Urologie in Schöneberg

Auguste-Viktoria-Klinikum

Wir stehen für urologische Versorgung auf Spitzenniveau und verbinden modernste Technologien mit individueller Patient*innenbetreuung. In unserer zertifizierten Klinik begleiten wir Sie bei allen urologischen Erkrankungen.

Termin buchenMedizinische Angebote

Über die Urologie in Schöneberg

Die Klinik für Urologie in Schöneberg unter der Leitung von MU Dr. Dr. h.c. Mario Zacharias steht für höchste urologische Expertise, verbunden mit persönlicher Betreuung und echter Menschlichkeit. Unser hochqualifiziertes, interdisziplinär erfahrenes Team behandelt das gesamte Spektrum urologischer Erkrankungen individuell und nach aktuellen Leitlinien – immer mit Blick auf Ihre Bedürfnisse. 

Behandlung urologischer Erkrankungen auf höchstem Niveau

Als von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Uroonkologisches Zentrum sind wir auf die Behandlung von Krebs der Prostata, Niere, Blase und Hoden spezialisiert. Gemeinsam mit dem standorteigenen zertifizierten Onkologischen Zentrum (Cancer Center Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin (CCAB)) arbeiten Fachärzt*innen verschiedener Disziplinen eng zusammen. So erhalten Sie eine Behandlung, die individuell auf Ihre Situation abgestimmt ist – von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge.

Bei Operationen an Prostata, Blase oder Niere setzen wir, wenn medizinisch sinnvoll, den Da-Vinci-Operationsroboter ein. Diese besonders schonende Methode ermöglicht präzise Eingriffe, weniger Schmerzen und eine schnellere Erholung. 

Auch bei der Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung gehören wir zu den führenden Zentren in Deutschland. Mit der schonenden HoLEP-Lasertherapie können Beschwerden meist schnell gelindert werden – bei geringem Blutverlust und kurzem Klinikaufenthalt.

Unsere Patient*innen profitieren außerdem von modernen Operationssälen in unserem Neubau. Kleinere Eingriffe führen wir nach Möglichkeit ambulant durch. Denn wir wissen: Zu Hause erholt es sich oft am besten.

„Wir verfügen über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der roboterassistierten operativen Prostatakrebstherapie und sind das größte Zentrum für die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung in Deutschland. Die Qualität unserer Behandlungen wird im Rahmen von Zertifizierungen regelmäßig durch unabhängige Expert*innen geprüft und bestätigt.“
Zitat von: MU Dr. Dr. h.c. Mario ZachariasPosition: Chefarzt

Medizinische Angebote

Die Urologie in Schöneberg beschäftigt sich mit Erkrankungen der Nieren und Harnwege sowie der männlichen Geschlechtsorgane. Dazu zählen auch bösartige Erkrankungen wie Prostata-, Nieren-, Blasen- und Hodenkrebs. 

Von der sorgfältigen Diagnostik bis zur modernen Therapie begleiten wir Sie individuell und umfassend. Ebenso behandeln wir häufige, gutartige Beschwerden wie Prostatavergrößerung oder Harninkontinenz – für Ihre Gesundheit und Lebensqualität in jedem Lebensalter.

Medizinische Angebote: Uroonkologie

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Jedes Jahr erhalten rund 70.000 Männer die Diagnose. Die Erkrankung entsteht, wenn sich Zellen der Prostata unkontrolliert vermehren und ein Tumor entsteht. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Auch eine familiäre Veranlagung kann eine Rolle spielen.

Im frühen Stadium verursacht Prostatakrebs oft keine Beschwerden. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen besonders wichtig. Treten Symptome auf, können diese unter anderem Probleme beim Wasserlassen, ein abgeschwächter Harnstrahl, häufiger Harndrang oder Blut im Urin sein. Diese Beschwerden können jedoch auch andere Ursachen haben und sollten ärztlich abgeklärt werden.

Welche Behandlung für Sie geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – insbesondere vom Stadium der Erkrankung, den Eigenschaften des Tumors, Ihrem Alter und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein individuelles Behandlungskonzept.

