
Psychosen und Schizophrenie
Eine Psychose ist ein Zustand, bei dem der Bezug zur Realität gestört ist, zum Beispiel durch Halluzinationen oder Wahn, und sie kann verschiedene Ursachen haben. Die Schizophrenie ist eine langfristige psychische Erkrankung, bei der solche psychotischen Symptome regelmäßig auftreten.
Überblick:
Psychosen und Psychotische Krisen
Psychotische Krisen können verschiedene Formen annehmen. Allerdings gibt es Beschwerden die übereinstimmend viele Psychoseerfahrene erleben.
Menschen mit einer Psychose erleben häufig das Denken, das Fühlen und das Empfinden zum eigenen Körper sowie den Kontakt zu anderen Menschen als verändert. Auch wird häufig die Wirklichkeit als verändert erlebt. Es entsteht eine Verunsicherung über die Wahrnehmung der Wirklichkeit und der eigenen subjektiven Wahrnehmung der Wirklichkeit.
Symptome von Psychosen
- Erleben Sie sich oder Ihre Angehörigen Sie seit längerem verändert?
- Fühlen Sie sich verunsichert, niedergeschlagen oder ängstlich?
- Haben Sie Beeinträchtigungen in der Konzentrationsfähigkeit bemerkt oder nehmen Sie Antriebsschwierigkeiten wahr?
- Vielleicht hat sich auch Ihre Wahrnehmung verändert oder Sie fühlen sich bedroht. Möglicherweise ziehen Sie sich auch zurück, haben in Gesprächen das Gefühl nicht mitzukommen oder Sie fühlen sich überfordert.
- Sie haben Probleme in der Schule oder Ausbildung entwickelt und haben eine deutliche Veränderung Ihrer Leistungsfähigkeit bemerkt?
All diese Symptome können Anzeichen einer Psychose sein. Auch könnte man eine psychotische Krise als Zustand extremer Dünnhäutigkeit beschreiben. Psychosen können für sich stehen oder bei unterschiedlichen seelischen Erkrankungen auftreten. Zu den Erkrankungen, bei denen psychotische Krisen vorkommen können, haben Fachleute verschiedene Fachbegriffe geprägt:
- Bipolare Störung mit psychotischen Merkmalen,
- Depression mit psychotischen Merkmalen,
- paranoide Schizophrenie,
- organisch affektive Störung mit psychotischen Merkmalen.
Schizophrene Störung und Schizophrenie
Symptome von Schizophrenie
Mit dem Begriff Schizophrene Störung bzw. Schizophrenie sind viele Fehlannahmen verbunden. Deshalb ist es wichtig sich darüber zu informieren, was eine schizophrene Störung ist. Die Symptome und die Dauer der Störung können von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein. Betroffene sind zum Beispiel überzeugt von Dingen, die andere nicht bestätigen können. So kann beispielsweise bei dem Betroffenen die Vorstellung existieren, dass übernatürliche Kräfte tätig sind, die ihn steuern (Wahn). Oder jemand hört Stimmen, die das Denken kommentieren. Verschiedene Symptome einer Psychose treten in unterschiedlichen Kombinationen auf. Die Symptome müssen über einen Monat oder länger deutlich vorhanden sein. Viele Menschen, die die Erfahrung einer schizophrenen Krise gemacht haben leben ein glückliches, selbst bestimmtes und sinnstiftendes Leben.
Wie entsteht Schizophrenie?
Wie eine Schizophrenie entsteht, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Man nimmt ein Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren (Genetik, Umweltfaktoren, biographische Faktoren) bei der Entwicklung und dem Fortbestehen der Krankheit an. Menschen, die an einer Schizophrenie erkranken, sind vermutlich empfindsamer gegenüber Innen- und Außenreizen. Bereits vor Beginn der Erkrankung besteht bei ihnen eine geringere Toleranz gegenüber seelischen, körperlichen und biografischen Belastungsfaktoren. Diese besondere Verletzlichkeit (Vulnerabilität) spielt bei der Auslösung und Aufrechterhaltung der Störung eine Rolle. Etwa 0,8 Prozent der Bevölkerung erkranken an Schizophrenie - in Deutschland sind dies rund 700.000, weltweit 60 Millionen Menschen.
Die Störung kann durch die Kombination verschiedener Therapien (Psychotherapie, Medikamentöse Therapie) behandelt werden. Je früher die Behandlung umso höher der Erfolg!

