersuchung entkleidet und Schmuck wird abgelegt. Danach wird der Körperteil oder Patient:in am Röntgengerät positioniert, um die zu untersuchende Körperregion in einem möglichst optimalen Winkel zu durchstrahlen. Für zahlreiche Untersuchungen ist eine Aufnahme in zwei unterschiedlichen Projektionsebenen erforderlich, von vorne und von der Seite. Für Untersuchungen im Brustkorb oder Bauchraum muss kurz die Luft angehalten werden. Die eigentliche Röntgenaufnahme dauert weniger als 1 Sekunde und ist komplett schmerzlos.

Was müssen Patient:innen beachten?

Für eine Röntgenuntersuchung ist meist keine spezielle Vorbereitung nötig. Bringen Sie bitte Ihren Röntgenpass (falls vorhanden) zur Untersuchung mit. Da Röntgenstrahlen eine potentiell schädliche Wirkung auf das Körpergewebe haben, sollten sie nur angewendet werden, wenn sie notwendig sind und der Nutzen den potentiellen Schaden überwiegt. Insbesondere Röntgenuntersuchungen bei Kindern und Schwangeren werden in Abhängigkeit der zu untersuchenden Körperregion nur sehr sparsam angewendet und streng überprüft, strahlenempfindliche Körperteile werden ggf. durch eine Bleiabdeckung geschützt. Kann eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen werden, wird vor der Untersuchung ein Schwangerschaftstest durchgeführt.

Unsere Geräteausstattung

  • Fünf vollausgestatte digitale Bucky-Arbeitsplätze
    • 1 x Siemens Ysio X.pree
    • 2 x Siemens Ysio Max
    • 1 x Siemens Aristos MX
    • 1 x Philips Buckydiagnost TH
  • Drei mobile Röntgengeräte
    • 1 x Siemens Mira Max
    • 2 x AGFA DX-D100
  • Ein digitales Gerät für Panoramaaufnahmen 
    • Dürr VistaPano-S
  • Ein digitales Mammographiegerät
    • Hologic 3Dimensions

Wann wird eine Durchleuchtung eingesetzt?

Eine Durchleuchtung wird vor allem zur Diagnostik im Magen-Darm-Trakt angewendet z.B.:

  • Ösophagographie zur Darstellung der Speiseröhre z.B. bei Schluckstörung, Engegefühl, Aussackungen oder nach OP 
  • Magen-Darm-Passage zur Darstellung des Magens und Dünndarms, z.B. bei Magenentleerungsstörungen oder Verengungen des Darms
  • Kolon-Kontrast-Einlauf zur Darstellung des Dickdarms z.B. nach Darmoperationen zur Überprüfung der Nahtdichtigkeit 
  • Defäkographie zur funktionellen Darstellung des Enddarms und Analkanals z.B. bei Stuhlunregelmäßigkeiten oder Darmentleerungsstörungen.

Des Weiteren kann die Durchleuchtung auch zur Darstellung anderer Organe wie der Tränenwege, der Harnblase oder von Fisteln durchgeführt werden. 

Wie ist die Funktionsweise einer Durchleuchtung?

Durch eine Röntgenröhre werden über die gesamte Dauer der Durchleuchtung niedrigdosierte Röntgenstrahlen ausgesendet, die den Körper des Patienten durchdringen ("durchleuchten"). Sie werden dann von einem Detektor aufgefangen und zu bewegten digitalen Bildern verarbeitet und gespeichert (digitale Radiographie).
Bei den Durchleuchtungsuntersuchungen  wird regelhaft ein Kontrastmittel benötigt (z.B. Bariumsulfat oder Gastrografin), um den Magen-Darm-Trakt sichtbar zu machen. Dieses wird in Regel vom Patienten während der Untersuchung geschluckt oder über einem dünnen Schlauch verabreicht. Bereits während der Kontrastmittelgabe oder im Anschluss werden durch den Radiologen Röntgenbilder angefertigt um z.B. Engstellen oder Bewegungsstörungen zu entdecken.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Je nach zu untersuchender Körperregion liegt der Patient auf einem Untersuchungstisch oder steht aufrecht. Bei manchen Untersuchungen wird der Patient auch in unterschiedlichen Körperlagen (liegend, in Seitenlage, sitzend, stehend) untersucht. Das Schlucken oder das Verabreichen des Kontrastmittels erfolgt während der Untersuchung auf dem Untersuchungstisch.
Die  Untersuchungen dauern in der Regel ca. 10 – 20 Min..