Roboter-assistierte radikale Prostatektomie

Die operative Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie) ist eine der wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten bei lokal begrenztem Prostatakrebs. Ziel des Eingriffs ist die vollständige Entfernung des Tumors und damit die bestmögliche Chance auf Heilung.

Am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum führen wir diese Operation, wann immer medizinisch sinnvoll, robotergestützt mit dem Da-Vinci-Operationssystem durch. Die hochpräzise, minimalinvasive Technik ermöglicht eine besonders genaue Darstellung des Operationsgebiets und eine schonende Präparation. Dadurch können wichtige Strukturen wie die für Kontinenz und Potenz verantwortlichen Nervenbündel bestmöglich geschont werden. Viele Patienten profitieren von weniger Schmerzen, einem geringeren Blutverlust und einer schnelleren Erholung nach dem Eingriff.

NeuroSAFE-Verfahren

Wenn eine nervenschonende Operation möglich erscheint, setzen wir das moderne NeuroSAFE-Verfahren ein. Dabei werden die Operationsränder noch während des Eingriffs durch spezialisierte Patholog*innen untersucht. So kann unmittelbar festgestellt werden, ob der Tumor vollständig entfernt wurde. Das Verfahren ermöglicht es häufig, die für die Erektionsfähigkeit wichtigen Nervenstrukturen sicher zu erhalten, ohne Kompromisse bei der Krebsbehandlung einzugehen.

Radio Guided Surgery

Zur weiteren Verbesserung der Operationspräzision setzen wir moderne Verfahren der Radio Guided Surgery ein. Mithilfe schwach radioaktiv markierter Substanzen können befallene Lymphknoten während der Operation gezielt identifiziert und entfernt werden. Dies ermöglicht eine besonders präzise Diagnostik und unterstützt eine individuell angepasste Behandlung.

Brachytherapie

Für ausgewählte Patienten mit lokal begrenztem Prostatakrebs kann die Brachytherapie eine schonende Alternative zur Operation darstellen. Bei diesem Verfahren werden kleine Strahlenquellen direkt in die Prostata eingebracht. Dadurch kann der Tumor gezielt behandelt werden, während das umliegende Gewebe weitgehend geschont wird. Ob diese Therapieform infrage kommt, wird individuell geprüft und gemeinsam mit Ihnen besprochen.

Unser Ziel ist es, jedem Patienten eine Behandlung anzubieten, die sowohl medizinisch bestmögliche Ergebnisse als auch eine hohe Lebensqualität nach der Therapie ermöglicht.
 

Terminbuchung Prostatakrebs

Harnblasenkrebs entsteht, wenn sich bösartige Zellen in der Schleimhaut Ihrer Blase entwickeln. Vor allem Menschen ab dem 65. Lebensjahr sind betroffen, Männer etwa doppelt so häufig wie Frauen. Zu den Risikofaktoren zählen Rauchen, langjährige Belastung mit bestimmten Chemikalien oder wiederkehrende Blasenentzündungen. Blasenkrebs macht etwa 2-3 % aller Krebserkrankungen in Deutschland aus.

Erste Anzeichen für Blasenkrebs können Blut im Urin oder häufiger Harndrang sein, manchmal treten auch Schmerzen beim Wasserlassen auf. Um Blasenkrebs zuverlässig zu erkennen, setzen wir auf bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder CT sowie eine Blasenspiegelung (Zystoskopie), bei der wir Ihre Blase direkt von innen betrachten können. So können wir die Diagnose sichern und den Tumor gezielt beurteilen, um die für Sie passende Behandlung zu planen.

Je nach Stadium, Lage und Art des Tumors kommen unterschiedliche Behandlungsverfahren zum Einsatz, die wir individuell auf Sie abstimmen:

TUR-B (transurethrale Resektion der Blase)

Die TUR-B ist das Standardverfahren zur Behandlung von oberflächlichem Blasenkrebs. Über die Harnröhre führen wir eine dünne, beleuchtete Schlinge ein und tragen den Tumor gezielt ab. Der Eingriff dient sowohl der Diagnosesicherung als auch der Behandlung.
Wir führen auch die sogenannte En-bloc-Resektion durch, das heißt, dass, wenn möglich, der gesamte Tumor in einem Stück komplett entfernt wird.

