
Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Wenckebach-Klinikum
Psychische Störungen sind weit verbreitet: Manche Studien gehen davon aus, dass jeder zweite Mensch irgendwann im Leben zumindest milde Symptome einer psychischen Auffälligkeit zeigt. Wir sind bei psychischen Beschwerden für Sie da, rund um die Uhr.
Über die Klinik für Psychiatrie in Berlin-Tempelhof
Die Behandlung psychischer Erkrankungen lebt von Vertrauen, Verständnis und einer Begegnung auf Augenhöhe. Deshalb stehen für uns ein respektvoller, wertschätzender und nicht stigmatisierender Umgang sowie die individuelle Situation jedes einzelnen Menschen im Mittelpunkt. Auf Grundlage moderner sozialpsychiatrischer Konzepte begleitet Sie unser multiprofessionelles Team unter der Leitung von Dr. med. Walter de Millas mit fachlicher Kompetenz, Menschlichkeit und Offenheit auf Ihrem individuellen Behandlungsweg.
Übersicht der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Tradition trifft Moderne – unsere Klinik als besonderer Ort für psychische Gesundheit
Die Verbindung von Tradition und Moderne prägt unsere Klinik in Berlin-Tempelhof. Historische, denkmalgeschützte Pavillongebäude vereinen sich mit modernen Neubauten zu einem offenen und freundlichen Klinikensemble. Direkt von den Stationen aus erreichen Patient*innen und Besucher*innen die weitläufigen Gartenbereiche mit altem Baumbestand, die Raum für Ruhe, Bewegung und Genesung bieten.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht der Mensch in seiner individuellen Lebenssituation und psychischen Krise. Wir begleiten Sie mit einem ganzheitlichen, modernen und leitliniengerechten Behandlungskonzept, das medizinische, psychotherapeutische und sozialtherapeutische Ansätze miteinander verbindet. Dabei bieten wir Ihnen ein umfassendes diagnostisches und therapeutisches Angebot für alle psychiatrischen Erkrankungen des Erwachsenenalters.
„Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg fest verankert, sichern wir an zwei Klinikstandorten die psychiatrische Pflicht- und Vollversorgung. Dabei verbinden wir – getragen von der Größe und Struktur unserer Klinik – gemeindenahe Versorgung mit hochspezialisierter klinischer und wissenschaftlicher Qualität sowie einer konsequent sozialpsychiatrischen und persönlich zugewandten Behandlung unserer Patient*innen.“

Medizinische Angebote
Wir bieten Ihnen die Behandlung des gesamten Spektrums psychischer Erkrankungen im Erwachsenenalter – darunter Depressionen und bipolare Erkrankungen, Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, Angst- und Zwangserkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, psychosomatische Erkrankungen, Schmerzsyndrome, Abhängigkeitserkrankungen sowie organisch bedingte psychische Störungen. Besondere Schwerpunkte bestehen außerdem in der Gerontopsychiatrie, etwa bei Demenzerkrankungen und Altersdepressionen, sowie in der Behandlung von Konflikt- und Erschöpfungsreaktionen und der Tourette-Erkrankung.
Ihre Behandlung erfolgt individuell und leitlinienorientiert in multiprofessionellen Teams aus Medizin, Pflege, Genesungsbegleitung, Psychologie, Sozialarbeit und spezialisierten Therapiebereichen. Unser therapeutisches Angebot umfasst psychiatrisch orientierte Bezugspflege, moderne Pharmakotherapie, Einzel- und Gruppenpsychotherapie, Psychoedukation sowie diagnosenspezifische Behandlungspfade.
Je nach Bedarf kommen unterschiedliche spezialisierte Verfahren zum Einsatz, darunter CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy) für chronische Depressionen, Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) bei Borderline-Störungen, psychotherapeutische Suchttherapie, Metakognitives Training, Open Dialogue sowie spezielle Gruppenangebote für Angst- und Depressionsbehandlungen.
Ergänzt wird die Behandlung durch ein breites Spektrum kreativer, körper- und alltagsorientierter Therapien wie Ergo-, Kunst-, Musik-, Bewegungs-, Tanz- und Physiotherapie, Genusstraining, lebenspraktische Übungsgruppen, Arbeitstrainingsmöglichkeiten sowie Angebote für ältere Menschen, beispielsweise Gedächtnistraining, Seniorengruppen und ergotherapeutische Einzeltherapie.
Sozialpsychiatrische Unterstützung, Angehörigenarbeit, Selbsthilfeangebote und die Möglichkeit zur seelsorgerischen Begleitung sind fester Bestandteil unseres ganzheitlichen Behandlungskonzepts.
