18. November bis 11. Dezember 2026
Etwa achtzig Jahre nach dem Ende der systematischen Tötungen von Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung erinnert die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder. Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ an die nationalsozialistischen „Euthanasie"-Morde an Kindern und Jugendlichen.
Die Ausstellung wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) konzipiert und ist im Foyer des Vivantes Klinikum im Friedrichshain zu sehen.
Beginn: 18. November 2026 mit einem Eröffnungssymposium um 18:15 Uhr
Zur Ausstellung:
Auf Grundlage der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden in Deutschland medizinische Verbrechen an jungen Menschen begangen. Mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche wurden allein in eigens für die Tötung geschaffenen Einrichtungen gequält und ermordet.
Die Ausstellung zeigt, dass es den beteiligten Ärztinnen und Ärzten bei den Tötungen nicht um die schmerzlose Beendigung individuellen Leidens ging, sondern – entsprechend der rassenideologischen Verblendung – um die „Befreiung" der Gesellschaft von sogenannten „Ballastexistenzen", deren Leben nur dann verlängert wurde, wenn sie noch „der Wissenschaft dienen" könnten. Diese Medizinverbrechen geschahen im Alltag, mitten in Deutschland, unter Beteiligung niedergelassener Ärztinnen und Ärzte, staatlicher Ämter, von Krankenhäusern und wissenschaftlichen Institutionen.
Die Ausstellung benennt Täterinnen und Täter und dokumentiert die Strukturen, die die Verbrechen der „Kinder-„Euthanasie" möglich machten. Gleichzeitig werden Einzelschicksale vorgestellt, um die Opfer vor dem Vergessen zu bewahren.
Ausstellungsort: Vivantes Klinikum Im Friedrichshain
Landsberger Allee 49
10249 Berlin
Kooperationspartner:


