
Kinderwunsch – gemeinsam auf dem Weg zum Wunschkind
Ein unerfüllter Kinderwunsch kann viele Ursachen haben. Mit moderner Diagnostik und schonenden operativen Verfahren unterstützen wir Sie dabei, mögliche Hindernisse zu erkennen und Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft gezielt zu verbessern.
Operationen bei Kinderwunsch
Ein unerfüllter Kinderwunsch ist für betroffene Paare eine sehr belastende Situation. Neben hormonellen Ursachen und Einschränkungen der Spermienqualität des Mannes finden sich häufig auch organische Ursachen bei der Frau, die einen operativen Eingriff erfordern. Wir verwenden modernste Verfahren, die dem Paar auf ihrem Weg zum Wunschkind helfen können – unter größtmöglicher Schonung der Patientin. Bei speziellen Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.
Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch erkennen und behandeln

Organische Ursachen, die einem Kinderwunsch im Weg stehen, finden sich typischerweise in der Gebärmutterhöhle sowie im Bauchraum der Patientin. Aus diesem Grund wird meistens in einem Eingriff eine kombinierte Spiegelung der Gebärmutter- sowie der Bauchhöhle vorgenommen, und sämtliche Erkrankungen, die dem Kinderwunsch im Wege stehen könnten, werden behandelt.
„Bei unerfülltem Kinderwunsch gibt es keinen allgemeingültigen Weg. Mir ist wichtig, die individuelle Situation der Betroffenen genau zu verstehen, medizinische Möglichkeiten aufzuzeigen und sie dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden.“

Gebärmutterspiegelung bei unerfülltem Kinderwunsch
In der Gebärmutterspiegelung können wir Erkrankungen der Gebärmutterhöhle feststellen und behandeln. Polypen der Schleimhaut sollten operativ entfernt werden, gutartige Muskelknoten (sogenannte submuköse Myome) ebenso. Diese können den Spermientransport durch die Gebärmutterhöhle beeinträchtigen sowie die Einnistung der Schwangerschaft behindern, in vielen Fällen auch zu wiederholten Fehlgeburten führen.
Weiterhin gibt es angeborene Fehlbildungen der Gebärmutter, wie den Uterus Subseptus (es befindet sich ein angeborenes Segel aus Bindegewebe in der Gebärmutter) sowie den sogenannten T-Shape-Uterus (hier ist die Gebärmutterhöhle durch erweiterte Seitenwände stark eingeengt), deren operative Behandlung in zahlreichen Studien deutlich verbesserte Schwangerschaftsraten gezeigt hat. Diese angeborenen Fehlbildungen können mittels modernstem 3D-Ultraschall bereits vor der Operation diagnostiziert werden.
Schließlich kann es in der Gebärmutter auch nach Operationen wie Schwangerschaftsabbrüchen und Ausschabungen nach einer Fehlgeburt oder Entfernung von Plazentaresten nach einer Entbindung zu Verwachsungen kommen, sogenannten intrauterinen Synechien, die zu einer Sterilität führen können. Dies kann sich im Extremfall, wenn sogar die Blutung ausbleibt, als sogenanntes Asherman-Syndrom äußern, das unbedingt operativ behandelt werden sollte. Wir legen bei diesen Operationen höchsten Wert auf Schonung des gesunden Gewebes und arbeiten, wenn möglich, rein mechanisch und ohne Einsatz von Strom. In einigen Fällen wird nach der Operation für drei Wochen ein kleiner Ballon in die Gebärmutter eingelegt sowie für dieselbe Dauer eine Hormontherapie eingeleitet, um den bestmöglichen Wiederaufbau der gesunden Gebärmutterschleimhaut zu gewährleisten.
Bauchspiegelung: Eileiter prüfen und Ursachen für Sterilität behandeln
Die Bauchspiegelung ermöglicht uns zunächst den Blick auf die Eileiter. Nach Infektionen oder Eileiterschwangerschaften kann es häufig zu einem Verschluss der Eileiter kommen, die einer Befruchtung natürlich im Wege steht. In den meisten Fällen können wir diesen Verschluss intraoperativ wieder eröffnen.
Was passiert bei einer Bauchspiegelung?
Über die Gebärmutter wird ein blauer Farbstoff gespritzt, und somit die Durchgängigkeit der Eileiter getestet.
Weitere Ursachen für Unfruchtbarkeit behandeln
Im selben Eingriff können wir weitere Erkrankungen im Bauchraum behandeln, die eine Sterilität verursachen können: Myome der Gebärmutterwand, Endometriose (also im Bauchraum versprengte Gebärmutterschleimhaut, die zu starken Regelschmerzen, aber auch zur Sterilität führen kann) oder Verwachsungen nach einer Infektion oder Operation. Außerdem bieten wir die operative Behandlung des PCO-Syndroms mittels „ovarian drilling“ an, die in Rücksprache mit Ihrer behandelnden Frauenärzt*in eine sinnvolle Komponente der Therapie darstellen kann.
