
Neurologie mit Stroke Unit
Klinikum Neukölln
In der Klinik für Neurologie im Vivantes Klinikum Neukölln wird das gesamte Spektrum von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems untersucht und gezielt behandelt. Dazu gehören zahlreichen Krankheiten wie z.B. Schlaganfall, Multiple Sklerose, Epilepsie, Morbus Parkinson, Demenz, Rückenmarkserkrankungen und Störungen der peripheren Nerven und Muskeln.
Neurologie mit umfassender Expertise für Erkrankungen des Nervensystems
Die Klinik für Neurologie am Vivantes Klinikum Neukölln diagnostiziert und behandelt sämtliche akute und chronische Erkrankungen des Nervensystems. Dazu gehören Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der äußeren Nerven mit Nervenwurzeln und der Muskulatur.
Übersicht der Neurologie mit Schlaganfallstation
Was ist eine Stroke Unit?
Der Schlaganfall ist eine der häufigsten Gefäßkrankheiten in Deutschland. Allein in Berlin sind jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen davon betroffen. Die damit verbundenen Funktionsausfälle stellen eine Bedrohung für die Unabhängigkeit der Betroffenen und ihre Aktivitäten im täglichen Leben dar. Um eine bestmögliche Behandlung zu gewährleisten, wurden in Deutschland sogenannte Stroke Units eingerichtet.
Der Begriff „Stroke Unit” kommt aus dem Englischen und bedeutet „Schlaganfallstation”. Eine Stroke Unit ist somit eine speziell ausgestattete Station, die ausschließlich zur Behandlung von Schlaganfall-Patient*innen eingerichtet ist. Es konnte in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen gezeigt werden, dass die Patient*innen nachhaltig von der Behandlung auf einer Stroke Unit profitieren.
Neurologisches Leistungsspektrum in Berlin-Neukölln
Die Klinik für Neurologie mit Stroke Unit in Berlin-Neukölln ist auf die Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen des Nervensystems spezialisiert. Dazu zählen
- Erkrankungen des Gehirns,
- des Rückenmarks,
- der äußeren Nerven mit Nervenwurzeln und
- der Muskulatur.
Durch die enge Kooperation mit anderen Fachdisziplinen am Klinikum Neukölln – insbesondere der Kliniken für Neuroradiologie, Neurochirurgie, Kardiologie und Gefäßmedizin und der Intensivmedizin erhalten Patientinnen und Patienten eine breite interdisziplinäre Behandlung. Sie werden durch ein Team von mehr als 30 Ärzt*innen auf 4 Stationen betreut. Dazu gehören eine überregional zertifizierte Stroke Unit mit 16 Bettenplätzen, 68 allgemeinneurologische Betten sowie 14 Behandlungsplätze der speziellen neurologischen Frührehabilitation.
Neuro-Hotline für Notfälle
Bei einen Schlaganfall rettet eine schnelle medizinische Betreuung Leben (Foto: @BillionPhotos)
Sämtliche Patient*innen mit akut aufgetretenen Schlaganfällen werden primär auf der 16-Betten-Stroke Unit mit speziellen Monitoren überwacht und gezielt behandelt. Dafür steht ein speziell geschultes Team aus Ärzt*innen, Pflegekräften und Therapeu*innen zur Verfügung.