Was müssen Patient:innen beachten?

Für eine Durchleuchtungsuntersuchung ziehen Patien:innen vor der Untersuchung ihre Kleidung aus und einen Patientenkittel an. Schmuck oder andere röntgendichte Gegenstände müssen ggf. aus der Untersuchungsregion entfernt werden, um freie Sicht zu gewährleisten. Eine sonstige Vorbereitung ist nicht erforderlich, insbesondere werden keine Laborwerte benötigt und Patienten müssen in der Regel auch nicht nüchtern sein.
Das oral verabreichte Kontrastmittel schmeckt etwas unangenehm und hat eine abführende Wirkung, ist darüber hinaus aber sehr gut verträglich. Barium-Kontrastmittel führt zur weißlichen Verfärbung des Stuhls.  Nach der Untersuchung kann sofort wieder die normale Aktivität erfolgen.
Als Vorsichtsmaßnahme sollten Röntgenuntersuchungen während der Schwangerschaft vermieden werden, da ungeborenes Leben insbesondere im Frühstadium der Schwangerschaft besonders strahlenempfindlich ist. Daher informieren sie uns bitte vor der Untersuchung, ob Sie schwanger sein könnten, dann würden wir vorher einen Schwangerschaftstest durchführen. 

Unsere Geräteausstattung

  • Siemens Artis Zee MP Mulitfunktionsgerät 

Der Ultraschall wird bei unterschiedlichsten Fragestellungen zur Untersuchung von Weichteilstrukturen genutzt. Haupteinsatzgebiete sind die Bauchorgane, der Hals, oberflächliche Strukturen wie Lymphknoten, die weibliche Brust und die Muskulatur. Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich sind Blutgefäße mit Analyse des Blutflusses. Bei Kindern können auch Knochenfrakturen sehr gut mithilfe des Ultraschalls diagnostiziert werden.
Die Bildqualität im Ultraschall ist bei schlanken und kleinen Menschen besonders gut. Daher spielt der Ultraschall in der Kinderradiologie eine herausragende Rolle.

Wie ist die Funktionsweise des Ultraschalls?

Die Bilderstellung beim Ultraschall beruht auf dem Prinzip des Echolots. Dabei werden Ultraschallwellen über einen sogenannten Schallkopf, der auf die Haut aufgesetzt wird, in den Körper gesendet. Die dabei verwendeten Schallwellen liegen im nicht hörbaren Bereich. Sie werden im Körper reflektiert und vom Schallkopf wieder aufgefangen. Aus der Echoantwort errechnet das Ultraschallgerät ein Schnittbild der entsprechenden Körperregionen. Der Ultraschall setzt keine ionisierende Strahlung ein und ist vollkommen unschädlich.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Patient:innen werden auf einer Untersuchungsliege gelagert. Die Untersuchung erfolgt durch eine(n) Arzt:in, der die Untersuchungsregion mit einem Schallkopf systematisch abfährt. Zur besseren Ankopplung des Schallkopfes an die Haut kommt ein feuchtes Ultraschallgel zum Einsatz. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft, gelegentlich kann jedoch ein etwas höherer mechanischer Druck erforderlich sein, der mitunter als unangenehm empfunden wird. Bei Bauchuntersuchungen ist es erforderlich, vorübergehend die Luft anzuhalten. Die Untersuchung dauert typischerweise 10-20 Minuten.

Gelegentlich kommt bei Ultraschalluntersuchungen ein Ultraschall-Kontrastmittel zum Einsatz, um zusätzliche Bildinformationen zu gewinnen und die Aussagekraft der Untersuchung zu steigern. Dieses Kontrastmittel besteht aus kleinsten Gasbläschen gelöst in einer Flüssigkeit, es wird intravenös über einen zuvor gelegten Venenzugang gespritzt. Ultraschall-Kontrastmittel ist sehr gut verträglich, abgesehen von extrem seltenen allergischen Reaktionen sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Was müssen Patient:innen beachten?