Je nach Erkrankung und Behandlungsbedarf erfolgt die Versorgung auf unseren spezialisierten Stationen und Bereichen.
Klinikstruktur der Psychiatrie Tempelhof
Allgemeine Psychiatrische Station 14A
Das Behandlungsangebot der Station richtet sich an alle Patienten mit folgenden vollstationär behandlungsbedürftigen Erkrankungen:
- Schizophrenie und andere psychotische Erkrankungen
- Affektive Störungen (z.B. Depressionen oder bipolare Störungen)
- Angst- und Zwangsstörungen
- Persönlichkeitsstörungen
- Demenzielle Erkrankungen
Darüber hinaus behandeln wir Patienten in schweren Lebenskrisen und psychosozialen Problemsituationen.
Wir arbeiten therapeutisch nach einem ganzheitlichen Krankheitsverständnis. D.h. wir sehen Erkrankungen als Folge eines Zusammenspiels biologischer, biographischer, intrapsychischer und sozialer Faktoren. Wir vertreten daher ein Behandlungskonzept, welches in individualisierter und bedürfnisadaptierter Form moderne pharmakologische, psychotherapeutische sowie komplementäre Therapieverfahren vereint.
Wir behandeln Erkrankungen störungsspezifisch im Einzel- und Gruppensetting und nutzen dabei sowohl verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische als auch gesprächspsychotherapeutische Ansätze im Einzel- und im Gruppensetting.
Während des gesamten Behandlungsverlaufes werden die Angehörigen des Patienten in die Behandlung miteinbezogen. Darüber hinaus erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem ambulanten und komplementären Netzwerk der Klinik im Bezirk.
- Medizinische Diagnostik und Behandlung
- Psychologische Diagnostik mittels Testverfahren
- Ärztliche und psychologische Psychotherapie
- Psychiatrische Fachpflege
- Ergotherapie
- Musiktherapie
- Kunsttherapie
- Physio- und Bewegungstherapie
- Sozialarbeiterische Beratung
- Nachstationäre Behandlung und Vermittlung weiterführender Therapieangebote
- Trauma-Tapping-Technik
- Pflegetherapeutische Gruppen
- Informationsgruppen (Psychoedukation) für Menschen mit Depression, Angst oder einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis
- Entspannungsgruppe
- Außen- und Innenaktivität (z.B. gemeinsame Ausflüge, Projektarbeiten etc.)
Unser multiprofessionelles Team besteht aus einem Oberarzt, zwei Stationsärzt*innen, einer psychologischen Psychotherapeutin und einer Psychologin, einer Sozialarbeiterin, einer Ergotherapeutin, einer Bewegungs- und Sporttherapeutin, einem Musiktherapeuten sowie spezialisierten Krankenschwestern und Krankenpflegern.
Die Station verfügt über 20 Betten (überwiegend Zweibettzimmer). Den Patientinnen und Patienten stehen ein Aufenthaltsraum und eine große Gartenanlage in der therapiefreien Zeit zur Verfügung.
Voraussetzung für eine stationäre Aufnahme ist eine Einweisung durch einen niedergelassenen Arzt. In Notfällen ist auch eine sofortige stationäre Aufnahme über die Rettungsstelle möglich.
Ärztliche Leitung
Oberarzt Markus Stelzig
Stationspflegeleitung
Tina Kling
Psychotherapeutische Leitung
Mahan Mobashery
Sozialdienst
Elena Iftica
030 130 19 2110
elena.iftica@vivantes.de
Station für Abhängigkeitserkrankungen – 14B
Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, Therapeutinnen, Pflegefachkräften und Sozialarbeit unterstützt die Patientinnen und Patienten mit einem strukturierten Therapieprogramm, das körperliche Entzugsbehandlung, Psychotherapie, Gruppenangebote und eine individuelle Weiterbehandlungsplanung verbindet.
Unser Angebot umfasst die qualifizierte Entzugsbehandlung von Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit, Abhängigkeit von Medikamenten oder illegalen Substanzen.
Zudem besteht die Möglichkeit der spezialisierten Behandlung von Patienten mit einer Abhängigkeitserkrankung und einer zusätzlichen psychischen Erkrankung (z.B. Depression, Angsterkrankung).