Neurologische Folgen eines Schlaganfalls
Die häufigsten Folgen und Funktionsstörungen eines Schlaganfalls sind:
- Plötzliche Lähmung oder Gefühlsstörung einer Körperhälfte
- Plötzliche Sprach- oder Sprechstörung (häufig mit Schluckstörung)
- Plötzlicher Sehausfall auf einem oder beiden Augen
- Plötzliche Gangunsicherheit mit Fallneigung und Schwindel
- Plötzliche Doppelbilder
- Explosionsartig auftretender, heftigster Kopfschmerz
Ziele der Behandlung auf unserer Stroke Unit in Neukölln
Die wichtigsten Ziele der akuten Behandlung auf der Stroke Unit sind:
- Optimale Sofortbehandlung und Überwachung
- Zeitnahe Ursachenklärung durch gezielte Untersuchungen
- Rehabilitationsmaßnahmen zeitnah einleiten
- Komplikationen frühzeitig erkennen und behandeln
- Optimale Weiterbehandlung und Nachsorge organisieren
- Aufklärung der Betroffenen und ihrer Angehörigen
Diagnostische Maßnahmen auf der Stroke Unit
Neben der kontinuierlichen Überwachung der Körperfunktionen werden auch frühzeitig Untersuchungen zur Klärung der Ursachen des Schlaganfalls veranlasst. Zu diesen Untersuchungen gehören:
- Bildgebung des Gehirns mittels CT oder MRT
- Untersuchung der Hals- und Hirnschlagadern durch Ultraschallverfahren
- Untersuchung des Herzens mittels EKG, Langzeit-EKG und Echokardiographie
- Untersuchung des Blutes durch gezielte Laborbestimmungen (z. B. Blutzucker, Cholesterin, Gerinnung)
- Ggf. weitere Spezialuntersuchungen (z. B. EEG, Nervenmessungen, Hirnwasseruntersuchung)
Die Anzahl der erforderlichen Untersuchungen kann je nach Situation variieren. Nicht selten ändert sich die Behandlungsstrategie auch im weiteren Verlauf. Wir legen dies für jeden einzelnen Fall individuell fest und besprechen dies im Rahmen der Visiten.
Spezielle Pflegemaßnahmen auf der Stroke Unit
Je nach Schweregrad des Schlaganfalls können auch spezielle Pflegemaßnahmen auf der Stroke Unit im Krankenhaus Neukölln erforderlich sein. Hierzu gehören z. B. besondere Lagerungsmaßnahmen, unterstützende und aktivierende Pflege, Hilfe bei der Körperpflege sowie bei der Nahrungsaufnahme und Kommunikation. Dabei legen wir auf einen engen Austausch mit den Ärzt*innen und Therapeut*innen im Team großen Wert.
Therapeutische Maßnahmen
Neben der kontinuierlichen Überwachung und raschen Ursachenforschung stellt die frühzeitige Therapie (neurologische Frührehabilitation) ein weiteres zentrales Element unserer Stroke Unit dar. Die therapeutischen Maßnahmen beginnen üblicherweise bereits am folgenden Tag. Zu den Behandlungsverfahren gehören:
- Physiotherapie: Lagerung, Mobilisierung, passives und aktives Bewegungstraining
- Ergotherapie: Training bedeutsamer Fertigkeiten und Aktivitäten (Feinmotorik, Wahrnehmung) zur Wiedererlangung einer größtmöglichen Teilhabe
- Logopädie: Schluckprüfung, Schlucktraining, Sprach- und Sprechübungen
- Neuropsychologie: Behandlung komplexer Denk- und Wahrnehmungsstörungen
Dabei legen wir individuell fest, welcher Behandlungsbedarf besteht und ob der/die Patient*in bereits behandlungsfähig ist. Wichtigstes Ziel aller therapeutischen Maßnahmen ist es, Patient*innen dabei zu unterstützen, seine Selbständigkeit im Alltag wiederzuerlangen und wieder am Leben außerhalb des Krankenhauses teilzunehmen. Dafür wird die Rehabilitationsmaßnahme dann ggf. in einer speziellen Rehabilitationsklinik fortgesetzt. Unsere Fachtherapeut*innen geben Ihnen gerne nähere Auskünfte.
Schluckfähigkeit der Betroffenen
Die Schluckfunktion ist besonders in der frühen Behandlungsphase von großer Bedeutung. Etwa jede(r) dritte Betroffene hat initial eine Schluckstörung, die unbedingt erkannt und beachtet werden muss. Eine unerkannte Schluckstörung kann zu schweren Komplikationen führen. Wir legen daher großen Wert auf eine gezielte Schluckuntersuchung und weisen auf Folgendes hin:
- Die Nahrungsaufnahme ist erst nach einer Schlucktestung möglich.
- Die Vorgaben zur Nahrungsaufnahme sind streng zu befolgen, damit die Sicherheit unserer Patient*innen gewährleistet werden kann.
