Veröffentlicht am 10. März 2021

Vivantes Strategie 2030: Leben in Berlin

Innovative Gesundheitsversorgung für die Hauptstadtregion

Die Gesundheitsversorgung der Zukunft wird digitaler sein, ambulanter, spezialisierter und individueller auf den einzelnen Menschen zugeschnitten. Vor dem Hintergrund dieser Mega-Trends in Medizin und Versorgung übernimmt Vivantes als Landesunternehmen die Verantwortung, in Berlin die gesundheitliche Versorgungslandschaft der Zukunft als ganzheitliche Präventions- und Versorgungskette mit zu gestalten. Den Weg weist die Strategie „Vivantes 2030 – Leben in Berlin“.

Um seiner Verantwortung für Berlin gerecht zu werden und eine leistungsfähige Versorgung aufrecht zu erhalten, benötigt das Unternehmen in den kommenden zehn Jahren Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Diese Summe kann der kommunale Konzern unter den bestehenden Bedingungen nicht selbst erwirtschaften, sie muss daher durch den Eigentümer bereitgestellt werden.

Welche Gesundheitsversorgung wird in Berlin 2030 benötigt?

Ziel von Vivantes ist es, im Verbund mit der Charité und anderen Partnern die Gesundheitsversorgung für die Metropolregion in einem starken, innovativen Netzwerk weiter zu entwickeln – über die heutigen Sektorengrenzen in der Gesundheitsversorgung hinweg. Daraus hat Vivantes für sich strategische Handlungsfelder abgeleitet. Entsprechend der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung werden auch 2030 noch immer chronische und degenerative Krankheitsbilder im Vordergrund stehen. Das betrifft z.B. die Geriatrie (Altersmedizin), onkologische Erkrankungen oder systemische Gefäßerkrankungen mit kardiologischen Behandlungsfeldern inklusive Einsatz minimalinvasiver Herzchirurgie.

Dr. Johannes Danckert, Geschäftsführer Klinikmanagement: Wir versorgen rund ein Drittel der stationären Patientinnen und Patienten in Berlin.Die Menschen erwarten nicht nur eine Behandlung ist bester Qualität, sondern auch reibungslose Abläufe – in den Kliniken genauso wie an den Nahtstellen mit anderen Akteuren im Gesundheitssystem. Dank des technischen Fortschritts werden künftig noch mehr Behandlungen von den bisherigen Sektorengrenzen und klassischen Bauten unabhängig möglich sein, darauf stellen wir uns ein.Aber wenn eine stationäre Versorgung erforderlich ist, dann soll sie durch die Teams erbracht werden, welche über die meiste Erfahrung verfügen und sich in diesem Krankheitsbild spezialisiert haben. Darum werden wir komplexe medizinische Leistungen noch stärker auf bestimmte Standorte konzentrieren. Gleichzeitig setzen wir auf gut gesteuerte, digitale Prozesse und smarte Medizintechnik für optimale Ergebnisse für unsere Patientinnen und Patienten – verbunden mit mehr Service und weniger Wartezeit.“

Vivantes stellt seine Kliniken schrittweise auf die digitale Erfassung und Verarbeitung der Patientendaten um („Digitale Patientenkurve“). Die Ansprüche der Menschen an individuell zugeschnittene Diagnose- und Behandlungsmethoden wird künftig weiter zunehmen. Das gilt auch für die Zukunft der Arbeit im Gesundheitswesen.

Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?

Im Wettbewerb und die besten Fachkräfte setzt Vivantes sowohl auf attraktive Arbeitsbedingungen als auch auf einen weiteren Ausbau der ohnehin schon großen Ausbildungskapazitäten mit dem Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe, BBG, einem Gemeinschaftsprojekt mit der Charité. Vivantes bietet schon heute die meisten Ausbildungsplätze im Gesundheitssektor in der Region an.