Eine besondere Vorbereitung ist nicht erforderlich, insbesondere werden keine Laborwerte benötigt und Sie müssen in der Regel auch nicht nüchtern sein. Es gibt auch keine Einschränkungen durch Schwangerschaft oder Stillen. Nach der Untersuchung kann sofort wieder jede normale Aktivität erfolgen.

Unsere Geräteausstattung

  • Philips IU22 Premiumgerät (2 x)
  • Philips Epiq7G Premiumgerät (in der Kinderradiologie)
  • Philips CX50 
  • Siemens Accuson Freestyle mit kabellosem Schallkopf (in der Angiographie), (2x)

Wann wird eine CT eingesetzt?

Eine Computertomografie (CT) wird vielseitig genutzt, um zum einen um Krankheiten und Verletzungen zu erkennen, zum anderen um deren Verlauf zu beurteilen.
Typische Einsatzbereiche sind beispielsweise:

  • Unterschiedlichste Erkrankungen im Kopf-, Hals-, Brust- oder Bauchbereich, oft in der Tumormedizin, aber auch entzündliche Erkrankungen, Gefäßerkrankungen etc. 
  • Akute Blutungen und Schlaganfalldiagnostik
  • (Komplexe) Knochenbrüche und Verletzungen an Organen nach Unfall
  • Verengungen der Herzkranzgefäße (CT-Koronarographie)

Neben der diagnostischen Anwendung können therapeutische Eingriffe, wie die gezielte Entnahme von Gewebeproben aus Organen oder das Ableiten von Abszessen durchgeführt werden.

Wie ist die Funktionsweise eines CT?

Die Computertomographie arbeitet mit Röntgenstrahlen. Es werden Schnittbilder des Körpers angefertigt. Die Röntgenröhre umkreist den Patienten und sendet ein Röntgenstrahlenbündel aus. Innerhalb des Körpers wird dieses durch die Strukturen, auf die es trifft, unterschiedlich stark abgeschwächt. Der Röhre gegenüber liegt ein Detektor. Mithilfe eines Computers werden die Messwerte dann zu millimeterdicken Querschnittbildern und dreidimensionalen Bildern zusammengesetzt. Die Untersuchung ist schmerzfrei und schnell, so dass man in wenigen Sekunden große Körperabschnitte untersuchen kann.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Vor jeder CT-Untersuchung findet ein Aufklärungsgespräch statt.
Während der Untersuchung liegt die Patientin/der Patient auf einem Untersuchungstisch, der sich während der Untersuchung durch das CT Gerät bewegt.
Viele  CT-Untersuchungen erfordern Kontrastmittel, das über einen venösen Zugang im Arm verabreicht wird. Mit diesem lassen sich Organe, Gewebe und Gefäße deutlich besser beurteilen. Beim Injizieren des Kontrastmittels kann es zu einem Wärmegefühl kommen, das in der Regel nach wenigen Sekunden verschwindet.
Es ist wichtig, sich während des Untersuchung nicht zu bewegen, um eine möglichst gute Qualität der Bilder zu erzielen. Wenn erforderlich erhalten Sie Anweisungen zur Atmung.
Die gesamte Untersuchungsdauer beträgt in der Regel 2 – 5 Minuten. 

Was müssen Patient:innen beachten?

Die jodhaltigen Kontrastmittel werden im Allgemeinen gut vertragen, können in seltenen Fällen Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Erbrechen sowie allergische Reaktionen mit Hautausschlag und Juckreiz auslösen. Bekannte Kontrastmittelunverträglichkeiten sollten deshalb unbedingt im Vorgespräch dem Arzt oder der Ärztin mitgeteilt werden.
Wenn ein Kontrastmittel verabreicht wurde, sollte nach der Untersuchung ausreichend Flüssigkeit getrunken werden, damit es rasch über die Nieren ausgeschieden wird.
Als Vorsichtsmaßnahme sollten Röntgenuntersuchungen während der Schwangerschaft vermieden werden, da ungeborenes Leben insbesondere im Frühstadium der Schwangerschaft besonders strahlenempfindlich ist. Daher informieren sie uns bitte vor der Untersuchung, ob Sie schwanger sein könnten, dann würden wir vorher einen Schwangerschaftstest durchführen. 