Wir nutzen dabei die Fluoreszenzmethode zur Erkennung von Blasenkrebs, auch bekannt als Fluoreszenz-Zystoskopie oder photodynamische Diagnostik (PDD), welche ein verbessertes Verfahren der Blasenspiegelung darstellt, das dabei hilft, schwer erkennbare oder sehr kleine Tumore sichtbar zu machen. 

Häufig empfehlen wir eine zweite TUR-B, um sicherzustellen, dass alle Krebszellen vollständig entfernt wurden. Der große Vorteil dieses Verfahrens ist der Erhalt der Blase bei meist kurzem Krankenhausaufenthalt. Da jedoch ein Rückfall möglich ist, sind regelmäßige Nachkontrollen wichtig. Die Operation erfolgt in der Regel in Vollnarkose oder in Narkose mit Sedierung.

Partielle Zystektomie (Teilentfernung der Blase)

Bei ausgewählten Patient*innen mit einem einzelnen, gut erreichbaren Tumor kann eine partielle Entfernung der Blase sinnvoll sein. Dabei entfernen wir ausschließlich den von Krebs betroffenen Blasenanteil, während der gesunde Teil der Blase erhalten bleibt. Voraussetzung hierfür ist, dass nur ein einzelner Tumor vorliegt und keine multifokale Erkrankung besteht – das bedeutet, dass sich der Krebs nicht an mehreren Stellen gleichzeitig in der Blase entwickelt hat. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und kann je nach Situation über einen Bauchschnitt oder minimal-invasiv roboter-assistiert durchgeführt werden.

Radikale Zystektomie (komplette Blasenentfernung)

Wenn der Tumor die Muskelwand der Blase erreicht hat oder besonders aggressiv ist, ist die radikale Zystektomie die Standardtherapie. Hierbei wird die gesamte Blase entfernt. Bei Männern werden zusätzlich Prostata und Samenblasen, bei Frauen Gebärmutter, Eierstöcke und die vordere Scheidenwand entfernt. Außerdem entnehmen wir die Beckenlymphknoten, um die Tumorausbreitung sicher zu erfassen – so kann festgestellt werden, ob sich Krebszellen bereits über die Blase hinaus ausgebreitet haben. Diese Informationen helfen uns, das genaue Stadium Ihrer Erkrankung zu bestimmen und die weitere Behandlung optimal auf Sie abzustimmen. Die Operation erfolgt in Vollnarkose und kann offen oder roboter-assistiert mit dem Da-Vinci-System durchgeführt werden.

Nach einer Blasenentfernung schaffen wir neue Wege, um den Urin sicher zu speichern.

  • Ileum-Conduit (Urostoma): Ein kleines Darmstück leitet den Urin nach außen in einen Beutel. Diese bewährte Methode ist technisch weniger anspruchsvoll und wird häufig angewendet.
  • Orthotope Neoblase: Aus Darmgewebe formen wir eine „neue Blase“, die Sie wie gewohnt über die Harnröhre entleeren können. Leider ist diese Methode nicht für alle Patient*innen geeignet.
  • Kontinenter Pouch: Wir formen einen inneren Urinbehälter aus Darm, der über einen kleinen Katheter von außen entleert wird. Diese Methode wird seltener angewendet, ermöglicht jedoch, auf einen permanenten Beutel zu verzichten.

Terminbuchung Harnblasenkrebs

Nierenkrebs entsteht, wenn sich Zellen im Nierengewebe unkontrolliert verändern und ein Tumor wächst. Am häufigsten handelt es sich um das sogenannte Nierenzellkarzinom. Die Erkrankung tritt vor allem im höheren Lebensalter auf und wird häufig zufällig im Rahmen von Ultraschall- oder CT-Untersuchungen entdeckt.

In frühen Stadien verursacht Nierenkrebs oft keine Beschwerden. Mögliche Symptome können Blut im Urin, Flankenschmerzen, tastbare Schwellungen im Bauchraum oder allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit und Gewichtsverlust sein. Diese Anzeichen sind jedoch unspezifisch und sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

Welche Therapie geeignet ist, hängt vor allem von der Größe und Lage des Tumors, einer möglichen Ausbreitung sowie der Nierenfunktion ab.