Kooperationen
Für die Aufnahme von Schlaganfallpatienten besteht eine enge Kooperation mit dem Berliner Rettungswesen. Durch das kontinuierliche Schichtsystem der Ärztinnen, Ärzte und des Pflegepersonals wird rund um die Uhr eine neurologische Schlaganfallkompetenz zur Diagnostik und Therapie vorgehalten.
Behandlungsschwerpunkte sind Entzündungen des Zentralen Nervensystems (z.B. Multiple Sklerose, Hirnhautentzündungen), degenerative Abbauprozesse des Gehirns (z.B. M. Parkinson, M. Alzheimer), Epilepsien, bösartige Neubildungen des Gehirns und seiner Hirnhäute (z.B. Hirntumoren), Funktionsstörungen der Nerven und Muskeln (z.B. Polyneuropathien und Myopathien) und Kopfschmerz-Syndrome (z.B. Migräne und Spannungskopfschmerz). Auch werden verschiedene Schwindelsyndrome in Kooperation mit der hiesigen HNO-Klinik diagnostiziert und behandelt. Mischbilder aus körperlichen Krankheiten und überlagerten seelischen Störungen werden in enger Abstimmung mit der hiesigen Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie betreut. Einen breiten Raum nehmen neurologische Störung des fortgeschrittenen Alters ein (z.B. Gangstörungen, Stürze).
Entscheidend ist es, dem Betroffenen zu zuhören, gezielt zu befragen und zu körperlich untersuchen. Dadurch kann das Störungsbild bereits eingegrenzt und zugeordnet werden. Dennoch sind apparative Untersuchungen ein fester Bestandteil der modernen Medizin. Dafür Es wird das gesamte Spektrum an apparativer Zusatzdiagnostik in der Abteilung angeboten. Dazu gehören die Liquoruntersuchung, die neurologische Ultraschalldiagnostik, Elektroenzephalographie (EEG), Elektroneurographie (ENG), Elektromyographie (EMG) und Evozierte Potentiale (z.B. VEP, SEP, MEP, FAEP). Auch wird eine weiterführend e Diagnostik bei unseren Kooperationpartner veranlasst. Dazu zählen v.a. die Abteilungen für Neuroradiologie, Radiologie, Kardiologie-Angiologie, Augenklinik, HNO-Abteilung sowie Unfallchirurgie-Orthopädie.
Überregionale Stroke Unit am Klinikum Neukölln
Der Begriff „überregionale“ Stroke Unit zeigt an, dass wir über eine erweiterte Ausstattung verfügen, um auch Patient*innen mit sehr komplizierten und besonders schweren Schlaganfällen betreuen zu können. Einige dieser Patient*innen werden aus kleineren Einrichtungen an uns überwiesen.
Unsere hiesige Stroke Unit wurde erstmals vor mehr als 10 Jahren zertifiziert. Mit 16 Monitorplätzen gehört unsere Einheit mittlerweile zu den größten Stroke Units in Deutschland.
Jedes Bett auf der Stroke Unit ist mit einem Überwachungsmonitor ausgestattet, sodass eine ständige Kontrolle der wichtigsten Körperfunktionen (z. B. Herzschlag, Blutdruck, Atmung) gewährleistet ist. Dadurch können drohende Komplikationen frühzeitig erkannt und gezielt behandelt werden.
Darüber hinaus kommen auf der Stroke Unit modernste Untersuchungs- und Behandlungskonzepte zum Einsatz. Das Kernteam der Stroke Unit besteht aus
- speziell ausgebildeten Ärzt*innen,
- Pflegekräften,
- Physiotherapeut*innen,
- Logopäd*innen,
- Ergotherapeut*innen
- und Sozialarbeiter*innen.
Außerhalb des Krankenhauses arbeiten wir mit speziellen Rehabilitationseinrichtungen im ambulanten und stationären Bereich zusammen. Die Auswahl der jeweils geeigneten Einrichtung erfolgt mit Unterstützung unseres Sozialdienstes im Hause.
Im Rahmen unseres Neurovaskulären Zentrums besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Kliniken für Neuroradiologie, Neurochirurgie, Gefäßchirurgie, Kardiologie, Diabetologie und Intensivmedizin, sodass wir unseren Patient*innen sämtliche Behandlungsmöglichkeiten der modernen Schlaganfallmedizin anbieten können.