Unsere Geräteausstattung:

  • Siemens Somatom Drive (128-Zeilen Dual Source Multislice-CT )
  • Siemens Somatom Edge Plus (128-Zeilen Multislice-CT)
  • Siemens Somatom Confidence (64-Zeilen Multislice-CT)

Wann wird eine MRT durchgeführt?

Die Kernspintomographie wird schwerpunktmäßig für folgende Köperregionen und Fragestellungen eingesetzt:

  • Gehirn und Wirbelsäule: Schlaganfall-, Entzündungs- und Tumordiagnostik, Bandscheibenvorfälle
  • Knochen und Gelenke: akute Verletzungen, degenerative Veränderungen, Entzündungen und Tumoren
  • Hals: Entzündungs- und Tumordiagnostik
  • Thorax: Entzündungs- und Tumordiagnostik 
  • Herz: Entzündungen, Minderdurchblutung, Funktionseinschränkungen, Herzfehler 
  • Abdomen: Untersuchung der Oberbauch- und Beckenorgane bei Entzündungen und Tumoren, spezielle Dünndarmuntersuchung (MR-Sellink) und Darstellung der Gallenwege (MRCP)
  • Gefäße: MR-Angiographien mit und ohne Kontrastmittel 

Wie ist die Funktionsweise der Kernspintomographie?

Ein Kernspintomograph besteht aus einem sehr stärken Magnetfeld, das die in einer „Röhre“ liegenden Patient:innen umgibt. Während der Untersuchung werden die Wasserstoffprotonen im Körper wiederholt entlang des Magnetfelds ausgerichtet und abgelenkt. Die dabei entstehenden Radiowellen werden von sog. Spulen, die dem Körper aufliegen, aufgefangen und dann zu hoch aufgelösten Bildern verarbeitet. Bei der Untersuchung entstehen Wärme und das typische, meist laute Klopfen. Zum Schutz des Gehörs werden Ohrstöpsel und Kopfhörer angelegt. 

Das Verfahren arbeitet ohne Röntgenstrahlen und kann somit auch bei Kindern und Schwangeren nach dem 1. Schwangerschaftsdrittel problemlos eingesetzt werden. 

Wie läuft die Untersuchung ab?

Vor jeder MRT-Untersuchung findet ein Aufklärungsgespräch statt. In der Kabine werden Kleidungsstücke und insbesondere alle metallischen Gegenstände abgelegt. Eine möglichst bequeme Lagerung auf der Untersuchungsliege ist wichtig für eine optimale Bildqualität. Spezielle Auslesespulen werden auf die zu untersuchende Körperregion gelegt. Die Untersuchungszeiten variieren stark und sind abhängig von der Körperregion, Gelenke können mit moderner KI-Technik in 10 Minuten untersucht werden, eine Herz- oder Bauchuntersuchung dauert 30-45 Minuten.

Bei einigen Untersuchungen wird zur Verbesserung der Aussagekraft ein gadoliniumhaltiges Kontrastmittel verabreicht, das in aller Regel sehr gut verträglich ist. Allerdings sollten Sie sich melden, falls sie an einer sehr starken Einschränkung der Nierenfunktion leiden. Auch eine Buscopangabe kann selten erforderlich sein. Für die Untersuchung des Dünndarmes ist das Trinken größerer Mengen Flüssigkeit vor der Untersuchung notwendig, dieses kann abführend wirken. 

Was müssen Patient:innen beachten?

Das hohe Magnetfeld erfordert aus Sicherheitsgründen einen besonderen Umgang mit metallischen Fremdkörpern und Implantaten. Jegliches entfernbares Material (Schmuck, Gebiss, Handys, Kleidungsstücke) wird in der Kabine abgelegt. Großflächige Tätowierungen und alle nicht ablegbaren Fremdkörper müssen im Vorgespräch mitgeteilt werden, damit die Untersuchung im Zweifel modifiziert werden kann. Wenn Sie Implantate wie Herzschrittmacher, Nervenstimulatoren, Medikamentenpumpen, Cochleaimplantate, Herzklappen o.ä. haben, bringen Sie bitte unbedingt  einen Implantatpass oder die Produktinformationen zur Untersuchung mit. Mittlerweile gibt es auch MRT-fähige Herzschrittmacher, aber auch diese müssen vor der Untersuchung durch die Kardiologie in einen speziellen Untersuchungsmodus gesetzt werden, was vorher geplant werden muss. Bitte informieren Sie uns auch über andere Fremdkörper wie etwa Metallsplitter in ihrem Körper.