Organerhaltende Operation (partielle Nephrektomie)

Wenn möglich, wird der Tumor nierenerhaltend entfernt, um die Funktion des gesunden Nierengewebes zu bewahren. Dieser Eingriff erfolgt in vielen Fällen minimalinvasiv in Schlüssellochtechnik.

Zur zusätzlichen Sicherheit kann bei geeigneten Tumoren das NephroSAFE-Verfahren eingesetzt werden. Dabei wird das entfernte Gewebe noch während der Operation feingeweblich untersucht. So kann die Tumorentfernung besonders präzise beurteilt und das weitere Vorgehen individuell angepasst werden.

Entfernung der Niere (radikale Nephrektomie)

Bei größeren oder ungünstig gelegenen Tumoren kann die vollständige Entfernung der betroffenen Niere notwendig sein. Auch dieser Eingriff wird, wenn möglich, minimalinvasiv durchgeführt.

Fokale und systemische Therapien

Bei fortgeschrittener Erkrankung stehen neben operativen Verfahren auch medikamentöse Behandlungen zur Verfügung. Systemische Therapien wirken im gesamten Körper und können das Tumorwachstum gezielt bremsen oder kontrollieren. In ausgewählten Fällen kommen auch fokale Verfahren zum Einsatz, bei denen einzelne Tumorherde gezielt behandelt werden.

Unser Ziel ist eine individuell abgestimmte Therapie, die Tumorkontrolle und den Erhalt Ihrer Lebensqualität bestmöglich miteinander verbindet.
 

Terminbuchung Nierenkrebs

Hodenkrebs ist eine eher seltene, aber gut behandelbare Krebserkrankung, die vor allem jüngere Männer betrifft. Die Erkrankung entsteht aus Keimzellen im Hoden und fällt häufig durch eine schmerzlose Verhärtung oder Schwellung des Hodens auf.

Typische Warnzeichen sind eine tastbare Verhärtung, ein Schweregefühl im Hoden oder Veränderungen der Hodengröße. Auch Rückenschmerzen oder unspezifische Beschwerden können in fortgeschrittenen Stadien auftreten.

Hodenkrebs gehört zu den Tumorerkrankungen mit sehr guten Heilungschancen. Die Therapie richtet sich nach der genauen Tumorart und dem Stadium der Erkrankung.

Operative Entfernung des Hodens (Orchiektomie)

Der erste und wichtigste Schritt ist in der Regel die Entfernung des betroffenen Hodens über einen kleinen Leistenschnitt. Dies ermöglicht gleichzeitig die sichere Diagnose und Therapie.

Auf Wunsch können wir Ihnen nach der Entfernung ein Hodenimplantat einsetzen. Dabei handelt es sich um eine kleine, medizinische Prothese, die das äußere Erscheinungsbild des Hodensacks wiederherstellt. Viele Patienten empfinden dies als hilfreich für ihr Körpergefühl und ihr Selbstbewusstsein. Die Entscheidung für ein Implantat wird individuell und in Ruhe mit Ihnen besprochen.

Lymphknoten-Operation

In bestimmten Situationen kann die Entfernung von Lymphknoten im Bauchraum notwendig sein, um eine Ausbreitung der Erkrankung zu behandeln oder zu verhindern.

Die Behandlung erfolgt immer individuell und orientiert sich an den internationalen Leitlinien mit dem Ziel einer hohen Heilungswahrscheinlichkeit bei bestmöglicher Lebensqualität.
 

Terminbuchung Hodenkrebs

Peniskrebs ist eine seltene Krebserkrankung, die meist im höheren Lebensalter auftritt. Die Erkrankung entwickelt sich in der Regel aus Veränderungen der Haut oder Schleimhaut am Penis. Eine frühzeitige Diagnose ist besonders wichtig, da die Heilungschancen im frühen Stadium sehr gut sind.