MS-Spezialambulanz
Für die Diagnostik und Behandlung der Multiplen Sklerose steht Ihnen seit vielen Jahren ein kompetentes Team Jahren zur Seite. Seit Gründung unserer MS-Spezialambulanz können Patient*innen auch ambulant weiter betreut werden. Parkinson-Patient*innen können seit einigen Jahren im Rahmen einer sogenannten Komplextherapie gezielt stationär behandelt werden. In derzeitig 14 Behandlungsplätzen werden besonders schwer betroffene neurologische Patient*innen bei uns einer Neuro-Rehabilitation zugeführt und müssen daher nicht verlegt werden.

Neurologische Frührehabilitation in Neukölln
Patientinnen und Patienten mit schweren Schädigungen des Nervensystems, Schädel-Hirn-Verletzungen oder Schlaganfällen benötigen im Anschluss an die Akutbehandlung (beispielsweise auf einer Stroke Unit) eine Rehabilitationsbehandlung.
Patientinnen und Patienten mit schweren Schädigungen des Nervensystems, Schädel-Hirn-Verletzungen oder Schlaganfällen benötigen im Anschluss an die Akutbehandlung (beispielsweise auf einer Stroke Unit) eine Rehabilitationsbehandlung. Bei schwerkranken Patient*innen beginnen wir direkt nach oder noch während der Akutbehandlung (Phase A) mit der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation (Phase B). Ziel der neurologischen Frührehabilitation ist es, den Zustand der Patient*innen soweit zu verbessern und zu stabilisieren, dass sie in eine Rehabilitationsklinik (Phase C) verlegt werden können. Mit Hilfe eines individuellen Therapieprogramms werden sie mobilisiert und zur selbstständigen Nahrungsaufnahme und Körperpflege befähigt. Patient*innen mit kommunikativen Beeinträchtigungen sollen ihre Sprachfähigkeit wiedererlangen. Wichtigstes Ziel aller therapeutischen Maßnahmen ist es, die zu Behandelnden dabei zu unterstützen, ihre Selbstständigkeit im Alltag wiederzuerlangen und wieder am Leben außerhalb des Krankenhauses teilzunehmen. Dabei werden sie von unserem interdisziplinären Team engmaschig angeleitet und geführt.
In der neurologischen Frührehabilitation erarbeitet ein multiprofessionelles Team für jeden Patienten bzw. jede Patientin ein individuell an seine bzw. ihre Erkrankung angepasstes Behandlungskonzept.
Unser Team besteht aus:
- Ärzt*innen
- Pflegenden
- Physiotherapeut*innen
- Ergotherapeut*innen
- Logopäd*innen
- Neuropsycholog*innen
- Sozialdienst
Patient*innen in der Phase B der der neurologischen Frührehabilitation haben oft schwere Funktionsausfälle. Dies erfordert individuelle Therapiekonzepte sowie aktivierendtherapeutische Interventionen. Sie sind sowohl betroffen von schweren Bewusstseins-, Verständigungs- und Schluckstörungen als auch von starken Einschränkungen in der Bewegung durch Lähmungen bzw. Paresen. Patient*innen mit Trachealkanülen und dem Ziel der Dekanülierung erhalten ein umfassendes Tracheostoma- und Sekretmanagement. Zur Dokumentation werden standardisierte Frührehabilitationsassessments benutzt. Dabei bildet der Elzacher Katalog die Grundlage des pflegerischen Handelns.
Die aktivierend-therapeutische Pflege erfolgt nach Konzepten wie:
- Basale Stimulation
- Kinästhetik
- Bobath-Konzept
Grundpfeiler der Arbeit ist das Zusammenwirken im therapeutischen Team, welches auch die anderen beteiligten Berufsgruppen umfasst. Besonders wichtig sind die regelmäßigen Besprechungen zu den einzelnen Patient*innen, um ihre bisherigen Behandlungsergebnisse zu erfassen und weitere Behandlungsschritte festzulegen.
Ziele sind die Wiedererlangung und der Ausbau von Handlungskompetenzen, welche es den Patient*innen ermöglichen, ihren Alltag wieder selbstbestimmt zu gestalten.