Wir führen eine qualifizierte Entzugsbehandlung durch. Das bedeutet, dass neben der körperlichen Entzugsbehandlung auch eine intensive psychiatrische und psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung erfolgt. Diese besteht aus einzel- und gruppentherapeutischen Sitzungen mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt. Während des gesamten Behandlungsverlaufes werden Angehörige und unterstützende Personen des Patienten in die Behandlung miteinbezogen.
Weitere Bestandteile des Therapieprogramms sind die Sporttherapie und Entspannungsverfahren, die Ergotherapie und die Beratung, Betreuung und Weitervermittlung durch unseren erfahrenen Sozialarbeiter. Insbesondere die enge Vernetzung mit sämtlichen suchtspezifischen, aber auch psychiatrischen Trägern des Versorgungsbezirkes Tempelhof und überregionalen Einrichtungen ermöglicht eine individuelle weiterreichende Hilfeplanung.
- Medizinische Diagnostik und Behandlung
- Psychologische Diagnostik inklusive Testverfahren
- Ärztliche und psychologische Psychotherapie
- Psychiatrische Fachpflege
- Ergotherapie
- Kunsttherapie
- Physio- und Bewegungstherapie
- Selbsthilfegruppen
- Sozialarbeiterische Beratung
- Vorstellungen suchtspezifischer Träger des Versorgungsbezirkes Tempelhof
- Nachstationäre Behandlung und Vermittlung weiterführender Therapieangebote
- NADA-Akkupunktur
- Basisgruppe
- Motivationsgruppe
- Informationsgruppen (Psychoedukation) für Menschen mit Depression, Angst und Psychose
- Abstinenzgruppe
- Entspannungsgruppe
- Skillsgruppe
Unser multiprofessionelles Team besteht aus einem Oberarzt, zwei Stationsärzten, Psychologen, einem Sozialarbeiter, einer Ergotherapeutin, einer Bewegungs- und Sporttherapeutin sowie spezialisierten Krankenschwestern und Krankenpflegern.
Die Station verfügt über 20 Betten (überwiegend Zweibettzimmer). Den Patientinnen und Patienten stehen ein Aufenthaltsraum und eine große Gartenanlage in der therapiefreien Zeit zur Verfügung.
Voraussetzung für eine stationäre Aufnahme sind eine Einweisung durch einen niedergelassenen Arzt sowie eine Kostenübernahmeerklärung durch die zuständige Krankenkasse. In besonderen Fällen ist auch eine sofortige stationäre Aufnahme möglich. Bei Entzugswunsch bitten wir Sie, sich werktags ab 7 Uhr morgens telefonisch auf der Station nach einem Aufnahmetermin zu erkundigen. Am geplanten Aufnahmetag sollten Sie sich bis spätestens 9.30 Uhr mit Einweisung und Kostenübernahme in der Ersten Hilfe unserer Klinik einfinden. Die Aufnahme erfolgt dort durch den psychiatrischen Aufnahmearzt.
Patienten mit einer bestehenden Medikamentenabhängigkeit bzw. Abhängigkeit von illegalen Substanzen werden zudem noch gebeten, vor der stationären Aufnahme Kontakt mit einer Suchtberatungsstelle aufzunehmen.
Ärztliche Leitung
Oberarzt Markus Stelzig
Stationspflegeleitung
Tina Kling
Psychotherapeutische Leitung
Mareike Weiser
Sozialdienst
Eva Regber
030 130 19 2869
eva.regber@vivantes.de
Hanna Junker
030 130 19 2376
hanna.junker@vivantes.de
Beschützende Station – 16
Um Behandlungskontinuität zu gewährleisten, arbeiten wir nach dem Prinzip der Bezugskrankenpflege. Für jeden Patienten wird unmittelbar nach Aufnahme ein individueller Behandlungsplan festgelegt, der im weiteren Verlauf kontinuierlich überprüft und dem aktuellen Krankheitszustand angepasst wird. Behandlungsschwerpunkte sind die psychiatrische Pharmakotherapie sowie stützende, pragmatisch orientierte psychotherapeutische Interventionen. Wesentlicher Bestandteil der Behandlung sind die Ergo- und Bewegungstherapie, die vorzugsweise in Gruppen stattfinden. Falls erforderlich, erfolgt aber auch eine Einzelbetreuung. Unser Sozialarbeiter bietet den Patienten bei sozialen, finanziellen oder beruflichen Problemen gerne kompetente Hilfe und Unterstützung an.
