
Beschwerden bei PMDS
Die Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) verursacht in der zweiten Zyklushälfte neben körperlichen auch starke seelische Beschwerden, die den Alltag erheblich beeinträchtigen können.
„Starke psychische Beschwerden vor der Menstruation können den Alltag erheblich belasten. Wenn sich Stimmung, Ängste oder Anspannung zyklusabhängig verändern, sollten Betroffene damit nicht allein bleiben, sondern gezielte Diagnostik und Behandlung erhalten.“

PMDS erkennen und behandeln
Da die Ursachen von PMDS hormonell bedingt sind und nicht psychisch, helfen wir, PMDS klar zu diagnostizieren und wirksam zu behandeln.
PMDS verstehen: Körperliche und psychische Belastungen

Bei PMDS haben Frauen in der zweiten Zyklushälfte, also etwa zwei Wochen vor der Menstruation, nicht nur die bei PMS auch auftauchenden körperlichen Beschwerden wie Bauchkrämpfe, Rückenschmerzen oder spannende Brüste. Bei ihnen kommt eine psychische Komponente hinzu. Sie sind innerhalb dieser Zeit zum Beispiel sehr gereizt, weinerlich, aggressiv oder auch impulsiv. Das Entscheidende ist, dass sie sich in dieser bestimmten Phase vollkommen anders verhalten als sonst, sodass man manchmal den Eindruck gewinnt, es handele sich um einen ganz anderen Menschen. Mit Beginn der Menstruation, oder wenige Tage später ist schlagartig wieder alles beim Alten.
Leichte und schwere Formen der PMDS
Etwa zehn bis fünfzehn Prozent aller gebärfähigen Frauen leiden an einer leichten Form der PMDS. Sie können damit aber ganz gut leben und sich arrangieren. Bei fünf bis sieben Prozent der Frauen ist die Störung allerdings so stark ausgeprägt, dass sie ihren Alltag in der 2. Zyklushälfte nicht mehr bewältigen können. Dabei hat PMDS verschiedene Gesichter: Manche Frauen ziehen sich zurück, können sich nicht konzentrieren, sind weinerlich und haben kein Selbstbewusstsein. Andere sind eher impulsiv, werden sogar handgreiflich und haben sich kaum noch im Griff. Darunter kann zum Beispiel die Beziehung zum Partner, zur Partnerin oder zu den Kindern leiden. Manche Betroffene verlieren womöglich ihren Job. Wenn man die Phasen zusammenrechnet, sind die Frauen sieben Jahre ihres Lebens sozusagen „außer Gefecht gesetzt“.