Die Neuropsychologie beschäftigt sich mit den Funktionen des Gehirns, wie beispielsweise dem Denkvermögen, der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis, aber auch mit Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen sowie emotionalen Störungen. Eine neuropsychologische Untersuchung ist in der Regel eine umfangreiche Untersuchung von kognitiven und emotionalaffektiven Funktionen sowie deren Auswirkungen auf das Verhalten. Sie umfasst die Erhebung von Eigen- und Fremdanamnese, Verhaltensbeobachtung und Testverfahren. Neuropsycholog*innen helfen dem bzw. der Patient*in im Umgang mit dem einschneidenden Erlebnis und der ersten Konfrontation mit den Symptomen. Kognitive Funktionen wie z. B. Aufmerksamkeit, Gedächtnis und komplexe Denkprozesse sowie Handlungsplanung werden untersucht und speziell gefördert. Der Patient bzw. die Patientin erhält Unterstützung, um seine bzw. ihre subjektiven Beschwerden und Beeinträchtigungen zu verarbeiten. Informationen zur Stimmungslage und zur aktuellen gesundheitlichen, familiären, sozialen und auch beruflichen Situation geben wertvolle Hinweise auf die individuellen Bedürfnisse des oder der zu Behandelnden. Nach Vereinbarung können auch Angehörige beratende Gespräche in Anspruch nehmen.
Die Ergotherapie unterstützt die Patient*innen dabei, wieder handlungsfähig zu werden und die für sie bedeutungsvollen Betätigungen wieder auszuführen. Unser Therapieauftrag ist die Erlangung einer größtmöglichen Teilhabe des Menschen in seinem spezifischen Lebensumfeld. Im Fokus steht eine umfangreiche ergotherapeutische Analyse der sensomotorischen und kognitiven Funktionen, der psychosozialen Fähigkeiten und der Betätigungskompetenzen.
Der Mensch steht im Vordergrund. Die ergotherapeutische Diagnostik und die klienten-zentrierten Therapieziele werden ermittelt u. a. durch:
- Gespräche mit Angehörigen und Betroffenen
- Aufnahme der bisherigen Lebenssituation
In der Therapie kommen verschiedene Behandlungskonzepte
und Angebote zur Anwendung, u. a.
- Handlungsorientierte Diagnostik und Therapie (HoDT)
- Basale Stimulation
- Behandlung nach dem Affolter-Konzept
- Lagerung in Neutralstellung (LiN)
- Konzepte zur Wiedererlangung sensomotorischer Funktionen (PNF, Bobath, Perfetti, Ataxie-Therapie etc.)
- Training der Aktivitäten des täglichen Lebens (z. B. Frühstücks- und Mittagssequenzen, Alltagshandlungen,T ransfers)
Weitere Therapieangebote:
- Hilfsmittelberatung, Erprobung und Versorgung mit Alltagsbezug
- Computergestütztes kognitives Training
- Kinesio-Taping
- Schallwellenbehandlung mit Novafon bei Paresen, Spastik, sensiblen Defiziten und Schmerz
Für Patient*innen mit Sprach-, Sprech-, Stimm-, Kommunikations- und Schluckstörungen erstellen unsere Sprachtherapeut*innen nach ausführlicher Befundung einen individuellen Therapieplan mit gemeinsam formulierten Therapiezielen. In der störungsspezifischen, symptomorientierten und/oder ressourcenorientierten Einzeltherapie werden mit wiederherstellenden, anpassenden und kompensierenden Maßnahmen sprachliche, sprech- bzw. schluckmotorische Fähigkeiten wiedererlangt.