Nach Abklingen der akuten Symptomatik erfolgt in einem Teil der Fälle die Verlegung auf eine offene Station zur Weiterbehandlung. Ein anderer Teil der Patienten wird bis zur Entlassung auf der Station 16 fortgeführt behandelt. Nach ausreichender Stabilisierung wird dann der Übergang in die ambulante Behandlung vorbereitet. In vielen Fällen ist eine Weiterbehandlung auch in einer der zur Klinik gehörenden Tageskliniken oder in der psychiatrischen Institutsambulanz möglich.
Das Behandlungsangebot auf Station 16 richtet sich an Personen, die akut psychisch erkrankt sind oder die aufgrund besonders schwieriger Umstände in eine schwere persönliche Krise geraten sind. Darüber hinaus werden auf der Station Patient*innen aufgenommen, die gerichtlich wegen akuter Eigen- oder Fremdgefährdung untergebracht sind und die aufgrund ihrer psychischen Erkrankung nicht in der Lage sind, einer notwendigen Behandlung zuzustimmen.
Besondere Kompetenzen liegen in der Diagnostik und Behandlung folgender Erkrankungen:
- Schwere und bedrohliche affektive Störungen (Depressionen, Manien, bipolare Erkrankungen)
- Akute Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis
- Psychische Ausnahmesituationen mit akuter Gefährdung, z. B. durch Suizidalität oder Selbstverletzung (z. B. bei Persönlichkeitsstörungen, akuten Belastungsreaktionen oder schweren Anpassungsstörungen)
- Organische psychische Störungen bei Schädigung des Gehirns oder einer körperlichen Erkrankung (z. B. Delirien)
- Drogenbedingte Zustandsbilder (z. B. Intoxikationen, schwere Entzugssyndrome)
- Schwere Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung oder dementiellem Syndrom
- Bipolare Störung
- Dialektisch-behaviorale Therapie
- Safewards-Konzept
Neben den biologischen Krankheitsursachen berücksichtigen wir auch immer die psychologischen oder sozialen Aspekte einer Erkrankung, um eine möglichst vielseitige Unterstützung in akuten Krankheitsphasen sowie bei der Bewältigung von Krisen und psychischen Notfallsituationen anbieten zu können. Die Wiedergewinnung von Kontrolle und Selbstbestimmung trotz vorhandener Krankheitssymptome ist uns dabei besonders wichtig.
Die uneingeschränkte Beachtung des sozialen Lebensumfelds der Patient*innen bestimmt auf besondere Weise unsere therapeutische Haltung auf der Station. In unterschiedlicher Form und Häufigkeit beziehen wir daher Elemente des offenen Dialogs, der Netzwerkarbeit und der bedürfnisangepassten Behandlung in unsere klinische Arbeit mit ein. Mitarbeiter*innen aus allen Berufsgruppen sind in der Gesprächstechnik des „Reflecting Teams“ geschult und führen gemeinsam mit den Patient*innen, ihren Angehörigen und Bezugspersonen Netzwerkgespräche und Behandlungskonferenzen durch und entwickeln individuelle Behandlungspläne.
Da Patient*innen in psychischen Ausnahmesituationen häufig einen besonderen Schutz und eine intensive Behandlung benötigen, halten wir die Stationstüren geschlossen. In Abhängigkeit von der persönlichen Situation der einzelnen Patient*innen ist ein Ausgang von Station in unterschiedlicher Dauer möglich. Die Wahrung von Ausgangsmöglichkeiten liegt in unserem therapeutischen Interesse, Beschränkungen hierfür bestehen allenfalls vorübergehend.
Die Behandlung auf unserer Station erfolgt durch eine enge Zusammenarbeit des gesamten Teams. Um eine Die Behandlungsform der stationären Therapie eröffnet die Möglichkeit einer besonders intensiven Betreuung und optimalen Abstimmung von pharmakologischer Therapie und psychotherapeutischen Maßnahmen. Die medikamentöse Behandlung stellt bei vielen psychischen Erkrankungen die wesentliche Basis für eine rasche und anhaltende Besserung der Beschwerden dar. Im Rahmen einer individuellen Therapieplanung werden einzel- und gruppentherapeutische Behandlungen (Psycho-, Ergo-, Kunst-, Musik- und Bewegungstherapie) angeboten.