Mögliche Anzeichen sind nicht heilende Hautveränderungen, Verhärtungen, Wunden oder Blutungen im Bereich der Eichel oder Vorhaut. Diese sollten unbedingt zeitnah urologisch abgeklärt werden.

Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und dem Ausmaß Ihres Tumors. Ziel ist immer, den Tumor vollständig zu entfernen und gleichzeitig so viel Funktion wie möglich zu erhalten.

Organerhaltende Operation

In frühen Stadien können wir Ihren Tumor häufig schonend entfernen, wobei möglichst viel gesundes Gewebe erhalten bleibt. Moderne plastisch-rekonstruktive Verfahren unterstützen uns dabei, ein funktionell und ästhetisch gutes Ergebnis zu erzielen.

Teil- oder vollständige Entfernung (partielle oder totale Penektomie)

Bei fortgeschrittener Erkrankung kann eine teilweise oder vollständige Entfernung des betroffenen Gewebes notwendig sein, um die Ausbreitung des Tumors zu verhindern.

Lymphknoten-Operation

Da Peniskrebs über die Lymphbahnen streuen kann, spielt die Untersuchung und gegebenenfalls Entfernung von Lymphknoten in der Leiste eine wichtige Rolle.
 

Terminbuchung Peniskrebs

Jetzt mal ehrlich: Prostata-, Harnblasen- und Hodenkrebs

Weitere medizinische Angebote

Eine gutartige Vergrößerung der Prostata gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Mannes im höheren Lebensalter. Mit zunehmendem Alter wächst die Prostata bei vielen Männern und kann die Harnröhre einengen. Dadurch wird das Wasserlassen erschwert.

Typische Beschwerden sind ein abgeschwächter Harnstrahl, häufiges Wasserlassen – insbesondere nachts –, das Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung oder plötzlicher Harndrang. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, können wiederkehrende Harnwegsinfektionen, Blasensteine, Harnverhalt oder Schäden an Harnblase und Nieren die Folge sein.

Nicht jede Prostatavergrößerung muss sofort operiert werden. Leichte Beschwerden lassen sich häufig zunächst mit Medikamenten behandeln. Reicht dies nicht aus oder ist die Prostata bereits deutlich vergrößert, kann ein operativer Eingriff sinnvoll sein.

HoLEP – schonende Lasertherapie bei Prostatavergrößerung

Die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) gilt heute als eines der modernsten und effektivsten Verfahren zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung.

Bei diesem minimalinvasiven Eingriff wird das überschüssige Prostatagewebe mit einem speziellen Holmium-Laser präzise von innen ausgeschält und anschließend entfernt. Schnitte von außen sind nicht erforderlich. Die Behandlung erfolgt vollständig über die Harnröhre.

Die HoLEP-Methode eignet sich für nahezu alle Prostatagrößen – auch für sehr große Drüsen, bei denen früher häufig eine offene Operation notwendig war. Durch die vollständige Entfernung des vergrößerten Gewebes können die Beschwerden meist dauerhaft und nachhaltig gelindert werden.

Vorteile der HoLEP-Methode

  • nachhaltige Verbesserung des Harnflusses und der Blasenentleerung
  • für kleine, mittlere und sehr große Prostaten geeignet
  • geringer Blutverlust durch die blutstillende Wirkung des Lasers
  • kurze Katheterliegezeiten
  • kurze Krankenhausaufenthalte
  • schnelle Erholung nach dem Eingriff
  • geringes Risiko einer erneuten Behandlung

Führendes Zentrum für die HoLEP-Therapie

Die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung mit der HoLEP-Methode gehört zu unseren besonderen Schwerpunkten. Das Urologische Laserzentrum Berlin (ULZB) ist eines der größten und erfahrensten Zentren Deutschlands. Hier führen wir jährlich eine hohe Zahl dieser Eingriffe durch und verfügen über eine umfassende Expertise in der schonenden Lasertherapie der Prostata.

Unsere Patient*innen profitieren von modernster Medizintechnik, standardisierten Behandlungsabläufen und einem erfahrenen Team, das auf die operative Behandlung von Prostataerkrankungen spezialisiert ist. Ziel ist es, die Beschwerden dauerhaft zu beseitigen und Ihnen schnell wieder zu mehr Lebensqualität zu verhelfen.

