Psychiatrische Behandlung zu Hause für Kinder und Jugendliche jetzt auch in Treptow-Köpenick

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Stationsäquivalente Behandlung durch Vivantes Klinikum Neukölln wächst

Seit zwei Jahren bietet die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Vivantes Klinikum Neukölln stationsäquivalente Behandlung (StäB) an. Das erste Berliner StäB-Team für Kinder und Jugendliche hat in den vergangenen zwei Jahren knapp 100 Kinder und Jugendliche in ihrem häuslichen Umfeld behandelt. Nun wird das Angebot ausgeweitet: Anfang Oktober startet ein zweites StäB-Team in Treptow-Köpenick, wo ebenfalls bis zu 50 junge Patient*innen im Jahr versorgt werden können.

Behandlung im vertrauten Umfeld

Bei der stationsäquivalenten Behandlung erhalten Kinder und Jugendliche, bei denen grundsätzlich eine stationäre Behandlung erforderlich wäre, intensive medizinische und therapeutische Betreuung zuhause im eigenen, vertrauten Wohn- und Lebensumfeld. Das multiprofessionelle Team ist an sieben Tagen in der Woche im Einsatz und hat mindestens einmal täglich persönlichen Kontakt zu den Patient*innen. In der Regel findet zusätzlich einmal wöchentlich ein Termin in der Klinik statt, beispielsweise für ein gruppentherapeutisches Angebot.

Die Behandlung geht dabei weit über Hausbesuche hinaus: Therapeut*innen können beispielsweise morgens am Schultor unterstützen oder im Hort hospitieren. Sozialarbeiter*innen begleiten junge Menschen bei Aktivitäten im Wohnumfeld oder üben gemeinsam Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Eltern jüngerer Kinder erhalten Unterstützung und Anleitung.

Chefärztin Dr. Juliane Teich-Belohradsky erklärt: „Wir sehen einen sehr hohen Bedarf, Kinder und Jugendliche psychiatrisch und psychotherapeutisch zu begleiten und zu behandeln. Um die jungen Menschen und ihre Familien zu erreichen, gehen wir neue Wege. Hier hat sich die StäB zu einem wichtigen Angebot entwickelt.“

Zwei Jahre StäB in Neukölln: Fast 100 junge Patient*innen

Seit dem Start im September 2024 stehen in Neukölln acht StäB-Behandlungsplätze zur Verfügung. In den vergangenen zwei Jahren wurden knapp 100 Kinder und Jugendliche behandelt. Besonders häufig wurde das Angebot bei internalisierenden Störungen mit Schuldistanz, psychischen Erkrankungen in Übergangs- und Schwellensituationen und für Kinder und Jugendliche mit Intelligenzminderung genutzt.

Die Behandlung im vertrauten Umfeld ermöglicht es den jungen Patient*innen und ihren Familien, den Alltag weitgehend aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig können Situationen, in denen psychische Belastungen auftreten, unmittelbar in die Behandlung einbezogen werden.

Zweites Angebot startet in Treptow-Köpenick ab Oktober 2026

Mit dem zweiten StäB-Team wird das Angebot ab Oktober dieses Jahres nun auf Treptow-Köpenick ausgeweitet: Dort sollen sich bis zu neun Mitarbeitende des Klinikums bis zu 50 minderjährige Patient*innen pro Jahr betreuen. Damit stehen in zwei Berliner Bezirken stationsäquivalente Behandlungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche zur Verfügung. In Treptow-Köpenick hat Vivantes bereits eine Tagesklinik und eine Ambulanz für Patient*innen im Alter von sechs bis 18 Jahren.

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Foto: Lars Meese

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