Dabei werden unsere Patient*innen mit psychoedukativen, verhaltenstherapeutischen, kreativhandwerklichen und künstlerischen Methoden in der Erweiterung ihrer Handlungsfähigkeit und der Aktivierung eigener Ressourcen unterstützt. Besonderen Wert legen wir auch darauf, in Abstimmung mit den Wünschen der Patient*innen die Angehörigen in die Behandlung einzubeziehen, z.B. im Rahmen beratender und unterstützender Gespräche. Angehörige können nach Absprache auch an den Visiten teilnehmen, sofern die Patient*innen dies selbst wünschen und damit einverstanden sind. Angehörige haben darüber hinaus zu den Besuchszeiten Zutritt zur Station, vorzugsweise außerhalb der Therapie- und Visitenzeiten. Unsere Besuchszeiten sind: Montag bis Freitag 13:00 bis 20:00 Uhr und an den Wochenenden 9:00 bis 20:00 Uhr.
Um Patienten in ihrer akuten psychischen Not intensiv und schützend zu begleiten, sind auf der Station 16 besonders viele Ärzte und viel Pflegepersonal beschäftigt.
Die Station umfasst 26 Betten in 1- bis 2-Bett-Zimmern. Nach über einjähriger Bau- und Sanierungsarbeit wurde die Station im Frühjahr 2015 wiedereröffnet. Durch die im Klinikvergleich überdurchschnittlich hochwertige Ausstattung möchten wir unseren Patient*innen ein Höchstmaß an Privatsphäre und Komfort bieten. Eine wohnliche, möglichst normale sowie anregende Umgebung sehen wir als zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.
Alle Patientenzimmer verfügen über ein eigenes Bad mit Toilette. Neben dem Speiseraum, der auch als Fernsehraum genutzt wird, stehen ein weiterer Raum mit Patientenküche zur Ergotherapie (u.a. Kochgruppe), zum Aufenthalt und zur Freizeitgestaltung zur Verfügung. Darüber hinaus wird ein Multifunktionsraum für unterschiedliche gruppentherapeutische Angebote und Aktivitäten (u.a. Bewegungstherapie, Tischtennis, Tischfußball, Computerspiele) genutzt.
Die großzügige Gartenanlage der Station bietet die Möglichkeit für täglichen Ausgang. Sofern es die gesundheitliche und rechtliche Situation der Patient*innen erlaubt, nutzen diese auch außerhalb der Station gelegene Funktionsräume der Klinik (Ergo-, Physio- und Musiktherapie, Fitnessraum).
Ein Großteil der Patient*innen kommt in akuten Krisen über unsere Notaufnahme. Die Aufnahme erfolgt darüber hinaus auch durch Vermittlung und Überweisung von Psychiater*innen, Psychotherapeut*innen, niedergelassenen Allgemeinärzt*innen und anderen Fachrichtungen. Gelegentlich besteht bei den Patient*innen eine akute Eigen- und/oder Fremdgefährdung. Wenn diese Patient*innen einer dringenden, notwendigen Behandlung nicht rechtsverbindlich zustimmen können, muss in einigen Fällen eine richterliche Unterbringung und Aufnahme nach dem Berliner Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG) bzw. nach dem Betreuungsgesetz (BGB) durchgeführt werden.
Das Wenckebach-Klinikum ist als regionales Versorgungskrankenhaus für alle Menschen mit psychischer Erkrankung und Wohnsitz im Bezirk Berlin-Tempelhof zuständig. Bei entsprechender Behandlungsbedürftigkeit ist die Klinik zur Aufnahme verpflichtet. Die Aufnahme erfolgt immer in Rücksprache mit unserem Arzt vom Dienst.
Ärztliche Leitung
Oberärztin Johanna Dirkwinkel
Stationspflegeleitung
Matthias Brasher
Psychotherapeutische Leitung
Leitende Psychologin Andrea Bollig
Sozialdienst
Michaela Aberra
030 130 19 2271
michaela.aberra@vivantes.de
Allgemeinpsychiatrische Station/CBASP – 17
Die Station bietet Patient*innen mit folgenden Erkrankungen ein vollstationäres Behandlungsangebot:
- Affektive Erkrankungen (z.B. Depressionen oder bipolare Störungen)
- Chronische Depressionen (CBASP)
- Angst- und Zwangsstörungen
- Demenzielle Erkrankungen
- Persönlichkeitsstörungen
- Psychotische Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis
Darüber hinaus behandeln wir Patienten in schweren Lebenskrisen und psychosozialen Problemsituationen.
Wir arbeiten therapeutisch nach einem ganzheitlichen Krankheitsverständnis. D.h. wir sehen Erkrankungen als Folge eines Zusammenspiels biologischer, biographischer, intrapsychischer und sozialer Faktoren.
Wir vertreten daher ein Behandlungskonzept, welches in individualisierter und bedürfnisadaptierter Form moderne pharmakologische, psychotherapeutische sowie komplementäre Therapieverfahren vereint. Wir fördern die Aktivierung und verstärken die Selbstheilungskräfte der Patient*innen.