Vor jeder Behandlung beraten wir Sie ausführlich zu den verschiedenen Therapieoptionen und wählen gemeinsam mit Ihnen das für Ihre persönliche Situation am besten geeignete Verfahren aus.
 

Terminbuchung Prostatavergrößerung

Die rekonstruktive Urologie beschäftigt sich mit der Wiederherstellung von Form und Funktion der Harnwege und der männlichen Geschlechtsorgane. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und Patient*innen wieder zu einem möglichst normalen Wasserlassen, einer verbesserten Kontinenz und einer guten Lebensqualität zu verhelfen.

Rekonstruktive Eingriffe kommen beispielsweise bei Verengungen der Harnwege, angeborenen Fehlbildungen, nach Tumorerkrankungen, Verletzungen oder früheren Operationen zum Einsatz. Wir entwickeln für Sie ein individuelles Behandlungskonzept.

Harnröhrenrekonstruktion (Urethroplastik)

Verengungen der Harnröhre können den Harnfluss erheblich beeinträchtigen und zu wiederkehrenden Infektionen oder Harnverhalt führen. Mit modernen rekonstruktiven Verfahren stellen wir einen dauerhaft freien Harnfluss wieder her.

Blasen-, Nieren- und Harnleiterrekonstruktion

Engstellen, Fehlbildungen oder Erkrankungen können die Funktion von Blase, Niere und Harnleiter beeinträchtigen. Durch spezialisierte rekonstruktive Eingriffe können wir den Urinabfluss wiederherstellen, die Organfunktion erhalten und Beschwerden nachhaltig lindern.

Rekonstruktion der männlichen Geschlechtsorgane

Nach Verletzungen, Erkrankungen oder Operationen können Form und Funktion von Penis und Hoden beeinträchtigt sein. Moderne rekonstruktive Verfahren ermöglichen eine individuelle Wiederherstellung mit dem Ziel, Funktion und Lebensqualität zu verbessern.

Penis- und Schließmuskelprothesen

Für Patienten mit schwerer erektiler Dysfunktion oder ausgeprägter Harninkontinenz können Implantate eine wirksame Behandlungsmöglichkeit sein. Penisprothesen ermöglichen wieder ein erfülltes Sexualleben, während künstliche Schließmuskelsysteme die Kontinenz wiederherstellen können.

Korrektureingriffe nach Operationen oder Verletzungen

Narbenbildungen und funktionelle Einschränkungen nach Operationen, Bestrahlungen oder Unfällen können die Funktion der Harnwege und Geschlechtsorgane beeinträchtigen. Rekonstruktive Eingriffe helfen, diese Folgen zu korrigieren und die Lebensqualität zu verbessern.

Mit hoher Spezialisierung und modernen Operationsverfahren bieten wir individuelle Lösungen auch für komplexe rekonstruktive Fragestellungen.
 

Terminbuchung rekonstruktive Urologie

grafische darstellung niere, oben links und rechts die nieren, verbunden über den harnleiter mit der harnblase, die nieren verbunden mit den versorgenden venen und aorta

Nieren- und Harnleitersteine entstehen, wenn sich Bestandteile des Urins zu Kristallen verbinden und im Harntrakt Steine bilden. Sie können den Urinfluss behindern und starke, kolikartige Schmerzen verursachen.

Typische Beschwerden sind plötzlich einsetzende Flankenschmerzen, Blut im Urin, Übelkeit oder häufiger Harndrang. Kleine Steine gehen oft von selbst ab, größere oder schmerzhafte Steine sollten behandelt werden.
Die Therapie richtet sich nach Größe, Lage und Beschaffenheit der Steine.

Endoskopische Steinbehandlung

Über die Harnröhre und den Harnleiter können wir sehr feine Instrumente einführen. Mithilfe eines Lasers werden die Steine gezielt zertrümmert und entfernt – ganz ohne äußere Schnitte. Dieses Verfahren setzen wir häufig bei Harnleiter- und Nierensteinen ein.