Unsere Geräteausstattung

  • Siemens Magnetom Sola Fit (1,5 Tesla) mit KI-Technik zur Verkürzung der Untersuchungszeit und/oder Bildverbesserung
  • Philips Achieva dStream (1,5 Tesla) mit KI-Technik zur Verkürzung der Untersuchungszeit und/oder Bildverbesserung

Kinderradiologie in Neukölln

So wie sich die Kinderheilkunde speziell um kranke Kinder kümmert, so beschäftigt sich auch die Kinderradiologie ausschließlich mit der Diagnostik von Kindern und deren besonderer Erkrankungen –  vom Frühgeborenen bis zum Jugendlichen. 

„Kinderradiologie ist meine große Leidenschaft. Neben höchster diagnostischer Qualität ist mir eine angenehme und ruhige Untersuchungsatmosphäre für unsere kleinen Patient*innen besonders wichtig.“
Zitat von: Alexandra GertzPosition: Oberärztin, Leitung Sektion Kinderradiologie

Unsere diagnostischen Verfahren in der Kinderradiologie Neukölln

Wir bieten das gesamte Spektrum kinderradiologischer Untersuchungen an (s.u.). Ein besonderer Schwerpunkt unserer Kinderradiologie liegt in der Ultraschalldiagnostik (Sonographie) als einer besonders schonenden und strahlungsfreien diagnostische Methode. Es können alle Organgebiete bis hin zur Frakturdiagnostik untersucht werden. Alle Sonographien werden nach DEGUM-Standard durchgeführt. Als weiterführende Methoden stehen neben dem Röntgen auch MRT zur CT für Kinder zur Verfügung. In unserem Mutter-Kind-Zentrum arbeiten Kinderradiolog*innen Hand in Hand mit den Kolleg*innen der Kinderheilkunde, der Kinderchirurgie und der Neuropädiatrie zusammen.

Neben der engen interdisziplinären Zusammenarbeit in einem kompetenten Team ist es uns besonders wichtig, dass sich unsere kleinen Patienten bei uns gut aufgehoben und sicher fühlen und die Untersuchung in positiver Atmosphäre erleben.

Vollkommen strahlungsfrei können wir das Körperinnere mittels nicht hörbarer Ultraschallwellen sichtbar machen. Zumeist liegt das Kind auf unserer Untersuchungsliege bequem in einem ruhigen und leicht abgedunkelten Raum. Die Eltern können direkt daneben sitzen und ihre Kinder beruhigend unterstützen. Untersuchungen können aber auch im Sitzen oder auf dem Schoß der Eltern durchgeführt werden. Sehr kranke oder sehr kleine Kinder werden in ihrem Bett oder im Inkubator untersucht. 

Die Untersuchung tut nicht weh, kann aber manchmal etwas kitzeln oder leicht drücken. Dabei tastet der/die Kinderradiolog:in die Haut der Untersuchungsregion mit einer Sonde (Schallkopf) ab und analysiert die in Echtzeit entstehenden Bilder. Um den Kontakt der Sonde zur Haut zu verbessern kommt ein angewärmtes klares Gel zum Einsatz.  
Durch modernste Technik mit zahlreichen unterschiedlichen Schallköpfen unterschiedlicher Frequenzbereiche können wir den gesamten Körper angepasst an die Fragestellun in höchster Qualität untersuchen. Die Sonographie eignet sich hervorragend für die Untersuchung von Weichteilen, also den inneren Organen oder etwa der Muskulatur. Mittlerweile setzen wir den Ultraschall zunehmend auch für die Lunge und die Knochen und Gelenke ein, z.B. zur Diagnostik von Knochenbrüchen.

