Gedenkausstellung - Im Gedenken der Kinder
Zeitraum: 18.11.2026 bis 04.12.2026
Uhrzeit: 08:00 bis 19:00 Uhr
Zur Erinnerung an die NS-„Euthanasie“-Morde an Kindern und Jugendlichen
Gedenkausstellung im Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Etwa achtzig Jahre nach dem Ende der systematischen Tötungen von Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung erinnert die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ an die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde an Kindern und Jugendlichen.
Die Ausstellung wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) konzipiert und ist im Foyer des Vivantes Klinikums im Friedrichshain zu sehen.
Zur Ausstellung
Auf Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden in Deutschland medizinische Verbrechen an jungen Menschen begangen. Mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche wurden allein in eigens für die Tötung geschaffenen Einrichtungen gequält und ermordet.
Die Ausstellung zeigt, dass es den beteiligten Ärztinnen und Ärzten bei den Tötungen nicht um die schmerzlose Beendigung individuellen Leidens ging, sondern entsprechend der rassenideologischen Verblendung um die „Befreiung“ der Gesellschaft von sogenannten „Ballastexistenzen“, deren Leben nur dann verlängert wurde, wenn sie noch „der Wissenschaft dienen“ konnten. Diese Medizinverbrechen geschahen im Alltag, mitten in Deutschland, unter Beteiligung niedergelassener Ärztinnen und Ärzte, staatlicher Ämter, von Krankenhäusern und wissenschaftlichen Institutionen.
Die Ausstellung benennt Täterinnen und Täter und dokumentiert die Strukturen, die die Verbrechen der „Kinder-Euthanasie“ möglich machten. Gleichzeitig werden Einzelschicksale vorgestellt, um die Opfer vor dem Vergessen zu bewahren.
Zu den Verfolgten im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen zählten nicht nur Erwachsene, auch Kinder und Jugendliche gehörten zu den Opfern. An ihr Leiden und Sterben erinnert diese Gedenkausstellung.
Mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche wurden allein in „Kinderfachabteilungen“ – eigens für die Tötung geschaffenen Einrichtungen – gequält und ermordet. Kinder wurden aber auch Opfer der Gasmordaktion „T4“ und der „Hungerkost“ in Anstalten und Heimen; sie wurden für Experimente missbraucht und ihre Organe nach dem Tod für Forschungszwecke verwendet.
Die Ausstellung zeigt, dass es Ärztinnen und Ärzten bei der Tötung in der Regel nicht um die schmerzlose Beendigung individuellen Leidens ging, sondern entsprechend der nationalsozialistischen Rassenideologie um die „Befreiung“ des Allgemeinwesens von „Ballastexistenzen“, deren Leben nur dann verlängert wurde, wenn sie noch „der Wissenschaft dienen“ konnten. Dies geschah im Alltag, mitten in Deutschland, unter Beteiligung niedergelassener Ärzte und staatlicher Ämter, in Krankenhäusern und wissenschaftlichen Instituten.
Etwa 80 Jahre nach dem Beginn systematischer Tötungen von geistig und körperlich behinderten Menschen 1939/40 erinnert die Ausstellung an das dunkle Kapitel der „Kinder-Euthanasie“ während der Zeit des Nationalsozialismus. Auf der Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden in Deutschland auch an kranken und behinderten Kindern und Jugendlichen medizinische Verbrechen begangen. Über 10.000 von ihnen fielen bis 1945 den verschiedenen Programmen zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ zum Opfer.
Eröffnung
Die Ausstellung wird am 18. November 2026 feierlich eröffnet. Im Anschluss laden wir zum Ausstellungsbesuch und zum gemeinsamen Austausch ein.
Programm zur Eröffnung
Grußworte
- Vorstand von Vivantes
- Prof. Dr. Ursula Felderhoff-Müser, DGKJ-Präsidentin
- Dr. Antonio Spilinbergo, ehemaliger Chefarzt der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinik Wiesengrund
- Tobias Hellenschmidt, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Friedrichshain
- Prof. Dr. Hermann Girschick, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Friedrichshain
Eröffnungsvortrag - „Euthanasie“-Opfer und Versuchsobjekte. Kranke und behinderte Kinder in Berlin während des Zweiten Weltkriegs - Prof. Dr. Thomas Beddies, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik, Universitätsmedizin Charité
Kooperationspartner
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit SPZ
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Menschen für Kinder e.V.
Frieda e.V.
Berliner Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (BGKJ)
Die Ausstellung wird unterstützt von
Vivantes Netzwerk für Gesundheit
Berliner Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin – BGKJ
Verband Leitender Kinder- und Jugendärzte und Kinderchirurgen Deutschlands e.V. – VLKKD
Menschen für Kinder e.V. – MFK
FRIEDA e.V., Verein zur Förderung der Belange Frühgeborener, chronisch kranker und behinderter Kinder im Friedrichshain
Weitere Informationen
Die Ausstellung ist barrierefrei erreichbar. Der Eintritt ist frei.
Website der Ausstellung: www.im-gedenken-der-kinder.de
Kontakt
Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, Pressestelle
Aroser Allee 72-76, 13407 Berlin
Tel. (030) 130 11 1300
presse@vivantes.de
Veranstaltungsort & Zeitraum
Vivantes Klinikum im Friedrichshain
Raum
Foyer/Haupteingang der Vivantes Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Landsberger Allee 49
10249 Berlin
Zeitraum: 18.11.2026 bis 04.12.2026
Beginn: 08:00 Uhr
Ende: 19:00 Uhr
Veranstaltungsorganisator
Kinder- und Jugendmedizin Friedrichshain
Kontakt und Rückfragen
E-Maildorit.ruehe@vivantes.deTelefon: 030 130 23 1572