Perkutane Steintherapie

Bei größeren Nierensteinen erfolgt der Zugang über einen kleinen Hautschnitt direkt zur Niere. Die Steine können wir so gezielt entfernen. Dieses Verfahren kommt vor allem bei komplexeren Steinbefunden zum Einsatz.

Stoßwellentherapie (ESWL)

Bei geeigneten Steinen können diese von außen durch fokussierte Stoßwellen zertrümmert werden. Die Steinfragmente werden anschließend auf natürlichem Weg ausgeschieden.

Anästhesieverfahren bei der Harnsteinbehandlung

Je nach Eingriff und individueller Situation stehen verschiedene schonende Narkoseverfahren zur Verfügung:

Sedierung (Dämmerschlaf)
Sie sind entspannt und meist schläfrig, können aber auf Ansprache reagieren. Schmerzen werden deutlich reduziert, die Atmung bleibt selbstständig. Dieses Verfahren wird häufig bei kleineren Eingriffen wie der Stoßwellentherapie (ESWL) oder dem Einlegen einer Harnleiterschiene eingesetzt.

Narkose (Kurz- oder Teilnarkose)
Sie schlafen während des Eingriffs und spüren keine Schmerzen. Die Atmung erfolgt meist selbstständig, kann bei Bedarf unterstützt werden. Diese Form wird häufig bei endoskopischen Eingriffen wie der Harnleiter- oder Nierensteinentfernung (URS/flexible Ureterorenoskopie) eingesetzt.

Vollnarkose
Sie sind vollständig bewusstlos und bekommen vom Eingriff nichts mit. Die Atmung wird überwacht und bei Bedarf unterstützt. Dieses Verfahren kommt vor allem bei größeren Eingriffen wie der perkutanen Steinentfernung (PCNL) oder komplexen Operationen zum Einsatz.

Unser Ziel ist es, die Behandlung so schonend und angenehm wie möglich zu gestalten und das für Sie passende Verfahren individuell auszuwählen.
 

Terminbuchung Nieren- und Harnleitersteine

Jetzt mal ehrlich: Gutartige Prostatavergrößerung

Ihre Urologie im Auguste-Viktoria-Klinikum

Uroonkologisches Zentrum

Zertifiziertes Uroonkologisches Zentrum in Berlin‑Schöneberg: interdisziplinäre Diagnostik und Therapie bei Nieren-, Blasen- und Prostatakarzinom für Betroffene.

Urologisches Laserzentrum Berlin

Teil unserer Klinik ist das Urologische Laserzentrum Berlin (ULZB). Hier bieten wir seit 1998 die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) an.

Termine und Sprechstunden

Gerne stehen wir Ihnen mit vielfältigen Sprechstunden und Terminmöglichkeiten zur Verfügung. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.

Sprechzeiten

Wochentags von 8-16 Uhr

Ansprechpartner

Chefarztsekretariat MU Dr. Dr. h.c. Mario Zacharias

Corinna Schulz
030 130 20 2541
Fax: 030 130 20 2031

Sekretariat Urologisches Laserzentrum Berlin (ULZB)

Sünbül Mazlum
030 130 20 2737
030 130 20 2541

Anmeldung stationärer Aufnahmen

Erreichbar wochentags von 8-16 Uhr
Jörg Jähnigen
030 130 20 2737
030 130 20 2541
Fax: 030 130 29 20 2419

Diensthabende*r Ärzt*in

030 130 20 0

Informationen für Patient*innen

In der Klinik für Urologie am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum erwartet Sie eine moderne medizinische Versorgung, die fachliche Kompetenz mit persönlicher Betreuung verbindet. Unser Team begleitet Sie von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Entlassung verlässlich durch alle Schritte Ihres Aufenthalts.

Der erste Schritt in die Klinik für Urologie am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum ist die Anmeldung.

Sollte Ihr*e Urolog*in bereits einen Termin für Sie vereinbart haben, so finden Sie unser Aufnahmebüro auf dem Gelände des Klinikums im Haus 23, 2. OG. Falls Sie sich selbst anmelden möchten, erreichen Sie unser Aufnahmebüro wochentags telefonisch von 8-16 Uhr unter 030 130 20 2419.