Schwerpunkte:
Therapie von Patient*innen mit neurologisch bedingten Schluckstörungen (Dysphagie), Trachealkanüle, Sprachstörungen
(Aphasie), Sprechstörungen(Dysarthrie), Sprechapraxie, bukkofazialer-Dyspraxie, Stimmstörungen (Dysphonie), Gesichtslähmungen (orofaziale Paresen) und Bewegungsstörungen des Gesichts, Schreib- und Lesestörungen (Agraphie und Alexie)
Weitere Angebote:
- Fiberoptische endoskopische Evaluation des Schluckens (FEES)
- Computergestützte Sprachtherapien
- Hilfsmittelberatung und Beschaffung
- Unterstützte Kommunikation bei Sprechunfähigkeit mit Anpassung eines elektronischen Kommunikationsgerätes
- Training mit Kommunikationstafeln und Büchern
- ADL – Aktivitäten des täglichen Lebens (situatives Sprachtraining)
- In Zusammenarbeit mit Neuropsycholog*innen: Therapie kognitiver Dysphasien bzw. nicht-aphasischer Kommunikationsstörungen
Wir bringen Patient*innen wieder in aufgabenspezifische Bewegungen. Physiotherapie ist eine auf die bzw. den zu Behandelnde*n abgestimmte Haltungs- und Bewegungstherapie zur Erhaltung, Verbesserung und Wiedererlangung von Körperfunktionen. Voraussetzung hierfür ist das Analysieren und Interpretieren von sensomotorischen Funktions- und Entwicklungsstörungen sowie Schmerzzuständen. Ziel der Physiotherapie ist die Förderung oder Wiederherstellung von Bewegungsfähigkeit und Aktivität. Die Behandlungen werden von qualifizierten Physiotherapeut*innen durchgeführt, dabei findet ein breites Spektrum an spezifischen Konzepten Anwendung, u. a. nach den Prinzipien von Bobath, der Propriozeptiven neuromuskulären Fazilitation (PNF), des Repetitiven Trainings sowie der Manuellen Therapie. Unterstützend werden spezielle Therapiegeräte, wie das Laufband, der Stehtrainer und das Fahrradergometer einbezogen.
Schwerpunkte:
- Erarbeitung von funktionellen, alltäglichen Bewegungsabläufen, z. B. für die Toilettennutzung, das Umsetzen in den Rollstuhl etc.
- möglichen Folgeschäden durch Immobilität wie Schmerzen, Kontrakturen und dem Verlust von selektiven Bewegungen entgegenwirken
- Hilfsmittel- und Schienenversorgung
- Verbesserung der Mobilität und Stabilität im Rahmen der motorischen Möglichkeiten, z. B. Steh- und Gangschulung, Treppen
- Angehörigenberatung

Alltagsorientiertes Training
In einer Frühstückssequenz trainieren Patient*innen mit Schluckstörungen und/oder Schwierigkeiten in der zielgerichteten Handlungsfähigkeit, mit Störungen in der motorischen Ausführung und anderen Einschränkungen die Nahrungszubereitung und Kostaufnahme. Dabei werden sie durch Logopäd*innen und Ergotherapeut*innen unterstützt. Ziele sind u. a. die Wiedererlangung und der Ausbau von alltagsrelevanten Handlungskompetenzen, der Aufbau einer physiologischen Schluckkompetenz unter therapeutischer Aufsicht sowie das Erreichen eines selbstständigen und sicheren Schluckvermögens, der Übertrag der erlernten Kompetenzen und die eigenständigen Anwendungen von kompensatorischen und adaptiven Verfahren in den Alltag.
Neurologische Musiktherapie
„Musizieren ist der stärkste Reiz für Neuroplastizität“. Die neurologische Musiktherapie ist definiert als der therapeutische Einsatz von Musik bei Patient*innen mit kognitiven, sensorischen und motorischen Dysfunktionen. Musik und Klänge können viele Bereiche unseres Gehirns ansprechen, dies aktiviert gestaltbildende Prozesse. Dadurch wird die physiologische Bereitschaft zur Neubildung von Nervenverbindungen stimuliert. Ebenso aktiviert die Musik soziale und bindungsbezogene Emotionen, wirkt so der Isolation entgegen, entängstigt und macht auch die eigene veränderte Körperlichkeit wieder in einem anderen Licht erlebbar. Ziel der neurologischen Musiktherapie ist es, die sensomotorischen, sprachlichen und kognitiven Funktionen zu verbessern.
Zusätzlich wird die Musiktherapie zur Unterstützung der Krankheitsbewältigung angewendet. Hier erhalten die Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, sich mit der aktuellen Lebenssituation und den damit einhergehenden Gefühlen auseinanderzusetzen.
