
Urogynäkologie: Blase und Beckenboden
Blasenschwäche, Scheiden- oder Gebärmuttersenkung und andere Beckenbodenbeschwerden können den Alltag belasten. Unsere spezialisierten Teams beraten Sie vertrauensvoll zu den Ursachen und individuellen Behandlungsmöglichkeiten – von nicht-operativen Therapien bis zu operativen Eingriffen.
Blasenschwäche und Beckenbodensenkung: Offen über Beschwerden sprechen

Bei medizinischen Problemen an Genitalien und der Blase erfordert es bei vielen Patientinnen immer noch viel Mut, diese sensiblen Themen gegenüber ihren Ärztinnen und Ärzten anzusprechen. Das vertrauensvolle Gespräch mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen ist allerdings der erste Schritt zur Linderung Ihrer Beschwerden.
Welche Beschwerden und Erkrankungen behandelt die Urogynäkologie?

Die Urogynäkologie befasst sich mit verschiedenen Beschwerden rund um Blase, Beckenboden und weibliche Genitalorgane, darunter:
- Blasenschwäche, Harninkontinenz der Frau
- Senkung der Unterleibsorgane
- Blasenentleerungsstörung
- Reizblase
- chronische Blasenentzündungen
- Betreuung und Beratung bei Problemen nach Geburtsverletzungen
- Beschwerden beim Geschlechtsverkehr (Narben, zu enge oder zu weite Scheide)
- Probleme nach Operationen (Rückfall/Rezidiv einer Blasenschwäche oder Senkung)
Diagnostik: Beschwerden gezielt abklären
Um die Ursachen Ihrer Beschwerden zu erkennen, stehen verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung:
- Erhebung der Krankheitsgeschichte und des Beschwerdebildes
- Gynäkologische Untersuchung mit Ultraschall bei voller und leerer Harnblase sowie Ultraschall des Beckenbodens
- Laboruntersuchungen
- Urodynamische Messung zur Untersuchung der Blasenfunktion
- Trink- und Miktionsprotokoll zur Erfassung der Trinkmenge und des Wasserlassens


„Senkungsbeschwerden und Harninkontinenz können die Lebensqualität stark einschränken. Unser Ziel ist es, die Beschwerden gezielt zu behandeln und dabei, wenn möglich, schonende und organerhaltende Verfahren einzusetzen.“

Nicht-operative Behandlungsmöglichkeiten
Je nach Beschwerdebild kommen verschiedene Behandlungen ohne Operation infrage:
- Spezielle Physiotherapie, etwa Beckenbodengymnastik, Biofeedback oder Elektrostimulation
- Blasentraining
- Örtliche hormonelle Behandlung der Scheide, beispielsweise mit Cremes oder Zäpfchen
- Medikamente zur Regulierung der Blasenaktivität
- Hilfsmittel wie Inkontinenz-Tampons oder Pessare
Operative Behandlungsmöglichkeiten

Wenn eine Operation sinnvoll ist, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Dazu gehören:
- Einlage spannungsfreier Bänder zur Behandlung von Harninkontinenz (TVT, TVT-O)
- Injektion von Botulinumtoxin A (Botox) in die Harnblasenwand im Rahmen einer Blasenspiegelung
- Scheidenraffung bei einer zu weiten Scheide oder Scheidenerweiterung bei einer zu engen Scheide
- Anhebung der Scheide oder Gebärmutter bei einer Senkung, mit oder ohne Netzunterstützung – über die Scheide oder per Bauchspiegelung
- Entfernung der Gebärmutter, wenn medizinisch erforderlich – über die Scheide oder per Bauchspiegelung
Geprüfte Qualität und spezialisierte Expertise
Qualität und Sicherheit stehen bei der Behandlung Ihrer Frauengesundheit im Mittelpunkt. Unsere Auszeichnungen bestätigen, dass definierte Anforderungen an die Versorgung, fachliche Qualifikation und Zusammenarbeit erfüllt werden. Sie geben Ihnen Orientierung bei der Wahl einer passenden medizinischen Anlaufstelle.

Zertifiziertes Kontinenz- und Beckenbodenzentrum
Spezialisierte Behandlung bei Inkontinenz und Beckenbodenbeschwerden: Unser Zentrum in Neukölln ist von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zertifiziert.