Ist eine operative Behandlung bei Ihnen geplant, beginnt Ihr Aufenthalt bei uns meist mit einem Vorgespräch mit unseren Ärzt*innen und den Pflegekräften im urologischen Aufnahmebüro. Hier erfahren Sie alles über den geplanten Eingriff, die ungefähre Dauer Ihres Aufenthalts, können Ihre Fragen stellen und alle Formalitäten erledigen. Für diesen Aufenthalt (inklusive Voruntersuchungen wie ein EKG und ein zusätzliches Gespräch mit unseren Ärzt*innen aus der Anästhesie) sollten Sie etwas Zeit (und ggf. auch etwas Verpflegung) mitbringen. Das Vorgespräch findet zwei bis 14 Tage vor dem geplanten OP-Termin statt. 

Die Aufnahme zur Operation auf einer unserer Stationen (urologische Station 52B (Haus 52) sowie Komfortstation 52C (Haus 52)) erfolgt am Tag der Operation bzw. am Nachmittag des Vortages. Auch hier ist das Aufnahmebüro im Haus 23 Ihre erste Anlaufstelle. 

Während Ihres stationären Aufenthaltes finden die ärztlichen Visiten wochentags am Morgen und am Wochenende während des frühen Vormittags statt. Ein Arztbrief für Ihre*n behandelnde*n Ärzt*in wird Ihnen in der Regel bei der Entlassung mitgegeben. Entlassungen finden an jedem Tag statt. 

Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen selbstverständlich während Ihres gesamten stationären Aufenthaltes zur Verfügung.

Informationen für Zuweisende

Für die ambulante und stationäre Zuweisung von Patient*innen sowie für stationäre Aufnahmen steht Ihnen unser urologisches Aufnahmebüro zur Verfügung.

Wenn Ihr* Patient*in bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, wenden Sie sich bitte an:

Urologisches Aufnahmebüro

Jörg Jähnigen
(030) 130 20 2419
Fax: (030) 130 29 20 2419

(für stationäre Aufnahmen, OP-Anmeldung und Planung ambulanter Eingriffe)

Private Krankenversicherung

Sekretariat Urologie
Corinna Schulz
(030) 130 20 2541
Fax: (030) 130 20 2031

Ambulante Einweisung

Im Falle einer ambulanten Behandlung oder Notfalleinweisung wenden Sie sich bitte an unsere Endourologie:
(030) 130 20 2108
oder an die*den diensthabende*n Urolog*in.

Wir bitten Sie herzlich, den Patient*innen für jedes Quartal einen gültigen Überweisungsschein beziehungsweise eine gültige Einweisung mitzugeben. Ebenso wichtig sind wesentliche von Ihnen oder anderen Kolleg*innen erhobene Befunde, Bildgebung, histologische Befunde usw.

Anfragen zu Patient*innen und Befunden, Anforderungen von Briefen, OP-Berichten und Histologien können Sie im Falle einer stationären Behandlung jederzeit gerne an unser urologisches Sekretariat richten.

Für komplexe uroonkologische Fälle findet an jedem Mittwoch 14:00–15:00 Uhr unsere interdisziplinäre Tumorkonferenz statt. Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein. Das Tumorboard findet zurzeit als Zoom-Konferenz statt.

Niedergelassene Kolleg*innen sind herzlich zur gemeinsamen Tumorkonferenz eingeladen. Bitte melden Sie sich dafür im Chefarztsekretariat an:
Fax: (030) 130 20 2031

Urologische Tumorkonferenz

Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum
Konferenzraum der Radiologie, Haus 8, Erdgeschoss
Rubensstraße 125
12157 Berlin

Patientenanmeldung für operative Eingriffe und Sprechstunden

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Leitung der Klinik für Urologie Schöneberg

Lernen Sie das Leitungsteam der Klinik kennen.

Termine und Sprechstunden

Gerne stehen wir Ihnen mit vielfältigen Sprechstunden und Terminmöglichkeiten zur Verfügung. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.

Allgemeiner Kontakt

Telefon: (030) 130 20 2541
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