Bei bestimmten Fragestellungen, wie z.B. Verletzungen der inneren Organe nach Unfällen setzen wir bei Kindern Ultraschallkonstrastmittel ein. Diese werden intravenös gespritzt, sind sehr gut verträglich und verbessern die Sichtbarkeit bestimmter Veränderungen z.T. erheblich.  Ein Schwerpunkt stellt hierbei die Refluxprüfung der Nieren mittels kontrastmittelverstärktem Ultraschall dar (Miktionsurosonographie, MUS). Diese moderne strahlenfreie und schonende Methode hat bei uns die ältere Röntgenuntersuchung für die Refluxprüfung nahezu vollständig abgelöst. 

Vom neu aufgetretenen „Knubbel“ am Kopf bis hin zum „gestoßenen Zeh“ ist die Sonographie also buchstäblich von Kopf bis Fuß einsetzbar.

Die Frage z.B. nach einem Knochenbruch oder einer Lungenentzündung erfordert bei Kindern häufig die Anfertigung eines Röntgenbildes. Wir prüfen streng die Notwendigkeit des Röntgens und erwägen strahlungsfreie Alternativen. Es ist uns wichtig, so wenig Strahlung wie möglich einzusetzen, was uns unsere modernen Röntgenanlagen sowie unser Team aus erfahrenen MTR ermöglichen.

Bei kleinen Kindern ist es häufig notwendig, dass Sie als Eltern ihr Kind während der Untersuchung festhalten, damit die Bilder nicht verwackeln. So können Sie Ihr Kind direkt unterstützen und beruhigen. Zu Ihrem eigenen Schutz werden Sie mit einer Röntgenschürze ausgestattet.

Um z.B. komplizierte Brüche für die OP-Planung darzustellen oder schnell schwerwiegende Verletzungen feststellen zu können, benötigen wir manchmal die Computertomographie.  

Die Computertomographie ist rund um die Uhr verfügbar und geht sehr schnell, daher kann die Untersuchung zumeist ohne Narkose durchgeführt werden. Sie können Ihr Kind zur Lagerung in den Untersuchungsraum begleiten, müssen diesen dann aber für die Untersuchung selbst kurz verlassen. Durch unsere modernen und auf Kinder angepassten Untersuchungsprotokolle halten wir die verwendete Röntgenstrahlung so gering wie möglich.

Die Magnetresonanztomographie ist aus der Kinderradiologie nicht mehr wegzudenken. Vollkommen strahlungsfrei lassen sich nur durch Magnetfelder hervorragende Bilder des Körperinneren erzeugen. Es werden insbesondere die inneren Organe oder das Gehirn in höchster Qualität dargestellt. Auch Knochen und Gelenke sind bei verschieden Fragestellungen ein häufiges Einsatzgebiet. 

Die Untersuchungen dauern etwa 20 – 30 Minuten. Sollte Ihr Kind Bedenken vor der Untersuchung haben, können Sie gerne bei der Untersuchung mit im Untersuchungsraum sein. Insbesondere bei jüngeren Kindern kann aber auch eine leichte Narkose notwendig werden, welche durch unsere Kollegen der Anästhesie durchgeführt wird.

Basierend auf Röntgenstrahlung ermöglicht die Durchleuchtung die Beobachtung von dynamischen Prozessen, wie z.B. die Nahrungsmittelpassage im Magen-Darm-Trakt. Ist eine Durchleuchtung notwendig, wird diese mit an Kinder adaptierten, strahlungsarmen Protokollen durchgeführt. Auch hier ist es häufig nötig, dass Sie Ihr Kind während der Untersuchung halten und für es da sind. Hierzu werden Sie mit einer Röntgenschürze ausgestattet.

Besteht der Verdacht, dass Urin von der Harnblase zu den Nieren zurückfließen könnte, z.B. als Ursache von frühen oder mehrfachen Harnwegsinfekten, wird eine sog. Refluxprüfung notwendig. 

Hierbei wird mittels Ultraschall und dem Einsatz von Kontrastmittel beobachtet, ob ein solcher Reflux vorliegt. 
Ihr Kind erhält unmittelbar vor der Untersuchung einen sehr dünnen Blasenkatheter von den Kollegen der Pädiatrie bzw. Kinderchirurgie eingelegt. Nach einem kurzen Aufklärungsgespräch stellen wir zunächst Harnblase und Nieren sonographisch dar. Nun werden das Kontrastmittel und angewärmte Kochsalzlösung zur Füllung der Harnblase über den Blasenkatheter verabreicht. Ist die Blase voll, kann das Wasserlassen direkt sonographisch verfolgt werden. 