Therapiehund „Maali“ in der Neurologischen Frührehabilitation
Tiergestützte Interventionen, wie die Therapie mit unserer Hündin Maali, haben das Ziel, durch den gezielten Einsatz positive Auswirkungen im Verhalten und Erleben unserer Patienten zu beeinflussen. Es geht beispielsweise um die Verarbeitung von Erlebnissen, Lösung emotionaler Blockaden und Reduzierung sozialer Angst. Ergotherapeutin und Therapiehund arbeiten dabei zusammen als Team, die zusammen eine beim Berufsverband TBD e.V. anerkannte Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam absolviert haben.
Ausgewählte Unterstützungsmöglichkeiten:
- Abbau von Ängsten/ psychischem Stress (beruhigend, RR senkend)
- Alltagsstrukturierung (tgl. Spaziergang, reinigen der Pfoten)
- Motivation bei Antriebsschwäche (Zerrspiele, Apportierspiele)
- Auge-Hand Koordination (Ballspiele, Legespiele)
- Bewegungstraining an oberen und unteren Extremitäten, Grob-, und Feinmotorik (Leckerli in verschiedene Behälter ablegen, mit verschiedenen Verschlüssen etc.)
- Körperwahrnehmung (Fell fühlen, streicheln, Hand auf Hund ablegen…)
- Sprachanregung (Kommandos werden verbalisiert, Handzeichen)
Für Patient*innen
Die Stationen 46 und 46P der Klinik für Neurologie - Stroke Unit am Klinikum Neukölln steht Patient*innen bei Schlaganfällen und neurologischen Erkrankungen zur Seite. Wir bitten Angehörige, sich an die Besuchszeiten zu halten, damit wir die Genesung der Patient*innen bestmöglich ermöglichen können.
Damit wir unsere Ziele erreichen und die Betroffenen bestmöglich behandeln können, sind folgende Regeln von entscheidender Bedeutung:
- Die Patient*innen müssen muss während der Überwachungsphase eine eingeschränkte Bettruhe einhalten: Das bedeutet, dass sie vor dem Verlassen des Monitorplatzes mit dem Pflegepersonal Kontakt aufnehmen müssen.
- Die Überwachungskabel dürfen nicht selbstständig entfernt werden.
- Die Dauer der Überwachungsphase auf der Stroke Unit wird im Rahmen der täglichen Visiten von den Ärzt*innen individuell festgelegt.
- Patient*innen und Angehörige müssen sich streng an die Anordnungen der Ärzt*innen und des Pflegepersonals halten.
- Die Besuchszeiten sind einzuhalten.
Auf unserer Stroke Unit gibt es täglich die folgenden festen Besuchszeiten:
11:00–12:00 Uhr
16:00–19:00 Uhr
Wir möchten darauf hinweisen, dass Schlaganfall-Patient*innen viel Ruhe und Erholungsphasen zwischen den Untersuchungen benötigen. Die Besuche sollten daher zeitlich begrenzt und auf maximal zwei Personen beschränkt sein. Bitte verwenden Sie die Klingel und treten Sie erst nach Aufforderung ein.
Sobald sich der/die Patient*in stabilisiert hat, kann die Überwachung am Monitor beendet werden. In der Regel werden die Patient*innen nach 1 bis 4 Tagen von der Stroke Unit in ein reguläres Bett der Neurologie (Station 46P) verlegt. Während dieser Phase werden die noch ausstehenden Untersuchungen durchgeführt und die Behandlungen fortgesetzt. Je nach Schwere der Ausfallserscheinungen erfolgt dann die Entlassung nach Hause oder eine Weiterleitung in eine Rehabilitationseinrichtung (ambulant, stationär). Die Planung erfolgt in Absprache mit den Patient*innen und unserem Sozialdienst.