So behandeln wir Erkrankungen störungsspezifisch mit verschiedenen Behandlungsmodulen im Einzel- und Gruppensetting und nutzen dabei sowohl verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische als auch gesprächspsychotherapeutische Ansätze in der Einzel- und Gruppentherapie. Wir nutzen Elemente der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT), um mit Hilfe von Skills (erlernte Fertigkeiten) Krisensituationen besser lösen zu können. Weiterhin benutzen wir die CBASP-Therapie zur Behandlung von chronischer Depression.
Während des gesamten Behandlungsverlaufes ist es uns wichtig, sofern von den Patient*innen selbst gewünscht, Angehörige in die Behandlung miteinzubeziehen. Darüber hinaus erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem ambulanten und komplementären Netzwerk der Klinik im Bezirk.
- Medizinische Diagnostik und Behandlung
- Ärztliche und psychologische Psychotherapie
- Psychiatrische Fachpflege
- Ergotherapie
- Musiktherapie
- Kunsttherapie
- Physio- und Bewegungstherapie
- Sozialarbeiterische Beratung
- Nachstationäre Behandlung und Vermittlung weiterführender Therapieangebote
- Tiergestützte Therapie
Für das CBASP-Programm sind grundsätzlich Vorgespräche vorgesehen. Bei Interesse oder Rückfragen können Sie sich gerne per E-Mail an uns wenden: ragna.wenk@vivantes.de
Erfahrungsgemäß profitieren Sie, wenn:
- bei Ihnen eine rezidivierende oder chronische Depression diagnostiziert wurde
- Sie bereits mindestens zwei verschiedene Behandlungsversuche ohne Erfolg unternommen haben
- der Beginn Ihrer Depression in der Kindheit/Jugend liegt und Sie Zusammenhänge zu Erfahrungen in ihrer Entstehung dabei sehen
- bei Ihnen keine Substanzabhängigkeit vorliegt
- Sie an zwischenmenschlichen Problemen leiden
- Sie die Verbesserung Ihrer Beziehung zu anderen Menschen wünschen
- Informationsgruppen (Psychoedukation) für Menschen mit Depression und Angst
- Entspannungsgruppe
- Euthymes Erleben
- Hockergymnastik
- Rückengruppe, Walking, bei Bedarf Fitnesstraining
- Außen- und Innenaktivität
Unser multiprofessionelles Team besteht aus spezialisierten Krankenpfleger*innen, Psycholog*innen, Fachtherapeut*innen aus den Bereichen Ergotherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, Bewegungs- und Physiotherapie, dem Sozialdienst, einer Genesungsbegleiterin sowie Stationsärzt*innen und einer Oberärztin.
Die Station verfügt über 30 Betten (Ein- bis Vierbettzimmer) mit zumeist direktem Zugang in den Garten. Den Patientinnen und Patienten stehen drei Aufenthaltsräume und eine sehr große Gartenanlage in der therapiefreien Zeit zur Verfügung.
Voraussetzung für eine stationäre Aufnahme ist eine Einweisung durch einen niedergelassenen Arzt. In Notfällen ist auch eine sofortige stationäre Aufnahme über die Rettungsstelle möglich. Für die CBASP-Therapie werden Vorgespräche durchgeführt (siehe dort).
Ärztliche Leitung
Leitende Oberärztin Dr. med. Claudia Hägele
Stationspflegeleitung
Christian Stoff
Psychotherapeutische Leitung
Leitende Psychologin Andrea Bollig
Sozialdienst
Tobias Peczler
030 130 19 2216
tobias.peczler@vivantes.de
Stationsäquivalente Behandlung (StäB)
Die aufsuchende stationsäquivalente Behandlung (StäB) ist eine psychiatrische Behandlung für wenige Wochen, die überwiegend bei den Patient*innen zuhause durchgeführt wird. Sie kann eine stationäre Aufnahme in der Klinik verkürzen oder ersetzen.
- Menschen mit psychischen Erkrankungen in Krisensituationen, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung sonst eine stationäre Behandlung benötigen würden, aber nicht in die Klinik können oder möchten
- nahezu alle Krankheitsbilder/Diagnosen
- Wohnort im jeweiligen Einzugsgebiet des Krankenhauses (in eigener Wohnung, betreutem Wohnen, Senior*innenheim u.a. möglich)
- gültige Krankenversicherung
- Behandlung durch ein mobiles Team aus Ärzt*innen, Psycholog*innen, Gesundheits- und Krankenpfleger*innen, Sozialarbeiter*innen, Ergotherapeut*innen u.a.