Während Säuglinge problemlos ihre Blase auf der Untersuchungsliege entleeren, ist dies für älteren Kinder manchmal sehr ungewohnt. Der Raum ist angenehm warm und leicht dunkel, wir schaffen für ihr Kind eine möglichst ruhige Untersuchungsatmosphäre. Sie sind bei der gesamten Untersuchung dabei und können Ihr Kind unterstützen, indem Sie es auf die Untersuchung vorbereiten und beruhigen.

Leitung vom Institut für Radiologie, Kinderradiologie und Interventioneller Therapie

Porträt von Prof. Dr. Thomas Albrecht
Kontaktperson: Prof. Dr. med. Thomas Albrecht
Chefarzt und Institutsleiter

Kontakt

Kontaktperson: Jennifer Krüger
Chefarztsekretariat

Kontakt

Kontaktperson: Dr. med. Robin Holtkamp
Leitender Oberarzt
Leitung Sektion Diagnostik

Kontakt

Kontaktperson: Dr. med. Alexander Gross
Leitender Oberarzt
Leitung Sektion Interventionelle Radiologie

Kontakt

Kontaktperson: Petra Schubert
Leitende MTR
Bereich Personal

Kontakt

Kontaktperson: Guido Voß
Leitender MTR
Bereich Technik, Organisation und Ausbildung

Kontakt

Oberärzt*innen der Radiologie, Kinderradiologie und Interventioneller Therapie

Allgemeiner Kontakt

Telefon: 030 130 14 2071
E-Mail:

Adresse und Anfahrt

Route planen

Wir sind für Sie da!

Wenn Sie eine Anfrage haben, rufen Sie uns über den allgemeinen Kontakt an oder stellen Sie eine schriftliche Anfrage.

Telefonische Anmeldung MVZ Neukölln
Termine für CT-, MRT- und Röntgenuntersuchungen von gesetzliche versicherten Patienten können Sie auch über unser MVZ Neukölln - Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie vereinbaren.
030 130 14 4580
 

Sprechstunden der Radiologie

Röntgen-, CT- und MRT-Untersuchungen führen wir für gesetzlich versicherte Patienten in unserem MVZ (Medizinischem Versorgungszentrum) durch.

  • Sprechtage: Montag bis Donnerstag
  • Terminvereinbarung für CT und MRT unter 030 130 14 4580
  • Röntgenuntersuchungen Montag bis Donnerstag zwischen 8:00 und 10:00 Uhr ohne Terminvereinbarung

Sämtliche radiologische Leistungen für Privatpatienten

Unsere Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) gehören zum ambulanten Versorgungsnetzwerk von Vivantes. Als Fachpraxen ergänzen sie das medizinische Angebot in Berlin-Neukölln.

Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Radiologie Neukölln

In unserem Institut arbeiten mehreren Berufsgruppen zusammen, um gemeinsam Spitzenleistungen im Bereich der bildgebenden Diagnostik und der interventionellen Radiologie zu erbringen. Das funktioniert nur mit einem erstklassigen Team. Daher ist uns eine hochwertige Ausbildung mit enger persönlicher Betreuung ein besonderes Anliegen.

Bei uns als Klinikum der Maximalversorgung erwartet Sie ein sehr breites radiologisches Spektrum aus einer Vielzahl medizinscher Fachrichtungen sowie modernste technische Ausstattungen an allen Arbeitsplätzen.

Unser Ausbildungsangebot gilt für folgende Berufsgruppen:

Unsere Weiterbildungsassistent*innen profitieren von unserem extrem breiten medizinischen Spektrum, dem großen radiologischen Leistungsangebot und hohen Untersuchungszahlen. Wir verfügen über die vollständige Weiterbildungsermächtigung für Radiologie und über die Weiterbildungsermächtigung für eine anschließende Subspezialisierung in der pädiatrischen Radiologie. Darüber hinaus ist auch eine anschließende Subspezialisierung im Institut für klinische und interventionelle Neuroradiologie in unserem Haus möglich.