Stroke Unit (Station 46) – Monitorbereich Pflegezentrum
030 130 14 4046 oder 030 130 14 4047
Fax 030 130 14 4950
Station 46P – Pflegezentrum
030 130 14 2937
Fax 030 130 14 4946
Sekretariat Neurologie
030 130 14 2021
Fax 030 130 14 3263
Leitung der Klinik für Neurologie mit Stroke Unit
FEES-Supervisionen
Die Flexible Endoskopische Evaluation des Schluckaktes (FEES) besitzt in der Klinik für Neurologie am Klinikum Neukölln einen festen Stellenwert in der Beurteilung der Schluckfunktion und seiner Störungsbilder. Daher bietet das Team eine Ausbildung in der endoskopischen Dysphagiediagnostik an.
Mit dem FEES-Zertifikat zum Ausbildungsstandard
In der Neurologie mit Stroke Unit am Klinikum Neukölln verfügen wir als Team über langjährige Erfahrung in der FEES-Anwendung und -Ausbildung. Bei uns können Sie die direkten und indirekten Supervisionen zur Erlangung des FEES-Zertifikats der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)/Deutsche Schlaganfallgesellschaft (DSG)/Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) absolvieren.
Die Voraussetzungen für das FEES- Anwenderzertifikat sind nach dem Besuch eines FEES-Basisseminars 30 direkt und 30 indirekt supervidierte FEES-Untersuchungen.
- 30 direkte und 30 indirekte Supervisionen und deren Befundauswertungen durch qualifizierte FEES-Ausbilderinnen
- Breites Störungsspektrum: In unserem großen Akutklinikum bieten wir die Möglichkeit, die geforderten Untersuchungen an einem breiten Erkrankungsspektrum auf verschiedenen Stationen (Stroke Unit, post-Stroke, neurologische Frührehabilitation) durchzuführen und zu befunden.
- Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten: Durch Tätigkeitsverdichtung besteht die Möglichkeit, die direkten Supervisionen innerhalb von 5 Tagen zu absolvieren. Alternativ kann dies auch über einen längeren Zeitraum geleistet werden.
- Abnahme der FEES-Prüfung vor Ort für das Anwender- und Ausbilderzertifikat
- Für Vivantes Mitarbeitende: 1700 Euro (zzgl. 19% MwSt. = 2023 Euro)
- Für externe Hospitationen: 2000 Euro (zzgl. 19% MwSt. = 2.380 Euro)
- Abnahme FEES-Prüfung: 250.- Euro (zzgl.19% MwSt. = 297 Euro)
Klinik für Neurologie mit Stroke Unit und neurologischer Frührehabilitation
Vivantes Klinikum Neukölln
Rudower Straße 48
12351 Berlin
Ansprechpartnerinnen
Duygu Özsucu
Fachkoordinatorin Logopädie Vivantes Klinikum Neukölln
FEES-Ausbilderin
0151 580 525 89
030 130 14 2028
neurologie-fees.knk@vivantes.de
Lena von Zezschwitz
FEES-Ausbilderin
030 130 14 2028
neurologie-fees.knk@vivantes.de
Allgemeiner Kontakt
Telefon: 030 130 14 2021
E-Mail: knk.neurologie@vivantes.de
Adresse und Anfahrt
Vivantes Klinikum Neukölln
Rudower Straße 48
12351 Berlin-Neukölln
Wir sind für Sie da – Sprechzeiten und Telefonnummern
24h für Sie da.
Bitte zum Vorstellungstermin mitbringen: ärztliche Vorbefunde, Medikamentenliste, Röntgenbilder im Original. Gesetzlich versicherte Patienten benötigen für die ambulante, prästationäre Untersuchung eine Einweisung.
Die Anmeldung von Wahlleistungspatienten kann im Sekretariat erfolgen.
Diana Weidauer
030 130 14 2021
Anfahrt zum Neuköllner Krankenhaus
S 41, 45, 46, 47 bis Neukölln weiter mit U 7 oder Bus 171 Klinikum Neukölln, Fußweg über Kolibri- und Kormoranweg
U 7 bis Parchimer Allee oder Britz-Süd weiter mit Bus M 46Klinikum Neukölln, Rotschwanzweg, Kolibriweg
Mit dem Auto:
von Norden: BAB A113 Abfahrt Späthstraße
von Süden: BAB A113 Abfahrt Späthstraße
weiter zur Rudower Straße 48, 12351 Berlin
In der näheren Umgebung des Klinikum Neukölln stehen Ihnen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.