- Tägliche Kontakte (auch am Wochenende und an Feiertagen), meist in Form von Hausbesuchen
- Nötige medizinische Untersuchungen (z.B. körperliche Untersuchung, Blutentnahme, EKG, Bildgebung etc.)
- Mitbehandlung körperlicher Erkrankungen
- Bereitstellung von Medikamenten
- Psychotherapeutische Gespräche
- Gemeinsame Wochenplanung
- Gemeinsame Spaziergänge, Unterstützung bei Alltagsaktivitäten
- Nutzung der Therapieangebote der Klinik
- Ergo-, Bewegungs-, Kunst-, Musik- und Tanztherapie, u.a.
- Verschiedene gruppentherapeutische Gesprächsangebote zu den Themen Angstbewältigung, Psychose, Depression
- Auf Wunsch Einbeziehung der Familien, der Betreuer:innen und anderer Bezugspersonen
- Zusammenarbeit mit Ihrer:m niedergelassenen Psychiater*in und/oder Psychotherapeut*in
- Planung und Organisation der Entlassung aus der StäB und der weiteren Versorgung
- Krisentelefon und Möglichkeit der Vorstellung in der Rettungsstelle
- Gemeinsame Erstellung eines Krisenplanes
- Bei Bedarf Wechsel in eine stationäre oder tagesklinische Behandlung
- Einweisung ist durch niedergelassene Psychiater*innen oder Psychotherapeut*innen möglich.
- Wohnbetreuer*innen oder andere unterstützende Personen können das StäB-Team kontaktieren.
- Gerne können Betroffene auch selbst telefonisch oder per E-Mail direkt mit uns Kontakt aufnehmen!
- In Notfällen ist auch eine Vorstellung in der Rettungsstelle möglich.
Kontakt
StäB-Team: 0151 68939696
staeb.avk.wbk@vivantes.de
Ärztliche Leitung
Dr. med. Kilian Günther
Oberarzt, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
kilian.guenther@vivantes.de
Unsere Sprechzeiten
Vivantes Wenckebach-Klinikum,
Wenckebachstraße 23,
12099 Berlin-Tempelhof
(pflegerisch besetzt von 8 bis 22 Uhr)
(030) 130 19 2574
Fax (030) 130 19 2929
Montag – Donnerstag 08:30 – 16:00 Uhr
Freitag 08:30 – 14:30 Uhr
Fragen zum Aufnahmeprozess:
freitags 10:30 – 12:00 Uhr.
(030) 130 19 2209
Fax (030) 130 19 2864
Montag – Freitag 08:00 – 16:00 Uhr
(030) 130 19 4824
Fax (030) 130 19 4831
Montag – Freitag 08:00 – 16:00 Uhr
Montag 10:00 – 13:00 Uhr und 13:30 – 18:00 Uhr
Dienstag 10:00 – 13:00 Uhr
Mittwoch 10:00 – 11:30 Uhr
Donnerstag 10:00 – 13:00 Uhr
Freitag 10:00 – 13:00 Uhr
Montag – Freitag 9:00 – 16:00 Uhr
Für Zuweiser*innen
Notfälle
Wenn Sie Ihre Patient*in notfallmäßig einweisen möchten und eine ärztliche Voranmeldung bzw. Rücksprache wünschen, erreichen Sie unsere*n Ärzt*in vom Dienst in der Zentralen Psychiatrischen Aufnahme unter folgenden Rufnummern:
- Mo–Fr von 8:00–18:00 Uhr: 030 130 19 3646
- Außerhalb dieser Zeiten: 030 130 19 0
Sie werden mit der/dem diensthabenden Ärzt*in verbunden.
Elektive Einweisungen
Wenn Sie die Einweisung Ihrer Patient*innen ärztlich besprechen oder einen Aufnahmetermin vereinbaren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat.
Wir vermitteln Ihnen den Kontakt zur jeweils zuständigen ärztlichen Ansprechperson.