An modern ausgestatteten Arbeitsplätzen gewährleisten wir eine strukturierte Weiterbildung mit enger fach- und oberärztlicher Betreuung und garantierten Rotationen an alle Modalitäten. Die Ausbildung umfasst das gesamte diagnostische und interventionelle Spektrum der Radiologie. Weitergehende Informationen erhalten Sie im detaillierten Weiterbildungsplan.

Wir bieten tägliche interne Fortbildungen und Teachings und fördern aktiv die Teilnahme lokalen, nationalen und internationalen Fortbildungsveranstaltungen und Kongressen.

Studierende der Medizin haben bei uns die Möglichkeit, Famulaturen und das Praktische Jahr (PJ) und zu absolvieren. Alle Student*innen werden in enger Anbindung an unsere Assistenz-, Fach- und Oberärzt*innen an unseren Kernarbeitsplätzen Röntgen, CT und Sonographie betreut und ausgebildet. Je nach Interesse können sie zusätzlich Einblicke in die MRT, die Interventionsradiologie, die Kinderradiologie oder die Neuroradiologie erhalten. Engagierte Lehre für unsere Student*innen ist uns ein besonderes Anliegen. Dieses spiegelt sich in den sehr positiven Bewertungen unseres Instituts in den einschlägigen „PJ-Rankings“ wieder.

Für angehende MTR bietet Vivantes mit dem Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe (BBG, gemeinsam mit der Charité ) eine hochmoderne Ausbildungsstätte. Die theoretische Ausbildung erfolgt am BBG und am Lette-Verein. Die Auszubildenden rotieren zu regelmäßigen mehrwöchigen Praxiseinsätzen u.a. an unser Institut und werden hier in enger Zusammenarbeit von unseren MTR und den Praxisanleitern an den einzelnen radiologischen Arbeitsplätzen praktisch ausgebildet. Durch regelmäßige Ausbildungsgespräche wird der Fortschritt jedes einzelnen Azubis sichergestellt. 

Fertig ausgebildete MTR werden nach Dienstaufnahme an unserem Institut nach einem strukturierten Konzept an allen radiologischen Arbeitsplätzen eingearbeitet. Spezialisierung in Teilbereichen wie CT, MRT oder Interventionsradiologie sind möglich, hierzu bieten wir die Teilnahme an externen Fortbildungskursen an. So unterstützen wir unter anderem die durch die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Technolog*innen für Radiologie zertifizierte Ausbildung zur Fachkraft für Interventionelle Radiologie  Zertifizierung - Fachkraft für Interventionelle Radiologie | DGMTR.

Medizinische Fachangestellte werden an den radiologischen Arbeitsplätzen gezielt ausgebildet, dabei erlernen Sie die Gerätebedienung und Untersuchungsdurchführung. Außerdem bieten wir die Teilnahme an Fortbildungskursen zum Erwerb des Röntgenscheins an, sofern dieser noch nicht vorliegt.
Ein Schwerpunkt für die MFA-Tätigkeit an unserem Institut ist die Angiographie und Interventionsradiologie. Hier werden teils hoch komplexe, minimal invasive Eingriffe unter Bildsteuerung durchgeführt. Es erfolgt eine strukturierte Einarbeitung in alle Aspekte dieser Eingriffe von der Patientenvorbereitung über das sterile Arbeiten am Interventionstisch bis zur Nachbearbeitung und Dokumentation.

Diese Berufsgruppen kommen bei uns in der Angiographie und Interventionsradiologie zum Einsatz. Hier werden teils hoch komplexe, minimal invasive Eingriffe unter Bildsteuerung durchgeführt. Es erfolgt eine strukturierte Einarbeitung in alle Aspekte dieser Eingriffe von der Patientenvorbereitung über das sterile Arbeiten am Interventionstisch bis zur Nachbearbeitung und Dokumentation.

Wir sind stolz darauf, ein Team zu sein, das kontinuierliche Weiterentwicklung und Wissensaustausch fördert. Wenn Sie Teil unserer Radiologie-Familie werden möchten, dann kommen Sie zu uns – wir freuen uns auf Sie!

Aktuelle Stellenangebote in des Instituts für Radiologie in Neukölln

Ob im ärztlichen Dienst, als MTR oder Pflegefachkraft - das Team der Radiologie freut sich über Ihre Bewerbung und Verstärkung.