Dorothea Schmidt, Geschäftsführerin Personal: „Vivantes ist einer der größten kommunalen Arbeitgeber Berlins - dieser Verantwortung sind wir uns täglich bewusst. Wir sind stolz auf das, was unsere Beschäftigten täglich leisten! Vivantes bietet bereits heute attraktive Arbeits- und Vergütungsbedingungen und baut zudem die Angebote für ein lebensphasengerechtes Arbeiten kontinuierlich aus. Unseren Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften decken wir schon jetzt zu einem beträchtlichen Teil über unsere eigenen Ausbildungskapazitäten. In den kommenden Jahren werden wir die Zahl unserer Ausbildungsplätze – auch mittels unserer geplanten Campuslösung - schrittweise weiter deutlich erhöhen. Um unsere Beschäftigten und Führungskräfte bestmöglich in ihrer Entwicklung zu unterstützen, bieten wir bei Vivantes umfangreiche Weiterbildungskonzepte und Führungsprogramme. Unser Ziel ist es, unsere Attraktivität als Arbeitgeber kontinuierlich weiterzuentwickeln und mit innovativen Ansätzen auszubauen.“

Welche Rolle spielt Vivantes in der Gesundheitsversorgung 2030?

Vivantes behandelt schon heute jeden dritten Patienten in Berlin und ist ein starkes Netzwerk, das mit medizinischen, pflegerischen und psychiatrischen Angeboten flächendeckend und auf hohem Niveau seinen Versorgungsauftrag erfüllt. Deutlich gezeigt hat sich dies gerade auch in Pandemiezeiten, nicht nur in der Krankenversorgung, sondern auch in der Altenpflege durch die Vivantes Forum für Senioren GmbH, die einer der größten Anbieter stationärer Pflegeplätze in Berlin ist. In 2030 werden die heutigen Akteure der Gesundheitsbranche noch stärker miteinander vernetzt sein, um gemeinsam eine sektorübergreifende und lückenlose Versorgung zu schaffen. Vivantes trägt schon heute genau diesen Netzwerkgedanken in sich.

Dr. Eibo Krahmer, Geschäftsführer Finanzen, Infrastruktur und Digitalisierung: Das Krankenhaus der Zukunft wird sich deutlich von heutigen unterscheiden. Der medizinische, digitale und strukturelle Wandel in der Gesundheitsversorgung stellt andere Anforderungen an die Informationstechnik und die Standorte. Darum planen wir unsere technische Infrastruktur und Gebäude heute schon so, dass sie eine flexible und nachhaltige Nutzung erlauben. Mit unseren derzeit größten Neubauten am Klinikum Neukölln und am Auguste-Viktoria-Klinikum schaffen wir hochmoderne Klinikstrukturen. Unsere Position als Vorreiter in der Umsetzung digitaler Strukturen in der Gesundheitsbranche wollen wir im Sinne einer leistungsstarken Versorgung Berlins weiter ausbauen. Wir setzen auf eine konsequente Digitalisierung unserer Prozesse nach innen und außen und vernetzen uns auf Basis internationaler Standards. Vivantes stellt sich damit gut auf, um auch in Zukunft ein starker Partner im Berliner Netz der Gesundheitsversorgung zu sein.“

Die baulichen und technischen Investitionen, die im Bereich der Krankenversorgung notwendig sind, um das landeseigene Unternehmen zukunftssicher aufzustellen, belaufen sich auf rund 1.5 Mrd. Euro in den kommenden zehn Jahren. Diese Summe kann unter den bestehenden Bedingungen nicht von Vivantes selbst erwirtschaftet werden. Hier ist Unterstützung durch den Eigentümer erforderlich und sinnvoll.

Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz, Aufsichtsratsvorsitzender von Vivantes: „Vivantes ist schon heute das Rückgrat der Berliner Gesundheitsversorgung. Wir sehen dieNotwendigkeit, in die Krankenhäuser von Vivantes für eine medizinische und pflegerische Versorgung auf hohem Niveau in den kommenden zehn Jahren verstärkt zu investieren. Der Senat hat einen Vorschlag in die Haushaltsberatungen eingebracht, der dem Bedarf des Unternehmens ebenso Rechnung trägt wie der finanziellen Situation des Landes.“

Erstklassige Gesundheitsversorgung, Lehre, Aus-und Fortbildung sowie höhere Wirtschaftlichkeit

Vivantes integriert in seine Strategie nicht nur die Zukunftstrends der Branche, sondern auch die Empfehlungen der Zukunftskommission Gesundheitsstadt 2030. Daher setzt Vivantes auf eine enge Kooperation mit der Charité Universitätsmedizin in Forschung, Ausbildung und Versorgung, bei der sich jeder Partner auf seine Stärken fokussiert, um folgende Ziele zu erreichen:

  • Erstklassige medizinische Versorgung
  • Medizinische Forschung auf internationalem Spitzenniveau
  • Erstklassige Lehre sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung
  • Höhere Wirtschaftlichkeit und bessere Verteilung von Ressourcen

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