Ihr Aufenthalt
In der Klinik bewegen Sie sich in normaler Alltagskleidung, so dass Sie diese mitbringen sollten. Für die Bewegungstherapie sind Sportkleidung und Turnschuhe sinnvoll. Ansonsten bringen Sie bitte die üblichen Utensilien zum Übernachten wie Nachtwäsche, Bade- oder Morgenmantel, Hausschuhe und Toilettenartikel mit. Handtücher und Bettwäsche stellt die Klinik, Sie können aber auch gerne Ihre eigenen Handtücher mitbringen. Auf allen Stationen besteht die Möglichkeit, dass Sie Ihre eigene Wäsche waschen können. Außerdem können Sie natürlich alles mitnehmen, was Ihnen Freude macht, wie z.B. Bücher und Zeitschriften, Handarbeiten, Spiele …
Eigene Fernseher sind in der Klinik nicht erwünscht. Auf den Stationen stehen Fernseher in den jeweiligen Gruppenräumen der Stationen zur Verfügung. Kostbaren Schmuck, PCs sowie größere Geldbeträge bitten wir Sie, zu Hause zu lassen, da die Klinik bei Verlust keine Haftung übernehmen kann.
Der Konsum von Alkohol, Cannabis und Drogen jeder Art ist in der Klinik grundsätzlich nicht erlaubt. Das Rauchen ist auf dem gesamten Klinikgelände nur in ausgewiesenen Raucherzonen gestattet.
Das täglich wechselnde Speiseangebot können Sie unserer Speisekarte entnehmen oder bei den Mitarbeitern der Vivantes Speiseversorgung erfragen Diese besuchen Sie auf den Stationen und helfen gerne bei der Zusammenstellung Ihrer persönlichen Malzeiten.
Auf dem Gelände des Wenckebach-Klinikums befindet sich, in Zusammenarbeit mit dem Träger „Die Kurve“, eine werktäglich geöffnete Cafeteria, die neben einem Mittagstisch ein umfangreiches Angebot an Speisen, Getränken und Zeitschriften bietet.
In den Räumlichkeiten unserer Klinik bieten wir im Rahmen einer Zuverdienst-Tätigkeit eine Bibliothek für Patient*innen, Angehörige, Gäste sowie Mitarbeiter*innen an.
Genesungsbegleiter*innen sind Menschen mit eigener Erfahrung im Umgang mit psychischen Krisen. Sie sind Teil unseres Behandler*innenteams und unterstützen unsere Patient*innen auf Augenhöhe und bringen wertvolles Erfahrungswissen in den Behandlungsalltag ein.
Psychoseseminare sind Gesprächsforen und Expertenrunden, deren Kerngedanke eine gleichberechtigte Verständigung über Psychosen ist – letztlich mit dem Ziel, ein besseres, ganzheitliches Verständnis für Psychosen zu entwickeln und damit auch die Arbeit der Psychiatrie zu verändern. Experten sind im Sinne von Psychoseseminaren die Menschen, die selbst eine Psychose erlebt haben, Psychose-Erfahrene; ihre Angehörigen, die eine Psychose in der Regel aus nächster Nähe miterlebt haben; sowie Professionelle, die beruflich in der Psychiatrie mit Menschen mit Psychosen arbeiten. In Psychoseseminaren können diese unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen zur Sprache kommen und gleichberechtigt nebeneinander stehen. Angestrebt wird eine offene, ehrliche, zwanglose Atmosphäre der Verständigung, des Respekts vor dem Gegenüber, der Ermutigung zur Übernahme von Verantwortung für sich selbst, des gemeinsamen Lernens. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten dadurch neue Einblicke in das Erleben anderer und lernen somit mehr über das Phänomen Psychose.
Ihre Post können Sie sich auf Ihre Station zustellen lassen, die Adresse lautet:
Vivantes Wenckebach-Klinikum
Ihr Name
Ihre Stationsnummer
Wenckebachstraße 23
12099 Berlin
Sollten Sie ein mit uns persönlich nicht zu klärendes Anliegen haben, wenden Sie sich gerne vertrauensvoll an die Patientenfürsprecherin der Klinik. Diese arbeitet ehrenamtlich, ist unabhängig, nicht weisungsgebunden und unterliegt der Schweigepflicht.
Mit einer Patienten-Bevollmächtigung kann die Patientenfürsprecherin jederzeit die vereinbarten Ansprechpartner, die Krankenhausleitung oder die zuständigen Behörden aufsuchen.
Ort: Wenckebach-Klinikum, Haus 34 D, Raum 0031 (Besprechungsraum)
030 130 19 2141 (ein Anrufbeantworter ist geschaltet)
patf-viv.wbk-2@berlin.de
Allgemeiner Kontakt
Telefon: (030) 130 19 2304
E-Mail: psychiatrie.wbk@vivantes.de
Adresse und Anfahrt
Vivantes Wenckebach-Klinikum
Wenckebachstraße 23
12099 Berlin-Tempelhof

